Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben nicht nur bei E-Smog-Betroffenen

Beobachter

Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben nicht nur bei E-Smog-Betroffenen

Beitrag von Beobachter » 27. Juni 2023 13:24

»Betroffene können mögliche ...orte nicht meiden, ohne sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen.«

2480 antisemitische Vorfälle in Deutschland registriert
27.06.2023, 11.50 Uhr

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 6681e54237


Heute schon Insekten bemerkt? Welche, wie viele und wo im Vergleich zu früher?

Christine Aschermann
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Re: Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben nicht nur bei E-Smog-Betroffenen

Beitrag von Christine Aschermann » 30. Juni 2023 21:03

Der Vergleich von Elektrosensiblen, die die Öffentlichkeit meiden, mit jüdischen Mitbürgern ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn jüdische Mitbürger oder ihre Institutionen bedroht werden, erfolgt, sofern die Täter gefasst werden, eine Gerichtsverhandlung und Bestrafung der Täter. Verständlicherweise haben die jüdischen Mitbürger Angst, angegriffen zu werden, und meiden, je nach persönlicher Widerstandskraft und Gefährdung, gefährliche Orte. Bei den Tätern dürfte es sich um einzelne psychopathische Personen oder rechtsextreme oder islamistische Gruppen handeln. Wiederum ist dies nicht zu vergleichen mit den von der Regierung unterstützten verbrecherischen Übergriffen während der Nazizeit, z.B. am 9.11.1938, Ausschlüssen aus der Gesellschaft durch Verlust des Berufs, des Geschäftes usw., den Deportationen. Diese Menschen verdienen wahrhaft unser Mitgefühl.
Anders verhält es sich in heutiger Zeit mit den elektrosensiblen Mitbürgern: Aufgrund der Strahlenbelastung ist ihnen die Teilnahme an vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen nicht möglich oder nur unter erheblichen gesundheitlichen Opfern und meist nur für eine kurze Zeitspanne möglich, dann reagieren sie nämlich mit den bekannten, teils gefährlichen Symptomen. Aus Selbstschutzgründen bleiben sie deshalb sehr oft fern. Selbst die notwendigsten Aktionen sind für sie erschwert bis unmöglich oder machen ihnen kein Vergnügen: Arztbesuche, Besuche auf Ämtern, Einkäufe, Bibliotheken, Kinos usw., besonders im Zeitalter von 5G und dem hochfrequenten WLAN. Grundrechte und Menschenrechte sind ihnen genommen, immer mit Verweis auf die angeblich schützenden Grenzwerte.
Die Strahlenbelastung kommt jedoch nicht von allein wie das Wetter oder geht von einzelnen Tätern aus, sondern wird von der Regierung auf den Weg gebracht und gefördert, ebenso ist die Kritik und Verhöhnung der Opfer kein Zufall, sondern hat System, wird von Behörden und Medien verbreitet, getreu nach der Vorgabe der WHO im Factsheet 296. Die deutsche Regierung hat bisher die Empfehlungen der EU zum Schutze der Elektrosensiblen nicht umgesetzt, nicht einmal die Kinder werden geschützt, im Gegensatz zu anderen Ländern. Sogar die Allerkleinsten in Kitas sollen an die Digitalisierung (gemeint ist: über den Funk) herangeführt werden. Welche Agenda liegt hier zugrunde? Wo bleiben Anerkennung des Leids, Mitgefühl, Fürsorge?

Helmut Breunig
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Re: Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben nicht nur bei E-Smog-Betroffenen

Beitrag von Helmut Breunig » 1. Juli 2023 18:43

Vorweg als Ausgangspunkt:
Vergleichen ist meiner Auffassung nach nicht Gleichsetzen. Ein Vergleich ist eine Methode, abzugleichen, was an den gegenübergestellten Punkten gleich oder ungleich ist. Ob und welche Gleichsetzungen möglich sind, ist erst das Ergebnis des Abgleichens. In der Logik wie eine Gleichung in der Mathematik. Es wird geprüft, was aufgeht und was nicht.

@ Christine Aschermann:
Ich kann die Unterscheidungen, die Sie getroffen haben, weitgehend teilen. In einigem sind die Folgen der verschiedenen Ursachen gleich oder mehr oder weniger ähnlich. Sie haben die betreffenden Folgen in der Darstellung der Lage der "elektrosensiblen" Mitbürger selbst benannt. Wenn auch die Ursachen dafür verschiedene sind, wurden bzw. werden dennoch bei beiden Angelegenheiten etliche gleiche und ähnliche Folgen hingenommen, und es wurde bzw. wird auf deren gesellschaftliche Hinnahme aktiv hingewirkt. Ich stelle mir daher die Frage, welche gleiche oder ähnliche Haltung bei beiden sowie weiteren Angelegenheiten beteiligt sein könnte. Es ist eine Haltung, die das systematische Organisieren gesellschaftlicher Akzeptanz, Hinnahme und Ignoranz von aktiv betriebener Diskriminierung möglich macht. Für eine Betrachtung in Bezug auf den Umgang mit Elektrosmoggeschädigten finde ich den Ansatz "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" bzw."Pauschalisierende Ablehnungskonstruktionen" bedenkenswert.
Zum Einstieg in das Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenbe ... ndlichkeit

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