von BLUE SKY » 17. Januar 2008 09:23
Sunset hat geschrieben:BLUE SKY hat geschrieben:Nun besteht die Problematik eben auch darin, dass "echte Strahlenwirkung" sich in Angstreaktionen bei Betroffenen niederschlagen kann, die mit einer Angst vor den Strahlungquellen erst einmal gar nichts zu tun haben.
Wird deexponiert, schwinden die Angstanfälle.
Wird ein Zusammenhang des Auftretens der Angstsymptome mit einer Strahlenbelastung erkannt, können sich - insbesonders unter Bedingungen einer sozial stark wirksamen Nichtanerkennung dieser Tatsache - sekundär Ängste vor Situationen entstehen, in denen man fürchten muss, einer Exposition nicht ausweichen zu können.
Unter Ausblendung der Möglichkeit einer primären quasi psychopharmakologischen Wirkungsmöglichkeit von MF-Belastungen lassen sich dann die sekundären bequem als primäre Angstsymptome interpretieren. Deswegen ist in gewissen Kreisen Repacholis Strategie so verfänglich.
Eine interessante Darlegung!
Es gibt demnach also:
- reine Strahlenwirkung, nicht von Angst begleitet,
- reiner Noceboeffekt
- Strahlenwirkung, teilweise mit Nocebo-Effekt vermischt.
Wenn also verbreitet wird, dass beispielsweise kognitive Verhaltenstherapie in einigen Fällen hilfreich sei, dann wohl in den Nocebo-Fällen, und teilweise in den vermischten Fällen.
Die auf diese Weise oder auch mit angstlösenden Medikamenten nicht heilbaren Fälle wären logischerweise die echten, reinen Fälle von Elektrostress. Diejenigen, wo eine Besserung, aber keine Heilung erzielt wird, wären die gemischten Fälle.
Diese Fälle bedürften einer sorgfältigen Untersuchung und einer Vermeidungsstrategie.
Was meinen
Sie mit "reiner Noceboeffekt"?
Womöglich könnte Ihre 3. Kategorie mit meiner Darstellung übereinkommen: Strahlenwirkung in Form einer physiko-psychogenen Beeinflussung der Angstbalance, versmicht mit sekundären Ängsten. Ob diese sekundären Ängste selbst sich auf reine Nocebo-Effekt reduzieren lassen, ist fraglich.
Da ich - wie Sie sehen - unsicher bin, ob ich verstanden wurde, nochmals:
Ich meine, dass es Angstsymtome gibt, die als physio-psychogene Folge von Strahlenbelastung auftreten können. Die Strahlung wirkt wie ein Psychopharmakon, das die Angstbereitschaft erhöht. Das entspricht meinen Beobachtungen und Selbstberichten Betroffener. Es handelt sich um eine primär durch Strahlenwirkung induzierte Angstdynamik. Ist diese erst entfacht, sind primäre und sekundäre Reaktionsbildungen kaum zu entflechten. Womöglich verspricht man sich, dagegen mit antagonistischen Wirkstoffen vorgehen zu können. Ob man dabei erkennt, wie sich die Sache tatsächlich verhält oder ob man in "gutem Glauben" an die eigenen Deutungsmuster verharrt, vermag ich nicht zu beurteilen.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Beobachtung, dass gerade in etablierten wiss. Kreisen das Nachlassen einer Angstsymptomatik nach Deexposition, die den Betroffenen bewusst ist, auschliesslich der sekundären Ebene zugeschrieben wird, obwohl bisher niemand einen direkten Beweis dazu führen konnte. Es werden dazu die Interpretationen von Labor-Expositionsversuchen zu Grunde gelegt. Erkennt man eine Störbarkeit der Angstverarbeitung durch MF an (vgl. z.B. Erhebungen Sender Valley; Quellen dazu auch auf gigaherz.ch), ist es wiss. nicht fogerichtig, grundsätzlich die Effekte einer solcherart irritierten Angstbalance als Beweis für eine Entstehung der Angstsymtomatik auschliesslich durch Noceboeffekte heranziehen. Genau das aber ist der Dreh- und Angelpunkt der Auseinandersetzung. Die Diskussion dreht sich weiter im Kreise - der Machtverhältnisse.
[quote="Sunset"][quote="BLUE SKY"]Nun besteht die Problematik eben auch darin, dass "echte Strahlenwirkung" sich in Angstreaktionen bei Betroffenen niederschlagen kann, die mit einer Angst vor den Strahlungquellen erst einmal gar nichts zu tun haben.
Wird deexponiert, schwinden die Angstanfälle.
Wird ein Zusammenhang des Auftretens der Angstsymptome mit einer Strahlenbelastung erkannt, können sich - insbesonders unter Bedingungen einer sozial stark wirksamen Nichtanerkennung dieser Tatsache - sekundär Ängste vor Situationen entstehen, in denen man fürchten muss, einer Exposition nicht ausweichen zu können.
Unter Ausblendung der Möglichkeit einer primären quasi psychopharmakologischen Wirkungsmöglichkeit von MF-Belastungen lassen sich dann die sekundären bequem als primäre Angstsymptome interpretieren. Deswegen ist in gewissen Kreisen Repacholis Strategie so verfänglich.[/quote]
Eine interessante Darlegung!
Es gibt demnach also:
- reine Strahlenwirkung, nicht von Angst begleitet,
- reiner Noceboeffekt
- Strahlenwirkung, teilweise mit Nocebo-Effekt vermischt.
Wenn also verbreitet wird, dass beispielsweise kognitive Verhaltenstherapie in einigen Fällen hilfreich sei, dann wohl in den Nocebo-Fällen, und teilweise in den vermischten Fällen.
Die auf diese Weise oder auch mit angstlösenden Medikamenten nicht heilbaren Fälle wären logischerweise die echten, reinen Fälle von Elektrostress. Diejenigen, wo eine Besserung, aber keine Heilung erzielt wird, wären die gemischten Fälle.
Diese Fälle bedürften einer sorgfältigen Untersuchung und einer Vermeidungsstrategie.[/quote]
Was meinen [i]Sie [/i]mit "reiner Noceboeffekt"?
Womöglich könnte Ihre 3. Kategorie mit meiner Darstellung übereinkommen: Strahlenwirkung in Form einer physiko-psychogenen Beeinflussung der Angstbalance, versmicht mit sekundären Ängsten. Ob diese sekundären Ängste selbst sich auf reine Nocebo-Effekt reduzieren lassen, ist fraglich.
Da ich - wie Sie sehen - unsicher bin, ob ich verstanden wurde, nochmals:
Ich meine, dass es Angstsymtome gibt, die als physio-psychogene Folge von Strahlenbelastung auftreten können. Die Strahlung wirkt wie ein Psychopharmakon, das die Angstbereitschaft erhöht. Das entspricht meinen Beobachtungen und Selbstberichten Betroffener. Es handelt sich um eine primär durch Strahlenwirkung induzierte Angstdynamik. Ist diese erst entfacht, sind primäre und sekundäre Reaktionsbildungen kaum zu entflechten. Womöglich verspricht man sich, dagegen mit antagonistischen Wirkstoffen vorgehen zu können. Ob man dabei erkennt, wie sich die Sache tatsächlich verhält oder ob man in "gutem Glauben" an die eigenen Deutungsmuster verharrt, vermag ich nicht zu beurteilen.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Beobachtung, dass gerade in etablierten wiss. Kreisen das Nachlassen einer Angstsymptomatik nach Deexposition, die den Betroffenen bewusst ist, auschliesslich der sekundären Ebene zugeschrieben wird, obwohl bisher niemand einen direkten Beweis dazu führen konnte. Es werden dazu die Interpretationen von Labor-Expositionsversuchen zu Grunde gelegt. Erkennt man eine Störbarkeit der Angstverarbeitung durch MF an (vgl. z.B. Erhebungen Sender Valley; Quellen dazu auch auf gigaherz.ch), ist es wiss. nicht fogerichtig, grundsätzlich die Effekte einer solcherart irritierten Angstbalance als Beweis für eine Entstehung der Angstsymtomatik auschliesslich durch Noceboeffekte heranziehen. Genau das aber ist der Dreh- und Angelpunkt der Auseinandersetzung. Die Diskussion dreht sich weiter im Kreise - der Machtverhältnisse.