unwichtig hat geschrieben:
Beim Autoscheinwerfer erhalten Sie ein gleichmäßiges Licht und Sie werden schon automatisch die Augen schließen wenn es zu hell wird, da Sie das Licht im Gegensatz zur (gepulsten) Hochfrequenz sofort wahrnehmen können. Unser Körper kann mit diesem Frequenzspektrum umgehen, da er seit Millionen von Jahren an Licht gewöhnt ist.
Solche Anzüge sind Vorschrift, gerade weil ja schwerste Verletzungen passiert sind:
137 V/m Netzhautschäden bei einem Antennentechniker nach 30 Min. Exposition. (Nachtblind, Farbenblind.)
Natürlich kommt es im Nahbereich solcher Antennen, genau wie bei Handys zu extremen Belastungen. Sog. Hotspots entstehen und induzieren den größten Teil der Sendeleistung ins Gehirn des Benutzers oder eben wie beim schwer verletzten Antennentechniker in die Augen. Vergleichen Sie also nicht ständig Äpfel mit Birnen.
Lieber unwichtig,
ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen. Sie sind es, der offensichtlich den
Unterschied zwischen ERP und absolut abgestrahlter Leistung nicht
versteht, denn Sie setzten einen Radiosender mit einigen kW Sendeleistung (der einige hundert kW ERP hat) gleich mit einer
Mobilfunkbasistation mit einigen kW ERP. Das ist aber falsch!
Mit meinem Vergleich mit dem Autoscheinwerfer habe ich versucht zu
verdeutlichen, worin der Unterschied zwischen ERP und absoluter Leistung besteht.
Vielleicht zur Info: Sie könnten so nahe sie wollen an einen mit 50 W
sendende Mobilfunkantenne herantreten, wie Sie wollen -- Sie würden
nicht das Geringste spüren.
Nicht nur das, Sie würden nicht einmal merken, ob die Antenne
sendet oder nicht! Der allergrößte Teil der HF geht an Ihnen vorbei oder
wird reflektiert und die verbleibende Leistungsflußdichte von vielleicht
gerade mal 5...10 W/m² wird Ihre Körperoberfläche so wenig erwärmen,
dass Sie das nicht spüren. Das HF-Feld selber ist ohnehin nicht wahrnehmbar,
da uns -- wie Sie selbst sagen -- der Sinn dafür fehlt.
Des weiteren ist es ziemlich müssig bei den Leistungen, die im Bereich
Mobilfunk zur Rede stehen von "hot spots" zu reden. Die Eindringtiefe
von Signalen im GHz-Bereich liegt bestenfalls bei einigen cm, abhängig
davon, ob es sich um Fett-, Muskel- oder Knochengewebe handelt.
NB: Eindringtiefe heisst, dass in dieser Tiefe die Feldstärke auf den 1/e-ten
Teil abgesunken ist. Monton und ohne lokale Überhöhung für die es
bei den verwendeteten Frequenzen und beteiligten Medien auch keinerlei
physikalische Begründung gibt.
Hot spots im Sinne lokaler Feldstärkemaximas könnten sich nur
in wenig dämpfenden Medien bilden in dem sich Reflexionen überlagern.
Körpergewebe dämpft aber ziemlich stark, wie man an der geringen
Eindringtiefe ablesen kann. Mit anderen Worten: Der Mensch ist bzw.
enthält keine Richtantenne, die die HF in irgendeiner Weise an irgend
einer Stelle konzentrieren könnte.
Kurt