Vorstellung des NFP 57, 25.6.2007

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Re: Medienmitteilung von Diagnose-Funk zum NFP 57

von Sunset » 1. Juli 2007 18:15

Hans-U. Jakob hat geschrieben: Die ganze Story schön zusammengefasst seit 2001 steht auch auf
http://www.gigaherz.ch/1182
Hans-U. Jakob
Dort steht: "Bleibt uns als Betroffenen-Organisation also nur noch der strafrechtliche Weg offen?
Denn in den Statuten des Nationalfonds steht klar und deutlich:
Der Einsatz von Mitteln des SNF ist ausgeschlossen für Forschung, die unmittelbar kommerziellen Zwecken dient, sowie für die Aeuffnung anderer Fonds. Art.2 Abs.2
Ob hier eine Veruntreuung von Stiftungsgeldern vorliegt, muss jetzt wohl ein Gericht entscheiden. "


Die nur dem Schein nach gemeinnützige Stiftung der Mobilfunker, die "Forschungsstiftung Mobilkommunikation", konnte ihr Budget massiv senken, nachdem ihre Leute bis 2010 vom Bund bezahlt werden. Das drückt der Zürcher Uniprofessor und Stiftungsrat der Forschungsstiftung Prof. Wieser im Geschäftsbericht 2006 der Forschungsstiftung offen aus:

"In der Berichtsperiode wurde entschieden, die Mittel der FSM für die Jahre 2007 - 2009 massiv zu kürzen. Mancher wird sich fragen, ist die Forschung unwichtig geworden oder wollen sich die Geldgeber nicht den Stiftungszielen, die forschungspolitische Unabhängigkeit und hohe wissenschaftliche Qualität fordern, "unterwerfen"? Beides wäre kurzsichtig und falsch. Die Kürzungen stehen in der Tat im Zusammenhang mit der forcierten Forschungsförderung durch den Bund (NFP 57)." http://www.mobile-research.ethz.ch/var/jb2006.pdf

Das NFP57 dient, von den Mobilfunkern aus gesehen und wirtschaftlich betrachtet, der Entlastung der von diesen finanzierten Forschungsstiftung Mobilkommunikation, welche sich der "wissenschaftlichen Propaganda und Desinformation in Sachen Strahlenschäden" gewidmet hat. Mit anderen Worten, die Mobilfunker zocken den Bund in mehrfacher Millionenhöhe für ihre scheinwissenschaftlichen Propagandaaktionen ab, nachdem ihnen dasselbe bereits im Masstab 1:20 bei der genannten TNO Replikation gelungen war. Diese diente bekanntlich den Mobilfunkern dazu, UMTS "wissenschaftlich nachgewiesen" und "von den Bundesämtern für Gesundheit und Umwelt bestätigt" als gesundheitlich unbedenklich darzustellen.

Re: Medienmitteilung von Diagnose-Funk zum NFP 57

von Hans-U. Jakob » 1. Juli 2007 17:21

Elisabeth Buchs hat geschrieben:Nationales Forschungsprogramm ohne Relevanz für die Volksgesundheit

Die Umweltorganisation Diagnose-Funk kritisiert in umfassenden Stellungnahmen die Zusammenstellung der Leitungsgruppe und die Studiendesigns des nationalen Forschungsprogrammes NFP57 zu den Risiken der elektromagnetischen Strahlung.
Viele schöne Worte auf einer schönen Webseite. Die Dreckarbeit überlässt man aber lieber anderen.
Die ganze Story schön zusammengefasst seit 2001 steht auch auf
http://www.gigaherz.ch/1182
Hans-U. Jakob

Ungereimtheiten

von Stephan » 29. Juni 2007 10:12

Am Montag stellte der Nationalfonds sein Programm 57 zu EMF und Gesundheit vor (http://www.nfp57.ch/d_index.cfm). Die Analyse von Diagnose-Funk (http://www.diagnose-funk.ch/downloads/m ... 007627.pdf) hat ergeben, dass keine praktischen bzw. experimentellen Studien rund um Mobilfunksendeanlagen vorgesehen sind.

Am Dienstag veröffentlichte dann das Bundesamt für Umwelt (BAFU) seine aktualisierte Literaturstudie zu EMF und Gesundheit (http://www.bafu.admin.ch/php/modules/sh ... pHrt5z.pdf). In der Zusammenfassung der Studie wird die Durchführung gerade solcher Studien aber gefordert. Hier der etwas "verklausulierte" Wortlaut:

"Besonders bei den experimentellen Studien würde man sich wünschen, dass bisherige Ergebnisse an grösseren oder empfindlicheren Kollektiven und unter Einbezug der mancherorts diskutierten zeitlichen Verzögerung überprüft werden, bevor neue Zielgrössen anvisiert oder weitere Untersuchungsmethoden entwickelt werden. Bis dahin sind Aussagen zur Langzeitwirkung noch nicht möglich. Bei den Bevölkerungsstudien ist die Abschätzung der Exposition nach wie vor ein grosses Problem."

Man kann davon ausgehen, dass dem Leitungsgremium des NFP57 Vorabversionen dieses Berichts schon viel früher bekannt waren, insbesondere Jürg Baumann vom BAFU, der ebenfalls in diesem Gremium sitzt. Weshalb hat er nicht interveniert? Weshalb nimmt er die Empfehlungen seines eigenen Amtes nicht ernst? Unter diesem Aspekt ist es von besonderer Dringlichkeit, dass alle nicht bewilligten Projektanträge des NFP57 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um prüfen zu können, ob nicht doch Anträge für praktische Studien um Sendeanlagen eingereicht wurden.

Mit folgendem Formular (http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/ ... 2gpKfo.pdf) können alle nicht als vertraulich klassifizierten Dokumente des Bundes und dessen Institutionen kostenlos angefordert wewrden. Wenn möglichst viele solche Anträge an das BAFU und den Nationalfonds geschickt werden, muss denen schon etwas Besseres einfallen als Datenschutzgründe, um die Dokumente weiterhin geheim halten zu können.

Das Recht auf Dokumenteneinsicht gilt seit 1. Juli 2006 übrigens für alle nicht geheimen Dokumente des Bundes (http://www.admin.ch/dokumentation/geset ... ml?lang=de).

Grüsse
Stephan

Medienmitteilung von Diagnose-Funk zum NFP 57

von Elisabeth Buchs » 27. Juni 2007 15:32

Nationales Forschungsprogramm ohne Relevanz für die Volksgesundheit

Die Umweltorganisation Diagnose-Funk kritisiert in umfassenden Stellungnahmen die Zusammenstellung der Leitungsgruppe und die Studiendesigns des nationalen Forschungsprogrammes NFP57 zu den Risiken der elektromagnetischen Strahlung.

Bereits heute geben die Behörden offen zu, dass die Forschungsergebnisse des NFP 57 „ganz sicher keine definitive Antwort zur Gesundheitsschädlichkeit durch EMF geben“ und somit auch keinen Rückschluss auf Grenzwertfragen zulassen.

Bereits im März hatte die Diagnose-Funk die Zusammensetzung der Leitungsgruppe des NFP 57 kritisiert, wie dies auch durch Nationalrätin Franziska Teuscher in ihrer Anfrage an den Bundesrat geschehen ist. Diese Leitungsgruppe ist mindestens zur Hälfte aus industrienahen Wissenschaftlern zusammengesetzt.

In der aktuellen Stellungnahme wird detailliert und anhand des Vergleichs mit der aktuellen wissenschaftlichen Lage dargestellt, dass die Auswahl der Forschungsprojekte des NFP57 und deren Studiendesign nicht dem Schutz der betroffenen Bevölkerung dienen werden. Vielmehr wird das Nationale Forschungsprogramm dazu benutzt, Zeit zu gewinnen.

Die Umweltorganisation Diagnose-Funk fordert eine Diskussion zu weiterführenden Massnahmen. Unter anderem wird eine Neu-Zusammensetzung der Leitungsgruppe des Nationalen Forschungsprogramms NFP 57 angestrebt.

Aktuelle Stellungnahme der Umweltorganisation Diagnose-Funk zu den Projekten des NFP57:
http://www.nfp57.diagnose-funk.ch/downl ... ojekte.pdf

Weitere Informationen unter: www.nfp57.diagnose-funk.ch

Pressekontakt: Lothar Geppert | Tobeleggweg 24 | CH 8049 Zürich |
Tel: 043 - 535 70 01 | Fax: 043 - 535 70 01

N.B. Zu Salfords Rattenhirnen hätte man m.M. die Relativierung des ursprünglichen Salford-Befunds beifügen können, doch was weiss man schon, wie und unter welchen Bedingungen (Druck) die zustande gekommen ist. Solange solche Machenschaften wie die unbewiesenen Auesserungen aufgrund einer unveröffentlichten Studie von Frau Dr. Kaul der BAUA am TV vorkommen, soll zuerst vor der eigenen Tür gewischt werden.

Wahres Gesicht zeigen!

von Pegasus » 26. Juni 2007 22:58

Würden die abgelehnten Projekte publik gemacht, würden wir womöglich das wahre Gesicht dieser Organisation erkennen und deren wahren Absichten erkennen können.

Wie schon andernorts geschrieben: KEIN VERTRAUEN ZU BAKOM, BAG und was es sonst noch für Aemter gibt, die mit der Elektrosmog-Problematik zu tun haben!

ES REICHT !

Pegasus

Datenschutz als ganz billiger Vorwand!

von Sunset » 26. Juni 2007 19:19

Elisabeth Buchs hat geschrieben: Ein aktivierter W-Lan wird auf Wunsch von Herrn Schlegel stillgelegt (Danke!)
Von wem war der wieder gesponsert?

Elisabeth Buchs hat geschrieben: Von 36 Anträgen seien 11 Projekte ausgewählt worden, Offenlegen der andern 25 Projekte.
Könne man nicht machen wegen Datenschutz, sagt die kalt und arrogant wirkende wissenschaftliche Verantwortliche für internationale Zusammenarbeit.
Ein ganz billiger Vorwand. Man kann die Projekteingaben mit Tippex oder mit der Löschen-Taste anonymisieren.
Elisabeth Buchs hat geschrieben: Zusammensetzung der Leitungsgruppe mit grösstenteils Industrievertretern sei nicht annehmbar und sollte ausgetauscht werden, es sei deshalb bereits eine Beschwerde an die Geschäftsprüfungskommission gemacht worden und man überlege ein strafrechtliches Verfahren.
Herr Baumann sagt daraufhin, praktisch alle Forscher hätten Verbindung zur Industrie.
Genau. Und gerade darum wäre es wichtig, wenigstens die Fragestellung der abgelehnten Projekte zu erfahren.

Re: Vorstellung des NFP 57, 25.6.2007

von BLUE SKY » 26. Juni 2007 10:30

Elisabeth Buchs hat geschrieben:
Weshalb gibt es keine Partizipation der Kritiker-Seite?
Es werde für Unabhängigkeit der Forscher gesorgt.
Ueber die Projekte werde nicht diskutiert.

Elisabeth Buchs
Wer sollte die Macht haben und sie dazu benutzen
wollen, dafür zu sorgen, das die Kritiker-Seite in dem
Sinne partizipieren kann, wie Sie es auffassen.?
Was "vorgestellt" wurde ist die Anschaulichmachung der
Asymetrie der Interessen und Handlungsmöglichkeiten
auf diesem Felde (NFP usw.), die Art der Vorgehens-
weise der übermächtigen Seite.
In asymmetrischen Konflikten werden Formen der Auseinander-
setzung benötigt, die dieser Asymetrie aus der Sicht der
Ausgegrenzten im Sinne einer Zielerreichung gerecht werden.
Welche Rolle spielt der Protest?
Welche Funktion im Sinne der Benachteiligten kann Protest
bei asymetrischen politischen Konflikten, bei denen es um Leib und
Leben der unterlegen Betroffenen geht, überhaupt haben?
Gab es nicht einemal einen Hinweis auf eine Feststellung in einer
Studie aus der Schweiz, dass der Konflikt um Elektrosmogschäden
enormen sozialen Sprengstoff in sich berge?

Kann sich jemand an die Sache erinnern?

Vorstellung des NFP 57, 25.6.2007

von Elisabeth Buchs » 25. Juni 2007 21:59

Doppelt solange Vorstellung grösstenteils bekannter Dinge und meiner Meinung nach sehr bewusst gewählt nur eine knappe halbe Stunde Zeit zur Beantwortung von Fragen.

Von der Gegner-Seite vertreten die grösseren Organisationen gigaherz, diagnose-funk, Buergerwelle Schweiz, regionale Widerstandsgruppen und Elektrosensible.

Ein aktivierter W-Lan wird auf Wunsch von Herrn Schlegel stillgelegt (Danke!)

Es wurden Referate gehalten von Herr Borbely, Frau Moser vom BAG und Herr Baumann, BUWAL.

Die entscheidenden Einwände von Seiten der Kritiker kamen sofort unmissverständlich auf den Tisch:

Weshalb wird die Praxisevidenz elektrosmog-betroffener Menschen bei diesem Forschungsprogramm ignoriert?
Antwort: Keine Projekteingaben für Elektrosensiblen-Forschung eingegangen. Es gebe jedoch ein holländisches Forschungsprogramm zu Elektrosensiblen. (Vielleicht kann Charles Claessens oder Frans mehr dazu sagen).

Weshalb wird nicht über Krebs um Mobilfunkbasisstationen geforscht?
Und weshalb nicht bekannte Wirkmechanismen wie Nitrosativer Stress angeschaut?
Weshalb werden nur 2000 Personen um Basistationen befragt, so könne es sein, dass kaum Elektrosensible darunter seien.
Es gebe andere Studien zu dieser Thematik. Epidemiologische Studien seien sehr teuer und Herr Röösli sei einer der wenigen Epidemiologen in der Schweiz.

Von 36 Anträgen seien 11 Projekte ausgewählt worden, Offenlegen der andern 25 Projekte.
Könne man nicht machen wegen Datenschutz, sagt die kalt und arrogant wirkende wissenschaftliche Verantwortliche für internationale Zusammenarbeit.

Ein elektrosensibler Mann und eine Frau äussern sich zur gezeigten Karte der mit Antennen übersäten Schweiz, es gehe um Lebensqualität, wo man noch strahlenfrei wohnen könne, das gehe nirgends mehr, viele Leute würden Medikamente nehmen gegen die Gesundheitsbeschwerden.
Herr Baumann äussert sich eher gereizt-negativ, es sei bis jetzt kein Zusammenhang gefunden worden. Herr Borbely spricht von 5 % Elektrosensiblen.

Zusammensetzung der Leitungsgruppe mit grösstenteils Industrievertretern sei nicht annehmbar und sollte ausgetauscht werden, es sei deshalb bereits eine Beschwerde an die Geschäftsprüfungskommission gemacht worden und man überlege ein strafrechtliches Verfahren.
Herr Borbely sagt daraufhin, praktisch alle Forscher hätten Verbindung zur Industrie.

Weshalb gibt es keine Partizipation der Kritiker-Seite? Es werde für Unabhängigkeit der Forscher gesorgt. Ueber die Projekte werde nicht diskutiert.

Elisabeth Buchs

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