von Evi » 4. Oktober 2003 13:11
Ist gar nichts Neues. In der Schweiz existiert eine 1:1 von der Betreibergesellschaft Orange gestaltete Werbebroschüre, die vom Bernischen Lehrmittelverlag als Unterrichtsmaterial abgegeben wird. Unsere Interventionen konnten bisher nicht verhindern, dass die Verantwortlichen Einsicht gezeigt und sie aus dem Verkehr gezogen hätten. Die Arroganz ihrer Antwort spricht Bände!
Und die Schweizer Konsumentenzeitschrift des Grossverteilers MIGROS "Der Brückenbauer" setzt voll auf die kommende Generation. Die "Kids" - wir haben ja neuerdings keine Kinder mehr, sondern Kids, darunter die "Mister und Miss Teenie" als Gallionsfiguren - wurden in der letzten Ausgabe (zwar in einem anderen Zusammenhang) explizit als die Konsumenten von morgen vorgestellt.
Anders, als der Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler, der sich für Werte wie Bildung, sinnvolle Freizeitgestaltung, Gesundheit, Versorgung mit lebenswichtigen Gütern zu erschwinglichen Preisen für jedermann eingesetzt hat, üben sich seine Nachfolger allein im Zusammenraffen von möglichst viel Geld, auch wenn dies auf Kosten der Gesundheit - in diesem Fall der jungen Generation - geht.
Die Redaktion ruft in jeder Ausgabe mit dem Hinweis: "Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie uns" zu Wortmeldungen auf. Aber noch kein einziges Mal ist eine solche Wortmeldung in Form eines Leserbriefes veröffentlicht worden. Also leere Worthülsen und Blabla und/oder Alibiübungen, wie immer man das auch nennen mag. Kritische Beiträge sind gar nicht gefragt. Unangenehme Fragen, die dem Geschäft abträglich sein könnten, schon gar nicht.
Von den Zielen des Migros-Gründers hat man sich um Lichtjahre entfernt. Der würde sich im Grab herumdrehen, wüsste er, wie seine Nachfolger alles ins Gegenteil dessen verdrehen, was er sich einst vorgestellt hat. Wer Gottlieb Duttweiler noch gekannt hat, weiss, dass der mit einem Donnerwetter dreinschlagen würde. Man kann sich lebhaft vorstellen, was er dazu sagen würde, wüsste er von der Mobilfunkantenne neben dem Spielplatz vom Duttweilerpark "Im Grüene".
Eltern, Lehrern und Schulbehörden werden völlig gezielt Aufkärung und Informationen vorenthalten, Gefahren werden tot geschwiegen, zumindestens aber verharmlost. Die Betreibergesellschaften setzen voll auf den Gruppendruck, der bei den Kindern herrscht und dem Eltern offensichtlich lieber nachgeben, als sich am Familientisch kritisch mit der Jungmannschaft auseinander zu setzen. Die Angst, das Kind könnte diskriminiert werden, wenn es nicht jeden Unsinn, sprich "Handy" mitmachen darf, ist grösser als die Sorge um seine Gesundheit.
Es passt alles trefflich ins Bild, sieht man sich die Hilflosigkeit an, mit der man heute zusieht, wie bei unserem Nachwuchs Rauchen, Kiffen und Konsum von Alcops, Handys als Spielzeug etc. als offensichtlich normale Begleiterscheinung einer schönen neuen Welt toleriert wird.
Man kann den Gedanken ruhig noch etwas weiter spinnen: Wann wird Vandalismus, der heute schon alarmierende Dimensionen angenommen hat, Ladendiebstahl, Gewalt unter Jugendlichen etc. legalisiert, weil sie sich ja schon so stark eingebürgert haben, dass man dem ohnehin nicht mehr Herr wird?
Übertrieben? Ich weiss nicht recht, ob uns die Kinder von heute als Erwachsene von morgen dankbar sein werden, wenn wir die Dinge schliddern lassen und ihnen keine Werte mehr mit auf den Weg geben.
Evi
Ist gar nichts Neues. In der Schweiz existiert eine 1:1 von der Betreibergesellschaft Orange gestaltete Werbebroschüre, die vom Bernischen Lehrmittelverlag als Unterrichtsmaterial abgegeben wird. Unsere Interventionen konnten bisher nicht verhindern, dass die Verantwortlichen Einsicht gezeigt und sie aus dem Verkehr gezogen hätten. Die Arroganz ihrer Antwort spricht Bände!
Und die Schweizer Konsumentenzeitschrift des Grossverteilers MIGROS "Der Brückenbauer" setzt voll auf die kommende Generation. Die "Kids" - wir haben ja neuerdings keine Kinder mehr, sondern Kids, darunter die "Mister und Miss Teenie" als Gallionsfiguren - wurden in der letzten Ausgabe (zwar in einem anderen Zusammenhang) explizit als die Konsumenten von morgen vorgestellt.
Anders, als der Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler, der sich für Werte wie Bildung, sinnvolle Freizeitgestaltung, Gesundheit, Versorgung mit lebenswichtigen Gütern zu erschwinglichen Preisen für jedermann eingesetzt hat, üben sich seine Nachfolger allein im Zusammenraffen von möglichst viel Geld, auch wenn dies auf Kosten der Gesundheit - in diesem Fall der jungen Generation - geht.
Die Redaktion ruft in jeder Ausgabe mit dem Hinweis: "Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie uns" zu Wortmeldungen auf. Aber noch kein einziges Mal ist eine solche Wortmeldung in Form eines Leserbriefes veröffentlicht worden. Also leere Worthülsen und Blabla und/oder Alibiübungen, wie immer man das auch nennen mag. Kritische Beiträge sind gar nicht gefragt. Unangenehme Fragen, die dem Geschäft abträglich sein könnten, schon gar nicht.
Von den Zielen des Migros-Gründers hat man sich um Lichtjahre entfernt. Der würde sich im Grab herumdrehen, wüsste er, wie seine Nachfolger alles ins Gegenteil dessen verdrehen, was er sich einst vorgestellt hat. Wer Gottlieb Duttweiler noch gekannt hat, weiss, dass der mit einem Donnerwetter dreinschlagen würde. Man kann sich lebhaft vorstellen, was er dazu sagen würde, wüsste er von der Mobilfunkantenne neben dem Spielplatz vom Duttweilerpark "Im Grüene".
Eltern, Lehrern und Schulbehörden werden völlig gezielt Aufkärung und Informationen vorenthalten, Gefahren werden tot geschwiegen, zumindestens aber verharmlost. Die Betreibergesellschaften setzen voll auf den Gruppendruck, der bei den Kindern herrscht und dem Eltern offensichtlich lieber nachgeben, als sich am Familientisch kritisch mit der Jungmannschaft auseinander zu setzen. Die Angst, das Kind könnte diskriminiert werden, wenn es nicht jeden Unsinn, sprich "Handy" mitmachen darf, ist grösser als die Sorge um seine Gesundheit.
Es passt alles trefflich ins Bild, sieht man sich die Hilflosigkeit an, mit der man heute zusieht, wie bei unserem Nachwuchs Rauchen, Kiffen und Konsum von Alcops, Handys als Spielzeug etc. als offensichtlich normale Begleiterscheinung einer schönen neuen Welt toleriert wird.
Man kann den Gedanken ruhig noch etwas weiter spinnen: Wann wird Vandalismus, der heute schon alarmierende Dimensionen angenommen hat, Ladendiebstahl, Gewalt unter Jugendlichen etc. legalisiert, weil sie sich ja schon so stark eingebürgert haben, dass man dem ohnehin nicht mehr Herr wird?
Übertrieben? Ich weiss nicht recht, ob uns die Kinder von heute als Erwachsene von morgen dankbar sein werden, wenn wir die Dinge schliddern lassen und ihnen keine Werte mehr mit auf den Weg geben.
Evi