von Elisabeth Buchs » 28. Januar 2008 09:11
Kurt hat geschrieben:
Hallo Frau Buchs,
über das Studiendesign lässt sich wie immer streiten.
Aber an der Tatsache, dass Personen, die vorgeben, elektrosensibel
zu sein keine höhere Trefferquote erzielen, als andere kommen auch
Sie nicht vorbei. Gut, Sie mögen einwenden, dass eine kurzzeitige
Exposition keine Aussage hat. Dann frage ich aber: Wie veträgt sich das
mit der These, die Sie unterstützen, dass elektrosensible Personen
selbst kurze Einwirkungen spüren, wenn z. B. jemand telefonierend
an ihnen vorüberläuft? Oder wenn beim Passieren eines Sendemastes
mit dem Auto oder Zug über "plötzlich stechende Schmerzen" berichtet
wird?
Woher kommt diese Diskrepanz?
fragt
Kurt
Ich berichte über meine zwei Arten, wie ich auf Mobilfunk reagieren kann:
Langsamere Variante: Es dauert eine mehr oder weniger lange Zeit bis die Symptome auftreten, die sich mit zunehmender Exposition steigern und bei Deexposition mehr oder weniger langsam wieder verschwinden.
Beispiel: In einem Tagungsraum einer grossen Stadt der Schweiz waren Mobilfunkwerte von knapp 1 V/m vorhanden, kaum DECT und W-Lan. Beim Aufenthalt dort während etwa zwei bis drei Stunden kamen bei mir langsam zunehmende Kopfschmerzen auf mit dem zunehmenden Wunsch, dort verschwinden zu können, für diese rel. kurze Zeit ging es, aber an einem solchen Ort wohnen könnte ich nicht, beim Rückweg grosse Müdigkeit und zuhause bleierne Müdigkeit, dass ich am Abend vorzeitig zwei Stunden schlafen gehen musste.
Schnelle Variante: Beim Autofahren reagiere ich mehrmal beobachtet auf einige Antennen, nicht unbedingt die nächsten und tageszeitlich unterschiedlich mit Stichen in der Kopfgegend. Per Messgerät festgestellt eine geringe Zeitverschobenheit von etwa Sekunden bis Minute. Bei längerer Fahrt entlang einer von Antennen bestückten Autobahn können daraus Dauerkopfschmerzen entstehen, die bei Deexposition langsam wieder verschwinden.
Bei der schnelleren Variante käme es darauf an, genau diese Bedingungen nachzubilden, rasche Feldwechsel, Inhomogenität, Hot Spots, verschiedene Arten von Auslastung, Modulation, reale Antennen, nicht "geglättet und homogenisiert". Dazu kommt die wenn auch hier nur geringe Zeitverschobenheit. Es müsste ein Messgerät bei einer Begleitfahrt sein, womit sich solches würde feststellen lassen.
Bei der langsameren Variante müsste ein maximales zeitliches Dach von z.B. 3 Tagen festgelegt werden mit Abbruchmöglichkeit bei vorherigem Auftreten von Symptomen. Es müsste an einem sonst vom Elektrosmog her guten Ort wenn möglich bekannten Ort stattfinden, am ehesten zuhause, wenn es dort noch gut ist. Dann könnte z.B. ein DECT eingeschaltet werden. Zwischen den einzelnen Durchgängen benötigte es mindestens einen Tag elektrosmogfreie Pause zur Regeneration wegen des Nachwirkens. Da die Elektrosensiblen keine Lampen sind, die man ein- und ausschalten kann, sind solchen Provokationsversuchen Grenzen gesetzt und diese Versuche werden vor allem gegen uns Betroffene verwendet. Das Aufnehmen von möglichst vielen verschiedenen biologischen Parametern z.B. von Stress könnte erfolgversprechender sein.
Elisabeth Buchs
[quote="Kurt"]
Hallo Frau Buchs,
über das Studiendesign lässt sich wie immer streiten.
Aber an der Tatsache, dass Personen, die vorgeben, elektrosensibel
zu sein keine höhere Trefferquote erzielen, als andere kommen auch
Sie nicht vorbei. Gut, Sie mögen einwenden, dass eine kurzzeitige
Exposition keine Aussage hat. Dann frage ich aber: Wie veträgt sich das
mit der These, die Sie unterstützen, dass elektrosensible Personen
selbst kurze Einwirkungen spüren, wenn z. B. jemand telefonierend
an ihnen vorüberläuft? Oder wenn beim Passieren eines Sendemastes
mit dem Auto oder Zug über "plötzlich stechende Schmerzen" berichtet
wird?
Woher kommt diese Diskrepanz?
fragt
Kurt[/quote]
Ich berichte über meine zwei Arten, wie ich auf Mobilfunk reagieren kann:
Langsamere Variante: Es dauert eine mehr oder weniger lange Zeit bis die Symptome auftreten, die sich mit zunehmender Exposition steigern und bei Deexposition mehr oder weniger langsam wieder verschwinden.
Beispiel: In einem Tagungsraum einer grossen Stadt der Schweiz waren Mobilfunkwerte von knapp 1 V/m vorhanden, kaum DECT und W-Lan. Beim Aufenthalt dort während etwa zwei bis drei Stunden kamen bei mir langsam zunehmende Kopfschmerzen auf mit dem zunehmenden Wunsch, dort verschwinden zu können, für diese rel. kurze Zeit ging es, aber an einem solchen Ort wohnen könnte ich nicht, beim Rückweg grosse Müdigkeit und zuhause bleierne Müdigkeit, dass ich am Abend vorzeitig zwei Stunden schlafen gehen musste.
Schnelle Variante: Beim Autofahren reagiere ich mehrmal beobachtet auf einige Antennen, nicht unbedingt die nächsten und tageszeitlich unterschiedlich mit Stichen in der Kopfgegend. Per Messgerät festgestellt eine geringe Zeitverschobenheit von etwa Sekunden bis Minute. Bei längerer Fahrt entlang einer von Antennen bestückten Autobahn können daraus Dauerkopfschmerzen entstehen, die bei Deexposition langsam wieder verschwinden.
Bei der schnelleren Variante käme es darauf an, genau diese Bedingungen nachzubilden, rasche Feldwechsel, Inhomogenität, Hot Spots, verschiedene Arten von Auslastung, Modulation, reale Antennen, nicht "geglättet und homogenisiert". Dazu kommt die wenn auch hier nur geringe Zeitverschobenheit. Es müsste ein Messgerät bei einer Begleitfahrt sein, womit sich solches würde feststellen lassen.
Bei der langsameren Variante müsste ein maximales zeitliches Dach von z.B. 3 Tagen festgelegt werden mit Abbruchmöglichkeit bei vorherigem Auftreten von Symptomen. Es müsste an einem sonst vom Elektrosmog her guten Ort wenn möglich bekannten Ort stattfinden, am ehesten zuhause, wenn es dort noch gut ist. Dann könnte z.B. ein DECT eingeschaltet werden. Zwischen den einzelnen Durchgängen benötigte es mindestens einen Tag elektrosmogfreie Pause zur Regeneration wegen des Nachwirkens. Da die Elektrosensiblen keine Lampen sind, die man ein- und ausschalten kann, sind solchen Provokationsversuchen Grenzen gesetzt und diese Versuche werden vor allem gegen uns Betroffene verwendet. Das Aufnehmen von möglichst vielen verschiedenen biologischen Parametern z.B. von Stress könnte erfolgversprechender sein.
Elisabeth Buchs