von Tilly » 6. November 2007 17:49
Hallo,
Für die ZDF-Sendung über Oberammergau am 7.11.2007 möchte ich
Folgendes vorab weiterreichen:
ZDF.reporter
Strahlenangst und Strahlenanzug
In Oberammergau sorgt ein Mobilfunkmast für Ärger
von Carsten Rüger
"In Oberammergau ist der Teufel los!" sagt der evangelische Pfarrer Carsten Häublein. Das teuflisch Böse pulsiert in seinen Augen unsichtbar durch den Ort, ausgesandt von den Mobilfunksendemasten. Im August 2006 rüstete der Betreiber T-Mobile seine Antennen nach. Eine neue, wie T-Mobile sagt, umweltschonende Technik. Doch seit jener Umstellung fühlen sich in dem Passionsspielort viele Menschen unpässlich.
Sendung vom 07.11.2007
Sie klagen über Symptome wie Herzrasen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Unerklärlich, sagen T-Mobile und das Umweltamt. Unerträglich, sagen die Bürger, die leiden. Sie haben sich zur "Bürgerinitiative Strahlenfreier Ammergau" zusammengeschlossen und T-Mobile den Kampf angesagt.
ZDF.reporter Carsten Rüger hat Oberammergau besucht, mit beiden Seiten gesprochen und festgestellt: Die Fronten sind verhärtet, von beiden Parteien wird passioniert diskutiert - doch die Frage, wer Recht hat, ist in Oberammergau geradezu eine Glaubensfrage geworden.
Zitat
„Seit März sind wir hier praktisch fortgezogen, weil wir's nicht mehr ausgehalten haben.“
Manfred Müller
Gestörte Idylle
"Die Idylle von Oberammergau - ein Zerrbild!", finden Herr Müller, Herr Funk und Frau Müller. Sie sind in der Bürgerinitiative "Strahlenfreier Ammergau". Gleich gegenüber von Müllers Balkon: der Gegner, ein Mobilfunkmast. "In nur 30 Meter Entfernung ist die Antenne", sagt Herr Müller und schaut besorgt auf das Dach des "Kleinen Theaters". "Diese Antenne ist schon acht Jahre da oben, aber seitdem sie im August vergangenen Jahres umgerüstet wurde, haben wir diese enormen Probleme. Und seit März sind wir hier praktisch fortgezogen, weil wir's tatsächlich in der Wohnung nicht mehr ausgehalten haben!"
Seit August 2006, erklärt Manfred Müller, sende die Antenne von T-Mobile rund um die Uhr unsichtbar und lautlos, aber sein Breitbandmessgerät macht die Pulsung hörbar: Ein lautes Tackern ist aus dem transistorradio-großen Kästchen zu hören. "Dieses Tackern", erklärt Müller, "sind die 8,33 Herz, die gesendet werden, um die Entfernung zwischen Antenne und Handy zu messen. Das Problem ist nur, dass der Körper auf diese 8,33 Herz offensichtlich genauso reagiert, wie ein Handy." Zum Beweis geht Müller vom Balkon in die Wohnung und misst den Blutdruck: "Da! Schauen Sie: 178 zu 108! Der Puls ist mit 78 im Moment noch normal, aber der kann auch auf 130 hochgehen, wenn ich zu lange auf dem Balkon bin und mich der Strahlung aussetze."
• Gesundheitsrisiko Mobilfunk
Ein Baldachin zum Strahlenschutz
Drinnen, zeigt uns Frau Müller, gehe es ihnen besser - dank der ganzen Strahlen-Schutzmaßnahmen: Fliegengitter aus Metall an allen Fenstern, die Wände sind mit Karbontapeten doppelt tapeziert und über dem Ehebett im Schlafzimmer ein riesiger Baldachin aus abschirmenden Material. Doch trotz des Strahlenschutz-Baldachins, sagt Herr Müller, spüre er ab vier Uhr morgens Resonanzen im Kopf: "Das klingt ungefähr wie ein Traktor aus der Entfernung. Tack tack tack!"
Hirngespinste oder unsichtbare Gefahr? Im August vergangenen Jahres hat T-Mobile die Software seiner Sendemasten umgestellt - seitdem mache die Antenne alle krank, sagt auch Werner Funk. Der Diplomingenieur für Nachrichtentechnik hat nie vor Strahlen Angst gehabt - schon beruflich nicht, sagt er. Doch auch er leide unter den 8,33 Herz. Funk und seine Lebensgefährtin Suzanne Sohmer sind daher sogar aus dem Haus geflüchtet: Sommer wie Winter wohnen sie im Wohnmobil an einem geheimen Ort, einem Funkloch mitten im Wald. Frau Sohmer arbeitete beim Deutschen Wetterdienst auf dem Hohenpeißenberg - voll gepackt mit Masten, stärkste Strahlung. Bei ihr, erzählt sie uns, kippte das biologische System, sie wurde elektrosensibel. Daher traut sie sich nur mit einem Strahlenschutzanzug in den Ort. Ohne Schutz kribbele es unter der Kopfhaut, könne sie spüren, woher ein Handy strahlt. Herzrasen und Calciumabfall seien dann die Folgen - sogar der Notarzt musste schon mal helfen.
Zitat
„Ich habe auch schon erlebt, dass eine Nonne die Straßenseite gewechselt hat und sich bekreuzigt hat!“
Suzanne Sohmer
"Deutlich mehr Patienten"
Doch was sagen Nachbarn und Passanten, wenn sie im Schutzanzug durch die Straßen geht? "Die meisten fragen mich, ob ich Bienen habe", sagt Frau Sohmer, "und ich habe auch schon erlebt, dass eine Nonne die Straßenseite gewechselt hat und sich bekreuzigt hat!" Dr. Bühner, der Allgemeinmediziner, der sie behandelt, kann sich die Symptome nicht erklären, hat keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Kopfschmerzen. Er weiß nur: "In meiner Praxis hat's bestimmt 20 bis 30 Patienten, die seit Herbst letzten Jahres vermehrt die Praxis aufsuchen. Und das ist signifikant mehr."
Das Landesamt für Umwelt ist bereits mehrmals nach Oberammergau ausgerückt und hat gemessen. Das Ergebnis jedes Mal gleich: Die Grenzwerte werden deutlich eingehalten, nur fünf Prozent des Grenzwertes werden überhaupt erreicht. Doch es gehe nicht um die Strahlen-Stärke, sondern um die Signal-Struktur, sagt Dr. Oberfeld, Umweltmediziner von der Landessanitätsdirektion Salzburg. Die Stärke der Strahlung habe sich seit August 2006 in der Tat nicht verändert, sagt er, wohl aber sei neu, dass ein Verkehrskanal rund um die Uhr mit dem Messsignal von 8,33 Herz belegt sei - die Signal-Struktur. Das - so glauben sie in Oberammergau - sorge für Ohrensausen, Geräusche im Gehirn und Bluthochdruck. Jetzt endlich sagt es auch ein Experte. "Denken Sie etwa auch daran", orakelt der Österreicher, "dass die Gefährlichkeit von Röntgenstrahlung und ähnlicher Strahlung erst im Laufe von Jahrzehnten entdeckt worden ist, und heute denken wir ganz anders darüber als noch etwa vor 50 Jahren."
Mobilfunk-Sendemast
"Weltweiter Standard"
Was in 50 Jahren sein wird, kann niemand vorhersehen. Auch nicht der Pressesprecher von T-Mobile Süd. Dr. Markus Jodl argumentiert, dass man sich jedoch nur nach den aktuellen Studien richten und die heute geltenden Grenzwerte einhalten könne. "Wir betreiben hier seit 1993 eine GSM-Anlage und da hat sich seit August 2006 nichts verändert. Es ist ein Standard, der mobil weltweit eingesetzt wird und in dem zwei Milliarden Menschen telefonieren." Ob das Messsignal nun 24 Stunden am Tag oder wie früher nur bei Telefonaten ausgesandt werde, sei zweitrangig: Es sei ja megaschwach. "Beschwerden so wie in Oberammergau gibt es sonst eigentlich aus keiner Gemeinde", sagt Dr. Jodl und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Oberammergau ist einfach einzigartig."
Einige Monate später. In Oberammergau tackert es plötzlich weniger: T-Mobile hat eine neue Software installiert. Nicht auf Druck der Bevölkerung - eine neue moderne Technik, die bundesweit eingeführt wird. Nun ist es ähnlich wie vor August 2006: Das Messsignal ist nicht mehr 24 Stunden da, die 8,3 Herz-Pulsung gibt es nur noch bei Telefonaten. Das sei eine Entlastung vor allem in der Nacht, sagen Müllers und schlafen sogar wieder im eigenen Haus. Doch sie bleiben dabei: Die Antenne von T-Mobile mache krank.
Noch immer empört
Dr. Jodl kann das nicht nachvollziehen: "Sie haben vorher ein Problem damit gehabt und Sie haben heute auch noch ein Problem damit. Sie lehnen ganz einfach Mobilfunk ab." Das wollen die empörten Oberammergauer so nicht stehen lassen: Sie seien keineswegs gegen den Mobilfunk allgemein. "Was wir aber ablehnen", sagt Werner Funk stellvertretend für die Bürgerinitiative, "ist diese Technik, die Frequenzen verwendet, die mit unseren körpereigenen Frequenzen zusammenfallen. Vielleicht sind wir einzigartig, weil wir uns wehren! Wir gehen auf die Barrikaden, während die andere sich zurückhalten, weil sie nicht gern als Spinner hingestellt werden."
Ob Mobilfunkstrahlen nun krank machen oder nicht, lässt sich zwischen diesen verhärteten Fronten nicht klären. Wohl aber steht fest: Oberammergau ist ein streitbares Dorf mit einer verschworenen Schar von Strahlengegnern. Keine Frage: Hier wird passioniert weiterdiskutiert.
[b]Hallo,
Für die ZDF-Sendung über Oberammergau am 7.11.2007 möchte ich
Folgendes vorab weiterreichen:[/b]
ZDF.reporter
Strahlenangst und Strahlenanzug
In Oberammergau sorgt ein Mobilfunkmast für Ärger
von Carsten Rüger
"In Oberammergau ist der Teufel los!" sagt der evangelische Pfarrer Carsten Häublein. Das teuflisch Böse pulsiert in seinen Augen unsichtbar durch den Ort, ausgesandt von den Mobilfunksendemasten. Im August 2006 rüstete der Betreiber T-Mobile seine Antennen nach. Eine neue, wie T-Mobile sagt, umweltschonende Technik. Doch seit jener Umstellung fühlen sich in dem Passionsspielort viele Menschen unpässlich.
Sendung vom 07.11.2007
Sie klagen über Symptome wie Herzrasen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Unerklärlich, sagen T-Mobile und das Umweltamt. Unerträglich, sagen die Bürger, die leiden. Sie haben sich zur "Bürgerinitiative Strahlenfreier Ammergau" zusammengeschlossen und T-Mobile den Kampf angesagt.
ZDF.reporter Carsten Rüger hat Oberammergau besucht, mit beiden Seiten gesprochen und festgestellt: Die Fronten sind verhärtet, von beiden Parteien wird passioniert diskutiert - doch die Frage, wer Recht hat, ist in Oberammergau geradezu eine Glaubensfrage geworden.
Zitat
„Seit März sind wir hier praktisch fortgezogen, weil wir's nicht mehr ausgehalten haben.“
Manfred Müller
Gestörte Idylle
"Die Idylle von Oberammergau - ein Zerrbild!", finden Herr Müller, Herr Funk und Frau Müller. Sie sind in der Bürgerinitiative "Strahlenfreier Ammergau". Gleich gegenüber von Müllers Balkon: der Gegner, ein Mobilfunkmast. "In nur 30 Meter Entfernung ist die Antenne", sagt Herr Müller und schaut besorgt auf das Dach des "Kleinen Theaters". "Diese Antenne ist schon acht Jahre da oben, aber seitdem sie im August vergangenen Jahres umgerüstet wurde, haben wir diese enormen Probleme. Und seit März sind wir hier praktisch fortgezogen, weil wir's tatsächlich in der Wohnung nicht mehr ausgehalten haben!"
Seit August 2006, erklärt Manfred Müller, sende die Antenne von T-Mobile rund um die Uhr unsichtbar und lautlos, aber sein Breitbandmessgerät macht die Pulsung hörbar: Ein lautes Tackern ist aus dem transistorradio-großen Kästchen zu hören. "Dieses Tackern", erklärt Müller, "sind die 8,33 Herz, die gesendet werden, um die Entfernung zwischen Antenne und Handy zu messen. Das Problem ist nur, dass der Körper auf diese 8,33 Herz offensichtlich genauso reagiert, wie ein Handy." Zum Beweis geht Müller vom Balkon in die Wohnung und misst den Blutdruck: "Da! Schauen Sie: 178 zu 108! Der Puls ist mit 78 im Moment noch normal, aber der kann auch auf 130 hochgehen, wenn ich zu lange auf dem Balkon bin und mich der Strahlung aussetze."
• Gesundheitsrisiko Mobilfunk
Ein Baldachin zum Strahlenschutz
Drinnen, zeigt uns Frau Müller, gehe es ihnen besser - dank der ganzen Strahlen-Schutzmaßnahmen: Fliegengitter aus Metall an allen Fenstern, die Wände sind mit Karbontapeten doppelt tapeziert und über dem Ehebett im Schlafzimmer ein riesiger Baldachin aus abschirmenden Material. Doch trotz des Strahlenschutz-Baldachins, sagt Herr Müller, spüre er ab vier Uhr morgens Resonanzen im Kopf: "Das klingt ungefähr wie ein Traktor aus der Entfernung. Tack tack tack!"
Hirngespinste oder unsichtbare Gefahr? Im August vergangenen Jahres hat T-Mobile die Software seiner Sendemasten umgestellt - seitdem mache die Antenne alle krank, sagt auch Werner Funk. Der Diplomingenieur für Nachrichtentechnik hat nie vor Strahlen Angst gehabt - schon beruflich nicht, sagt er. Doch auch er leide unter den 8,33 Herz. Funk und seine Lebensgefährtin Suzanne Sohmer sind daher sogar aus dem Haus geflüchtet: Sommer wie Winter wohnen sie im Wohnmobil an einem geheimen Ort, einem Funkloch mitten im Wald. Frau Sohmer arbeitete beim Deutschen Wetterdienst auf dem Hohenpeißenberg - voll gepackt mit Masten, stärkste Strahlung. Bei ihr, erzählt sie uns, kippte das biologische System, sie wurde elektrosensibel. Daher traut sie sich nur mit einem Strahlenschutzanzug in den Ort. Ohne Schutz kribbele es unter der Kopfhaut, könne sie spüren, woher ein Handy strahlt. Herzrasen und Calciumabfall seien dann die Folgen - sogar der Notarzt musste schon mal helfen.
Zitat
„Ich habe auch schon erlebt, dass eine Nonne die Straßenseite gewechselt hat und sich bekreuzigt hat!“
Suzanne Sohmer
"Deutlich mehr Patienten"
Doch was sagen Nachbarn und Passanten, wenn sie im Schutzanzug durch die Straßen geht? "Die meisten fragen mich, ob ich Bienen habe", sagt Frau Sohmer, "und ich habe auch schon erlebt, dass eine Nonne die Straßenseite gewechselt hat und sich bekreuzigt hat!" Dr. Bühner, der Allgemeinmediziner, der sie behandelt, kann sich die Symptome nicht erklären, hat keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Kopfschmerzen. Er weiß nur: "In meiner Praxis hat's bestimmt 20 bis 30 Patienten, die seit Herbst letzten Jahres vermehrt die Praxis aufsuchen. Und das ist signifikant mehr."
Das Landesamt für Umwelt ist bereits mehrmals nach Oberammergau ausgerückt und hat gemessen. Das Ergebnis jedes Mal gleich: Die Grenzwerte werden deutlich eingehalten, nur fünf Prozent des Grenzwertes werden überhaupt erreicht. Doch es gehe nicht um die Strahlen-Stärke, sondern um die Signal-Struktur, sagt Dr. Oberfeld, Umweltmediziner von der Landessanitätsdirektion Salzburg. Die Stärke der Strahlung habe sich seit August 2006 in der Tat nicht verändert, sagt er, wohl aber sei neu, dass ein Verkehrskanal rund um die Uhr mit dem Messsignal von 8,33 Herz belegt sei - die Signal-Struktur. Das - so glauben sie in Oberammergau - sorge für Ohrensausen, Geräusche im Gehirn und Bluthochdruck. Jetzt endlich sagt es auch ein Experte. "Denken Sie etwa auch daran", orakelt der Österreicher, "dass die Gefährlichkeit von Röntgenstrahlung und ähnlicher Strahlung erst im Laufe von Jahrzehnten entdeckt worden ist, und heute denken wir ganz anders darüber als noch etwa vor 50 Jahren."
Mobilfunk-Sendemast
"Weltweiter Standard"
Was in 50 Jahren sein wird, kann niemand vorhersehen. Auch nicht der Pressesprecher von T-Mobile Süd. Dr. Markus Jodl argumentiert, dass man sich jedoch nur nach den aktuellen Studien richten und die heute geltenden Grenzwerte einhalten könne. "Wir betreiben hier seit 1993 eine GSM-Anlage und da hat sich seit August 2006 nichts verändert. Es ist ein Standard, der mobil weltweit eingesetzt wird und in dem zwei Milliarden Menschen telefonieren." Ob das Messsignal nun 24 Stunden am Tag oder wie früher nur bei Telefonaten ausgesandt werde, sei zweitrangig: Es sei ja megaschwach. "Beschwerden so wie in Oberammergau gibt es sonst eigentlich aus keiner Gemeinde", sagt Dr. Jodl und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Oberammergau ist einfach einzigartig."
Einige Monate später. In Oberammergau tackert es plötzlich weniger: T-Mobile hat eine neue Software installiert. Nicht auf Druck der Bevölkerung - eine neue moderne Technik, die bundesweit eingeführt wird. Nun ist es ähnlich wie vor August 2006: Das Messsignal ist nicht mehr 24 Stunden da, die 8,3 Herz-Pulsung gibt es nur noch bei Telefonaten. Das sei eine Entlastung vor allem in der Nacht, sagen Müllers und schlafen sogar wieder im eigenen Haus. Doch sie bleiben dabei: Die Antenne von T-Mobile mache krank.
Noch immer empört
Dr. Jodl kann das nicht nachvollziehen: "Sie haben vorher ein Problem damit gehabt und Sie haben heute auch noch ein Problem damit. Sie lehnen ganz einfach Mobilfunk ab." Das wollen die empörten Oberammergauer so nicht stehen lassen: Sie seien keineswegs gegen den Mobilfunk allgemein. "Was wir aber ablehnen", sagt Werner Funk stellvertretend für die Bürgerinitiative, "ist diese Technik, die Frequenzen verwendet, die mit unseren körpereigenen Frequenzen zusammenfallen. Vielleicht sind wir einzigartig, weil wir uns wehren! Wir gehen auf die Barrikaden, während die andere sich zurückhalten, weil sie nicht gern als Spinner hingestellt werden."
Ob Mobilfunkstrahlen nun krank machen oder nicht, lässt sich zwischen diesen verhärteten Fronten nicht klären. Wohl aber steht fest: Oberammergau ist ein streitbares Dorf mit einer verschworenen Schar von Strahlengegnern. Keine Frage: Hier wird passioniert weiterdiskutiert.