Verharmloser Röösli

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Re: Sammelklage

von uli » 24. Mai 2006 12:01

*Sibylle.Gabriel 20.05.

Hallo,

ich wollte nur mal sagen, dass ich es gut finde, dass Sie immer Bereitschaft zu aktivem Handeln zeigen und Anregungen dazu unterbreiten.

Schöne Grüße

Uli

Re: Sammelklage

von uli » 24. Mai 2006 11:57

Hallo,

ich nehme zwar an, dass es bekannt ist, aber ich erwähne es mal:

Herr Röösli hat zusammen mit R. Rapp und C. Braun-Fahrländer im Jahr 2003 die als Röösli-Studie bekannt gewordene L i t e r a t u r -
a n a l y s e "hochfrequente Strahlung und Gesundheit" veröffentlicht.

So hat er sich jetzt bestimmt seine eigene Liste zur Hand genommen, statt die Studienliste von Herrn Lothar Geppert.

Seine damaligen Schlussfolgerungen waren m. E. schon Wischi-Waschi.
Hinweise auf krankmachende Symptome wurden eher verharmlost mit der Aussage, dass "für eine abschließende Bewertung des Gesundheitsrisikos der allgemeinen Bevölkerung durch hochfrequente Strahlung in der Umwelt die Datenlage zur Zeit noch unbefriedigend
ist." (Damit wird man sich auch in ein paar Jahren wohl noch rausreden wollen.)

Allerdings empfahl er auch "einen vorsorgeorientierten Ansatz im Umgang mit nicht ionisierenden Strahlen."

Schöne Grüße

Uli

Re: Sammelklage

von Elisabeth Buchs » 20. Mai 2006 15:45

Ich finde es himmeltraurig, dass man für ein grundlegendes Menschenrecht auf Beschwerdefreiheit von Elektrosmog zu solchen Mitteln greifen muss. Es scheint, dass Druck machen gegenüber den Mobilfunkern und der Regierung das einzige ist, was helfen kann. Mein Kollege sagt, das einzige, was die interessiert, ist "Füdli und Geld" und dort müssen wir sie versuchen zu packen. Es geht darum, mit unseren Mitteln ihnen möglichst viel Kies ins Getriebe zu schmeissen. Ohne Elektrosmogbelastung geht es mir übrigens sehr gut ohne unspezifische Beschwerden mit gutem Schlaf, keine Kopfschmerzen, vital und lebensfroh.

Für uns Betroffene gilt auch der oft gehörte Satz nicht, dass alle handytelefonieren wollen oder ein DECT haben, aber keine Masten wollen. Wir vertragen dieses Zeug nicht, wir brauchen dieses Zeug nicht (kein Handy, kein DECT, kein W-Lan, keine Mikrowelle) und wir wollen dieses Zeug nicht, mit den Wireless-Freaks sind wir wie zwei Welten. Es ist mir egal, wenn sich die Befürworter zumasten wollen bis zum geht nicht mehr. Wir Betroffenen haben jedoch ein Recht auf ein beschwerdefreies Leben. Das ist sonst so, wie wenn einem die Raucher jeden Winkel des Hauses bis ins Schlafzimmer vollqualmen könnten. Die Grenzwerte schützen uns nicht im mindesten, es ist mir auch völlig egal, wieviele Prozent der ICNIRP-Werte irgendwo auf welcher Höhe vorhanden sind und dass die Belastung noch viel höher sein könnte. Uebrigens ist es nicht immer dort schlecht bezüglich Elektrosmog, wo man es erwarten würde, kürzlich waren wir einige Stunden zu Besuch in einer Stadtwohnung, kein "Nädeln" nichts, ich konnte mich sogar so gut entspannen, dass ich für kurze Zeit auf dem Canapée eingeschlafen bin.

Wenn genügend Leute mitmachen, bin ich bei einem Aktionstag dabei. Es fragt sich jedoch, ob nicht andere Massnahmen ein besseres Zeit/Kraft-Nutzen-Verhältnis haben. Der handyfreie Tag, der in Deutschland propagiert wird, wird wohl nicht viel bewirken, Betroffene, die den Elektrosmog nicht vertragen, haben ohnehin keines und die andern, die nichts spüren, halten sich bestimmt nicht daran. Man hat ja schliesslich nicht kein Handy, weil man "die Seele baumeln lassen will", sondern weil man es als gesundheitsschädlich erkannt hat und vor allem die Masten nicht fördern will.

Elisabeth Buchs

Re: Sammelklage

von Elisabeth Buchs » 20. Mai 2006 09:44

Hallo Sibylle

Wer eine Sammelklage machen möchte, setzt sich am besten mit bereits auf diesem Gebiet aktiven Mitstreitern in Verbindung wie z.B. Prof. Richter (read.php?f=1&i=8937&t=8937). Wer einen solchen Kampf gegen diese Giganten führen will, darf nicht den kleinsten Fehler machen.

Elisabeth Buchs

Re: Verharmloser Röösli

von sibylle.gabriel » 20. Mai 2006 08:20

Hallo,

genau dies ist der springende Punkt! Ueberall wird protestiert und zwar oft von anerkannten Forschern und in Amerika laufen die ersten Prozesse an. Aber hier schweigen die Behörden immer noch.
Das zeigt, dass es sich um einen riesengrossen Skandal handelt und wenn es an die Oeffentlichkeit kommt, dass unsere Behörden einem sich selbsternannten Gremium von Industrie-nahen nicht in Medizin oder Biophysik ausgebildeten Leuten, die noch dazu vormachen, sie wären ein Teil von der OMS - das berühmte ICNIRP - Glauben schenkte, in Bezug auf die Grenzwerte, dann wird es grosse Probleme geben. Wer hat die grösste Verantwortung in diesem Skandal?
Die Mobilfunkmafia, die lügt und betrügt, unsere Regierung, die sich nicht genügend mit dieser neuen Technik befasst hat und sich nicht mit den möglichen Folgen auf die Gesundheit auseinandergesetzt hat, das Gesundheitsamt, das immer noch schweigt, so wie alle schweigenden Aerzte und Lehrer oder die Justiz, die auch lieber den goldenen Weg geht. Ich bin sehr enttäuscht, ich hätte nie gedacht dass dies in der Schweiz geschehen könnte, wir leben wirklich schon in einer Bananenrepublik! Kein einziger von allen auf dem Papier Verantwortlichen erhebt sich und nimmt seine Verantwortung wahr!

Ich schlage vor, wir starten eine Sammelklage! Wer macht mit. Einen Anwalt habe ich und von der Sache ist er nach eineinhalb Jahren Arbeit überzeugt.

Meldet euch für das Mitklagen unter gabsi@gmx.ch

Re: Verharmloser Röösli

von Evi » 19. Mai 2006 16:21

Wenn ich es nicht so genau wüsste: Lothar Geppert, Diagnose Funk hat Herrn Röösli eine mit sehr grosser Genauigkeit zusammengestellte Liste geschickt, die alle relevanten Studien aufführt. Aber berücksichtigt wurden nur die, die in den Kram passten.

Z.B. hat Röösli auf die Frage, warum die Lilienfeldstudie, eine der wichtigsten und umfangreichsten überhaupt, nicht aufgenommen wurde, geantwortet, sie sei schon zu alt.

Aha, Leute, die in der amerikanischen Botschaft, die von den Russen bestrahlt wurden schwer krank wurden oder gestorben sind, sind heute nicht mehr wichtig. Dabei hat es dort sogar gute Vergleichsgruppen gegeben, nämlich Botschaftsangehörige in anderen Ländern.

Jetzt kommt einer wie Röösli mit dem Bügeleisen, dem Fernsehapparat, dem Kochherd und dem Backofen weil ja diese Gegenstände offenbar rund um die Uhr gebraucht werden (Hausfrauen kochen, backen , bügeln ununterbrochen , Tag uns Nacht!) .Dass diese Apparate alle nicht gepulst strahlen, fällt wieder einmal unter den Tisch und auch, dass Antennen und Schnurlos-DECT-Telefone rund um die Uhr strahlen, auch Menschen bestrahlen, die gar nichts damit zu tun haben.

Das mit dem Bügeleisen versuchte übrigens früher die Orange den Leuten an Info-Abenden weiszumachen. Dass es jetzt ein Studienleiter tut, stellt ihm ein Armutszeugnis aus.

Was er hätte sagen sollen, aber nicht getan hat, weil er um seinen Sessel fürchtet, wäre gewesen: Schon beim blossen Verdacht müssten die Alarmglocken läuten und es dürfte nicht zugelassen werden, dass Schäden zuerst eintreten müssen, bevor gehandelt wird.

Und noch was anderes wäre wichtig gewesen, zu erwähnen. Wenn die Sache so wenig gefährlich wäre, warum wird dann weltweit protestiert, weltweit untersucht, geforscht? Wir leben ja nicht auf einem anderen Stern, sondern hier, mitten im Herzen Europas und dort geht es momentan zu, wie es im Gefolge einer Technologie noch nie zugegangen ist.

Evi

Verharmloser Röösli

von Elisabeth Buchs » 19. Mai 2006 16:02

Radiosendung auf DRS 1 vom 18. Mai 2006 "Ratgeber"
www.drs.ch/ratundtat.html

Elektrosmog vermindern

Man sieht und riecht ihn nicht, manche Menschen glauben aber, Elektrosmog schade ihrer Gesundheit. Die Forschung hat bislang keinen Beweis dafür gefunden. Gleichwohl lohne es sich, der so genannten nicht ionisierenden Strahlung wo immer möglich auszuweichen, sagt Martin Röösli vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Bern. Wie man sich vor den Strahlen schützen kann, erklärt er im Gespräch mit Christine Ruf.

Kommentar: ich empfand diese Radiosendung als verharmlosend. Was Herr Röösli, Studienleiter bei der TNO-Replikation gesagt hat, wird der Situation von Elektrosmog-Betroffenen nicht gerecht. Solche Sendungen sollen wohl für noch Unbetroffene oder latent Betroffene als Beruhigung dienen zwecks ungestörtem weiteren Zumasten und viele Leute glauben, "was im Radio gesagt wird".

Hier einige Beispiele:
Elektrosmog hat man einfach überall, mehr oder weniger, Bügeleisen, Kochherd, Backofen, drahtlose Telekommunikation.

Rel. tiefe Belastungen, von denen man nicht so genau weiss, ob das gesundheitliche Auswirkungen hat.

Es gibt Leute, die angeben das zu spüren, was in Studien bis jetzt nicht nachgewiesen werden konnte. Weitere Forschung empfiehlt sich.

Es seien so unspezifische Symptome, Stress-Symptome, über die man wenig wisse und die verschiedene Ursachen haben können.

Man könne Handys reduzieren, Headset benutzen, Schnurlostelefon ersetzen, das wie eine nahe Mobilfunkstation strahle, Radiowecker beim Bett wegstellen.

Kaum Belastungen, die nach heutigem Stand des Wissens schaden.

In jemanden, der solche Aeusserungen macht, habe ich nicht gerade Vertrauen als Studienleiter, zusammen mit dem was ich von Hr. Nils Kuster gehört habe. Meine Lebenssituation und diejenige von anderen Betroffenen ist echt eine andere: ich weiss nie, wie lange ich zuhause noch wohnen kann und wo sonst und ob sie mir eine Antenne in den Nahbereich stellen oder ein Wireless-Freak auftaucht, investiere seit jeher nichts ins Haus - es geht schon wegen der Viehhüter mehr schlecht als recht - was ich nicht mitnehmen kann, denke, ältere Elektrosensible haben Glück, die haben ihr Leben noch gehabt vor der grossen Aufrüsterei, denke mir, wo soll ich die nächsten dreissig Jahre wohnen, möchte oft nur noch verschwinden, mag mich auch nicht mehr mit unverständigen Wireless- und Elektro-Typen rumärgern, möchte zusammen mit andern Betroffenen ein Projekt realisieren, dort wo wirklich kaum Elektrosmog ist, der Unterschied z.B. bezüglich Schlaf und in Folge Müdigkeit und Belastbarkeit ist immens, bin 50 Jahre zu spät geboren worden. Ich frage mich, weshalb ich diese Empfindlichkeit in diesem Ausmass habe, aber vielleicht ist das eine angeborene Feinnervigkeit, es sollen Abweichungen bei den Reaktionen des autonomen Nervensystems festgestellt worden sein, was wenigstens die Hypo- und Angst-Theorie relativieren helfen könnte, was mir auffällt, scheint eine gewisse Erblichkeit. Doch z.B. die Hutter-Studie und dritte Schwarzenburg-Studie bestätigen meine Annahme von latent Elektrosensiblen (schleichender negativer Effekt auf die Volksgesundheit) und solchen, die erst bei höheren EMF negativ reagieren.

Elisabeth Buchs

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