von Elisabeth Buchs » 5. August 2004 18:03
Die Suche nach einem Funkloch führt uns an die schönsten Orte der Schweiz. Ein elektrosensibles Ehepaar hat mir erzählt, dass sie vom hintersten Dorf im Vercasca-Tal aus nach einer Stunde Marschzeit ein Ferienhäuschen besitzen, wo sie sich jeweils vom Elektrosmog regenerieren können.
Eine andere elektrosensible Frau hat sich im Bavona-Tal sehr wohl gefühlt.
Nun haben wir diese Orte aufgesucht. Das Vercasca-Tal ist hochtouristisch und entsprechend "gut" mit Handy-Antennen versorgt und zwar solche mit starker Sendeleistung, die über weite Distanzen "strahlen" und deren Pulsrahmen oft stark ausgelastet sind. Ausserdem kann die Strahlung in den engen Tälern nicht raus und reflektiert an den Bergwänden. Scheinbar vertrage ich solche Antennen schlechter als z.B. mehrere Mikrozellen in Innenstädten, wo ich mich z.B. in Thun im Bälliz, wenn auch nicht für sehr lange Zeit, ungestört aufhalten kann. Jedenfalls spürte ich im Vercasca-Tal oft für kurze Zeit ein heftiges Stechen im Kopf. Im idyllischen Dörfchen Sonogno zuhinterst im Tal habe ich überraschende 1 V/m! gemessen, eine Antenne war nicht sichtbar, vielleicht im Kirchturm getarnt.
Im Bavona-Tal war es etwas besser, doch auch hier sind es nur einzelne Plätzchen mit tiefen Werten.
Am besten ging es mir auf dem einfachen Camping-Platz im Blenio Tal, den ich von meiner Schulzeit her kannte. Dort war die nächste Handy-Antenne relativ weit weg, Werte von nur etwa 0,02 V/m. Dafür hatte es eine ca. 200 m entfernte Hochspannungsleitung und eine 10 m entfernte 16 000 V-Leitung und dies vom besten Plätzchen aus, das wir gefunden haben. Scheinbar waren diese Leitungen jedoch nicht stark ausgelastet und das Schlafen im Zelt ging trotz der harten Unterlage gut. Was es im Tessin zum Glück weniger hat, jedenfalls im Sommer, wie es Frühling und Herbst aussieht, weiss ich nicht, sind Elektrozäune mit Dauerweidebetrieb, die mich an meinem Wohnort so plagen.
Von der Landschaft und dem milden Klima her kann es sich lohnen, den Wohnsitz in den Tessin zu verlegen, jedoch nicht von den Mobilfunkantennen her gesehen. Ganze "unversorgte" Regionen gibt es nicht mehr, nur noch Nischen mit geringen Werten und diese sind sogar in Städten zu finden.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs
Die Suche nach einem Funkloch führt uns an die schönsten Orte der Schweiz. Ein elektrosensibles Ehepaar hat mir erzählt, dass sie vom hintersten Dorf im Vercasca-Tal aus nach einer Stunde Marschzeit ein Ferienhäuschen besitzen, wo sie sich jeweils vom Elektrosmog regenerieren können.
Eine andere elektrosensible Frau hat sich im Bavona-Tal sehr wohl gefühlt.
Nun haben wir diese Orte aufgesucht. Das Vercasca-Tal ist hochtouristisch und entsprechend "gut" mit Handy-Antennen versorgt und zwar solche mit starker Sendeleistung, die über weite Distanzen "strahlen" und deren Pulsrahmen oft stark ausgelastet sind. Ausserdem kann die Strahlung in den engen Tälern nicht raus und reflektiert an den Bergwänden. Scheinbar vertrage ich solche Antennen schlechter als z.B. mehrere Mikrozellen in Innenstädten, wo ich mich z.B. in Thun im Bälliz, wenn auch nicht für sehr lange Zeit, ungestört aufhalten kann. Jedenfalls spürte ich im Vercasca-Tal oft für kurze Zeit ein heftiges Stechen im Kopf. Im idyllischen Dörfchen Sonogno zuhinterst im Tal habe ich überraschende 1 V/m! gemessen, eine Antenne war nicht sichtbar, vielleicht im Kirchturm getarnt.
Im Bavona-Tal war es etwas besser, doch auch hier sind es nur einzelne Plätzchen mit tiefen Werten.
Am besten ging es mir auf dem einfachen Camping-Platz im Blenio Tal, den ich von meiner Schulzeit her kannte. Dort war die nächste Handy-Antenne relativ weit weg, Werte von nur etwa 0,02 V/m. Dafür hatte es eine ca. 200 m entfernte Hochspannungsleitung und eine 10 m entfernte 16 000 V-Leitung und dies vom besten Plätzchen aus, das wir gefunden haben. Scheinbar waren diese Leitungen jedoch nicht stark ausgelastet und das Schlafen im Zelt ging trotz der harten Unterlage gut. Was es im Tessin zum Glück weniger hat, jedenfalls im Sommer, wie es Frühling und Herbst aussieht, weiss ich nicht, sind Elektrozäune mit Dauerweidebetrieb, die mich an meinem Wohnort so plagen.
Von der Landschaft und dem milden Klima her kann es sich lohnen, den Wohnsitz in den Tessin zu verlegen, jedoch nicht von den Mobilfunkantennen her gesehen. Ganze "unversorgte" Regionen gibt es nicht mehr, nur noch Nischen mit geringen Werten und diese sind sogar in Städten zu finden.
Mit freundlichen Grüssen
Elisabeth Buchs