von Hans-U. Jakob » 4. Oktober 2008 18:36
Sunnyboy hat geschrieben:
Die Sanität verfügt über Funkgeräte, mit denen sie sich mit Polizei, Feuerwehr und Rega koordinieren können - sicher telefoniert die Ambulanz nicht mit dem Handy um eine Koordination zB mit der Rega machen zu können. Die Frequenzbänder der Rettungs/Blaulichtdienste wird übrigens bis 2012 nochmals ausgebaut und erweitert:
http://www.bevoelkerungsschutz.admin.ch ... lycom.html
Das Funknetz der Blaulichtdienste ist komlett unabhängig vom GSM-Netz, die Antennen werden, wenn nötig, auf ISDN umgesetzt. Mir ist kein einziger Blaulichtdienst bekannt der seinen Mitarbeitern ein Handy für Notfalleinsätze "spendiert". Ich denke diese Sanitäter waren im geschilderten Fall nicht besonders geschickt um nicht zu sagen etwas dumm... Übrigens: Das Funkgerät wird vom Beifahrer bedient und befindet sich in der Fahrerkabine, nicht im Patientenraum...[/url]
Schön wärs. Leider funktioniert das längst noch nicht überall. Das Polycom-Netz soll erst 2012 gesamtschweizerisch flächendeckend funktionieren. Viele Rettungsdienste benützen bis dahin noch ihre eigenen, zu andern Diensten nicht kompatiblen Funknetze. Einzelne, nicht ganz helle Köpfe verzichten in der Zwischenzeit darauf, diese im Schuss zu halten und setzen fahrlässigerweise aufs Handy. Daran, dass im Katastrophenfall bei Grossereignissen das Handynetz komplett zusammenbricht, glaubt da niemand.
Wo das Funkgerät im Ambulanzfahrzeug eingebaut ist, spelt keine grosse Rolle. Massgebend für die Verstrahlung der Patienten ist der Einbauort der Funkantenne.
Kürzlich stiegen 2 Ambulanzfahrer bei uns in die Schlucht hinunter um einen abgestürzten Wanderer zu suchen. Sie verzichteten auf die Mitnahme der relativ schweren, leistungsstarken und erprobten Handfunkgeräte, da sie ja ihr geliebtes Handy im Hosensack hatten. Böse Ueberraschung. Unten angekommen "Kein Netz"
Wieder 30 Minuten hochgekrabbelt und per Handy die Rega angerufen.
Der Verunglückte hatte wenigstens keine Schmerzen. Er hatte nebst Kleinigkeiten wie Becken- und Schädelbruch nichts und war bewusstlos.
Glücklicherweise konnte ich schon einige Feuerwehren davon überzeugen, ihre eigenen Funknetze noch einige Jahre im Schuss zu halten und ja nicht auf das Handy zu setzen, bis Polycom überall einsatzbereit ist und auch in der hintersten Ecke der Gemeinde funktioniert. Das muss dann zuerst noch alles eingehend erprobt werden.
Einer der das nicht begriffen hat, ist zum Beispiel der Feuerwehrkommandant von Zofingen.
Hans-U. Jakob
[quote="Sunnyboy"]
Die Sanität verfügt über Funkgeräte, mit denen sie sich mit Polizei, Feuerwehr und Rega koordinieren können - sicher telefoniert die Ambulanz nicht mit dem Handy um eine Koordination zB mit der Rega machen zu können. Die Frequenzbänder der Rettungs/Blaulichtdienste wird übrigens bis 2012 nochmals ausgebaut und erweitert:
[url]http://www.bevoelkerungsschutz.admin.ch/internet/bs/de/home/themen/polycom.html[/url]
Das Funknetz der Blaulichtdienste ist komlett unabhängig vom GSM-Netz, die Antennen werden, wenn nötig, auf ISDN umgesetzt. Mir ist kein einziger Blaulichtdienst bekannt der seinen Mitarbeitern ein Handy für Notfalleinsätze "spendiert". Ich denke diese Sanitäter waren im geschilderten Fall nicht besonders geschickt um nicht zu sagen etwas dumm... Übrigens: Das Funkgerät wird vom Beifahrer bedient und befindet sich in der Fahrerkabine, nicht im Patientenraum...[/url][/quote]
Schön wärs. Leider funktioniert das längst noch nicht überall. Das Polycom-Netz soll erst 2012 gesamtschweizerisch flächendeckend funktionieren. Viele Rettungsdienste benützen bis dahin noch ihre eigenen, zu andern Diensten nicht kompatiblen Funknetze. Einzelne, nicht ganz helle Köpfe verzichten in der Zwischenzeit darauf, diese im Schuss zu halten und setzen fahrlässigerweise aufs Handy. Daran, dass im Katastrophenfall bei Grossereignissen das Handynetz komplett zusammenbricht, glaubt da niemand.
Wo das Funkgerät im Ambulanzfahrzeug eingebaut ist, spelt keine grosse Rolle. Massgebend für die Verstrahlung der Patienten ist der Einbauort der Funkantenne.
Kürzlich stiegen 2 Ambulanzfahrer bei uns in die Schlucht hinunter um einen abgestürzten Wanderer zu suchen. Sie verzichteten auf die Mitnahme der relativ schweren, leistungsstarken und erprobten Handfunkgeräte, da sie ja ihr geliebtes Handy im Hosensack hatten. Böse Ueberraschung. Unten angekommen "Kein Netz"
Wieder 30 Minuten hochgekrabbelt und per Handy die Rega angerufen.
Der Verunglückte hatte wenigstens keine Schmerzen. Er hatte nebst Kleinigkeiten wie Becken- und Schädelbruch nichts und war bewusstlos.
Glücklicherweise konnte ich schon einige Feuerwehren davon überzeugen, ihre eigenen Funknetze noch einige Jahre im Schuss zu halten und ja nicht auf das Handy zu setzen, bis Polycom überall einsatzbereit ist und auch in der hintersten Ecke der Gemeinde funktioniert. Das muss dann zuerst noch alles eingehend erprobt werden.
Einer der das nicht begriffen hat, ist zum Beispiel der Feuerwehrkommandant von Zofingen.
Hans-U. Jakob