In der Luzerner Zeitung findet man ergänzende Angaben dazu:
Der Landessender strahlt am stärksten
x
Ausschnitt aus der Elektrosmog-Karte aus dem Internet.
schliessen
Ausschnitt aus der Elektrosmog-Karte aus dem Internet.
Mehr zum Thema
Die Zentralschweizer Elektrosmog-Karte
Wo herrscht am meisten Elektrosmog in der Zentralschweiz? Eine neue Internetseite verschafft seit heute Klarheit.
Die sechs Zentralschweizer Umweltdirektionen machen Elektrosmog sichtbar. Auf der Homepage können Interessierte in der ganzen Zentralschweiz die Elektrosmogbelastung an ihrem Wohn- oder Arbeitsort einsehen.
Höchster Wert in Beromünster
Die Karte macht deutlich: Am stärksten belastet mit Elektrosmog ist das Gebiet rund um Beromünster. Grund dafür ist der Landessender, von dem aus das Programm Musigwälle 531 ausgestrahlt wird. Rund um Beromünster werden um die 1 Volt pro Meter an Eletrosmog gemessen.
«Das liegt allerdings weit unter dem zulässigen Immissionsgrenzwert», sagt Beat Marty, Leiter der Abteilung Luft, Lärm, Energie bei der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern.
Immissionsgrenzwert wird nicht erreicht
In der Schweiz beträgt die Elektrosmogbelastung grossmehrheitlich unter 1 Volt pro Meter. Gesundheitsgefährdend ist aber erst eine Belastung ab 40 Volt pro Meter, wie Niklas Joos, Projektleiter der Homepage und Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz Uri, sagt.
Interessant: Der Immissionsgrenzwert wird in der ganzen Zentralschweiz nirgendwo auch nur nahezu erreicht. Wozu dann diese Karte? «Es gibt Menschen, die bereits eine Strahlenbelastung von 0,1 Volt pro Meter spüren. Und es gibt Experten, die diese Aussagen unterstützen», so Joos.
Zudem nehme es die Kantone selber Wunder, ob bereits eine geringe Strahlung gesundheitliche Schäden zur Folge haben können. Das Projektteam – insgesamt 20 Personen – überreicht darum die Daten 2009 der Universität Bern. Ein Forschungsteam untersucht dort den Zusammenhang zwischen der Strahlung und der Gesundheit.
Bund begrüsst die Initiative der Zentralschweiz
Joos glaubt an den Erfolg der Homepage: In den Kantonen Uri und Schwyz ist sie bereits seit 2007 aufgschaltet. «Am Anfang haben täglich über 4500 Personen die Seite besucht», sagt Joos. In der Zwischenzeit sind es im Schnitt täglich rund 200 Personen.
Der Bund begrüsst die Initiative der Zentralschweizer Kantone, die als erste in der Schweiz eine solche Karte online geschaltet haben. «Wir finden die Karte ein geeignetes Mittel, die Bevölkerung über die Belastung mit nicht-ionisierender Strahlung zu informieren», sagt Andreas Siegenthaler, vom Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.
Simone Hinnen und Benno Mattli
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung
Quelle:
http://www.zisch.ch/navigation/top_main ... OID=278673