Das Bundesland Salzburg hat eine neue Studie zu den
Auswirkungen von GSM-Antennen-Strahlung auf Menschen
erstellen lassen. Die Ergebnisse sind eindeutig. Wie ist diese Studie im Gesamtkontext einzuordnen?
Grüsse
Stephan
Download:
http://www.salzburg.gv.at/gsmstudie.pdf
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Studie zu Wirkungen von GSM-Sendeanlagen auf den Menschen
Brandstetter: Zwischenergebnisse bestätigen längjährige skeptische Haltung Salzburgs
Salzburger Landeskorrespondenz, 22.03.2007
(LK) Die neue Landesregierung hat in ihrem Regierungsübereinkommen festgelegt, den Salzburger Grenzwert betreffend der Strahlung von Handymasten überprüfen zu lassen. Die entsprechende Prüfung wurde im Jahr 2005 bereits in Auftrag gegeben, bis Ende April will man mehrfach abgesicherte Ergebnisse vorlegen können. Der aktuelle Zwischenstand lautet, dass die neue Studie zu dem Schluss kommt, dass die Salzburger Orientierung am Vorsorgegedanken gerechtfertigt scheint. Aufgrund der Bedeutung der Ergebnisse für die überregionale Diskussion werden die Unterlagen zurzeit noch durch die Akademie der Wissenschaften begutachtet, so der Leiter der Wissenschaftsabteilung des Landes Salzburg, Hofrat Dr. Gerfried Brandstetter.
Die Umweltmedizin des Landes Salzburg vertritt seit etlichen Jahren das Prinzip des vorsorgenden Gesundheitsschutzes bei der Bewertung der Auswirkungen von Mobilfunksendeanlagen. Diese Position der Umweltmedizin des Landes Salzburg wird international heftig diskutiert. Die Salzburger Landesregierung hatte deswegen entschieden, mit einer grundlegenden Studie die Auswirkung von GSM-Sendeanlagen auf den Menschen zu überprüfen. Die Studie wurde durchgeführt von Prof. Dr. Gerhard Hacker (Institut für Grund- und Grenzfragen der Medizin) in Zusammenarbeit mit Hofrat Univ.-Prof. Dr. Gernot Pauser, SALK. Die Zwischenergebnisse wurden während den vergangenen zwei Jahren regelmäßig der Wissenschaftsabteilung des Landes vorgelegt. Zurzeit befindet sich die Studie bei einem so genannten "Peer-Review" bei der Akademie der Wissenschaften. Nach Vorliegen der Ergebnisse der Akademie der Wissenschaften wird das Land Salzburg fundierte Nachweise haben, welche Auswirkungen GSM-Sendeanlagen auf den Menschen haben.
Die bislang vorliegenden Ergebnisse weisen darauf hin, dass der alte Salzburger Vorsorgewert, wie er im Jahr 2002 von der Umweltmedizin des Landes festgelegt wurde, gerechtfertigt erscheint. Die Studien-Autoren vertreten weiter die Auffassung, dass auch der in der Folge weiter abgesenkte Salzburger Vorsorgewert nachvollziehbar sei.
Eine aktuelle Kurzfassung des bisherigen Ergebnisses kann unter
www.salzburg.gv.at/gsmstudie.pdf abgerufen werden. L61-116
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