von Evi » 3. November 2003 07:42
Hallo Johannes
Ich sag Ihnen wofür wir kämpfen, bzw. ich versuche es wenigstens:
Eines unserer vordringlichsten Ziele ist es, die Politik dazu zu bewegen, die NIS-Verordung zu revidieren. Und zwar, wie Sie ganz richtig anführen, in jene Richtung, die Grenzwerte soweit zu senken, dass der Mensch ein menschenwürdiges Dasein leben kann. Telefonieren kann man mit weit tieferen Grenzwerten, nur halt nicht bis ins dritte Untergeschoss und in Tiefgaragen.
Bis es soweit ist, müssen wir leider durch Einsprachen zu verhindern versuchen, dass man den Menschen die Antennen vor ihre Schlafzimmer setzt, in die Nähe von Schulhäusern, Kindergärten, Altersheime und Spitäler und mitten in Wohnquartiere, und dies erst noch mit den geplanten, von der Politik abgesegneten Grenzwerten. .
Weiterhin müssen wir für eine breite Information und Aufklärung der Bevölkerung und der Bewilligungsbehörden (!) sorgen, was von der Industrie und der ihr hörigen Presse nach Strich und Faden hintertrieben wird. Wüssten die Menschen besser über die Gefahren der gepulsten elektomagnetischen Strahlung Bescheid, so würde das Handy wirklich nur in dringenden Fällen eingesetzt und nicht als Spielzeug für Kinder und als Mittel für leere Kommunikation, wie das heute leider der Fall ist.
Das waren nur wenige Punkte, die anzuführen sind. Wogegen wir uns natürlich auch wehren, ist die Ignoranz und Arroganz von Behörden und Industrie, einem ganzen Volk eine Technologie überzuziehen, deren Folgen vorher nicht erforscht wurden, sondern dass – wie schon so oft – der umgekehrte Weg gegangen wird: Erst schädigen und dann (vielleicht!) handeln.
Was wollen Sie eigentlich damit sagen, Sie fänden zu wenig Hinweise, was und wie vorzugehen ist? Machen Sie doch dasselbe, wie wir und unzählige andere: Lesen Sie einschlägige Fachliteratur, besuchen Sie Kongresse, unterhalten Sie sich mit Wissenschaftern und nicht zuletzt: wählen Sie mit Ihrem Stimmzettel Persönlichkeiten, die für das Recht jedes Menschen auf Leben eintreten und nicht allein das Lied der Wirtschaft und des Geldes singen. Zugegeben, das ist zeitaufwändig, nicht ganz einfach und nicht immer bequem. Sie können aber nicht erwarten, dass Ihnen alles, was Sie wissen wollen und eine Anleitung, wie vorzugehen ist, auf dem Präsentierteller serviert wird. Auch das Nachdenken darüber, was wir uns, mehr oder minder Zähne knirschend, mit der Akzeptanz der jetzigen Situation einhandeln, kann Ihnen keiner abnehmen.
Und zuguterletzt: Sie könnten dafür dankbar sein, dass es noch eine Reihe von Menschen gibt, die ihre ganze Kraft und Energie, ohne Schielen auf eigenen Profit in den Dienst der Sache stellen. Diese Bestrebungen zu unterstützen, z.B. durch Ihre Mitgliedschaft, statt den Sinn ihres Tuns zu hinterfragen und fertige "Kochrezepte" zu erwarten , wäre doch schon mal ein Anfang.
Übrigens: Diskutieren ist zwar erlaubt und sicher nötig, aber ein Diskutieren im Kreis herum, in der Art, ob zuerst das Huhn da war oder das Ei oder umgekehrt, wird uns nicht viel weiter bringen.
Evi
Ach ja, ich habe noch was vergessen:
Mein Computerfachmann sagte mir kürzlich, ein Kunde wollte sich von ihm ein drahtloses Netzwerk installieren lassen, worauf er ihm die Frage stellte: "Wollen Sie das wirklich haben?" Und er hat ihn auf die möglichen Konsequenzen aufmerksam gemacht, was er sich da damit einhandelt. Ein grosses Bravo! Wäre sehr nachahmenswert.
Und der erste Beitrag zu einer einschlägigen Diskussion, die Sie sich ja wünschen.
Hallo Johannes
Ich sag Ihnen wofür wir kämpfen, bzw. ich versuche es wenigstens:
Eines unserer vordringlichsten Ziele ist es, die Politik dazu zu bewegen, die NIS-Verordung zu revidieren. Und zwar, wie Sie ganz richtig anführen, in jene Richtung, die Grenzwerte soweit zu senken, dass der Mensch ein menschenwürdiges Dasein leben kann. Telefonieren kann man mit weit tieferen Grenzwerten, nur halt nicht bis ins dritte Untergeschoss und in Tiefgaragen.
Bis es soweit ist, müssen wir leider durch Einsprachen zu verhindern versuchen, dass man den Menschen die Antennen vor ihre Schlafzimmer setzt, in die Nähe von Schulhäusern, Kindergärten, Altersheime und Spitäler und mitten in Wohnquartiere, und dies erst noch mit den geplanten, von der Politik abgesegneten Grenzwerten. .
Weiterhin müssen wir für eine breite Information und Aufklärung der Bevölkerung und der Bewilligungsbehörden (!) sorgen, was von der Industrie und der ihr hörigen Presse nach Strich und Faden hintertrieben wird. Wüssten die Menschen besser über die Gefahren der gepulsten elektomagnetischen Strahlung Bescheid, so würde das Handy wirklich nur in dringenden Fällen eingesetzt und nicht als Spielzeug für Kinder und als Mittel für leere Kommunikation, wie das heute leider der Fall ist.
Das waren nur wenige Punkte, die anzuführen sind. Wogegen wir uns natürlich auch wehren, ist die Ignoranz und Arroganz von Behörden und Industrie, einem ganzen Volk eine Technologie überzuziehen, deren Folgen vorher nicht erforscht wurden, sondern dass – wie schon so oft – der umgekehrte Weg gegangen wird: Erst schädigen und dann (vielleicht!) handeln.
Was wollen Sie eigentlich damit sagen, Sie fänden zu wenig Hinweise, was und wie vorzugehen ist? Machen Sie doch dasselbe, wie wir und unzählige andere: Lesen Sie einschlägige Fachliteratur, besuchen Sie Kongresse, unterhalten Sie sich mit Wissenschaftern und nicht zuletzt: wählen Sie mit Ihrem Stimmzettel Persönlichkeiten, die für das Recht jedes Menschen auf Leben eintreten und nicht allein das Lied der Wirtschaft und des Geldes singen. Zugegeben, das ist zeitaufwändig, nicht ganz einfach und nicht immer bequem. Sie können aber nicht erwarten, dass Ihnen alles, was Sie wissen wollen und eine Anleitung, wie vorzugehen ist, auf dem Präsentierteller serviert wird. Auch das Nachdenken darüber, was wir uns, mehr oder minder Zähne knirschend, mit der Akzeptanz der jetzigen Situation einhandeln, kann Ihnen keiner abnehmen.
Und zuguterletzt: Sie könnten dafür dankbar sein, dass es noch eine Reihe von Menschen gibt, die ihre ganze Kraft und Energie, ohne Schielen auf eigenen Profit in den Dienst der Sache stellen. Diese Bestrebungen zu unterstützen, z.B. durch Ihre Mitgliedschaft, statt den Sinn ihres Tuns zu hinterfragen und fertige "Kochrezepte" zu erwarten , wäre doch schon mal ein Anfang.
Übrigens: Diskutieren ist zwar erlaubt und sicher nötig, aber ein Diskutieren im Kreis herum, in der Art, ob zuerst das Huhn da war oder das Ei oder umgekehrt, wird uns nicht viel weiter bringen.
Evi
Ach ja, ich habe noch was vergessen:
Mein Computerfachmann sagte mir kürzlich, ein Kunde wollte sich von ihm ein drahtloses Netzwerk installieren lassen, worauf er ihm die Frage stellte: "Wollen Sie das wirklich haben?" Und er hat ihn auf die möglichen Konsequenzen aufmerksam gemacht, was er sich da damit einhandelt. Ein grosses Bravo! Wäre sehr nachahmenswert.
Und der erste Beitrag zu einer einschlägigen Diskussion, die Sie sich ja wünschen.