von VGM, Klaus Schädler » 15. Januar 2008 13:14
Sehr geehrte Frau Buchs,
danke für den Hinweis, dass im gigaherz-Forum das Thema «Mobilfunk in Liechtenstein» diskutiert wird.
Wenn der anonyme Liechtensteiner Schreiber Namens «Excalibur» sich hinter einem solchen Namen versteckt und nicht mit seinem Namen zu seinem Beitrag steht, sagt das ja auch schon einiges aus.
Nun zur Sache:
Als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit nehme ich gerne zu den nicht sehr wohl gemeinten und grob formulierten Aussagen von Herrn oder Frau «Excalibur» Stellung. Schön der Reihe nach:
Punkt 1
Zitat Frau Buchs: "Wenn die erwähnte Grenzwertsenkung durchkäme, wäre Liechtenstein ein Land, wo auch Betroffene ohne die ständige Bedrohung sich etwas aufbauen könnten..."
Zitat Excalibur: Denkste! Wir haben schon unsere liebe Müh alle Steuerflüchtlinge und andere komische Subjekte von Liechtenstein fern zu halten. Das würde grad noch fehlen, dass wir etwelchen Ultragrünen, welche mit Strahlung nicht klar kommen, Wohnsitz geben würden.
Stellungnahme/VGM: Die Wortwahl und die Art und Weise dieses anonymen Herrn oder dieser anonymen Frau «Excalibur» ist uns gar nicht symphatisch.In Liechtenstein gibt es auch anständige, achtsame und rücksichtsvolle Menschen.
Zitat Excalibur: Zudem sollten Sie als versierte Liechtensteinkennerin wissen, dass Liechtenstein zu einem grossen Teil (man sagt zu 70%) vom ausländischen (CH und A) Mobilfunk überstrahlt wird.
Stellungnahme VGM: Gemäss der Studie der Firma enorm gmbh München stammt tatsächlich rund 70% der Strahlenbelastung in Liechtenstein von Schweizer und Vorarlberger Mobilfunkantennen. Liechtenstein wird total überstrahlt. Alle Mobilfunkanbieter wollen von diesem «Kuchen» eine Scheibe abschneiden. Die rund 15 000 täglichen Grenzgänger wollen von zuhause aus bis nach Liechtenstein und zurück vom gleichen Anbieter versorgt werden. Das ergibt für das Liechtensteiner Rheintal und die erf Dörfer auf Liechtensteiner Seite eine insgesamt sehr hohe Strahlenbelastung.
Zitat Excalibur: Eine Grenzwertsenkung im FL wäre also leider für die Katz. Ein richtiger Schildbürgerstreich. Einmal mehr würde Liechtenstein für Schlagzeilen sorgen.
Stellungnahme VGM zur Situation im Liechtensteiner Alpengebiet: Gemäss der erwähnten Studie ist die Grenzwertsenkung im von Bergen ringsum abgeschirmten Liechtensteiner Alpengebiet (Saminatal/Malbuntal) auf den geforderten Salzburger Grenzwert von 0,06 V/m problemlos möglich. Bei Versetzung der Antennen an geeignetere Standorte auf den Kulm respektive auf das Hocheck und der Senkung der Feldstärke auf max. 0,06 V/m würde die Mobilfunkversorgung des Liechtensteiner Berggebietes gar verbessert. Die Zentren der Feriensiedlungen Steg und Malbun würden dadurch stark entlastet. Heute sind das Alpenhotel Malbun und die darüber liegenden Ferienhäuschen von der Malbuner Antenne enorm belastet. Selbst die Mobilfunkanbieter geben zu, dass dort gelegentlich der Grenzwert von 5 V/m überschritten wird. Was eine Bestrahlung von 3-6 V/m bei einer 24 Stunden rund um die Uhr-Belastung bedeutet, wissen wir nicht genau. Wir wissen aber mit sicehrheit, dass die Auswirkungen auf die Gesundheit fatal sind.
Stellungnahme VGM zur Situation auf der Liechtensteiner Rheintalseite: Gemäss der erwähnten Studie der Firma enorm gmbh 2005 ist es problemlos möglich, im Rheintal die Feldstärke auf 0,60 V/m zu reduzieren. Bedingung sei allerdings, so die Studie, dass die Reduktion überregional erfolge. Das bedeutet, dass die in der Schweiz und in Vorarlberg auf Liechtenstein gerichteten Antennen aufeinander abgestimmt werden müssten. Aus diesem Grunde liess die FL-Regierung mit Sankt Gallen respektive Vorarlberg klären, ob mit dem Kanton Sankt Gallen und mit dem Bundesland Vorarlberg eine Zusammenarbeit und folglich eine Reduktion der Feldstärke möglich wäre. Die Antworten aus der Schweiz und aus Österreich lauteten: Sankt Gallen verweist auf Bern, Vorarlberg verweist auf Wien. Gesprochen miteinander haben die Ämter für Kommunikation, also die Kontaktstellen der Mobilfunkanbieter. Dass dabei ein solches Resultat heraus kommt, ist nicht verwunderlich. Auch die Liechtensteiner Regierung nimmt über das Mobilfunkgeschäft Millionen ein. Die Liechtensteienr Kraftwerke (Festnetzbesitzer) und die Telecom Liechtenstein AG (Netzbetreiber) gehören dem Staat Liechtenstein. Die ungünstige Interessens-Verflechtung ist also auch hier nicht von der Hand zu weisen. Der Gesundheitsminister und gleichzeitig auch Kommunikationsminister verteilt aber lieber Äpfel an die Schulkinder, als dass er sich zur Mobilfunkproblematik äussert.
Zitat Excalibur: Also bitte Frau Buchs, Fakten und keine Tendenzen in einer so wichtigen Diskussion. Für eine tendenziöse Berichterstattung im FL ist bereits gesorgt.
Stellungnahme VGM: In diesem Punkt teilen wir die Ansicht mit dem anonymen Schreiber oder der Schreiberin «Excalibur». Um nur ein konkretes Beispiel zu nennen: In einer an alle Liechtenstiner Haushalte verschickten Informationsbroschüre informierte die Regierung im Jahr 2000 die Bevölkerung, dass ein Bügeleisen oder eine 100 Watt-Glühbirne in einem Meter Entfernung der Gesundheit mehr schade als eine Mobilfunkantenne in 30 Meter Entfernung.
Wir freuen uns, wenn wir mit dieser Stellungnahme etwas Licht ins Dunkel der Informationspolitik bringen können und danken für die Aufnahme ins gigaherz-Forum.
Im Auftrag des VGM
Klaus Schädler
Sehr geehrte Frau Buchs,
danke für den Hinweis, dass im gigaherz-Forum das Thema «Mobilfunk in Liechtenstein» diskutiert wird.
Wenn der anonyme Liechtensteiner Schreiber Namens «Excalibur» sich hinter einem solchen Namen versteckt und nicht mit seinem Namen zu seinem Beitrag steht, sagt das ja auch schon einiges aus.
Nun zur Sache:
Als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit nehme ich gerne zu den nicht sehr wohl gemeinten und grob formulierten Aussagen von Herrn oder Frau «Excalibur» Stellung. Schön der Reihe nach:
Punkt 1
Zitat Frau Buchs: "Wenn die erwähnte Grenzwertsenkung durchkäme, wäre Liechtenstein ein Land, wo auch Betroffene ohne die ständige Bedrohung sich etwas aufbauen könnten..."
Zitat Excalibur: Denkste! Wir haben schon unsere liebe Müh alle Steuerflüchtlinge und andere komische Subjekte von Liechtenstein fern zu halten. Das würde grad noch fehlen, dass wir etwelchen Ultragrünen, welche mit Strahlung nicht klar kommen, Wohnsitz geben würden.
Stellungnahme/VGM: Die Wortwahl und die Art und Weise dieses anonymen Herrn oder dieser anonymen Frau «Excalibur» ist uns gar nicht symphatisch.In Liechtenstein gibt es auch anständige, achtsame und rücksichtsvolle Menschen.
Zitat Excalibur: Zudem sollten Sie als versierte Liechtensteinkennerin wissen, dass Liechtenstein zu einem grossen Teil (man sagt zu 70%) vom ausländischen (CH und A) Mobilfunk überstrahlt wird.
Stellungnahme VGM: Gemäss der Studie der Firma enorm gmbh München stammt tatsächlich rund 70% der Strahlenbelastung in Liechtenstein von Schweizer und Vorarlberger Mobilfunkantennen. Liechtenstein wird total überstrahlt. Alle Mobilfunkanbieter wollen von diesem «Kuchen» eine Scheibe abschneiden. Die rund 15 000 täglichen Grenzgänger wollen von zuhause aus bis nach Liechtenstein und zurück vom gleichen Anbieter versorgt werden. Das ergibt für das Liechtensteiner Rheintal und die erf Dörfer auf Liechtensteiner Seite eine insgesamt sehr hohe Strahlenbelastung.
Zitat Excalibur: Eine Grenzwertsenkung im FL wäre also leider für die Katz. Ein richtiger Schildbürgerstreich. Einmal mehr würde Liechtenstein für Schlagzeilen sorgen.
Stellungnahme VGM zur Situation im Liechtensteiner Alpengebiet: Gemäss der erwähnten Studie ist die Grenzwertsenkung im von Bergen ringsum abgeschirmten Liechtensteiner Alpengebiet (Saminatal/Malbuntal) auf den geforderten Salzburger Grenzwert von 0,06 V/m problemlos möglich. Bei Versetzung der Antennen an geeignetere Standorte auf den Kulm respektive auf das Hocheck und der Senkung der Feldstärke auf max. 0,06 V/m würde die Mobilfunkversorgung des Liechtensteiner Berggebietes gar verbessert. Die Zentren der Feriensiedlungen Steg und Malbun würden dadurch stark entlastet. Heute sind das Alpenhotel Malbun und die darüber liegenden Ferienhäuschen von der Malbuner Antenne enorm belastet. Selbst die Mobilfunkanbieter geben zu, dass dort gelegentlich der Grenzwert von 5 V/m überschritten wird. Was eine Bestrahlung von 3-6 V/m bei einer 24 Stunden rund um die Uhr-Belastung bedeutet, wissen wir nicht genau. Wir wissen aber mit sicehrheit, dass die Auswirkungen auf die Gesundheit fatal sind.
Stellungnahme VGM zur Situation auf der Liechtensteiner Rheintalseite: Gemäss der erwähnten Studie der Firma enorm gmbh 2005 ist es problemlos möglich, im Rheintal die Feldstärke auf 0,60 V/m zu reduzieren. Bedingung sei allerdings, so die Studie, dass die Reduktion überregional erfolge. Das bedeutet, dass die in der Schweiz und in Vorarlberg auf Liechtenstein gerichteten Antennen aufeinander abgestimmt werden müssten. Aus diesem Grunde liess die FL-Regierung mit Sankt Gallen respektive Vorarlberg klären, ob mit dem Kanton Sankt Gallen und mit dem Bundesland Vorarlberg eine Zusammenarbeit und folglich eine Reduktion der Feldstärke möglich wäre. Die Antworten aus der Schweiz und aus Österreich lauteten: Sankt Gallen verweist auf Bern, Vorarlberg verweist auf Wien. Gesprochen miteinander haben die Ämter für Kommunikation, also die Kontaktstellen der Mobilfunkanbieter. Dass dabei ein solches Resultat heraus kommt, ist nicht verwunderlich. Auch die Liechtensteiner Regierung nimmt über das Mobilfunkgeschäft Millionen ein. Die Liechtensteienr Kraftwerke (Festnetzbesitzer) und die Telecom Liechtenstein AG (Netzbetreiber) gehören dem Staat Liechtenstein. Die ungünstige Interessens-Verflechtung ist also auch hier nicht von der Hand zu weisen. Der Gesundheitsminister und gleichzeitig auch Kommunikationsminister verteilt aber lieber Äpfel an die Schulkinder, als dass er sich zur Mobilfunkproblematik äussert.
Zitat Excalibur: Also bitte Frau Buchs, Fakten und keine Tendenzen in einer so wichtigen Diskussion. Für eine tendenziöse Berichterstattung im FL ist bereits gesorgt.
Stellungnahme VGM: In diesem Punkt teilen wir die Ansicht mit dem anonymen Schreiber oder der Schreiberin «Excalibur». Um nur ein konkretes Beispiel zu nennen: In einer an alle Liechtenstiner Haushalte verschickten Informationsbroschüre informierte die Regierung im Jahr 2000 die Bevölkerung, dass ein Bügeleisen oder eine 100 Watt-Glühbirne in einem Meter Entfernung der Gesundheit mehr schade als eine Mobilfunkantenne in 30 Meter Entfernung.
Wir freuen uns, wenn wir mit dieser Stellungnahme etwas Licht ins Dunkel der Informationspolitik bringen können und danken für die Aufnahme ins gigaherz-Forum.
Im Auftrag des VGM
Klaus Schädler