Handystudien eventuell gefälscht

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Interessen

von BLUE SKY » 1. Juni 2008 11:08

Elisabeth Buchs hat geschrieben:Die neue Sachlage, daß nämlich die *Verblindung der hochfrequenten Kammer während aller publizierten Experimente immer gegeben war. Und daß die bisher geäußerten Zweifel auf einer gezielten Falschinformation beruhen, erledigt meiner Ansicht nach für die publizierten Daten jetzt die ganze „Fälschungs Diskussion“.Ich habe daraufhin die bisherige Dokumentation der Ereignisse überarbeitet und ergänzt.

(Siehe unten aufgeführte erweiterte Chronologie)

Herzliche Grüße
Hugo Rüdiger

Prof.Dr. Hugo W. Rüdiger

Berggasse4/33

A1090 Wien



Bei einer Befragung der beschuldigten Laborantin am 29.5.2008 durch die Professoren Rüdiger und Mosgöller (der Projektleiter des ATHEM Projektes, innerhalb dessen die UMTS Daten erarbeitet wurden) erklärt diese – abweichend von der Darstellung ihres Dienstvorgesetzten, daß sie alle publizierten Ergebnisse unter den Bedingungen einer doppelten Verblindung erhalten habe, und daß die Behauptung, sie habe die Codierung der Expositionskammer gekannt, erfunden ist. Sie habe auch niemals etwas anderes gesagt und den Dienstvorgesetzten um Richtigstellung seines Briefes gebeten, was ihr bereits am 22.Mai auch zugesagt worden sei. Daß die Verblindung tatsächlich wie vorgesehen eingehalten worden ist, kann auch aus den schriftlichen Protokollen der Laborbesprechungen abgeleitet werden, die für die zurückliegenden 8 Jahre gesammelt vorliegen.

Auf Grund dieser Sachlage, sind Datenmanipulationen auch bei den UMTS Ergebnissen schwer vorstellbar, wenn nicht unmöglich. Deshalb zieht jetzt auch Prof Adlkofer, München sein Einverständnis zur Retraktion dieser Publikation gegenüber dem Rektor und dem Herausgeber des Int Arch Occup Environ Health schriftlich zurück.

Inzwischen wurde seitens der MUW eine erneute Sitzung der(selben?) Kommission für den 19.6. 2008 angekündigt.

Quelle und mehr: http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1

Zitat Lerchl vom selben Tag:
Die Mitarbeiterin, die beim Fälschen beobachtet wurde und dies auch zugegeben hat, ist an einer ganzen Reihe von Publikationen beteiligt gewesen bzw. als Co-Autorin erwähnt. Solange nicht zweifelsfrei geklärt ist, dass sie bei den übrigen Publikationen der Wiener REFLEX-Projekte nicht (Hervorhebung Lerchl; B.S.) gefälscht hat, sollte man die Ergebnisse auch nicht weiter diskutieren.
http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... p?id=21549

Verblindung gegeben

von Elisabeth Buchs » 1. Juni 2008 10:16

Die neue Sachlage, daß nämlich die *Verblindung der hochfrequenten Kammer während aller publizierten Experimente immer gegeben war. Und daß die bisher geäußerten Zweifel auf einer gezielten Falschinformation beruhen, erledigt meiner Ansicht nach für die publizierten Daten jetzt die ganze „Fälschungs Diskussion“.Ich habe daraufhin die bisherige Dokumentation der Ereignisse überarbeitet und ergänzt.

(Siehe unten aufgeführte erweiterte Chronologie)

Herzliche Grüße
Hugo Rüdiger

Prof.Dr. Hugo W. Rüdiger

Berggasse4/33

A1090 Wien



Bei einer Befragung der beschuldigten Laborantin am 29.5.2008 durch die Professoren Rüdiger und Mosgöller (der Projektleiter des ATHEM Projektes, innerhalb dessen die UMTS Daten erarbeitet wurden) erklärt diese – abweichend von der Darstellung ihres Dienstvorgesetzten, daß sie alle publizierten Ergebnisse unter den Bedingungen einer doppelten Verblindung erhalten habe, und daß die Behauptung, sie habe die Codierung der Expositionskammer gekannt, erfunden ist. Sie habe auch niemals etwas anderes gesagt und den Dienstvorgesetzten um Richtigstellung seines Briefes gebeten, was ihr bereits am 22.Mai auch zugesagt worden sei. Daß die Verblindung tatsächlich wie vorgesehen eingehalten worden ist, kann auch aus den schriftlichen Protokollen der Laborbesprechungen abgeleitet werden, die für die zurückliegenden 8 Jahre gesammelt vorliegen.

Auf Grund dieser Sachlage, sind Datenmanipulationen auch bei den UMTS Ergebnissen schwer vorstellbar, wenn nicht unmöglich. Deshalb zieht jetzt auch Prof Adlkofer, München sein Einverständnis zur Retraktion dieser Publikation gegenüber dem Rektor und dem Herausgeber des Int Arch Occup Environ Health schriftlich zurück.

Inzwischen wurde seitens der MUW eine erneute Sitzung der(selben?) Kommission für den 19.6. 2008 angekündigt.

Quelle und mehr: http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1

REFLEX-Studie nicht betroffen

von Elisabeth Buchs » 28. Mai 2008 19:08

VERUM Stiftung für Verhalten und Umwelt, Theresienstr. 6-8, 80333 München
________________________________________________________________

PRESSEMITTEILUNG

REFLEX-Studie* von den Vorgängen an der Universität Wien nicht betroffen

Der Rektor der Medizinischen Universität Wien hat die Autoren einer 2005 in der Fachzeitschrift Mutation Research publizierten Arbeit (Diem et al. 2005) aufgefordert, diese zurückzunehmen, da die Ergebnisse, die aus der Abteilung für Arbeitsmedizin der Universität Wien stammen, gefälscht sein könnten. Belege für diese Annahme sind nicht vorgelegt worden. Statt dessen verweist er auf das Fehlverhalten einer an der bestreffenden Untersuchung beteiligten Laborantin, das entsprechend dem gegenwärtigen Kenntnisstand auf den Zeitraum nach 2006 beschränkt ist.


Die Ergebnisse, die in dieser Publikation mitgeteilt werden, wurden von 2002 bis 2004, also einige Jahre vor 2006, im Rahmen des REFLEX-Projektes erarbeitet. Sie sprechen dafür, dass die Mobilfunkstrahlung in isolierten menschlichen Zellen Genschäden auslösen kann. Diese Beobachtung wurde in der Zwischenzeit in zwei anderen unabhängigen Laboratorien weitgehend bestätigt und steht darüber hinaus in Einklang mit den Ergebnissen zahlreicher weiterer Untersuchungen, die mit anderen Methoden durchgeführt wurden.


Als Koordinator des REFLEX-Projektes und Mitautor habe ich dem Rektor der Medizinischen Universität Wien mitgeteilt, dass ich mich aus den oben genannten Gründen gegenwärtig nicht in der Lage sehe, seiner Aufforderung nachzukommen. Die Publikation in Mutation Research, von deren Richtigkeit ich immer noch überzeugt bin, ohne triftigen Grund zurückzuziehen, entspricht nicht meiner Auffassung von der Verantwortung eines Wissenschaftlers gegenüber der Öffentlichkeit.


Prof. Dr. med. Franz Adlkofer

Koordinator des REFLEX-Projektes

* REFLEX: Risk evaluation of potential environmental hazards from low energy electromagnetic field exposure using sensitive in vitro methods. Von der EU vom 01.02.2000 bis 31.05.2004 im 6. Forschungsrahmenprogrammunter der Vertragsnummer QLK4-CT-1999-01574 gefördert.


Stiftung VERUM
Tel. 089 28890.236
Fax 089 28890.512
adlkofer@verum-foundation.de
http://www.verum-foundation.de
-------------------------------------------------------------
VERUM Stiftung für Verhalten und Umwelt
Private Stiftung des bürgerlichen Rechts
Firmensitz: Theresienstraße 6-8, 80333 München
Aufsichtsbehörde: Regierung von Oberbayern
Az.: Nr. I/2-K 1125 Mü-5/190 518
Stiftungsratsvorsitzender: Prof. Dr. Klaus Thurau
Geschäftsführer: Prof. Dr. Franz Adlkofer

Re: Interessenlage

von BLUE SKY » 28. Mai 2008 18:02

BLUE SKY hat geschrieben:Welches Interesse auf Seiten der MF-Lobby und ihrer Abhängigen kann deren Förderung von Tendenzen zugrunde liegen, die einer "Verprozessualisierung" der wissenschftlichen Auseinandersetzungen um die Bewertung des Gesundheitsrisikos von MF Vorschub leisten?
weitere mögliche Überkreuzungen von Interessenslagen...
http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... p?id=21515
([...] und Hervorhebungen in Blau von Blue Sky, in Rot von Lerchl)
Lerchl:
Zur Gültigkeit der übrigen Studien, bei denen die Technische Assistentin und Co-Autorin beteiligt war (siehe Liste; der Name der Autorin Kratochvil war früher Diem): natürlich ist es nicht nur legitim, sondern zwingend geboten, sich alle Studien und Veröffentlichungen anzusehen, deren Daten durch die Hände dieser Mitarbeiterin gegangen sind. Dass Herr Rüdiger behauptet [Verlinkung bei izgmf], die Mitarbeiterin hätte nur für April 2008 eingestanden, Daten gefälscht zu haben, ist bestimmt nicht geeignet, die Untersuchung aller REFLEX-Studien aus Wien zu verhindern.

Re: Antwort von Prof. Lerchl an Prof. Rüdiger und Prof. Adlk

von Helmut Breunig » 28. Mai 2008 09:11

Elisabeth Buchs hat geschrieben:Antwort von Prof. Lerchl an Prof. Rüdiger und Prof. Adlkofer:
...

Am 6. Mai habe ich allen Autoren der Studie von Schwarz et al. (UMTS-verursachte Strangbrüche; Int Arch Occup Environ Health) eine Nachricht gesendet, auf die ich keine Antwort erhielt und die folgendes zum Inhalt hatte:

"Vor kurzem erhielt ich von einem Studenten (nicht von meiner Universität) eine Datei (Abstract) zugeschickt, die Sie für einen Kongress eingereicht hatten (EBEA 2007, Bordeaux; die Autoren des Beitrags waren Elisabeth Kratochvil, Claudia Schwarz, Alexander Pilger, Franz Adlkofer and Hugo Rüdiger). Die Existenz und Validität dieser Datei wurde mir von dritter Seite unabhängig bestätigt. Die Datei enthält die Daten über die Auswirkungen von UMTS, so wie sie in der späteren Publikation in Abb. 1 gezeigt wurden, allerdings ohne negative und positive Kontrollen, also nur die Daten der exponierten und schein-exponierten Zellen. Die Daten waren mit denen in der Publikation 100% identisch (Anmerkung für die Leser: es ist üblich, Ergebnisse vor der Publikation in einer Zeitschrift auf Kongressen vorzustellen).

Die Datei war eine Word-Datei, und der Student wies mich darauf hin, dass durch einen Rechts-Klick die hinter der Abbildung liegende Excel-Datei (Anmerkung: Datenbank) geöffnet werden kann. Bei der Analyse dieser Daten fielen mir zwei Dinge sofort auf:

1) Die jeweiligen Mittelwerte und Standardabweichungen wurden aus 12 und nicht, wie in der Publikation angegeben, aus 3 Einzeldaten berechnet. Die Angaben und die statistische Analyse in der Publikation sind also allein aus diesem Grund ganz sicher falsch. ...

Prof. Dr. Alexander Lerchl, Bremen

Quelle:
http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1

Von mir eingeholte Informationen dazu lauten:

Aus dem Tagungsbericht geht hervor, dass es pro Bedingung vier unabhängige Experimente gab (mit je 3 Kulturschalen, daher die 12).
Daher muss das ein Fehler
[fehlerhafte Angabe] in der Veröffentlichung [nicht Fehler in der Datengrudlage] sein, wie Prof. Rüdiger auch bestätigt:
http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... ast_answer
Die Schlussfolgerungen der Berechnungen ändern sich nicht.

von unwichtig » 27. Mai 2008 19:46

Inzwischen gibt es neue Informationen beim hese-project dazu:

http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1

Es stellt sich nun ganz anders dar als zB. bei "Spiegel-Online" behauptet! Aber das damit erfolgte Ziel scheint erreicht, Diskreditierung von Studien und Wissenschaftlern ganz im Sinne der Mobilfunk Mafia. Man fürchtet anscheinend die baldige Veröffentlichung negativer Berichte aus der INTERPHONE Studie die lange überfällig sind?

Zuletzt war es der Leiter der Australischen INTERPHONE Studie der sagte er möchte kein Handybenutzer sein. Anscheinend soll hier nun schon mal dem geneigten Publikum eingehämmert werden, Studien die Negatives über ihr heiß geliebtes Mobilfunk Geräte verbreiten ist grundsätzlich nicht zu trauen?

Eine ziemlich üble Rolle scheint in dem Zusammenhang auch Prof. Lerchl zu spielen, habe mich eh schon gewundert was er wohl hinter seiner Gesichtsmatratze verbirgt? Interessant wäre auch seine Verbindung zu "Manfred Dworschak", der Spiegel Redakteur der anscheinend noch von der Harmlosigkeit des Mobilfunks berichten würde, wenn ihn die Strahlung schon halb Zerfressen hat...

von Forum Admin » 27. Mai 2008 18:11

@ Nokia 96: Unwahre, flapsige Mobilfunk-Propaganda-Sprüche erscheinen hier nicht. Registrierung gelöscht, Sie können nur noch unregistriert schreiben.

Beweggründe der Laborantin

von Ulido » 27. Mai 2008 14:22

Hallo mal wieder,

vorab, wer wenig Zeit hat, lese noch mal die beiden ersten Beiträge von Blue Sky, da wurde es schon auf den Punkt gebracht.

Falls die Vorwürfe gegen die Fachkraft wirklich zutreffen sollten, warum tat sie das?

Ist sie derart schlimm von Elektrosmog betroffen? Ist sie beteiligt an Unternehmen der Abschirm- oder Messtechnik oder der Baubiologie? Wurde sie von solchen Unternehmen geschmiert? Herrschte der Glaube vor, ausgerechnet diese eine weitere Studie würde zu einer Abkehr vom Mobilfunk führen oder Heerscharen von Konsumenten würden von nun an deren Umsätze in maßlose Höhen treiben? Unvorstellbar!
Riskiert sie dafür ihren Arbeitsplatz, den sie ja angeblich jetzt sofort selbst gekündigt hat ? Rechtfertigt das, eine Strafanzeige zu riskieren? Riskiert sie Schadenersatzforderungen? Unvorstellbar!



Warum tat sie es dann?
Wurde die Aufdeckung der Manipulation von der Mobilfunkwirtschaft filigran geplant, weil dadurch womöglich auch andere Studien vorübergehend in Misskredit fallen könnten? Und/oder weil die Mobilfunker erwarten mussten, dass es auch ohne willkürliche Hinzufügung von Daten sowieso zu einem unerwünschten Resultat kommen würde? Wurde die Fachkraft zu diesem Zweck bestochen? Mit Vorteilen, welche einen Arbeitsplatzverlust und sonstige negativen Nachwirkungen einschließlich Strafverfolgung und Schadenersatzforderungen mehr als aufwiegen? Unvorstellbar! Oder?

Genauso unvorstellbar wie das Abhörphänomen bei der Deutschen Telekom, der Bestechungsskandal bei Siemens, bei Betriebsräten etc. oder der Beschäftigung von Lobbyisten in Ministerien der deutschen Bundesregierung. Um nur ein paar aktuelle Fälle zu erwähnen, die gerade in meiner Erinnerung schweben. Ich vergesse ja recht schnell. Na, gut, nichts Genaues weiß man nicht. Aber ist wirklich alles unvorstellbar?

Schöne Grüße

Ulido

Hugo Rüdiger: 12 Fragen und Antworten

von Elisabeth Buchs » 27. Mai 2008 12:59

Das izgmf hat Prof. Rüdiger persönlich befragt:

Hugo Rüdiger: 12 Fragen & Antworten
verfasst von spatenpauli , München, 27.05.2008, 09:57

» Im zweiten Anlauf hat der E-Mail-Kontakt nämlich geklappt und Rüdiger schrieb zurück, selbstverständlich würde er alle unsere Fragen beantworten.

Unseren Fragenkatalog haben wir heute früh, Dienstag 27. Mai 2008 um 2:00 an Prof. Rüdiger abgeschickt, gut sieben Stunden später trafen bereits um 9:20 die Antworten ein.

Frage 1) Welche Kritikpunkte seitens Prof. Lerchl sind aus Ihrer Sicht jetzt überhaupt noch gerechtfertigt?

Es gibt 2 Punkte, die aber für die Validität der Daten und für die Schlußfolgerungen unerheblich sind:

1. Die Zeilensummen in Tab. 1 des UMTS papers ergeben nicht überall genau 500. Das hängt mit der Auswertetechnik zusammen und ist für das Ergebnis praktisch unerheblich.

2. Einige Daten wurden nicht wie im Manuskript geschrieben in Dreifachbestimmung, sondern sogar in Vierfachbestimmung erhoben.


Frage 2) Wie ist der aktuelle Stand in Bezug auf die Forderungen der Med. Universität, Wien, hat der Rektor eingelenkt?

Bisher nicht, aber ich habe heute wieder ein Gespräch in der Uni. Dabei wird es hoffentlich auch um die unzutreffenden und teilweise herabsetzenden Äußerungen in der Presseerklärung des Rektors gehen, sowie um die wirklich unglaubliche Tatsache, daß die dreiköpfige Prüfungskommission unter dem Vorsitz eines Juristen der Telekom zu ihren Empfehlungen gekommen ist.


Frage 3) Wie stehen Sie zu folgender Äußerung von Prof. Lerchl: "Was den konkreten Fall so schlimm macht, ist die Tatsache, dass bereits an der 2005er Studie (Mutation Research, 1800 MHz GSM) schriftlich starke Zweifel angemeldet wurden (Leserbrief), und zwar genau wegen der so verdächtig hohen Übereinstimmung der Werte. Trotzdem wurde weitergemacht als wäre nichts geschehen. Weder die anderen Autoren noch die Gutachter oder die Zeitschrift haben die Daten mit der angebrachten Vorsicht betrachtet."

Zu dem angeführten Leserbrief von Vijayalaxmi et al, gibt es eine Antwort, welche die dort geäußerten Zweifel entkräftet. Diese Antwort wurde von Mutation Research zusammen mit dem genannten Leserbrief abgedruckt.


Frage 4) Wie stehen Sie zu folgender Äußerung von Prof. Lerchl (bezieht sich auf die jüngere Studie, siehe auch: http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... p?id=21429): "Die jeweiligen Mittelwerte und Standardabweichungen wurden aus 12 und nicht, wie in der Publikation angegeben, aus 3 Einzeldaten berechnet. Die Angaben und die statistische Analyse in der Publikation sind also allein aus diesem Grund ganz sicher falsch."

Das stimmt so nicht.


Frage 5) Gibt es neue Erkenntnisse über die Motivation der Laborantin, die Verblindung aufzudecken und 2008 sogar Daten zu fälschen?

Sie selber gibt vor der Kommission dafür kein plausibles Motiv an – warum auch immer.


Frage 6) Gehe ich recht in der Annahme, dass die Datenfälschungen der Laborantin im April 2008 nichts mit den beiden Mobilfunk-Studien zu tun haben?

Ja, bei den Fälschungen, die im April 2008 und nicht mehr unter meiner Verantwortung erfolgt sind, handelt es sich um Experimente zum Einfluß von Sauerstoffradikalen auf gentoxische Parameter.


Frage 7) Drohen der Laborantin möglicherweise zivil- und strafrechtliche Konsequenzen?

Das kann ich nicht beurteilen.


Frage 8) Sind die Proben, die die Laborantin auszuwerten hatte, in irgendeiner Weise archiviert worden, so dass nachträglich geprüft werden kann, ob es zu einer Manipulation gekommen ist?

Hoffentlich. Immerhin sind aber alle Rohdaten im Labor vorhanden. Sie wurden aber von der Kommission gar nicht angeschaut.


Frage 9) Was wäre aus Ihrer Sicht jetzt notwendig, um den Konflikt im Rahmen wissenschaftlicher Gepflogenheiten "sauber" auszutragen?

Es wäre bereits ein großer Fortschritt, wenn eine neue unabhängige Prüfungskommission eingesetzt würde, und wenn seitens der Universität keine unzutreffenden Informationen verbreitet würden.


Frage 10) Sehen Sie einen Weg, die positiven Bescheide der prüfenden Statistiker zu veröffentlichen, denen zufolge aus Ihren Statistiken nicht zwangsläufig auf eine unkorrekte Datenerhebung zu schließen wäre?

Das statistische Gutachten habe ich nur lesen können, ich habe aber selber keine Kopie erhalten. Ein schriftlicher Prüfungsbericht der Kommission liegt mir ebenfalls nicht vor (gibt es den überhaupt?), und ich bin von der Kommission bisher auch nicht gehört worden.


Frage 11) Wie geht es Ihnen? Steht Ihre ehemalige AG zu Ihnen?

Es war immer üblich, daß alle beteiligten Mitarbeiter auch auf den Publikationen stehen. Das würden sie ja nicht gewollt haben, wenn die Zweifel an den Daten gehabt hätten.


Frage 12) Wären Sie bereit, eine Podiumsdiskussion mit Prof. Lerchl zu führen?

Für faire Diskussionen bin ich als Wissenschaftler immer zu haben.

---
Quelle: http://www.izgmf.de/scripts/forum/forum ... ast_answer

Chronologie bisher

von Helmut Breunig » 27. Mai 2008 07:38

eine (einstweilige...) Chronologie der Geschehnisse
http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1

Nur Heise und der Inquirer haben es geschafft

von unwichtig » 26. Mai 2008 20:43

Hier zeigt sich was Spiegel Online mit seinem manipulativen Artikel ausgelöst hat, dank "Copy & Paste" Journalismus schreiben die Meisten nur ab. Bei Editorix hat man sich die Mühe gemacht das mal zu verfolgen und kam zum erschreckenden Ergebnis, ganze zwei Online Magazine erzählen die ganze Geschichte.


“Nur Heise und der Inquirer haben es geschafft …”

von : Bernd Kling: Sonntag 25 Mai 2008, 13:21

Qualität setzt sich eben durch. Editorix, ein Forum von und für Online-Journalisten, nahm sich gestern exemplarisch eine aktuelle Meldung vor. Und wer hätte das erwartet - die meisten schreiben einfach nur ab.

Es ging um zwei österreichische Handy-Studien, in die möglicherweise gefälschte Daten einflossen. Spiegel Online berichtete darüber mit der Überschrift “Studien über Gefahren der Handystrahlen gefälscht”. Und vergaß glatt zu erwähnen, dass es dazu zwei ganz unterschiedliche Darstellungen gibt. Eine vom heutigen Rektor einer Wiener Universität, die andere von dem für die Studie verantwortlichen Professor.

Wir ließen beide Seiten zu Wort kommen und informierten auch darüber, dass Professor Rüdiger die Vorwürfe weitgehend zurückwies. Und ließen nicht aus, dass der Rektor, der die Studien öffentlich als gefälscht darstellt, eine Kommission zur Begutachtung der Studien offenbar durch einen Juristen der Mobilfunk-Industrie leiten ließ. Es ist also eine Geschichte, bei der viele Fragen offen blieben, und die deshalb ein großes Fragezeichen verdiente.

Und nun kommt ins Spiel, was Editorix den Copy-und-Paste-Journalismus nennt. Da gebe es die einen, die fleißig Spiegel online lesen und einfach die betreffende SpOn-Meldung nacherzählen, die wiederum auf Meldungen österreichischer Medien basierte. Dazu gehörten unter anderem Golem, Verivox, Teltarif und PC-Welt. Golem habe sich immerhin noch bemüht, die von Agenturen angelieferte Meldung ein bisschen anzureichern. Nur zwei Publikationen machten es besser, wie die Nachrichtentester von Editorix befanden:

“Heise und der Inquirer hingegen haben es geschafft, sich die Original-Quellen herauszusuchen und formulieren ihre eigene Nachricht daraus. Völlig vorbeigegangen ist die Geschichte bis dato übrigens an Chip, Computerbild, ZDNet und so weiter.”

Quelle: http://www.theinquirer.de/2008/05/25/nu ... afft_.html

http://www.heise.de/newsticker/Studien- ... ung/108409
http://www.editorix.org/article1135.html

Deutsches Nachrichtenmagazin "Spiegel" im Dienste

von unwichtig » 26. Mai 2008 19:59

Was wir hier schon seit einiger Zeit wissen, das es sich beim beliebten Nachrichtenmagazin "Spiegel" um ein Drecksblatt handelt, davon berichtet nun auch das beliebte Schweiz Magazin. Tipp, die haben beim "Spiegel" Mobilfunkantennen auf dem Dach und kassieren gut mit....
Der Autor des Spiegel Berichtes ist übrigens "Manfred Dworschak", der schon in der Vergangenheit durch übelste pro Mobilfunk Mafia Beiträge aufgefallen ist.


Deutsches Nachrichtenmagazin "Spiegel" im Dienste der Mobilfunkindustrie?

Sankt Gallen/Hamburg (26.05.2008) - In der heutigen Online-Ausgabe berichtet der"Spiegel"über einen Fall aus dem Jahre 2005 , Ueberschrift"Wie eine Schwindlerin die Gefahren der Handystrahlung erfand", bei der eine Mitarbeiterin an einer Studie den wissenschaftlichen Bericht so manipulierte das unter dem Strich, der Mobilfunk gesundheitliche Schäden wie Krebs auslöst. Lesen und ärgern Sie sich hier.

Sinn und Ziel des Artikels: Die vorhandene tödliche Gefahr des Mobilfunks herunterzuspielen.Ungeachtet der Tatsache, dass bisher in Europa die Französische und die Deutsche Regierung vor der Nutzung des Mobilfunks unlängst warnten und aufforderten dies so weit wie möglich zu unterlassen, ist dies beim "Spiegel" kein Thema.Hier einmal nachzuhaken, war aus unerfindlichen Gründen für den "Spiegel" nicht zwingend notwendig

Hinsichtlich der Gefahren des Mobilfunks tut der Spiegel so als sei es nicht schlimmer als wenn der verantwortliche Chefredakteur beim Nasepopeln abrutscht und sich mit dem Finger ins Auge gestochen hätte.

Man fragt sich warum dies so ist und die Antwort lässt mehrere Möglichkeiten zu.

a) Man will nicht das die Wahrheit über die todbringende Wirkung des Mobilfunks an das Tageslicht kommt oder ist zu faul zum recherchieren.

b) Man verdient selbst sehr viel Geld mit Werbung für Mobilfunkbetreiber (Vodafone) und Herstellern von Mobilfunkgeräten (Nokia) und hat Angst um seine Millionen.

c) Eine reine Arbeitsbeschaffungsmassnahme um sich, wenn erst Millionen von Mobilfunknutzern an den gesundheitlichen Folgen sterben, super Storys schreiben zu können wie schlimm und fürchterlich doch alles sei durch Handystrahlung.

d) Die Mobilfunkbetreiber haben selbst diesen Artikel aus Angst um ihre Pfründe lanciert und der "Spiegel"hat dafür eine fette Sume abkassiert

e) Die dort tätigen Journalisten und Redakteure haben selbst schon durchgeröstete Gehirne, weil sie ständig ihre Handys benutzen.

Das Einzige was den Lesern solcher fragwürdigen Reportagen wirklich mittlerweile wieder einmal deutlich wird beim Lesen des Spiegels und vielen anderen Medien ist, das ein Fortbestand der Medien in der bisherigen Form in ihrer Abhängigkeit von Politik und Industrie endlich ein Ende finden muss und das das Internet, mit seinen unzähligen unabhängigen Blogs und anderen Meinungsverbreitern, so schnell wie möglich die etablierten und abhängigen Medienhäuser-und Konzerne in die Bedeutunsglosigkeit verabschiedet.

Wie schädlich der Mobilfunk wirklich ist (wir können nämlich recherchieren) das lesen Sie im freien, unabhängigen und meistgelesenen Schweizer Online Nachrichtenmagazin, dem Schweiz Magazin.

http://schweizmagazin.ch/news/336/ARTIC ... 05-26.html

was geht da schief?

von BLUE SKY » 26. Mai 2008 18:22

zu Lerchl auf hese
http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1 :

was geht da schief ?

Re: Handystudien eventuell gefälscht

von Tilly » 26. Mai 2008 11:37

Hans-U. Jakob hat geschrieben: Das Zurückziehen von angeblich gefälschen oder fehlerhaften Studien, die einen gesundheitlichen Effekt von NIS nachwiesen, war schon von jeher ein äusserst lukratives (Millionen-) Geschäft.
Da werden von der interessierten Industrie Beträge und hochdotierte Stellen angeboten, dass jedem armem tapferen Wissenschaftlerlein, das Wasser im Munde zusammenläuft. Oioioioioi......
Angefangen bei der ICNIRP/WHO bis hin zu den Universitäten. Ich kenne, und bin direkt in einen Fall involviert wo eine Studie unbegreiflicherweise zurückgenommen wurde und der Studienleiter daraufhin im teuersten Porsche-Modell herumfuhr, zum Playboy verkam und erst noch eine hochbezahlte Stelle auf einem Bundesamt erhielt. Ein Expresslift nach oben......oder dem Teufel die Seele verkauft. Das gab es schon immer.
Hans-U. Jakob
Solche Seelenverkäufer wollen also die leidende Bevölkerung von der Selbstverteidigung
abhalten, während Sie sich im Schmutze der Unterwürfigkeit gegenüber der
Mobilfunkindustrie erniedrigen und sogar Kinder ins Verderben ( siehe Leukämie )schicken wollen.
Wer gibt solchen korrupten Wissenschaftlern hier eine Blattform, sich vielleicht den nächsten
teuersten Porsche-Wagen zu ergaunern?

Tilly

Antwort von Prof. Lerchl an Prof. Rüdiger und Prof. Adlkofer

von Elisabeth Buchs » 25. Mai 2008 21:42

Antwort von Prof. Lerchl an Prof. Rüdiger und Prof. Adlkofer:

Es steht jedem frei, sich nach Belieben lächerlich zu machen, so wie Sie dies hier tun. Sie schaden aber nicht nur sich selbst immer weiter, sondern Sie beschädigen Ihre und die Reputation Ihrer Mitarbeiter und ihrer Institutionen, insbesondere der Medizinischen Universität Wien und der ETH Zürich, immer mehr. Ich habe verschiedentlich versucht, Sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, von sich aus die Konsequenzen zu ziehen, leider ohne Erfolg. Hier ein Beispiel:

Am 6. Mai habe ich allen Autoren der Studie von Schwarz et al. (UMTS-verursachte Strangbrüche; Int Arch Occup Environ Health) eine Nachricht gesendet, auf die ich keine Antwort erhielt und die folgendes zum Inhalt hatte:

"Vor kurzem erhielt ich von einem Studenten (nicht von meiner Universität) eine Datei (Abstract) zugeschickt, die Sie für einen Kongress eingereicht hatten (EBEA 2007, Bordeaux; die Autoren des Beitrags waren Elisabeth Kratochvil, Claudia Schwarz, Alexander Pilger, Franz Adlkofer and Hugo Rüdiger). Die Existenz und Validität dieser Datei wurde mir von dritter Seite unabhängig bestätigt. Die Datei enthält die Daten über die Auswirkungen von UMTS, so wie sie in der späteren Publikation in Abb. 1 gezeigt wurden, allerdings ohne negative und positive Kontrollen, also nur die Daten der exponierten und schein-exponierten Zellen. Die Daten waren mit denen in der Publikation 100% identisch (Anmerkung für die Leser: es ist üblich, Ergebnisse vor der Publikation in einer Zeitschrift auf Kongressen vorzustellen).

Die Datei war eine Word-Datei, und der Student wies mich darauf hin, dass durch einen Rechts-Klick die hinter der Abbildung liegende Excel-Datei (Anmerkung: Datenbank) geöffnet werden kann. Bei der Analyse dieser Daten fielen mir zwei Dinge sofort auf:

1) Die jeweiligen Mittelwerte und Standardabweichungen wurden aus 12 und nicht, wie in der Publikation angegeben, aus 3 Einzeldaten berechnet. Die Angaben und die statistische Analyse in der Publikation sind also allein aus diesem Grund ganz sicher falsch.

2) Knapp die Hälfte der Anzahl der A-Zellen wurde nicht eingetragen, sondern aus den Anzahlen der B-E Zellen berechnet. Bedeutet das, dass diese Zellen gar nicht gezählt wurden?"

Soweit der Text, auf den ich, wie gesagt weder von Ihnen noch von den anderen Autoren jemals eine Antwort erhielt. Dass Sie jetzt öffentlich erklären, alles sei nach wie vor in Ordnung, der Rektor der Medizinischen Universität habe einen Fehler gemacht, und alle außer Ihnen kennen die Methoden der Statistik, ist beschämend.

Sind Sie, die ja mit den eigentlichen Experimenten nichts zu tun hatten, eigentlich die beiden einzigen Autoren, die die Arbeiten nicht zurückziehen wollen? Sprechen Sie für alle anderen Autoren?

Prof. Dr. Alexander Lerchl, Bremen

Quelle:
http://www.hese-project.org/Forum/index ... forum_id=1

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