von Denis » 16. April 2006 11:58
Hab den Artikel in der Zeitung auch gelesen und geschmunzelt, er ist offenbar immer noch nicht online abrufbar - dafür war noch ein themenverwandter Artikel drin, der auch sehr interessant ist:
Störsender gegen Handys im Gefängnis
Anstaltsdirektoren rüsten auf gegen illegales Telefonieren der Strafgefangenen
ZÜRICH Gefängnisdirektoren müssen das verbotene Telefonieren mit Handys in ihren Gebäuden unterbinden. Darum empfiehlt Ulrich Luginbühl, Direktor Massnahmenzentrum St. Johannsen BE und Präsident der Schweizerischen Anstaltsleiterkonferenz, die Installation von Störsendern.
Luginbühl hat sich die Ergebnisse von drei Pilotversuchen mit Störsendern diese Woche bei einer Tagung der Anstaltsleiter erklären lassen. Sein Fazit: « Es ist möglich, Gefängnisse so abzuschirmen, dass Insassen ihre Handys nicht mehr verwenden können. » Die Investitionskosten für solche Anlagen lägen im « vertretbaren Rahmen » , denn mit den Handyblockern könnten neue Straftaten verhindert werden.
« Wenn aus einer Anstalt ein Raubüberfall mit über 100 000 Franken Schaden organisiert wird, lohnt sich eine Investition, die wenige Tausend Franken pro Platz kostet. » Das am meisten Erfolg versprechende System hat das Gefängnis Lenzburg getestet. Direktor Marcel Ruf hat Mitte Februar ein Konzessionsgesuch ans Bakom gerichtet, damit er den Störsender definitiv in Betrieb nehmen kann. Die Kosten von 350 000 Franken hat er vom Kanton Aargau bereits bewilligt bekommen.
Keine Störungen ausserhalb der Gefängnismauern
Das System nutzt Kabel, die ein Störsignal ins Gefängnisgebäude tragen. « Dank dieser Lösung bleibt die Strahlung klein. Ausserhalb der Gefängnismauern werden keine Handygespräche gestört » , sagt Ruf. Laut Peter Fäh, Direktor der Strafanstalt Schöngrün SO, müsse nun jede Anstalt Kosten und Risiken genau abklären. Weil man den Schmuggel mit den immer kleineren Mobiltelefonen nicht unterbinden könne, bleibe nur die Möglichkeit, mit Störsendern das Telefonieren zu stoppen, sagt Fäh.
« Inzwischen nutzen Häftlinge versteckte Handys gemeinsam. » SIM- Karten seien leicht zu verstecken, die Chance, solche zu finden, praktisch gleich null. « Störanlagen sind eine Investition in die Sicherheit und darum gerechtfertigt » , meint Fäh.
Hab den Artikel in der Zeitung auch gelesen und geschmunzelt, er ist offenbar immer noch nicht online abrufbar - dafür war noch ein themenverwandter Artikel drin, der auch sehr interessant ist:
Störsender gegen Handys im Gefängnis
Anstaltsdirektoren rüsten auf gegen illegales Telefonieren der Strafgefangenen
ZÜRICH Gefängnisdirektoren müssen das verbotene Telefonieren mit Handys in ihren Gebäuden unterbinden. Darum empfiehlt Ulrich Luginbühl, Direktor Massnahmenzentrum St. Johannsen BE und Präsident der Schweizerischen Anstaltsleiterkonferenz, die Installation von Störsendern.
Luginbühl hat sich die Ergebnisse von drei Pilotversuchen mit Störsendern diese Woche bei einer Tagung der Anstaltsleiter erklären lassen. Sein Fazit: « Es ist möglich, Gefängnisse so abzuschirmen, dass Insassen ihre Handys nicht mehr verwenden können. » Die Investitionskosten für solche Anlagen lägen im « vertretbaren Rahmen » , denn mit den Handyblockern könnten neue Straftaten verhindert werden.
« Wenn aus einer Anstalt ein Raubüberfall mit über 100 000 Franken Schaden organisiert wird, lohnt sich eine Investition, die wenige Tausend Franken pro Platz kostet. » Das am meisten Erfolg versprechende System hat das Gefängnis Lenzburg getestet. Direktor Marcel Ruf hat Mitte Februar ein Konzessionsgesuch ans Bakom gerichtet, damit er den Störsender definitiv in Betrieb nehmen kann. Die Kosten von 350 000 Franken hat er vom Kanton Aargau bereits bewilligt bekommen.
Keine Störungen ausserhalb der Gefängnismauern
Das System nutzt Kabel, die ein Störsignal ins Gefängnisgebäude tragen. « Dank dieser Lösung bleibt die Strahlung klein. Ausserhalb der Gefängnismauern werden keine Handygespräche gestört » , sagt Ruf. Laut Peter Fäh, Direktor der Strafanstalt Schöngrün SO, müsse nun jede Anstalt Kosten und Risiken genau abklären. Weil man den Schmuggel mit den immer kleineren Mobiltelefonen nicht unterbinden könne, bleibe nur die Möglichkeit, mit Störsendern das Telefonieren zu stoppen, sagt Fäh.
« Inzwischen nutzen Häftlinge versteckte Handys gemeinsam. » SIM- Karten seien leicht zu verstecken, die Chance, solche zu finden, praktisch gleich null. « Störanlagen sind eine Investition in die Sicherheit und darum gerechtfertigt » , meint Fäh.