von Gabriello » 11. Dezember 2006 10:32
LUZERN - Die SP macht sich Sorgen über die Strahlungen von kabellosem Internet und will mit einem dringlichen Postulat das Projekt jetzt stoppen. Einige Parteien unterstützen sie. «Alles Einbildung», kontert dagegen die SVP.
Für SP-Grossstadtrat Markus Elsener ist klar: «Solange man nicht sicher ist, dass die Strahlung von WLAN-Installationen ungefährlich ist, sollte man unsere Schulkinder ihren Risiken nicht aussetzen.» Mit einem Dringlichen Postulat namens seiner Fraktion will er deshalb die Installation von WLAN an den Schulen stoppen.
WLAN soll ab Beginn des Schuljahres 2007/2008 an den Primarschulen der Stadt Luzern den Schülern drahtlosen Zugang über Laptop zum Internet ermöglichen. Die Computer sind hauptsächlich für Schüler der 3. bis 6. Primarklasse gedacht.
Am Donnerstag?
Wird der Vorstoss tatsächlich für dringlich erklärt, so wird das Parlament ihn am nächsten Donnerstag behandeln. Elsener räumt ein, dass sich die Strahlungen, denen die Kinder ausgesetzt sein werden, innerhalb der Grenzwerte befinden. Aber, so der SP-Grossstadtrat: «Selbst die Schweizer Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz sind der Ansicht, es gebe in diesem Bereich viel Unsicherheit.»
Grüne zögern
Dennoch kann die SP für ihren Vorstoss nicht uneingeschränkte Unterstützung erwarten. Die Grünen unterstützen laut Edith Lanfranconi zwar das Anliegen der SP, möchten den Vorstoss aber lieber erst im Januar behandelt haben. Trudi Bissig, Präsidentin der FDP Stadt Luzern, will erst einmal die Antwort des Stadtrates abwarten. «Auch wenn wir die Meinung teilen, dass die Strahlungen von Handys und Internet ein Problem sind.»
CVP-Fraktionschef Markus Mächler kann dem Vorstoss wenig abgewinnen. Die Fraktion habe zwar noch nicht darüber diskutiert. «Als Architekt weiss ich aber, dass Verkabelungen in der Regel sehr viel teurer zu stehen kommen als drahtlose Einrichtungen und dazu noch weniger praktisch sind.» Auch Elseners Sorge über gesundheitliche Risiken teilt er nicht: «Wenn wir anfangen, die Aussagekraft von Grenzwerten anzuzweifeln, dann sind wir bei sehr vielen Entscheiden blockiert.»
Gar keine Sympathie findet Elseners Anliegen bei der SVP. «Dass die Strahlungen von Handys und WLAN gesundheitsschädigend sein sollen, ist doch alles Einbildung», sagt René Kuhn, Präsident der SVP Stadt Luzern. Viktor Rüegg (CHance21) war am Sonntag nicht zu erreichen.
Portmann wartet ab
Ernst Portmann, Rektor der Volksschule Luzern, wollte keine Stellung zum Vorstoss nehmen. Er wartet die Antwort des Stadtrates vom kommenden Mittwoch ab
Quelle: zisch.ch
LUZERN - Die SP macht sich Sorgen über die Strahlungen von kabellosem Internet und will mit einem dringlichen Postulat das Projekt jetzt stoppen. Einige Parteien unterstützen sie. «Alles Einbildung», kontert dagegen die SVP.
Für SP-Grossstadtrat Markus Elsener ist klar: «Solange man nicht sicher ist, dass die Strahlung von WLAN-Installationen ungefährlich ist, sollte man unsere Schulkinder ihren Risiken nicht aussetzen.» Mit einem Dringlichen Postulat namens seiner Fraktion will er deshalb die Installation von WLAN an den Schulen stoppen.
WLAN soll ab Beginn des Schuljahres 2007/2008 an den Primarschulen der Stadt Luzern den Schülern drahtlosen Zugang über Laptop zum Internet ermöglichen. Die Computer sind hauptsächlich für Schüler der 3. bis 6. Primarklasse gedacht.
Am Donnerstag?
Wird der Vorstoss tatsächlich für dringlich erklärt, so wird das Parlament ihn am nächsten Donnerstag behandeln. Elsener räumt ein, dass sich die Strahlungen, denen die Kinder ausgesetzt sein werden, innerhalb der Grenzwerte befinden. Aber, so der SP-Grossstadtrat: «Selbst die Schweizer Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz sind der Ansicht, es gebe in diesem Bereich viel Unsicherheit.»
Grüne zögern
Dennoch kann die SP für ihren Vorstoss nicht uneingeschränkte Unterstützung erwarten. Die Grünen unterstützen laut Edith Lanfranconi zwar das Anliegen der SP, möchten den Vorstoss aber lieber erst im Januar behandelt haben. Trudi Bissig, Präsidentin der FDP Stadt Luzern, will erst einmal die Antwort des Stadtrates abwarten. «Auch wenn wir die Meinung teilen, dass die Strahlungen von Handys und Internet ein Problem sind.»
CVP-Fraktionschef Markus Mächler kann dem Vorstoss wenig abgewinnen. Die Fraktion habe zwar noch nicht darüber diskutiert. «Als Architekt weiss ich aber, dass Verkabelungen in der Regel sehr viel teurer zu stehen kommen als drahtlose Einrichtungen und dazu noch weniger praktisch sind.» Auch Elseners Sorge über gesundheitliche Risiken teilt er nicht: «Wenn wir anfangen, die Aussagekraft von Grenzwerten anzuzweifeln, dann sind wir bei sehr vielen Entscheiden blockiert.»
Gar keine Sympathie findet Elseners Anliegen bei der SVP. «Dass die Strahlungen von Handys und WLAN gesundheitsschädigend sein sollen, ist doch alles Einbildung», sagt René Kuhn, Präsident der SVP Stadt Luzern. Viktor Rüegg (CHance21) war am Sonntag nicht zu erreichen.
Portmann wartet ab
Ernst Portmann, Rektor der Volksschule Luzern, wollte keine Stellung zum Vorstoss nehmen. Er wartet die Antwort des Stadtrates vom kommenden Mittwoch ab
Quelle: zisch.ch