von Mark » 3. Dezember 2006 11:05
Heute war ein längerer Testbericht in der SonntagsZeitung über die Empfangsqualität in der Bahn entlang wichtiger Linien. Schade, ist, dass kein Wort davon stand, dass innerhalb geschlossener Fahrzeuge die Strahlung noch weiter höher liegt - auch für die Mitreisenden. Oder ist dem etwa gar nicht (mehr) so? Braucht es immer noch Verstärker innerhalb der Wagen? Mag jeder denken was er will. Hier der Report:
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Der Kluge surft im Zuge
Internet in der Bahn: Der dritte Pendlertest mit Datenfunkkarten
Welche Datenfunkkarte bietet im Zug die beste Internetverbindung? Die SonntagsZeitung führte zum dritten Mal den so genannten Pendlertest durch (23. 1. 2005 und 29. 1. 2006). Geprüft wurde diesmal nicht nur auf der Bahnlinie Luzern–Zürich, sondern auch zwischen Zürich und Bern sowie auf der Linie Bern–Olten–Luzern – alles Topstrecken der SBB.
Einen eindeutigen Sieger wie Anfang 2006 mit Sunrise gab es in diesem Fall nicht. Swisscom und Orange haben die Kinderkrankheiten ihrer Dienste ausgemerzt, wobei Erstere mit der besten Abdeckung trumpfen konnte. Die grössten Unterschiede sind die Preise. Sunrise macht seine vergleichsweise geringe UMTSAbdeckung mit dem kostengünstigsten Angebot wett.
Die Testanlage entsprach auch diesmal dem Surfverhalten eines intensiv arbeitenden Pendlers, der häufig seine E-Mails prüft und zwischendurch surft. Zum Glück gibt es hier zu Lande nur drei Mobilfunkanbieter; nicht unbedingt für die Preisentwicklung, aber für den Tester. Mehr als drei Notebooks liessen sich weder im Zugsabteil bequem unterbringen, noch von einer einzigen Person bedienen. Die drei Rechner – einer auf dem Tischchen, einer auf den Knien und der Dritte auf der Sitzbank – irritierten trotzdem. Und zogen manchmal gar böse Blicke auf sich. Man fühlte sich wie ein Fahrer eines Offroaders mit vier Auspuffrohren im Stadtverkehr. Ein klärendes Wort entspannte die Situation aber augenblicklich.
Ob Swisscom Mobile Unlimited 5 in 1, Sunrise Mobile Broadband Card oder Orange Business Everywhere – bei allen handelt es sich um Kombi-Karten. Sie vereinen die verschiedenen Mobilfunktechniken HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS und wechseln nahtlos zwischen ihnen (siehe Kasten).
HSDPA ist mit 1,8 Megabits pro Sekunde am schnellsten, das Schlusslicht bildet GPRS mit 53,6 Kilobits.
Die anfänglichen Qualitätsprobleme bei Swisscom und Orange, als wegen ständig zu- und abnehmender Signalstärke die Funkkarten zwischen UMTS und GPRS hin- und herhüpften, sind mittlerweile behoben. Swisscom hat neu wie Sunrise EDGE eingebaut. Beide bieten zudem punktuell den Datenturbo HSDPA an. Bei Orange gibt es keines von beiden – ein gewichtiger Nachteil.
Swisscom hat sich seit Anfang Jahr qualitativ sehr gesteigert. Wem Geld keine Rolle spielt, sollte sich für diesen Dienst entscheiden. Denn dank der grössten HSDPAund UMTS-Abdeckung gibt es bei Swisscom insbesondere in städtischen Gebieten die schnellsten Verbindungen. Für Intensivnutzer, die mehr als 15 Minuten täglich drahtlos surfen, empfiehlt sich das Abo Data Option Month. Für 79 Franken können maximal 2 Gigabytes monatlich heruntergeladen werden – eine Datenmenge, die erfahrungsgemäss nie überschritten wird.
Obwohl Sunrise über die viel kleinere UMTS-Abdeckung verfügt, kann sie dank EDGE mit Swisscom mehr oder weniger gut mithalten. Der deutlich tiefere Preis macht das Angebot insgesamt gleichwertig. Bei monatlichen Gebühren von 49 Franken sind auch 2 Gigabytes inbegriffen.
Orange hat zwar dank grösserer UMTS-Abdeckung ebenfalls gepunktet, musste aber trotzdem am meisten auf den Bummler GPRS ausweichen. Unterwegs ist Sunrises konstant gute EDGEAbdeckung der UMTS/GPRSKombination überlegen. Für 59 Franken gibt es bei Orange 2,5 Gigabytes. MICHAEL SOUKUP
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Heute war ein längerer Testbericht in der SonntagsZeitung über die Empfangsqualität in der Bahn entlang wichtiger Linien. Schade, ist, dass kein Wort davon stand, dass innerhalb geschlossener Fahrzeuge die Strahlung noch weiter höher liegt - auch für die Mitreisenden. Oder ist dem etwa gar nicht (mehr) so? Braucht es immer noch Verstärker innerhalb der Wagen? Mag jeder denken was er will. Hier der Report:
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Der Kluge surft im Zuge
Internet in der Bahn: Der dritte Pendlertest mit Datenfunkkarten
Welche Datenfunkkarte bietet im Zug die beste Internetverbindung? Die SonntagsZeitung führte zum dritten Mal den so genannten Pendlertest durch (23. 1. 2005 und 29. 1. 2006). Geprüft wurde diesmal nicht nur auf der Bahnlinie Luzern–Zürich, sondern auch zwischen Zürich und Bern sowie auf der Linie Bern–Olten–Luzern – alles Topstrecken der SBB.
Einen eindeutigen Sieger wie Anfang 2006 mit Sunrise gab es in diesem Fall nicht. Swisscom und Orange haben die Kinderkrankheiten ihrer Dienste ausgemerzt, wobei Erstere mit der besten Abdeckung trumpfen konnte. Die grössten Unterschiede sind die Preise. Sunrise macht seine vergleichsweise geringe UMTSAbdeckung mit dem kostengünstigsten Angebot wett.
Die Testanlage entsprach auch diesmal dem Surfverhalten eines intensiv arbeitenden Pendlers, der häufig seine E-Mails prüft und zwischendurch surft. Zum Glück gibt es hier zu Lande nur drei Mobilfunkanbieter; nicht unbedingt für die Preisentwicklung, aber für den Tester. Mehr als drei Notebooks liessen sich weder im Zugsabteil bequem unterbringen, noch von einer einzigen Person bedienen. Die drei Rechner – einer auf dem Tischchen, einer auf den Knien und der Dritte auf der Sitzbank – irritierten trotzdem. Und zogen manchmal gar böse Blicke auf sich. Man fühlte sich wie ein Fahrer eines Offroaders mit vier Auspuffrohren im Stadtverkehr. Ein klärendes Wort entspannte die Situation aber augenblicklich.
Ob Swisscom Mobile Unlimited 5 in 1, Sunrise Mobile Broadband Card oder Orange Business Everywhere – bei allen handelt es sich um Kombi-Karten. Sie vereinen die verschiedenen Mobilfunktechniken HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS und wechseln nahtlos zwischen ihnen (siehe Kasten).
HSDPA ist mit 1,8 Megabits pro Sekunde am schnellsten, das Schlusslicht bildet GPRS mit 53,6 Kilobits.
Die anfänglichen Qualitätsprobleme bei Swisscom und Orange, als wegen ständig zu- und abnehmender Signalstärke die Funkkarten zwischen UMTS und GPRS hin- und herhüpften, sind mittlerweile behoben. Swisscom hat neu wie Sunrise EDGE eingebaut. Beide bieten zudem punktuell den Datenturbo HSDPA an. Bei Orange gibt es keines von beiden – ein gewichtiger Nachteil.
Swisscom hat sich seit Anfang Jahr qualitativ sehr gesteigert. Wem Geld keine Rolle spielt, sollte sich für diesen Dienst entscheiden. Denn dank der grössten HSDPAund UMTS-Abdeckung gibt es bei Swisscom insbesondere in städtischen Gebieten die schnellsten Verbindungen. Für Intensivnutzer, die mehr als 15 Minuten täglich drahtlos surfen, empfiehlt sich das Abo Data Option Month. Für 79 Franken können maximal 2 Gigabytes monatlich heruntergeladen werden – eine Datenmenge, die erfahrungsgemäss nie überschritten wird.
Obwohl Sunrise über die viel kleinere UMTS-Abdeckung verfügt, kann sie dank EDGE mit Swisscom mehr oder weniger gut mithalten. Der deutlich tiefere Preis macht das Angebot insgesamt gleichwertig. Bei monatlichen Gebühren von 49 Franken sind auch 2 Gigabytes inbegriffen.
Orange hat zwar dank grösserer UMTS-Abdeckung ebenfalls gepunktet, musste aber trotzdem am meisten auf den Bummler GPRS ausweichen. Unterwegs ist Sunrises konstant gute EDGEAbdeckung der UMTS/GPRSKombination überlegen. Für 59 Franken gibt es bei Orange 2,5 Gigabytes. MICHAEL SOUKUP
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