CB-Funk ungefährlich?

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Re: CB-Funk ungefährlich?

von Jimmi DGS845 » 10. Januar 2007 12:14

HALLO ICH PERSÖNLICH BIN 26 BETREIBE SEIT 10 Jahren CB UND AMATEURFUNK SCHLIESE MICH DER OBIGEN SACHLICHEN MEINUNG VON HOPPE AN DENNOCH MÖCHTE ICH HINZUFÜGEN SELBST WENN DER CB FUNKER MIT UNPOSTALICHEN 10 ODER 20 W UNTERWEGS IST WIRD ES WOHL KAUM WAS ÄNDERN VORALLEM WURDE ELEKTROSMOG BIS HEUTE NOCH NICHT RICHTIG ERFORSCHT MIT PERFEKTEN AKZEPTABELEN ERGEBNISSEN ES IST ZU 80% THEORIE ABER KEIN BEWEIS WAS DER SMOG TATSÄCHLICH AUSSMACHT VON DAHER FINDE ICH CB FUNK AUCH UNGEFÄHRLICH ANDERS SIEHT ES BEI MIKROWELLEN BEREICHEN AUS DAS KÖNNTE NATÜRLICH AB EINER GEWISSEN LEISTUNG GEFÄHRLICH WERDEN !!

MFG JIMMI

Re: CB-Funk ungefährlich?

von H.-W. Hoppe/ DQB656 » 2. Dezember 2006 20:18

Sehr geehrter H. Brill, sehr geehrte leser.

Ich weiß, daß ich gleich "gesteinigt" werden kann, dennoch meine Antwort:

Sicherlich finde ich hier keine "fundamentale" Antworten - besonders wo dieses Forum hier eines ist, wo ich, möglicherweise 95% der Leser gegen mich habe.

Dennoch:
H. Brill, Sie schreiben:
"Es ist doch alles gesundheitlich schädlich was mit drahtlos zu tun hat."

Sie haben sicherlich dann Recht, wenn man einer hohen Strahlungsdichte ausgesetzt ist.
Das wäre dann, z.B., der Fall, wenn ich, verbotenerweise, mit einer Senderoutputleistung von zwei oder mehr KW senden würde und dazu Personen direkt in relativ kurzem Abstand "bestrahle".

Meine Sendeantenne (keine "i-Max-2000", sondern eine Standard-"GPE") ist mit einem "normalen" Antennenkabel (RG213 - ca. 20 Meter) auf einem Mast auf meinem eigenen Hausdach.

Der daraus resultierende Personensicherheitsabstand (nach den derzeit geltenden Grenzwerten von bei 27,5 V/m (im 10-Meter-Amateurfunkband - ist, in diesem Falle auch auf das 11-Meter-CB-Funkband anwendbar) beträgt unter(!) 50 cm.

Ich möchte die Person sehen, die ohne(!) mein Wissen auf mein Hausdach steigt, und sich auf einer Trittleiter (die der betreffende mitbringen muss) direkt zwischen(!) die Radiale der Antenne stellt.
Und dann müßte er eine sehr, sehr lange Zeit dort stehen, um eine HF-Strahlenmenge abzubekommen, welche möglicherweise(!) zu einer Gesundheitsgefährdung (noch nicht einmmal zu einer Gesundheitsminderung) führen könnte.
Ich gebe zu, wenn die dort stehende Person einen alten Herzschrittmacher eingepflanzt hätte, würde ich Bedenken haben.
Aber:
Meine eigene Anlage pulst noch nicht eimmal, wie es, insbesondere GSM-"Handys", tun.
Insofern kann noch nicht einmal die Blut-Hirnschranke, auch nur ansatzweise, geöffnet werden.
Mir ist jedenfalls kein Gutachten bekannt, welches CB-Funk-HF-Strahlung (vorrausgesetzt diese ist im erlaubten Rahmen) als "gefährlich" einstuft.
Selbst beim Ecolog-Institut finde ich keinen Hinweis, daß der CB-Funk gesundheitsschädlich sein könnte.
Falls es dennoch ein Gutachten geben sollte:
Ich bitte darum, mir einen Link vorzugeben, damit ich selbst nachlesen kann.

Wenn ich mir dann noch die Seite 37-41 von "raum&zeit" Ausgabe 108/2000 ansehe und mir dort die Grafik (S. 40 unten) verinnerliche, so komme ich nicht umhin, das der CB-Funk nur zu einem sehr geringern Teil "Elektrosmog" verursacht.
(Man achte bitte auf die Sendeleistungsangaben - ein CB-Funkgerät kann max. 4 Watt Ausgangsleistung Antennenbuchse(!) senden.)
Meine Mikrowelle, welche ich kaum nutze, hat schon einen 200x höheren Wert.

Wohlgemerkt:
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es Menschen gibt, die möglicherweise auf HF-Strahlung reagieren.
Aber:
Man begibt sich ja, um beim Beispiel einer stationären CB-Funkanlage zu bleiben, als Betroffener nicht freiwillig auf ein Hausdach, wo eine CB-Funkantenne in Betrieb ist.

Was ich mir jedoch vorstellen könnte, ist eine mögliche gesundheitliche Schädigung beim Dauer-Telefonieren mit einem GSM(=TDMA)-"Handy".
Aber auch hier lese ich immer wieder Gutachten und Gegengutachten.

Mein persönliches Fazit - ich wiederhole mich:
Wenn man überhaupt von "Gefährlichkeit" reden kann, so ist der CB-Funk - obwohl nicht abhörsicher - die bessere Wahl als ein "Handy".

Um zurück zum Startbeitrag zu kommen:
Finger weg von den Geräten.
Das wäre allenfalls etwas für ein Funkgeräte- bzw. Radio-Museum.
Lieber 100,- bis 150,- Euro in eine vernünftige Anlage investieren.
Und diese dann noch von einem Fachhändler aufbauen lassen.

H.-W. Hoppe

Re: CB-Funk ungefährlich?

von H.-W. Hoppe » 22. November 2006 16:20

Diese Anlagen senden nur kurz. Sie sind nur in Betrieb wenn ich funke. Das ist vor allem am Abend unregelmäßig der Fall. Die Sendedurchgänge sind von 30 Sek. bis 3 Minuten

Re: CB-Funk ungefährlich?

von Uli » 22. November 2006 12:45

Hallo,

falls @H.-W. Hoppe noch dabei ist und mitliest, bitte ich ihn um Auskunft.

Strahlen Ihre Sendeanlagen rund um die Uhr oder werden diese evtl. auch aus Kostengründen nur eingeschaltet, wenn aktiv gefunkt wird? Sind sie insbesondere nachts ausgeschaltet? Wie schätzen Sie die Gepflogenheiten Ihrer Mitfunker diesbezüglich ein? Wie handhaben Sie das persönlich?
Danke.

Schöne Grüße

Uli

Re: CB-Funk ungefährlich?

von Peter Brill » 22. November 2006 09:48

H.-W. Hoppe
Es ist doch alles gesundheitlich schädlich was mit drahtlos zu tun hat. Sie werden hier kaum fundamentale Antworten finden.

Re: CB-Funk ungefährlich?

von Elisabeth Buchs » 20. November 2006 07:26

Den Elektrosmog-Geschädigten geht das Ganze dermassen an den Lebensverv: wenn sie dem Elektrosmog ausgesetzt sind leiden sie unter gesundheitlichen Beschwerden, ihr Leben wird dadurch stark eingeschränkt, u.U. müssen sie aus ihren Behausungen ausziehen, abschirmen lassen, im Keller übernachten, ihre Arbeitsstellen aufgeben, ihre Zukunfsaussichten sind sehr bedrohlich, dazu oftmals eine Verunglimpfung als Psychos, wer wäre da nicht manchmal emotional - Sie sicher auch (wenn es einen nicht trifft, lässt es sich nämlich gut reden). Was man jedoch tun kann, sachliche z.B. technische Informationen in einem weitgehenden Ausmass trennen von emotionalen Aussagen der persönlichen Betroffenheit.

Elisabeth Buchs

Re: CB-Funk ungefährlich?

von Ruedi » 19. November 2006 23:45

Intressanter, sehr sachlicher Bericht.
Es wäre schön, wenn alle so sachlich schreiben würden,
da leider hier oft zu emotional gerschrieben wird.

Gruss

Ruedi

CB-Funk ungefährlich?

von H.-W. Hoppe » 19. November 2006 22:25

read.php?f=1&i=11623&t=11623

Hallo.

Als langjähriger aktiver CB-Funker gebe ich folgendes Statement zur Frage
"CB-Funk ungefährlich?" ab:

Die zugelassenen CB-Funkgeräte in Deutschland senden wie folgt:
Modulationsart "FM" (Sendeart: F3E/G3E): 4 Watt-Senderoutput
Modulationsart "AM" (Sendeart: A3E): 1 Watt-Senderoutput
Modulationsart "SSB" (Sendeart: J3E): 4 Watt-Senderoutput
(Hierzu ist die "Fußnote" im Amtsblatt zu beachten:
"Die maximal zulässige Senderausgangsleistung an der Antennenbuchse des
Funkgerätes ist hilfsweise und lediglich informell zusätzlich neben der
verbindlichfestgelegten maximal zulässigen äquivalenten Strahlungsleistung
angegeben, um deren messtechnische Überprüfung praxisgerecht zu erleichtern.
Es wird dabei davon ausgegangen, dass Antennenanlagen ohne Richtwirkung in
der horizontalen Ebene (Rundstrahlantennen) keinen Antennengewinn gegenüber
einem Dipol aufweisen (0 dBd).")
(Quelle:
http://www.deutsche-funk-allianz.de/Rec ... _2005.html )

Richtig ist, daß auch die CB-Funker, welche KEIN technisches Wissen
nachweisen müssen, THEORETISCH, der 10 Watt-EIRP-Grenze unterliegen.
Es ist jedoch fast kein CB-Funker in der Lage seine eigene Antennenanlage
nachzurechnen.

Hierzu hat der deutsche Bundesverband "Deutsche Funk-Allianz (DFA) e.V.",
http://www.deutsche-funk-allianz.de, insbesondere seinen Mitgliedern, ein
Berechnungsprogramm zur Verfügung gestellt
( http://www.deutsche-funk-allianz.de/New ... 06.11.2004: ).

Hierzu folgendes Beispiel aus der Praxis:
Die, z.Z. beste CB-Funkantenne ist eine "I-MAX-2000" (Hersteller: "Solarcon"
- s., z.B.:
http://www.mwf-service.com/shop/product ... ts_id/1307 ). Die
mechanische Länge beträgt 7,25 Meter - die Länge ist bedingt durch die
Wellenlänge mit der ein CB-Funkgerät sendet: 27 Mhz = 11 Meter - d.h. die
"optimalste" CB-Funkantenne wäre ca. 11 Meter lang. Technisch ist das nur
schwer möglich, daher produzieren die Hersteller max. ein "5/8tel"-Antennen.
Daraus folgt: 5/8tel von 11 Meter =6,87 Meter (plus Abgleich= ca. 7,25
Meter).
Es gibt natürlich auch noch kleinere Antennen.

Zurück zur "I-Max-2000":
Die Gewinnangabe, lt. Verkaufsstelle "MWF", beträgt: 5.1 dBi.
Nimmt man das beste für den CB-Funk auf dem Markt befindliche Antennenabel
(wird jedoch kaum gekauft) mit 10 Meter Länge und zwei Antennensteckern
(eines an der Funkgerätseseite und eines am Speisepunkt der Antenne), so
ergibt sich folgendes Bild:
.....
Ausgewähltes Antennenkabel: AIRCOM-PLUS
--- Mit einem Verlust (Dämpfung) von 1.6dB/100 Meter.

Die Länge des Antennenkabels beträgt 10 Meter.
Der Verlust (die Dämpfung) des Kabels beträgt ca.: 0.16dB.
Die Gesamtdämpfung aller Stecker beträgt 1dB.
Es liegt kein sonstiger Verlust (Dämpfung) durch Zwischenglieder vor.
Der Gesamtverlust (Gesamtdämpfung) zwischen Geräteantennenbuchse und
Antennenanschlußbuchse beträgt 1.16dB.
Der Antennengewinn beträgt 2.95dBd (= 5.1dBi).
An der Antennenanschlußbuchse liegt ein Pegel von 34.86dBm an.
Die Senderleistung (Geräteantennenbuchse) beträgt 4 Watt.

Die Leistung ERP beträgt 6.04 Watt.
Die Leistung EIRP beträgt 9.91 Watt.

Der Personensicherheitsabstand beträgt 0.63 Meter ab Antennenstrahler.
.....

Wenn man hierzu bedenkt, daß diese knapp über 7 Meter lange Antenne eine
Aussenantenne ist und in fast allen Fällen auf dem Hausdach an einem
42mm-Rohrmast montiert wird, so kann man davon ausgehen, daß niemand während
des Sendedurchgangs in einer Entfernung von 63 cm(!) sich aufhält.
Zudem bezieht sich dieser Personensicherheitsabstand auf einen Dauerträger
(von mind. 4 Minuten).
Solange sendet kaum ein CB-Funker in einem Durchgang.

Festzuhalten bleibt, daß kleinere Antennen einen geringeren Gewinn haben und
daher noch weiter unter der 10-Watt-EIRP-Grenze liegen werden.

Durchaus vorstellbar ist es, wenn "unpostalische" CB-Funkgeräte (s.
Eingangsbeitrag) in Betrieb genommen werden und diese, besonders mit
Zimmerantennen betrieben werden, "TVI-Störungen" verursachen können und, auf
Dauer(!) gesehen, durchaus gesundheitliche Probleme verursachen können.
Aber, wie Fr. Buchs schon schrieb: Der Sendebetrieb ist bei derartigen
Geräten auch hier in Deutschland verboten.

Ich bin der Ansicht, daß "postalische" CB-Funkgeräte, selbst wenn sie an der
"besten" Rundstrahlantenne betrieben werden, keinerlei Gesundheitsschäden
verursachen können.
Selbst bei CB-Richtantennen dürfte ein Gesundheitsschaden ausgeschlossen
sein, da diese max. um 50 Watt-EIRP (=ca. 30 Watt-ERP) "strahlen". Der
Personensicherheitsabstand wäre, bei derartiger Strahleistung, ca. 1,45
Meter in Richtwirkung
(s., z.B., http://www.mwf-service.com/shop/product ... ts_id/1813
- bitte die Abmasse der Antenne beachten!).

Zudem senden CB-Funkgeräte nicht nach dem TDMA-Verfahren (periodisch),
sondern kontinuierlich.
Nach meinem Wissenstand ist jedoch nur die periodisch auftretende
HF-Strahlung (GSM, besonders das "Handy" selbst) im Verdacht
gesundheitsschädlich zu sein
(s. dazu
http://www.elektrosmog.com/servlets/sfs ... 53Dlang_de ).

Ich persönlich nutze dort wo ich die Wahl zwischen GSM und CB-Funk habe, den
CB-Funk zumal dieser, trotz der geringen Sendeleistung (max. 4 Watt bzw.
max. 6 Watt-EIRP (bei einem Mobilfunkgerät im Auto), eine Senderreichweite
von durchschnittlich 10-15 Km hat.

Ich hoffe, keinen erneuten Streit mit diesem Beitrag verursacht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,
H.-W. Hoppe

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