Noch gefehlt: Bietenhard neue EJPD-Generalsekretärin

Elisabeth Buchs
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Noch gefehlt: Bietenhard neue EJPD-Generalsekretärin

Beitrag von Elisabeth Buchs » 16. Januar 2008 13:01

Auf Telext:

Bietenhard (Forum Mobil) neue EJPD-Generalsekretärin.
Die frühere Beraterin von Bundesrat none Ogi Sonja Bietenhard wird Generalsekretärin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements EJPD. Sie ersetzt den Vertrauten von Christoph Blocher, Walter Eberle.

Der Bundesrat hat Bietenhard zur Stabschefin von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ernannt, wie die Bundeskanzlei mitteilte. Bietenhard hatte in der bernischen SVP für das Amt der Bundeskanzerin kandidiert.

Sonja Bietenhard wurde 1957 geboren und wuchs in Burgdorf BE auf. An der Universität Bern studierte sie VWL, BWL und Politologie.

Siehe auch: http://www.news.admin.ch/dokumentation/ ... g-id=16777

und: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/sc ... 32404.html

Elisabeth Buchs

thron als Gast

Wirtschaftskriminellen-Lobbyistin als Bundesrats-Stabschefin

Beitrag von thron als Gast » 25. Januar 2008 09:54

Wirtschaftskriminellen-Lobbyistin als Bundesrats-Stabschefin im EJPD?

von unserem Berner Korrespondenten, 21.1.08

Sonja Bietenhard-Ritter, bisher Geschäftsführerin des Forum-Mobil, wurde per 1.2.08 zur Stabschefin der neuen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Generalsekretärin des EJPD (Eidg. Justiz- & Polizeidepartement) ernannt.

Wer nicht weiss wer Frau Bietenhard-Ritter ist, siehe:
- http://www.forummobil.ch/de/dasforum_pe ... i=&m=1&s=3
- http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/d ... 1-160.html
- http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/d ... nhard.html


Die Referenzen der künftigen EJPD-Generalsekretärin
Frau Bietenhard's Kernaufgabe, als Geschäftsführerin des Forum-Mobil -- also Chef-Lobbyistin der Mobilfunk-Industrie -- war während der letzten 6 Jahre, die rein materiellen Interessen der Mobifunk-Industrie durchzusetzen.
Mit dem Kernziel, die Verstrahlungs-Maschinerie möglichst ungestört ausbauen zu können.

Sowas geht, bei den von der Drahlos-Technologie ausgehenden erheblichen Gesundheitsrisiken nur, indem diese Risiken hochmanipulativ geleugnet und anderslautende Aussagen als lächerlich dargestellt werden.
Konkrete Fälle der Gesundheitsrisiken des Mobilfunks können hier auf Gigaherz.ch über die letzten Jahre nachgelesen werden. Zu den hochkorrupten Faktenverdrehungs-Methoden der Mobilfunk-Industrie, später mehr.

Man muss sich ernsthaft Fragen, wie man im Bundes-Bern auf die Idee kommt, eine Chef-Lobbyistin einer hochkorrupten Industrie künftig als Stabschefin im EJPD beschäftigen zu wollen!
Das EJPD welches Notabene die eidgenössisch höchste Kriminalitäs-Verfolgungs-Instanz ist…


Das Lügengebäude der Mobilfunkindustrie…
Als anerkannt gemeinnützige Schutzorganisation Elektrosmog-Geschädigter hat Gigaherz.ch nicht, wie die Mobilfunk-Industrie beliebig geldgefüllte Schwimmbecken in vielen Gärten. Womit sich diese eine beliebige weisswestige Selbstdarstellung ringsherum zusammengekauft hat.

Was wir aber sehr wohl haben ist eine inzwischen jahrzehnte lange Erfahrung auf allen Ebenen, wie diese Industrie vorging. Und weiterhin vorgeht, um ihre morbiden Produkte brachial immer breiter in den Markt zu drücken.

Hier soll mal die die hochkorrupte Globalstrategie beleuchtet sein, welche Frau Bietenhard als verantwortliche Lobbyistin bisher vertreten und somit mitzuverantworten hat.
Aus der genannten jahrzehntelangen Erfahrung und Beobachtung können wir Kurz und Bündig sagen. Ja sogar ohne dabei hordenweise Leute und Institutionen kaufen zu müssen, nur aufgrund von gesundem Menschenverstand:

Die korrupten Methoden der Mobilfunkindustrie sind schlussendlich dieselben, welche die Tabakindustrie anwandte um die erheblichen Gesundheitsrisiken zu leugnen.


TV-Interview:
Die korrupten Methoden der Tabakindustrie
Prof. Michael Adams (Wirtschaftswissenschaftler Uni Hamburg) hat die Korruptions-Methodik der Tabakindustrie analysiert. Seine Aussagen dazu können in folgendem Video-Interview verfolgt werden:

http://www.youtube.com/watch?v=RG3LvwxZR40

Für diejenigen welche das Video aus technischen Gründen nicht anschauen können, hier die Kernaussagen:

– Unter dem Druck von Rechtsverfahren musste die Tabakindustrie ihre gesamten internen Dokumente offenlegen. Dort kann man nachlesen was diese Industrie zu den Gesundheitsrisiken zu welchem Zeitpunkt wusste und wie sie vorging um das zu verbergen.

– Schon ab den 50er-Jahren hatten unabhängige Wissenschaftler mit immer mehr Studien bewiesen das Aktiv- UND Passivrauchen schwer gesundheitsschädigend ist.

– Um dieses tatsächliche gesundheitliche Risiko des Rauchens zu vertuschen hat die Tabakindustrie seit den 50er-Jahren in der Art eines Geheimdienstes gearbeitet.

– Sie hat dazu die Weltgesundheits-Organisation (WHO) unterlaufen.

– Allein in Deutschland waren 80 Mediziner unter Vertrag, um die Gefährlichkeit des Aktiv- & Passivrauchens zu verleugnen.
Dieselben Mediziner hatten auch die Aufgabe, die Aussagen unabhängiger Studien mit gekauften gefälschten Gegenstudien zu neutralisierten. Damit die Politik einen Vorwand hatte, nicht gegen die Tabakindustrie vorgehen zu müssen.

– Mit diesen gekauften Falschstudien haben sie nicht nur die Öffentlichkeit belogen, auch haben sie damit, wo sie konnten die Verfasser unabhängiger Studien lächerlich gemacht und Wissenschafts-Karrieren ruiniert.

– Ebenso hatte sie in Deutschland Juristen unter Vertrag, die aussagten: "Ein Vorgehen gegen die Tabakindustrie sei verfassungswidrig."

– Mit entsprechender Lobbyarbeit wurden auch die Politiker bearbeitet um "Kumpel-Beziehungen" aufzubauen und zu pflegen. Dazu gehörten auch "legale Spenden" zur Finanzierung von Parteitagen etwa.
Darüberhinaus wurden Grossbeträge dafür eingesetzt, um geplante einschränkende EU-Tabakwerbung-Richtlinien zu Fall zu bringen.
Maggie Thatcher, die englische Premierministerin (1979-90) nahm dazu von Philipp Morris pro Jahr 500'000 Euro an. Helmut Kohl und der heutige Verbraucherschützer und damaliger Gesundheitsminister Kurt Seehofer haben sich bei entsprechenden "Legalen Spenden" nicht anders verhalten.

Gigaherz-Bemerkung:
Reformen, welche diese Negativerfahrungen mit der Tabakindustrie für die Zukunft erschwehren würden haben weder in der EU noch der Schweiz stattgefunden.

Zurück zu Frau Bietenhard, den Schweiz-Verhältnissen und dem EJPD
Aufgrund dieser offengelegten Erfahrungen mit der Tabakindustrie sollte nun jeder verstanden haben, womit sich Frau Bietenhard, als Chef-Lobbyistin der Mobilfunkindustrie die letzten Jahre beschäftigte.
Aufgrund unserer Erfahrungen in der Schweiz steht die kriminelle Energie die schweizerische Mobilfunkindustrie, derjenigen der Tabakindustrie in Nichts nach.

Von den einzelnen gekauften mobilfunkfreundlichen Akteuren der Schweiz (Wissenschaftler, Institute, Bundesamt-Fachbeamte, Lobbyisten, Juristen, Politiker) ist nicht zu erwarten, dieses korrupte Spiel offenzulegen.
Sie sind ja auch nur kleine Würstchen, in der von einer äusserst kapital-potenten Industrie, supranational angerichteten Giftbrühe.
Es ist verständlich das diese Einzelakteure ihre Karrieren nicht aufs Spiel setzen, indem sie etwa den Aussagen der mobilfunkindustrie-gekauften WHO widersprechen.
So sind in der Schweiz praktisch alle relevanten, in die Sache involvierten verantwortlichen Stellen (Forscher, Institute, Bundesämter-Beamte, Juristen, Politiker) von der Mobilfunkindustrie korrumpiert.

Sogar die im 2007 bewilligten, mit Bundesgeldern finanzierten 11 Studien des Nationalen Forschungsprogramms 57 (NFP57), angeblich auch zur Klärung der Grenzwertproblematik des Mobilfunks, gehen zu 90% an der Kernfragestellung vorbei.
Kein Wunder, wenn im Gremium zur Vergabe der Studiengelder die schweizerischen Umweltorganisationen nicht konsultiert wurden und ausschliesslich nur von den ewig gleichen, industrie-geschmierten Leuten besetzt ist.
Bei der Vergabe der Studiengelder wurde offensichtlich dafür gesorgt, dass die industrie-gekauften Forscher und Institute zum Zuge kamen.
Gigaherz.ch hat Kenntnis, das Forschungsanträge welche direkt auf die Kernfragestellung "Grenzwerttauglichkeit des Mobilfunks" ausgerichtet waren, vom Auswahlgremium NFP57 nicht berücksichtigt wurden.
So wurde im Voraus dafür gesorgt, dass von den Nationalfonds-Studien keine verwertbaren Ergebnisse zur Kernfragestellung zu erwarten sind.
Korrupte Steuergelder-Verschwendung nennt man das.


Umso mehr sollte in dieser schon länger bekannten Situation, sich gerade das EJPD für die Sache interessieren.
Und damit ist nicht gemeint, das man die aktuelle Chef-Lobbyistin der Mobilfunk-Industrie als Stabschefin anstellt. In einem funktionierenden Rechtsstaat sollte es für das EJPD eine Selbstvertändlichkeit sein, ein grossangelegtes Wirtschaftskriminellen-Verfahren gegen Frau Bietenhard und ihre Auftraggeber zu eröffnen.

Falls nicht, muss sich das EJPD die Frage gefallen lassen, wessen Interessen es eigentlich primär vertritt?
Die des in- und ausländischen Grosskapitals, oder die der schweizerischen, hier steuernzahlenden Allgemeinheit?

Nach den Twintower-Anschlag konnte zum Beispiel der US-Geheimdienst über Monate hinweg nach Belieben Schweizer Personaldaten beim EJPD durchforsten.
Fordern wir hingegen als schweizerische, gemeinnützig anerkannte Schutzorganisation das EJPD auf, die Machenschaften der Mobilfunkindustrie zu ermitteln, werden wir nicht erhört, bestenfalls ausgelacht.

Der Tag wird aber kommen, wo diesbezüglich niemand mehr lachen wird.

Nur um ein aktuelles Beispiel zu nehmen:
Die Kälberblindheits-Fall vom letzten Jahr hat gezeigt -- das musste sogar das BAKOM bestätigen -- wie diese Tiere unter Bestrahlung einer nahestehenden Mobilfunk-Sendeanlage in 80 von 81 Fällen, unterhalb der NISV-Grenzwerte erblindeten.

Bei dem Rechtsverständnis das Frau Bietenhard die letzten 6 Jahre als Geschäftsführerin und Chef-Lobbyistin des Forum-Mobil an den Tag gelegt hat, hat diese Person beim EJPD nicht mal als Putze was verloren.

Immerhin sprechen wir hier von zunehmend mehr Menschen, welche durch diese Technologie gesundheitlich nachhaltig geschädigt werden

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