von The Future Is Black » 9. Februar 2004 12:15
Krebs durch Radar: Geld als Entschädigung
Ex-Soldat kämpfte um Anerkennung
Kleinhartpenning/Schongau - Er fühlt sich verraten und verkauft und würde Deutschland gern den Rücken kehren, aber Ulrich Häntzschel bleibt. Auch damals als Soldat war er trotz harter Arbeit in der Raketenstation in Kleinhartpenning (Kreis Miesbach) geblieben. Die Strahlung verursachte bei dem Mann 1993 Hodenkrebs, was ihm jetzt eine Entschädigung einbringt.
Lange hatte der Bund jede Schuld an der Erkrankung des Radartechnikers von sich gewiesen. Doch Häntzschel führte einen zermürbenden Kampf um die Anerkennung als Geschädigter. "Dabei ist es mir gar nicht in erster Linie ums Geld gegangen", sagt Häntzschel. Er hätte gewollt, dass sein oberster Dienstherr zur Verantwortung stehe. Neun Jahre lang hatte er an gefährlichen Röntgengeräten vom Typ Hawk gearbeitet. "Wir haben darauf vertraut, dass es sicher ist", sagt er.
Zwar hat der heute 49-Jährige, der mit Frau und Tochter bei Schongau lebt, die Krankheit überwunden. Aber sein Kampf hat tiefe seelische Spuren hinterlassen. Statt eines Eingeständnisses für Fehler habe es immer neue Ausreden und Finten gegeben, unhaltbare Auslegungen und Verzögerungen. Jetzt zieht er einen Schlussstrich: Nach zehn Jahren Kampf, nach vielen Gutachten und Anwaltsterminen kann er nun mit einer Einmalzahlung rechnen. Wie hoch diese ist, stand nicht auf der Zusage. Wie Häntzschel weiß, bekam die Witwe eines toten Radarsoldaten rund 18 000 Euro.
jm
http://www.merkur-online.de/regionen/ob ... 537102bb52
Krebs durch Radar: Geld als Entschädigung
Ex-Soldat kämpfte um Anerkennung
Kleinhartpenning/Schongau - Er fühlt sich verraten und verkauft und würde Deutschland gern den Rücken kehren, aber Ulrich Häntzschel bleibt. Auch damals als Soldat war er trotz harter Arbeit in der Raketenstation in Kleinhartpenning (Kreis Miesbach) geblieben. Die Strahlung verursachte bei dem Mann 1993 Hodenkrebs, was ihm jetzt eine Entschädigung einbringt.
Lange hatte der Bund jede Schuld an der Erkrankung des Radartechnikers von sich gewiesen. Doch Häntzschel führte einen zermürbenden Kampf um die Anerkennung als Geschädigter. "Dabei ist es mir gar nicht in erster Linie ums Geld gegangen", sagt Häntzschel. Er hätte gewollt, dass sein oberster Dienstherr zur Verantwortung stehe. Neun Jahre lang hatte er an gefährlichen Röntgengeräten vom Typ Hawk gearbeitet. "Wir haben darauf vertraut, dass es sicher ist", sagt er.
Zwar hat der heute 49-Jährige, der mit Frau und Tochter bei Schongau lebt, die Krankheit überwunden. Aber sein Kampf hat tiefe seelische Spuren hinterlassen. Statt eines Eingeständnisses für Fehler habe es immer neue Ausreden und Finten gegeben, unhaltbare Auslegungen und Verzögerungen. Jetzt zieht er einen Schlussstrich: Nach zehn Jahren Kampf, nach vielen Gutachten und Anwaltsterminen kann er nun mit einer Einmalzahlung rechnen. Wie hoch diese ist, stand nicht auf der Zusage. Wie Häntzschel weiß, bekam die Witwe eines toten Radarsoldaten rund 18 000 Euro.
jm
http://www.merkur-online.de/regionen/oberbayern/497,239808.html?fCMS=392324d6627e3c2df54e5a537102bb52