Sollen Antennen von Kirchtürmen verschwinden?

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Re: UMTS

von Otto Normalverbraucher » 27. November 2003 08:10

Hallo E.Schärrer,
Hallo Rainer,

Teilweise haben Sie beide recht. Ein UMTS Netz MUSS eine homogene Verteilung der Basisstationen aufweisen. Ein Mobilteil (Terminal, oder eben Handy)
hat, im Gegensatz zu GSM, nicht nur Kontakt zu einer Basisstation sondern zu 2 oder sogar 3 Basisstationen. Die Distanz der Basisstationen SOLLTE im Idealfall 1200m sein. In vedichteten Gebieten (Städte und grossen Dörfern) muss diese Distanz auf 600m reduzier werden, damit der aufkommende Daten- (Telefon-) Verkehr verarbeitet werden kann. Es ist durchaus richtig zu sagen, dass eine Basisstation NICHT auf hunderten vom Metern Höhe sein darf, weil dadurch die Homogenität des Netztes verloren geht. Was aber falsch ist: Es geht nicht darum, möglicht viele Antennen aufzustellen. Natürlich werden sogenannte "HOT SPOTS"
noch mit Mikrozellen abgedeckt, d. h., mit Sendeleistungen von 2-3 W ERP an einer kleinen Rundstrahlantenne mit einer Reichweite von "nur" 100 - 200 Metern.
Es gibt übrigens Bücher zu kaufen, die das Thema 3G Networkplanning abdecken.
Diese erfordern aber zum Verständnis sehr grosses Basiswissen im 2G Bereich und sind nur in englischer Sprache erhältlich (und zudem sehr teuer).

Gruss: Otto Normalverbraucher

PS: Weitergehende Information würde den Rahmen diese Forums sprengen!

UMTS

von Rainer » 21. November 2003 08:47

Dies Aussage mit dem Wellensalat ist Unsinn, es stimmt, dass bei einem UMTS- Netz alle Sender eines Mobilfunkanbietes die selben Frequenzbänder nutzen, die Funkzellen überschneiden sich jedoch in einem großen Bereich, bei geringer Auslastung mehr, bei höherer Auslastung weniger, also scheint es doch zu funktionieren.

Re: Sollen Antennen von Kirchtürmen verschwinden?

von E. Schärer » 21. November 2003 01:51

Hallo Rainer

"Die Lösung mit der geringsten Elektrosmogbelastung wäre, Mobilfunkantennen in 500 bis 1000 Meter Höhe über dem Boden zu stationieren, wie auch immer, ob mit Luftschiff oder Fesselballon sicher eine kostspielige Sache."

Von dieser Diskussion über ev. gute Sendeorte habe ich auch gehört. Inzwischen hörte ich aber von einem Fachmann, dass zu hohe Standorte, insbesondere bezüglich UMTS von den Betreibern eigentlich nicht erwünscht sind. Z.B. in einer Stadt geht es ja darum, für UMTS möglichst viele Antennen (so ca. alle 200 Meter) aufzustellen. Wenn nun die Antennen von zu hoher Höhe her strahlen, gibt das unter den nahen Antennen sozusagen einen "Salat". Sie funken sich gegenseitig rein. Ungefähr so wurde es mir wenigstens erklärt.

Gruss E. Schärer

Re: Sollen Antennen von Kirchtürmen verschwinden?

von Rainer » 20. November 2003 08:42

Ja, natürlich bin ich auch dagegen, weil die Kirche eine ethische Verpflichtung hat, keine gesundheitsschädlichen Technologien zu unterstützen, Kirchenvertreter die anderer Meinung sind, sollten im neuen Testament unter „Pharisäer“ nachschlagen, vielleicht erkennen sie sich wieder.

Fairer Weise muss gesagt werden, dass Kirchtürme meist die höchsten Gebäude im Ort sind, zentral gelegen und zudem noch unbewohnt, deshalb lässt sich dort noch am ehesten wirtschaftlich ein strahlungsoptimiertes Mobilfunknetz realisieren. Die Lösung mit der geringsten Elektrosmogbelastung währe, Mobilfunkantennen in 500 bis 1000 Meter Höhe über dem Boden zu stationieren, wie auch immer, ob mit Luftschiff oder Fesselballon sicher eine kostspielige Sache. Im Prinzip gibt es aber keine guten Aufstellorte für eine potentiell gesundheitsschädliche Technologie!

Antennengegner, die selbst ein Handy besitzen, sollten sich darüber im klaren sein, dass sie mit ihrem eigenen „Natel“ den Antennenmast vor ihrem eigenen Fenster mit verschuldet haben! Nichts ist unfair wie dann zu sagen, die Antenne soll weg und anderswo Leute bestrahlen, bloss mich nicht.

Re: Sollen Antennen von Kirchtürmen verschwinden?

von E. Schärer » 20. November 2003 00:46

Wenigstens das ist hier bei uns in Basel geregelt. Schon ganz am Anfang wurde ein Pfarrer (eben zufällig genau der richtige!!) von einem Mobilfunkbetreiber "für Kirchturmmiete" angefragt. Diese Anfrage wurde dann in einer "gesamtbaslerischen Kirchensitzung" besprochen und und auch sogleich beschlossen, dass kein Kirchturm in Basel-Stadt zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt werden darf!

Somit haben wir in Basel-Stadt keine einzige versteckte Antenne in einem Kirchturm! Die Anfrage ging an eine reformierte Kirche. Doch in diesem Punkt waren sich die Protestanten und Katholiken für einmal völlig einig!
Schön! Zur Nachahmung sei es empfohlen!

E. Schärer

Sollen Antennen von Kirchtürmen verschwinden?

von Gigaherz » 19. November 2003 12:54

Der SALDO, eine der drei grössten Schweizer Konsumenten-Zeitschriften neben K-Tipp und Pulstipp führt in seiner aktuellen Nummer (jetzt am Kiosk erhältlich) eine Umfrage zum Thema "Antennen in Kirchtürmen" durch.

Wir sind der Ansicht, die Kirche ist ein Ort der Besinnung, der Andacht, der Ruhe, des Gebetes, auch der Trauer und des Trostes. Deshalb haben Mobilfunkantennen, über die im schlimmsten Fall sogar Pornographie verbreitet werden kann, in Kirchtürmen nichts zu suchen.

Deshalb ist es kein Wunder, dass sich gegen Mobilfunkantennen in Kirchtürmen landesweit Protest erhebt und Kirchenmitglieder sogar erbost über die Zweckentfremdung ihres Gotteshauses mit Austritt aus der Kirche drohen.

Die Räte und Präsidenten von Kirchgemeinden sind daher gut beraten, vor Abschluss eines solchen Vertrages mit ihren Mitgliedern zu reden und nicht im Alleingang, nur weil eine solche Antenne kurzfristig Geld in die Kasse bringt, eigenmächtig einen Vertrag unterzeichnen. Sie handeln sich damit, wie inzwischen viele Beispiele zeigen, grosse Schwierigkeiten ein.

Nehmen Sie sich also ein paar Minuten Zeit, geben Sie zur Umfrage des SALDO über die nachstehende Internetadresse möglichst rasch ihre Stimme ab und animieren Sie - auch möglichst rasch .- andere, sich daran zu beteiligen:

Umfrage:
Sollen Handy-Antennen von den Kirchtürmen verschwinden?
http://www.konsuminfo.ch/saldo.asp

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