von Elisabeth Buchs » 30. April 2006 12:15
Ich habe nun diese österreichische Studie von Hutter, Moshammer, Wallner und Kundi im Original gelesen.
Diese Studie ist trotz vorsichtiger Formulierung durch die Wissenschaftler "Die Resultate dieser Studie zeigen, dass Effekte bei geringer, aber Langzeitexposition von Mobilfunkantennen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit nicht ausgeschlossen werden können" (ist das so üblich oder werden solche Formulierungen vor allem für den heiklen Bereich des Mobilfunks verwendet?) eine wissenschaftliche Bestätigung der Erfahrungen von Betroffenen:
Viele Symptome waren mehr verbreitet bei höherem Expositionslevel, Kopfschmerzen, kalte Hände und Füsse, Konzentrationsschwierigkeiten und zu einem geringeren Grad Zittern, Appetitverlust und Gefühl von Erschöpfung zeigten gesteigerte Verbreitung nach Korrektur der "verwirrenden Faktoren".
Resultate zur Schlafqualität werden in der Tabelle 5 gezeigt. Zwei Unterskalierungen (Schlaf-Effizienz und Dysfunktion während des Tages) zeigten Anzeichen von schlechterem Schlaf bei höheren Expositions-Kategorien. Ein höchst signifikanter Effekt von Bedenken über negative Zusammenhänge durch die Basis-Station auf die Schlafqualität wurde gefunden. Wie erwartet hatte auch das Alter einen signifikanten Einfluss. Ohne den Einfluss der Bedenken wegen der Basisstationen zu beachten, wäre der Effekt der Exposition statistisch signifikant gewesen. Die logistische Rückbildungsanalyse mit dem Median Score zeigte keinen ausgesprochenen Effekt wegen der Exposition.
Zur Angsttheorie: es wurden nur Antennen ausgewählt, die zu keinen Protesten in der Nachbarschaft geführt hatten.
Die meisten Befragten (ein wenig stört es schon, dass in solchen Studien von individuals oder subjects gesprochen wird, scheint einigermassen üblich zu sein, aber nomen est omen über gewisse Gesinnungen, Mensch gleich Laborratte und allzu linearem eingleisigem Maschinendenken) gaben keine grossen Bedenken über ungünstige Gesundheitseffekte von Basis-Stationen an. 65 % in der Stadt bzw. 61 % auf dem Land gaben keinerlei Bedenken an.
Ohne diesen "Trick" mit den Bedenken bei der Erhebung von Schlafproblemen einzubeziehen, hat sich auch eine zunehmende Feldstärke zunehmend negativ auf den Schlaf ausgewirkt.
Interessanterweise gehören diese Symptome, die bei höherer Exposition eine Tendenz hatten anzusteigen zu denen, die dem Mikrowellensyndrom zugeschrieben werden.
Beim Kommentar von D. Goggon zeigt sich, dass dieser wohl dem Befürworter-Lager zuzuordnen ist, denn hier tauchen einige z.T. von der WHO (Repacholi) her bekannte perfide Sätze auf, die in der Originalstudie nicht vorhanden sind wie:
Uebertriebene Vorsorge könnte zu Krankheit führen, die sonst nicht auftreten würde.
Dass dies kein toxischer Effekt bedeuten müsse und dass der biophysikalische Mechanismus nicht bekannt sei.
Sowohl die Schwarzenburg-Studie wie auch diese Studie zeigen immer mehr, was Herr Jakob in seinem Porträt damals zur Schädlichkeit von Elektrosmog gesagt hat: Die Geschichte wird mir rechtgeben.
Elisabeth Buchs
Ich habe nun diese österreichische Studie von Hutter, Moshammer, Wallner und Kundi im Original gelesen.
Diese Studie ist trotz vorsichtiger Formulierung durch die Wissenschaftler "Die Resultate dieser Studie zeigen, dass Effekte bei geringer, aber Langzeitexposition von Mobilfunkantennen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit nicht ausgeschlossen werden können" (ist das so üblich oder werden solche Formulierungen vor allem für den heiklen Bereich des Mobilfunks verwendet?) eine wissenschaftliche Bestätigung der Erfahrungen von Betroffenen:
Viele Symptome waren mehr verbreitet bei höherem Expositionslevel, Kopfschmerzen, kalte Hände und Füsse, Konzentrationsschwierigkeiten und zu einem geringeren Grad Zittern, Appetitverlust und Gefühl von Erschöpfung zeigten gesteigerte Verbreitung nach Korrektur der "verwirrenden Faktoren".
Resultate zur Schlafqualität werden in der Tabelle 5 gezeigt. Zwei Unterskalierungen (Schlaf-Effizienz und Dysfunktion während des Tages) zeigten Anzeichen von schlechterem Schlaf bei höheren Expositions-Kategorien. Ein höchst signifikanter Effekt von Bedenken über negative Zusammenhänge durch die Basis-Station auf die Schlafqualität wurde gefunden. Wie erwartet hatte auch das Alter einen signifikanten Einfluss. Ohne den Einfluss der Bedenken wegen der Basisstationen zu beachten, wäre der Effekt der Exposition statistisch signifikant gewesen. Die logistische Rückbildungsanalyse mit dem Median Score zeigte keinen ausgesprochenen Effekt wegen der Exposition.
Zur Angsttheorie: es wurden nur Antennen ausgewählt, die zu keinen Protesten in der Nachbarschaft geführt hatten.
Die meisten Befragten (ein wenig stört es schon, dass in solchen Studien von individuals oder subjects gesprochen wird, scheint einigermassen üblich zu sein, aber nomen est omen über gewisse Gesinnungen, Mensch gleich Laborratte und allzu linearem eingleisigem Maschinendenken) gaben keine grossen Bedenken über ungünstige Gesundheitseffekte von Basis-Stationen an. 65 % in der Stadt bzw. 61 % auf dem Land gaben keinerlei Bedenken an.
Ohne diesen "Trick" mit den Bedenken bei der Erhebung von Schlafproblemen einzubeziehen, hat sich auch eine zunehmende Feldstärke zunehmend negativ auf den Schlaf ausgewirkt.
Interessanterweise gehören diese Symptome, die bei höherer Exposition eine Tendenz hatten anzusteigen zu denen, die dem Mikrowellensyndrom zugeschrieben werden.
Beim Kommentar von D. Goggon zeigt sich, dass dieser wohl dem Befürworter-Lager zuzuordnen ist, denn hier tauchen einige z.T. von der WHO (Repacholi) her bekannte perfide Sätze auf, die in der Originalstudie nicht vorhanden sind wie:
Uebertriebene Vorsorge könnte zu Krankheit führen, die sonst nicht auftreten würde.
Dass dies kein toxischer Effekt bedeuten müsse und dass der biophysikalische Mechanismus nicht bekannt sei.
Sowohl die Schwarzenburg-Studie wie auch diese Studie zeigen immer mehr, was Herr Jakob in seinem Porträt damals zur Schädlichkeit von Elektrosmog gesagt hat: Die Geschichte wird mir rechtgeben.
Elisabeth Buchs