Beispiele zur Charakterisierung der Schadsphäre
hier am Bergahorn
Merkmale von Baumkronen, anhand derer Fotodokumente von Kronenschäden auf Hinweise für das Vorliegen unbekannter abiotischer atmosphärischer Schadfaktoren untersucht werden können
Systematische Orientierung der Schadsphäre benachbarter Bäume
- Schadspäre seitlich gleich zur Achse ihrer Standorte orientiert
Reihe Bergahorne aus den Jahren 2006, 2008, 2010
GöttingerSieben hat geschrieben:Wurden Behörden über diese geschädigten Bergahorne in Kenntnis gesetzt?
Ich kann Ihnen nun soweit antworten, dass die hier gezeigten Dokumente der Schäden Ämtern und Amtsträgern auf allen Ebenen der Verwaltung bekannt gemacht wurden: Forstbeamten, Landwirtschaftsamt, Abgeordneten, Ministerien, Landesregierung.
Die Bäume waren seit Inbetriebnahme eines Mobilfunksenders im Jahr 2004 Hochfrequenzfeldern aus 200 m Entfernung rechtsseitig ausgesetzt.
Die gebräunt erscheinenden Bereiche der Kronen kennzeichnen die visuell am deutlichsten wahrnehmbare Ausbreitung der Schadsphären.
Das vorliegende Erscheinungsbild ist - dem einer Verbrennung ähnlich - gekennzeichnet durch:
- Blattverfärbung über Aufhellung bis Bräunung,
- der Schadbereich des Laubwerks hat eine von der Kronenarchitektur weitgehend abgelöste geometrische Gestalt.
Das für einen abiotischen Vektor bereits beschriebene typische Schadbild (s.o.) ist hier in einer zeitlichen Entwicklung über 5 Jahre erkennbar.
Auch die Fotodokumente aus 1993 zeigen den Eindruck des „Verbrennens“.

- Fichten und Ahorn 1993 web.jpg (82.24 KiB) 2828 mal betrachtet
Sowohl die Fichten als auch der Ahorn zeigen im August 1993 nach derselben Himmelsrichtung orientierte Schadsphären der beschriebenen Art.
Hier nun lateral zu der Raumachse ihrer benachbarten Standorte.
Nach dem Bericht des Beobachters haben sich diese erstmals gebildet, nachdem einige Monate zuvor ein Mobilfunksender in Betrieb genommen worden war. Die Einfallsrichtung der Mobilfunkimmission entspricht der Orientierung der Schadsphären, Entfernung der Bäume zum Sender etwa 300-330m.
Durch welche Einwirkung sollte die zeitgleiche und gleichseitige sommerliche Entlaubung eines Ahorns und die Bräunung der Jahrestriebe zweier benachbarter Fichten erfolgen können? Streusalz kommt schon wegen der Lage der Schadsphären zu den Verkehrswegen hier nicht in Frage. Chemische Immissionen dürften im Wohngebiet auszuschließen sein.
Blich auf den Ahorn aus SO = 6:00 Uhr
Ende Juli 1993
Bräunung und beginnender Blattverlust
Immission aus SW = 9:00 Uhr, ca. 300 m

- Ahorn 1993 web.jpg (181.64 KiB) 2828 mal betrachtet
Blick auf den Ahorn aus NNW = 6:00 Uhr
Anfang September 1993
weitere Bräunung und ausgeprägte Verkahlung
Immission aus SW = etwa 4:00 Uhr

- Ahorn 1993 web2.jpg (126.27 KiB) 2828 mal betrachtet
Das sichtbar werdende Astwerk zeigt keine Unregelmäßigkeit, die auf eine Beeinträchtigung des Wachstums schon in Vorjahren schließen ließe. Es kann sich nur um eine erstmals in der Vegetationszeit 1993 akut wirkende Schadgröße handeln.
Die Schäden stellen sich schnell ein und zeigen drastische Ausprägung binnen kurzer Zeit.
Zu Beginn der GSM-Mobilfunkära sendeten Antennen wesentlich stärker als heute.
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Ich danke für die Möglichkeit über die Fotodokumente zum vorliegenden Zweck zu verfügen.
"Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann." Ralph Waldo Emerson