Bundesgericht bestätigt Wertminderung

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von Elisabeth Buchs » 8. September 2007 17:43

Peter hat geschrieben:

Wurden Sie erst empfindlich auf Elektrosmog nach dem Entfernen der alten Amalgamplomben oder schon vorher?
Hallo Peter

Ich war schon vor Entfernen der Amalgamplomben stark elektrosensibel und hoffte dadurch auf eine Verbesserung, ausgeleitet habe ich auch, es wurde jedoch eher noch ein wenig schlimmer.

Elisabeth Buchs

von Peter » 8. September 2007 16:54

Elisabeth Buchs hat geschrieben: Dazu 10 (nun entfernte) Amalgamplomben. Nun bin ich futsch und vertrage auch geringe Werte von nahezu jeglichem Elektrosmog nicht mehr. Ich überlege mir manchmal, ob das auch so wäre, wenn ich an einem guten Ort aufgewachsen wäre und kein Amalgam gehabt hätte. Doch dafür ist es zu spät, das lässt sich nie mehr rückgängig machen und ich muss mir überlegen, wo ich mit der ständigen Zunahme von Elektrosmog eine Zukunft habe.

Wurden Sie erst empfindlich auf Elektrosmog nach dem Entfernen der alten Amalgamplomben oder schon vorher?

Nonsens

von Britta » 8. September 2007 07:00

Mein Partner arbeitet seit 20 Jahren in einer renommierten Treuhandfirma, die auch Immobilien der gehobenen Klasse vermietet/verkauft. Wie geschrieben, handelt es sich hier nicht um Brot-und-Butter-Wohnungen entlang von Bahnlinien oder Hauptstrassen.

Interessiert sind gebildete Leute und nicht solche, die in 3 Minuten am Bahnhof sein wollen. That makes the difference.

Die andern werden es in wenigen Jahren auch noch schnallen; ich kann nur sagen, dass da eine gewisse Nervosität unter Liegenschaftsbesitzern am Erkennen ist. In 5 Jahren werden Sie grösste Mühe haben, Immobilien an solchen Orten zu (guten, heutigen Preisen) an den Mann zu bringen.

von unwichtig » 7. September 2007 23:31

Markus hat geschrieben:
Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass sich vorab teurere Immobilien immer schwieriger vermieten oder gar verkaufen lassen, wenn sie in der Nähe von Natel-Sendeanlagen oder Hochspannungsleitungen sind.
Das ist ein Märchen. Kenne einige Neubauten, sogar in Nähe mehrer Bahnlinien. Die sind alle in kürzester Zeit wie frische Weggen.

Einen Neubau direkt neben einer Natelantenne, direkt auf Antennenhöhe mit bester Sicht auf die Antenne sind alle weg.
Das müssten alle geplagte Leute sein. Sind sie aber nicht, da ihnen die Bequemlichkeit und Nähe zur Bahn wichtiger sind.
Liest sich hier ganz anders.

Hier auch, eine 24 seitige Broschüre zum Thema, Wertminderung von Immobilien mit oder in unmittelbarer Nähe von Mobilfunkmasten.

Ob es an den "besonders strengen" Schweizer Vorsorge Werten liegt, die auch gerne Mal fälschlicherweise als 100 fach niedriger angepriesen werden, jeder möge sich selbst ein Bild machen.

Sicher besteht ein Unterschied ob gemietet oder gekauft wird. Potenzielle Käufer scheinen doch eher von Immobilien Abstand zu nehmen, wenn eine Mobilfunkanlage sehr nahe ist. Nützen wird Ihnen das auch nichts, da Sie ja die eigene Tag und Nacht mit voller (Puls-)Leistung sendende (DECT) Basisstation, ihres schnicken Funktelefons, selbst im Hause haben.

von Elisabeth Buchs » 7. September 2007 22:35

Markus hat geschrieben:
Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass sich vorab teurere Immobilien immer schwieriger vermieten oder gar verkaufen lassen, wenn sie in der Nähe von Natel-Sendeanlagen oder Hochspannungsleitungen sind.
Das ist ein Märchen. Kenne einige Neubauten, sogar in Nähe mehrer Bahnlinien. Die sind alle in kürzester Zeit wie frische Weggen.

Einen Neubau direkt neben einer Natelantenne, direkt auf Antennenhöhe mit bester Sicht auf die Antenne sind alle weg.
Das müssten alle geplagte Leute sein. Sind sie aber nicht, da ihnen die Bequemlichkeit und Nähe zur Bahn wichtiger sind.
Der Elektrosmog trifft nicht alle im selben Ausmass und nicht sofort. Doch das weiss keiner im voraus und wie es später z.B. wenn jemand älter wird, sein wird. Ich bin 28 Jahre direkt neben einer Bahn aufgewachsen, zusätzlich eine kleine Hochspannungsleitung, ein Trafo und ein naher Fernsehsender. Dazu 10 (nun entfernte) Amalgamplomben. Nun bin ich futsch und vertrage auch geringe Werte von nahezu jeglichem Elektrosmog nicht mehr. Ich überlege mir manchmal, ob das auch so wäre, wenn ich an einem guten Ort aufgewachsen wäre und kein Amalgam gehabt hätte. Doch dafür ist es zu spät, das lässt sich nie mehr rückgängig machen und ich muss mir überlegen, wo ich mit der ständigen Zunahme von Elektrosmog eine Zukunft habe.

Elisabeth Buchs

von Markus » 7. September 2007 21:19

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass sich vorab teurere Immobilien immer schwieriger vermieten oder gar verkaufen lassen, wenn sie in der Nähe von Natel-Sendeanlagen oder Hochspannungsleitungen sind.
Das ist ein Märchen. Kenne einige Neubauten, sogar in Nähe mehrer Bahnlinien. Die sind alle in kürzester Zeit wie frische Weggen.

Einen Neubau direkt neben einer Natelantenne, direkt auf Antennenhöhe mit bester Sicht auf die Antenne sind alle weg.
Das müssten alle geplagte Leute sein. Sind sie aber nicht, da ihnen die Bequemlichkeit und Nähe zur Bahn wichtiger sind.

Immer schwieriger.......

von Britta » 7. September 2007 10:48

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass sich vorab teurere Immobilien immer schwieriger vermieten oder gar verkaufen lassen, wenn sie in der Nähe von Natel-Sendeanlagen oder Hochspannungsleitungen sind. Interessenten fragen schon bei der ersten Kontaktaufnahme, ob da Sender in der Nähe seien.

Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, so habe ich sogar innerhalb des Kollegenkreises den Eltern einer Kollegin geraten, dass sie ihre (mit viel Liebe und Geld) gestaltete Eigentumswohnung lieber früher als später verkaufen sollen. So schön die Wohnung auch ist: 30 Meter neben der Liegenschaft steht eine Hochspannungsleitung, keine 100 Meter eine Handyantenne.

Da kommt einiges auf den Liegenschaftsmarkt zu, die Karten werden da und dort neu gemischt, gerade in "besseren Wohngegenden", weil dort in der Regel auch eher die intelligenteren, solventeren, besser informierten Leute leben.

Minderwert

von maege » 7. September 2007 10:07

Hallo Paul
der Vergleich von Peter macht mich richtig wütend, ich denke, er hat keine Ahnung was solche Antennen und Hochspannungsleitungen ausrichten können. In eine Einfamilienhauszone kann nicht einfach ein Block aufgestellt werden (ausser der Kernzone, und damit muss dann gerechnet werden). Ein Block der einem zwar die Aussicht und einen evtl. Teil des Sonnenlichtes nimmt, macht noch lange nicht das aus, was eben die erwähnten Antennen oder Hochspannungsleitungen bewirken. Sie können die schönsten Liegenschaften neben Hochspannungsleitungen nicht mehr zum "normalen" Preis verkaufen, sie müssen einen Minderwert von bis zu 50% und mehr in Kauf nehmen. Und wer bezahlt Ihnen dies? Die Mobilfunk- und Leitungsbetreiber kaum. Aber ich denke, der Anfang ist nun gemacht und wir können wieder hoffen........
Gruss
maege

von Netzfreischalter » 7. September 2007 09:55

Nun, das Bundesgericht hat festgestellt, dass es eine Wertminderung gibt. Gründe dafür sind logischerweise ein geschwächtes Interesse (optische Aspekte, Vorsicht, Elektrosensibilität).

Eine Verstellung der Aussicht kann genau so eine Wertminderung auslösen, da viele Leute bereit sind, für einen guten Wohnplatz mit schöner Aussicht etwas mehr zu bezahlen.

Die Auswirkungen auf die Gesundheit werden nur Elektrosensible feststellen können und andere Personen höchstens aus Vorsicht meiden. Um Schadenersatz zu kriegen, müssten also in den entsprechenden Fällen die medizinischen Beschwerden direkt mit der Antenne in Verbindung gebracht werden können. Ansonsten ist es doch keine andere Art der Wertverminderung, als es eine Sichteinschränkung, neue Strasse usw. auch sind.

von paul » 7. September 2007 07:05

Peter hat geschrieben:Wenn vor mein Einfamilienhaus ein Wohnblock hingestellt wird, der mit die schöne Bergsicht weg nimmt, kann ich auch keinen Schadenersatz vom Nachbar fordern.

Das würde für jede Einwirkung eine Minderung bedeuten.
Der Vergleich hinkt.
Die Auswirkungen der Antenne können Sie rund um die Uhr "geniessen". An eine beeinträchtigte Aussicht kann man sich gewöhnen, an Kopfweh und Depressionen nicht.
Das wissen jetzt offensichtlich auch Käufer von Liegenschaften. Und sie müssen bei Nichtkauf weder etwas beweisen, noch begründen... :D

von Peter » 7. September 2007 00:14

Wenn vor mein Einfamilienhaus ein Wohnblock hingestellt wird, der mit die schöne Bergsicht weg nimmt, kann ich auch keinen Schadenersatz vom Nachbar fordern.

Das würde für jede Einwirkung eine Minderung bedeuten.

Bundesgericht bestätigt Wertminderung

von Stephan » 6. September 2007 21:30

Bundesgerichtsentscheid 1P.68/2007 /ggs
Urteil vom 17. August 2007
Erwägung 4.3.4

"Mobilfunkantennen können bewirken, dass Liegenschaften und Wohnungen schwerer verkäuflich oder vermietbar werden und Druck auf den Kaufpreis oder den Mietzins entsteht."

Das Bundesgericht hat endlich bestätigt, dass sich Mobilfunkantennen negativ auf die Preise von Liegenschaften auswirken können. Erklärt sich damit die Nervosität des Hauseigentümerverbandes und ist damit jetzt der Weg für erfolgreiche Schadenersatzklagen geebnet?

Grüsse
Stephan

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