Faule Sprüche von SBB und Mobilfunkbetreibern

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Internet in Zügen

von Ostschweiz » 19. April 2008 18:23

Hallo Frau Buchs

Na, da bin ich ja froh, dass ich nicht der einzige bin, der von der SBB diese Antworten zu hören bekommen hat.

Zitat (Anfang – mit Ausnahme der Eingangsfloskel eine vollständige Wiedergabe)
Die Höchstbelastung mit W-LAN betragen lokal in der Nähe der Antenne 0.5 bis 2.5 V/m je nach Wagentyp und nehmen mit der Distanz rasch ab. Es ist jeweils ein 1. Klasse Wagen gewöhnlich direkt hinter respektive vor der Lokomotive ausgerüstet. Die zeitlich gemittelten Feldstärken für Situationen mit keinem oder geringem Datentransfer sind 10 bis 100 Mal geringer als die maximale Feldstärke.
Die maximale Sendeleistung eines Repeaters für den Handyfunk ist um ca. Faktor 80 tiefer als die eines Handys. Die Höchstbelastung beträgt ca. 0.5 V/m und der maximale Mittelwert ca. 0.2 V/m. Die Belastung im Zug zeigt sich in etwa vergleichbar mit der Situation in einem Siedlungsgebiet. Oder anders gesagt: Ob man im Zug sitzt oder durch die Strassen schlendert – die Belastung durch Handy bzw. W-LAN-Antennen ist vergleichbar.
In den herkömmlichen Zügen mit einstöckigem Wagenmaterial (Einheitswagen IV, EW IV) sowie den Intercity-Neigezügen (ICN) besteht der Repeater aus einem im Dach unsichtbar verlegten Schlitzkabel. Neu wird auch beim IC-Doppelstockwagen ein solcher Repeater installiert. Die einzigen Wagen, welche nicht mit einem Repeater ausgerüstet werden, sind die Steuerwagen der EW-IC-Züge und die Steuerwage der Dosto, sowie die Regional- und S-Bahn-Züge. Von einer speziellen Kennzeichnung der Wagen oder von Sitzplätzen wird angesichts der geringen Strahlenbelastung abgesehen.
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Regelung der elektromagnetischen Felder beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es ist nun grundsätzlich nicht möglich die Unbedenklichkeit irgendeiner technischen Anwendung zu beweisen. Die Bundesämter für Gesundheit und für Umwelt untersuchen jedoch die Ergebnisse der Forschung auch bei elektromagnetischen Feldern und sind diesbezüglich verantwortlich für die Gesundheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Diese Untersuchungen geben bis jetzt aber keine Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung bei Einhaltung der entsprechenden internationalen Grenzwerte. Aufgrund dieser Ergebnisse ist eine neu auftretende Gesundheitsgefährdung aufgrund von Ergebnissen des NFP 57 unwahrscheinlich. Die SBB sorgt dafür, dass die bzgl. Strahlungsenergie um Faktor 100 strengeren vorsorglichen Grenzwerte der Schweiz auch in den Zügen eingehalten werden.

Wir hoffen damit Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben. Für Ihre Kenntnisnahme danken wir Ihnen bestens. (Zitat Ende)

Wie auch bei Ihnen sind nicht alle meiner Fragen beantwortet. Z.B. diejenige nach der zusätzlichen Belastung der Bevölkerung entlang der Bahnlinie. Auch nicht die, ob man sich durch die Verwendung der 2. Klasse dieser Zusatzbelastung entziehen kann. Auf jeden Fall will man keine ‚Ruhezonen‘ für Elektrosmog-Flüchtlinge einrichten.
Die Interpretation des Inhalts überlasse ich denen, die sich da technisch besser auskennen. Meine Anmerkungen: (1) Meine Bedenken bezüglich der Mikrowellenstrahlung werden nicht zerstreut. (2) Ich stelle mir die Frage, ob die Repeater vielleicht nicht sogar besser sind, als wenn jeder ohne Aussenantenne aus einem Metallkäfig heraus telefoniert. Kann mir das jemand beantworten? (3) Bedenklich scheint mir auch, dass man die Ergebnisse der NFP57 bereits jetzt denkt abschätzen zu können (und diese soll ja eigentlich erst 2009 fertig sein).
Ich habe für mich festgestellt, dass ich in der zweiten Klasse besser aufgeboben bin. Die Leute die telefonieren wollen gehen häufiger in die Wagenzwischenräume, Mitreisende mit W-LAN/UMTS-Stick am Laptop hat es in der 2. Klasse fast keine. Eine entsprechende Rücksichtnahme findet man in der 1. Klasse leider nicht. Da ich häufiger bis zu 6 Stunden täglich im Zug zubringe, macht das für mich einen wesentlichen Unterschied und auf das Auto umsteigen – in Zeiten in denen Lebensmittel zur Brennstoffproduktion missbraucht werden – kann ja keine ernsthafte Lösung sein.
Ach ja: Ich bin in der Beratung tätig, besitze weder Handy noch WLAN oder ähnliches….und ich lebe immer noch.
Gruss

von unwichtig » 19. April 2008 12:35

Ich kenne nicht die rechtliche Situation in der Schweiz, in Deutschland gibt es überhaupt keinen Grundversorgungsauftrag!

"Mobilfunk und der fehlende Grundversorgungsauftrag"

http://www.attendorn.de/mobilfunkattend ... gsauftrag/

Eine von vielen gerne genutzte unverschämte Lüge der Betreiber um ihre Anlagen den Menschen aufzwingen zu können. Die Anlagen sorgen dann zusammen mit den anderen Dauerstrahlern, wie DECT schnurlos Telefone und WLAN Router für Elend und Tod. Aber das interessiert niemanden, solange die Kasse bei den Betreibern nur ordentlich Klingelt. :shock:

Faule Sprüche der Mobilfunkbetreiber

von Elisabeth Buchs » 19. April 2008 11:34

Auch von den Mobilfunkbetreibern bin ich mit hohlen Sprüchen in einer schnodrigen Art konfrontiert in der Vernehmlassung bezüglich geplanter Antenne in unserem Dorf:

Z.B. Sendeleistung mit 1000 W ERP mitten in einem kleinen Dorf mit nahen Häusern mit bei maximaler Auslastung knapp eingehaltenen Grenzwerten sei im Vergleich mit anderen Mobilfunkantennen klein. Na super, das tönt wie wenn man noch dankbar sein sollte, dabei haben sie den Standort voll ausgeschöpft, dass kein anderer Anbieter mehr dort hin kann und nach eigenen Standorten suchen würden. Weshalb diese horrenden Sendeleistungen, wenn sie diese wie sie behaupten, doch nie ausschöpfen.

Zum Ortsbildschutz, dass die Antenne später kaum mehr wahrgenommen werde und eine Selbstverständlichkeit werde. Die gesundheitlichen Probleme wie Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen werden dann kaum zur Selbstverständlichkeit. Ausserdem nehmen solvente Käufer von Liegenschaften eine Antenne in der Nähe von Kaufobjekten auf jeden Fall wahr und kaufen diese entweder gar nicht oder drücken den Kaufpreis.

Das "beste" zum Schluss: auf das Argument der Einsprache des Gemeinderates, die Grundversorgung sei gewährleistet: Es ist notorisch, dass die zeitgemässe Versorgung mit Mobilfunkdienstleistungen im öffentlichen Interesse liegen. Dann der arrogante Satz: Da bei Bauvorhaben in Bauzonen kein Bedürfnisnachweis verlangt werden, erübrigen sich weiter Bemerkungen. Die Betreiber behaupten, dass sie nur die Bedürfnisse erfüllen wollen, es werden vollendete Tatsachen (UMTS, Handy-TV ua.) geschaffen, auf Vorrat überall alles vollgemastet und dann per Werbung versucht, Kunden zu gewinnen und künstliche Bedürfnisse zu schaffen. Die Menschen, die nicht immer noch mehr Antennen wollen oder diese nicht vertragen, zählen gar nichts und sind anscheinend im öffentlichen Interesse nicht eingeschlossen. Zumindest in die dritte Instanz sollten wir noch gehen. Diese als UMTS-Antenne gesundheitlich besonders problematische Antenne, käme für mich als bereits schwer elektrosmoggeschädigt näher als 500 m, mit Sichtkontakt auf "Augenhöhe" und geringer Abweichung zur Hauptsenderichtung. N.B. Wie sich Vertreter der Befürworterseite entrüsten können von wegen unmoralisch wegen irgendwelcher Details, aber unschuldige Menschen kaputtstrahlen und aus ihren Häusern vertreiben und in Foren auf gemeinste Art verunglimpfen, da sagen sie dann kein Wort dazu, Elektrosensible zählen sie vielleicht nicht mal zu den Menschen. Und dann der Stolz auf das Technikzeug, dabei bringt es den Betroffenen nichts als Not und Elend, es wäre ganz ein anderes Leben ohne diesen Elektrosmog und z.B. die dauerstrahlenden DECT und W-Lan sind wirklich kein Grund für irgendwelchen Stolz.

Elisabeth Buchs

Faule Sprüche von SBB und Mobilfunkbetreibern

von Elisabeth Buchs » 19. April 2008 11:01

Auf den W-Lan-Brief an die SBB, wo u.a. auf die gemäss Umfrage eines Bundesamtes 53 % Besorgte und 5 % Betroffene, auf die Abschaltung von W-Lan in Pariser Bibliotheken wegen Beschwerden von Mitarbeitern, den Vergleich der EU-Agentur von W-Lan mit Asbest und die W-Lan-Warnung der deutschen Bundesregierung hingewiesen wurde, mit dem Wunsch, dass jetzt und in Zukunft sowohl in der 1. wie in der 2. Klasse zumindest Wagen ohne W-Lan vorhanden wären, wurde mit einigen bestens bekannten Sprüchen geantwortet.

Auf den Wunsch nach auch zukünftig W-Lan-freien Wagen wurde gar nicht eingegangen. Dieses Vorgehen ist bestens bekannt, unangenehme Aussagen einfach wegschweigen.

Die Belastungen durch W-Lan sollen 0,5 bis 2, 5 V/m betragen. Zeitlich gemittelt geringer als die maximale Feldstärke, der Trick mit der Mittelung ist auch bekannt, ein naher Laptop mit W-Lan kann sogar noch mehr strahlen als die angegeben Werte. Verbunden mit der "tröstenden" Aussage, dass die Leistung der W-Lan in den Wagen nicht grösser sei als bei andern W-Lan, welche in Haushalt und Büro eingesetzt würden und vergleichbar mit einem Siedlungsgebiet, ob man im Zug sitze oder durch die Strassen schlendere, die Belastung sei die gleiche. Wirklich eine super Einstellung, nicht etwa, dass wenn man schon sonst verstrahlt werde, wollen die SBB dies anders machen, sondern weil man schon sonst verstrahlt werde, spiele es auch keine Rolle mehr, ob man in den Zügen noch 0,5 bis 2,5 V/m ertragen müsse, zusätzlichen zum Bahnstrom, den Repeatern und den Handyquasslern.

Dann folgt der unvermeidliche Satz von der ICNRIP, der WHO und den Bundesämtern verbunden mit dem Glaubenssatz, dass nach heutigem Stand der Wissenschaft keine gesundheitlichen Gefährdungen von EMF innerhalb der Grenzwerte zu erwarten seien. Und der Satz von den besseren Grenzwerten, wobei sie aus den Propaganda-Angaben der Betreiber noch falsch abgeschrieben haben, statt 10 x besser, haben sie sogar 100 mal besser geschrieben und beides stimmt nicht.
Das wars dann, Gigaherz wird eine entsprechende Antwort schreiben. (Originalbriefe vorhanden, können auf Anfrage geschickt werden). Ich habe einige Zeit gezögert und dann trotzdem in einem Anflug von Optimismus nach den Ferien noch ein Halbtax für zwei Jahre gekauft. Wenn jedoch diese W-Lan in allen Wagen der SBB kommen, können ich und andere Betroffene definitiv nicht mehr Zug fahren, wenn wir nicht mit Kopfschmerzen, Herzrasen, verstärkter Sensibilität, bleierner Müdigkeit und Elendfühlen wegen W-Lan gerädert am Reiseziel ankommen wollen. Gute Zusammenarbeit der SBB mit den W-Lan- und Mobilfunkanbietern und die Menschen, die das nicht wollen oder nicht vertragen, werden missachtet. Ein Vergnügen ist das Zugfahren schon jetzt nicht und nur rel. kurze Zeit wegsteckbar, teuer, proppevolle Züge, Handyquassler. Scheinbar wollen sie die Ruhewagen sogar abschaffen.

Elisabeth Buchs

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