von Hans-U. Jakob » 7. September 2008 11:01
Der andere Gast hat geschrieben:"Kein Empfang in den Bergen
Wegen eines Investitionsstopps der Swisscom wird es ab Frühling 2009 voraussichtlich nicht mehr möglich sein, im Liechtensteiner Berggebiet mit dem Handy zu telefonieren. Auch Orange überdenkt das Engagement im Liechtensteiner Markt.
Steg/Malbun. – Das Schreiben der Swisscom an Regierungsrat Martin Meyer hat es in sich: Aufgrund der vom Landtag beschlossenen Senkung der Grenzwerte für Mobilfunk «sind unsere Investitionen in Liechtenstein nicht mehr geschützt, weshalb wir einen totalen Investitionsstopp verhängt haben», heisst es darin. Konkret bedeutet das: Die Swisscom wird in Liechtenstein keine neuen Mobilfunkanlagen mehr erstellen bzw. ersetzen und hat bei der Regierung deshalb eine Abänderung ihrer Versorgungspflicht beantragt."
Was bedeutet das nun?
Kann man dort zukünftig wirklich Ferien machen, ohne hinter jedem Berghang bestrahlt zu werden?
Ist das nur ein leeres Versprechen der Mobilfunker bzw. ein rein taktisches Manöver?
Ich denke, die Mobilfunkindustrie hat Angst, etwas zu realisieren, das vielleicht nicht so viel Profit verspricht aber weniger Risiken birgt. Würde man nun auf die Anliegen der Liechtensteiner eingehen, hätte das zur Konsequenz, dass andere Länder ebenfalls auf diesen Zug aufspringen würden, was nun gar nicht im Interesse der Betreiber wäre…….
Ich wünsche mir, dass Lichtenstein an den neuen Grenzwerten festhält und auch andere Länder diesem Beispiel folgen.
Gruss
Liechtenstein benötigt überhaupt keine eigenen Mobilfunknetze. Das kleine Land ist so schmal, dass es von der Schweiz aus mehr als genügend bestrahlt wird. Selbst wenn in Liechtenstein sämtliche Mobilfunkbetreiber ausziehen würden, wäre Mobilfunkempfang im ganzen Land einwandfrei möglich.
Ausgenommen im Malbun oben (Berggebiet) müsste noch eine einzige Antenne stehen. Aber nicht dort, wo diese heute steht. Denn diese strahlt in den Nachbarhäusern äusserst knapp am heutigen Grenzwert von 5V/m
Liechtenstein hat mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Die Handys der Grenzgänger bleiben wegen der Kleinräumigkeit des Landes grösstenteils auf ihren Heimatsendern eingeloggt.
Mobilfunk in Liechtenstein war deshalb von je her ein Verlustgeschäft für die Mobilfunkbetreiber. Der neue Grenzwert von 0.6V/m kommt diesen Lügenbolden jetzt hochwillkommen, als faule Ausrede, um dieses Verlustgeschäft einzustellen. Das heisst vorerst einmal keine weitere Investitionen mehr zu tätigen. Was das noch für Investitionen in einem ohnehin bereits heute komplett verstrahlten Land noch sein sollen, wird von Swisscom nicht erklärt. Die hätten hier ohnehin nichts mehr investiert. Wozu auch?
Hans-U. Jakob
[quote="Der andere Gast"]"Kein Empfang in den Bergen
Wegen eines Investitionsstopps der Swisscom wird es ab Frühling 2009 voraussichtlich nicht mehr möglich sein, im Liechtensteiner Berggebiet mit dem Handy zu telefonieren. Auch Orange überdenkt das Engagement im Liechtensteiner Markt.
Steg/Malbun. – Das Schreiben der Swisscom an Regierungsrat Martin Meyer hat es in sich: Aufgrund der vom Landtag beschlossenen Senkung der Grenzwerte für Mobilfunk «sind unsere Investitionen in Liechtenstein nicht mehr geschützt, weshalb wir einen totalen Investitionsstopp verhängt haben», heisst es darin. Konkret bedeutet das: Die Swisscom wird in Liechtenstein keine neuen Mobilfunkanlagen mehr erstellen bzw. ersetzen und hat bei der Regierung deshalb eine Abänderung ihrer Versorgungspflicht beantragt."
Was bedeutet das nun?
Kann man dort zukünftig wirklich Ferien machen, ohne hinter jedem Berghang bestrahlt zu werden?
Ist das nur ein leeres Versprechen der Mobilfunker bzw. ein rein taktisches Manöver?
Ich denke, die Mobilfunkindustrie hat Angst, etwas zu realisieren, das vielleicht nicht so viel Profit verspricht aber weniger Risiken birgt. Würde man nun auf die Anliegen der Liechtensteiner eingehen, hätte das zur Konsequenz, dass andere Länder ebenfalls auf diesen Zug aufspringen würden, was nun gar nicht im Interesse der Betreiber wäre…….
Ich wünsche mir, dass Lichtenstein an den neuen Grenzwerten festhält und auch andere Länder diesem Beispiel folgen.
Gruss[/quote]
Liechtenstein benötigt überhaupt keine eigenen Mobilfunknetze. Das kleine Land ist so schmal, dass es von der Schweiz aus mehr als genügend bestrahlt wird. Selbst wenn in Liechtenstein sämtliche Mobilfunkbetreiber ausziehen würden, wäre Mobilfunkempfang im ganzen Land einwandfrei möglich.
Ausgenommen im Malbun oben (Berggebiet) müsste noch eine einzige Antenne stehen. Aber nicht dort, wo diese heute steht. Denn diese strahlt in den Nachbarhäusern äusserst knapp am heutigen Grenzwert von 5V/m
Liechtenstein hat mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Die Handys der Grenzgänger bleiben wegen der Kleinräumigkeit des Landes grösstenteils auf ihren Heimatsendern eingeloggt.
Mobilfunk in Liechtenstein war deshalb von je her ein Verlustgeschäft für die Mobilfunkbetreiber. Der neue Grenzwert von 0.6V/m kommt diesen Lügenbolden jetzt hochwillkommen, als faule Ausrede, um dieses Verlustgeschäft einzustellen. Das heisst vorerst einmal keine weitere Investitionen mehr zu tätigen. Was das noch für Investitionen in einem ohnehin bereits heute komplett verstrahlten Land noch sein sollen, wird von Swisscom nicht erklärt. Die hätten hier ohnehin nichts mehr investiert. Wozu auch?
Hans-U. Jakob