von A. Masson » 8. Mai 2006 07:03
Gegenwärtig kenne ich einen Mobilfunkstandort mit einer Krähe, die ihr Nest mitten im Zentrum dreier Sektorantennen GSM gebaut hat. Die Antenne ist in Betrieb, bei 900 MHz und 1800 MHz, hat aber noch kein UMTS. Die Krähe brütet wirklich, man sieht sie per Feldstecher gut. Mit extremem Tele versuche ich jetzt, schöne Bilder aufzunehmen, was nicht ganz einfach ist.
Beim An- oder Abflug hat sie sehr kräftige Strahlung, beim Brüten womöglich nicht. Nach hinten sind Metallplatten in der Antenne drin; vielleicht spürt die Krähe nicht viel mehr Strahlung, als die Menschen, die in Abstrahlrichtung ihr Schlafzimmer haben, oder hatten.
Ob junge Krähen ausschlüpfen, und ob ich das überhaupt sehen kann, weiss ich noch nicht. Ich hoffe, die Telekomfirma würde sich bei Krähen an die elementaren Jagd- und Naturschutzregeln halten, und die Tiere nicht auch noch vertreiben. Menschen sind exakt durch diese Antenne bereits vertrieben worden: sie mussten vor Jahren ihre Wohnung verlassen, und haben am neuen Wohnort alle Beschwerden und Symptome verloren. Das war damals das allererste Mal, dass mir ein Mensch persönlich gegenübersass in der Wirtschaft, und mir des langen und breiten erklärte, was es heisst, durch die Strahlung gebraten zu werden. Ich muss sagen, es war eindrücklich - viel direkter, konkreter, verbindlicher, als wenn man das alles nur auf Papier oder im Internet liest. Mehrere Versuche haben sie damals gemacht, mit probeweisem Umziehen in ein anderes Dorf, bis sie wirklich sicher waren - es ist tatsächlich die Strahlung, und in dieser Wohnung können sie nicht mehr länger leben. Geschlafen haben sie übrigens zu stark, zu tief, wie in Narkose, absolut bewegungslos, bis die Ohren geschmerzt haben. Ein Gefühl wie Sonnenbrand hatten sie, Hauprobleme, usw. - aber ich kann das alles nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen.
Lasst mindestens der Krähe ihr Nest intakt - es zeigt, dass die Vorstellungen der Menschen über die Sensibilität der Tiere nicht immer zutreffen. Der Wildhüter hat einmal gesagt, die Brutorte für Krähen seien viel zu knapp, die meisten könnten gar nicht brüten. Vielleicht ist das Antennen-Nest ja nur eine Notwohnung ?
A. Masson
Gegenwärtig kenne ich einen Mobilfunkstandort mit einer Krähe, die ihr Nest mitten im Zentrum dreier Sektorantennen GSM gebaut hat. Die Antenne ist in Betrieb, bei 900 MHz und 1800 MHz, hat aber noch kein UMTS. Die Krähe brütet wirklich, man sieht sie per Feldstecher gut. Mit extremem Tele versuche ich jetzt, schöne Bilder aufzunehmen, was nicht ganz einfach ist.
Beim An- oder Abflug hat sie sehr kräftige Strahlung, beim Brüten womöglich nicht. Nach hinten sind Metallplatten in der Antenne drin; vielleicht spürt die Krähe nicht viel mehr Strahlung, als die Menschen, die in Abstrahlrichtung ihr Schlafzimmer haben, oder hatten.
Ob junge Krähen ausschlüpfen, und ob ich das überhaupt sehen kann, weiss ich noch nicht. Ich hoffe, die Telekomfirma würde sich bei Krähen an die elementaren Jagd- und Naturschutzregeln halten, und die Tiere nicht auch noch vertreiben. Menschen sind exakt durch diese Antenne bereits vertrieben worden: sie mussten vor Jahren ihre Wohnung verlassen, und haben am neuen Wohnort alle Beschwerden und Symptome verloren. Das war damals das allererste Mal, dass mir ein Mensch persönlich gegenübersass in der Wirtschaft, und mir des langen und breiten erklärte, was es heisst, durch die Strahlung gebraten zu werden. Ich muss sagen, es war eindrücklich - viel direkter, konkreter, verbindlicher, als wenn man das alles nur auf Papier oder im Internet liest. Mehrere Versuche haben sie damals gemacht, mit probeweisem Umziehen in ein anderes Dorf, bis sie wirklich sicher waren - es ist tatsächlich die Strahlung, und in dieser Wohnung können sie nicht mehr länger leben. Geschlafen haben sie übrigens zu stark, zu tief, wie in Narkose, absolut bewegungslos, bis die Ohren geschmerzt haben. Ein Gefühl wie Sonnenbrand hatten sie, Hauprobleme, usw. - aber ich kann das alles nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen.
Lasst mindestens der Krähe ihr Nest intakt - es zeigt, dass die Vorstellungen der Menschen über die Sensibilität der Tiere nicht immer zutreffen. Der Wildhüter hat einmal gesagt, die Brutorte für Krähen seien viel zu knapp, die meisten könnten gar nicht brüten. Vielleicht ist das Antennen-Nest ja nur eine Notwohnung ?
A. Masson