Strahlung von Telefonapparaten

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Transienten- das unerkannte Problem

von Elisabeth Buchs » 23. Januar 2004 20:32

Dass Mobilfunkantennen gesundheitliche Probleme verursachen können, weiss bis auf einige absichtliche Abstreiter, bald jedes Kind.

Doch auch Transienten, d.h. gepulste Störungen auf Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle können elektrosensiblen Personen das Leben stark beeinträchtigen. Sie können entstehen durch Schaltnetzteile, Mikroprozessoren von Elektronik, Modems.

Sie lassen sich nicht abschirmen bzw. höchstens der elektrische Anteil, der magnetische jedoch nicht. Sie können in jedem Haus jederzeit auftreten, wenn irgendein Nachbar ein solches Gerät betreibt. Umziehen ist deshalb keine Lösung. Das Finden der Ursache dieser Störungen ist sehr schwierig, die Stromleitungen wirken als Antennen und es wird übers Netz verschleppt. Ein stromloses Haus hilft in vielen Fällen nicht, es kommt über die Luft und über die stromlosen Leitungen trotzdem rein.

Ich kann mir vorstellen, dass die betroffenen Menschen oft nicht darauf kommen, dass ein solcher Transient schuld sein könnte z.B. an ihrer Nervosität, am nicht entspannen können, an Schlaflosigkeit usw.

Ich bin nur etwa 7 m neben einer Gleichstrombahn aufgewachsen und habe Jahrzehnte dort gelebt, diese verursachen ebenfalls solche Transienten, ausserdem Tramleitungen und Trolleybusleitungen, ich fühlte mich damals noch beschwerdefrei, doch vermutlich hat dies die Sensibilität auf diese Art von Elektrosmog gefördert.

Wer hat Erfahrungen mit solchen Transienten?

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Strahlung von Telefonapparaten

von Frank Kneifel » 22. Januar 2004 11:38

Ob analog oder ISDN ist egal. Die Leitung ist verdrallt, entweder nach Sternviererverseilung, Diestelhorst-Martin-Verseilung oder Adernpaarverseilung. Bei Telefonanschlüssen erfolgt die Signalübertragung symetrisch, d.h., auf einer Leitung wird das Signal positiv und auf der anderen Leitung negativ übertragen. Jede Ader hat ein elektromagnetisches Feld um sich rum. Dadurch, dass die Adern miteinander verdrillt sind, heben sich die elektromanetischen Felder gegenseitig auf. Das ganze heißt auch symetrische Signalübertragung. Zusätzlich ist teilweise noch ein Schirm im Kabel.
Sollten Störungen oder Beeinflussungen durch eine Telefonleitung auftreten, so ist die Verdrallung nicht eingehalten. Es hat nichts mit der Technik an sich zu tun sondern das Kabel ist falsch angeschlossen.

Noch was zu den Spannungen am Telefonanschluß:

Analoger Telefonanschluß: 48 bis 60V Gleichspannung (Leerlauf). Ist der Hörer abgenommen, sinkt die Gleichspannung auf ca. 10 bsi 15V. Übertragene Leistung zum Telefonieren ca. 1mW !!

ISDN-Anschluß: Von der Vermittlungsstelle bis zum NTBA 60 oder 93V Gleichspannung. Signalwechselspannung liegt bei ca. 2Vss. Hinter dem NTBA 40V Gleichspannung (entweder aus Netzteil oder mit internen Spannungswandler im NTBA erzeugt aus den 60 bzw. 93V der Anschlußleitung) zwischen dem ersten und dem zweiten Adernpaar. Signalwechselspannung hier bei ca. 1Vss.

In einer Entfernung von 10cm zum Kabel dürfen keine Störungen (elektromagnetischen Felder) mehr messbar sein. Sind doch welche vorhanden, ist das Kabel falsch angeschlossen.

MfG,
Frank Kneifel

Re: Strahlung von Telefonapparaten

von Elisabeth Buchs » 14. Januar 2004 21:29

Der Schaltnetzteil bei unserem NT hat eine Langwellenstörung erzeugt. Der ISDN-Bus, der zum Computer kommt, eine Kurzwellenstörung. Wir haben dann den Stecker zum NT ausgesteckt, unser NT wird nun allein durch die Spannung der Telefonleitung gespiesen, was möglich ist, wenn nur ein Gerät, in unserem Fall ein PC angeschlossen ist. Unser Telefon hängt nach wie vor am analogen Anschluss und wir müssen auf eine Rufnummererkennung verzichten. Evt. könnte man beim Computer einstellen, dass eine Rufnummererkennung möglich wäre.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Strahlung von Telefonapparaten

von Rainer » 13. Januar 2004 23:17

Um es vorweg zu nehmen: Ich sehe keinen gravierenden Unterschiede in der Belastung, sofern man ausreichend Abstand zu den diversen Netzteilen hält.

Meine Messungen ergaben 120 Volt Leerlaufspannung am ISDN- Übergabepunkt (der Strom kitzelt ein bischen in den Fingern ;)
2x 48 Volt nach dem NTBA

Im Vergleich dazu analoges Telefon: ca. 40 Volt

Alle Spannungen wurden im Ruhezustand gemessen und entsprechen Gleichströmen, elektromagnetische Wellen werden also nicht erzeugt.

Wer "sichergehen" aber nicht auf den ISDN- Komfort verzichten will, der kann an eine Telefonanlage beliebig viele analoge Endgeräte (die ohnehin erheblich preiswerter sind als die ISDN- Komponenten) anschließen und sie den Nummern zuordnen.

Übrigends arbeiten viele Netzfreischalter mit einer ähnlich hohen Restspannung, wie sie in einer analogen Telefonleitung vorhanden ist.

Strahlung von Telefonapparaten

von Erwin Aebersold » 10. Januar 2004 10:05

Guten Tag
Wir müssen unser altes Telefon ersetzen. Wir möchten KEIN schnurloses Telefon, aber wir fragen uns, ob zwischen analogem und ISDN Gerät, bezüglich Strahlung ein Unterschied besteht.
Kann uns dazu jemand Auskunft geben?
Vielen Dank Erwin

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