Forscher wurden mundtot gemacht

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Re: Forscher wurden mundtot gemacht

von Evi » 23. August 2004 17:14

Der Gipfel von allem aber ist: Es wird zwar halbherzig zugegeben, dass die Mobifunkstrahlung eine Wirkung auf den Menschen hat, ob jedoch diese gesundheitsschädlich ist, wird weiterhin angezweifelt.

Wenn sich mit der umgekehrten Behauptung, der Mobilfunk sei gesundheitsschädigend, Geld verdienen liesse, so schnell könnten wir gar nicht schauen, wären die Antennen weg. Da wären dann keine Untersuchungen, die bis zum Jahr x dauern, nötig, um dies zu beweisen.

Evi

Forscher wurden mundtot gemacht

von The Future's Black » 23. August 2004 16:53

© Neue Luzerner Zeitung; 21.08.2004; Seite 24

Zuger Zeitung Leserbriefe

Forscher wurden mundtot gemacht

Seit über 30 Jahren ist bekannt, dass sich elektromagnetische Felder schädlich auf die Gesundheit auswirken können. Dennoch schiessen weltweit Mobilfunkmasten wie Pilze aus dem Boden. Anstatt die Bürger vor den Strahlen zu schützen, sorgen sich Strahlenschutzbehörden um die finanziellen Interessen der Industrie. Wissenschaftler, die in Europa oder den USA Alarm schlagen, geraten regelmässig massiv unter Druck.

Zwischen Befürwortern und Gegnern des Mobilfunks tobt ein Kampf. Den einen geht es um die Gesundheit, den anderen um Milliardenbeträge. Die Macht und den entsprechend grösseren Einfluss hat fast weltweit die Mobilfunklobby. Wer sich ihr entgegenstellt, muss mit Mobbing, Rufmord und Schlimmerem rechnen.

Die Mobilfunkindustrie setzt Medien unter Druck und droht ihnen mit Entzug von Werbeaufträgen, wenn sie nicht in ihrem Sinn berichten. Lobbyisten streuen Verleumdungen gegen kritische Wissenschaftler aus, lassen Studienergebnisse in Schubladen verschwinden, zitieren Ergebnisse falsch oder legen Studien so an, dass keine kritischen Ergebnisse herauskommen.

Handybenutzer glauben lieber den Mobilfunkbetreibern. Nicht zu leugnen ist, dass ein Handy viele Vorteile bringt. Die Wahrheit über das Risiko bleibt dabei allerdings auf der Strecke.

Professor Gerard Hyland von der Universität Warwickshire in England hat sich unbeliebt gemacht, als er aufzeigte, dass die Grenzwerte für den Mobilfunk auf einer falschen Grundlage aufbauen.

Allgemein bekannt ist: Handys strahlen Mikrowellen aus. Mikrowellen können wasserhaltige Speisen erhitzen. Menschliches Gewebe ist auch wasserhaltig und kann ebenso von Mikrowellen erhitzt werden. Die Gefahr einer Überhitzung hängt von der Intensität der Strahlung ab. Um die Menschen davor zu schützen, gibt es Richtlinien, die bestimmte Sicherheitsfaktoren einschliessen und unterschiedlichen individuellen und umweltbedingten Faktoren Rechnung tragen.

Mit der Zeit ist auch klar geworden, dass die Menschen, die in der Nähe von einer Sendeanlage wohnen, auch bei Einhaltung der geltenden Schutzrichtlinien, krank werden können.

Strahlenschutzbehörden schützen Strahlung statt Bürger.

Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection ICNIRP) warnt nur vor der thermischen Wirkung des Mobilfunks, die jedoch gar nicht besonders gefährlich ist. Die anderen Auswirkungen der Mikrowellenstrahlung werden verschwiegen. Es ist dokumentarisch belegt, dass selbst die Mikrowellenstrahlung von einer Intensität, die niedriger ist als die eines Handys und die eines Mobilfunksenders, einen Effekt hat, insbesondere auf lebendes Gewebe. Seit zirka 30 Jahren ist bekannt, dass der Mobilfunk mit seiner niederfrequent gepulsten Hochfrequenz gefährlich auf die Gehirne aller lebenden Wesen wirken kann. Die äusserlichen elektrischen Felder können die elektrischen Abläufe im Gehirn massiv stören.

Um die erwarteten Gewinne der Branche nicht in Frage zu stellen, wollen sie die Mobilfunktechnologie von jeglichem Verdacht auf Gesundheitsschäden befreien. Das Ergebnis einer Studie von Dr. Repacholi an Mäusen ist, dass sich die Lymphknotenkrebsrate mehr als verdoppelte, nachdem die Tiere neun Monate lang zweimal täglich eine halbe Stunde mit den elektromagnetischen Mobilfunkwellen bestrahlt wurden.

Auch den Epidemiologen Dr. George Carlo aus Washington hätte man gern mundtot gemacht. Im Auftrag von 28 US-Telefonunternehmen führte er von 1993 bis 1999 eine Studie über die Auswirkung des Mobilfunks auf die Gesundheit durch. Zum grossen Missfallen seiner Auftraggeber kam er zu dem Ergebnis, dass Handybesitzer häufiger an Hirntumoren sterben als Menschen, die kein Handy besitzen.

Prof. Hyland ist der gleichen Meinung wie Dr. Carlo. Wie dieser findet er es alarmierend, dass Teile der Industrie die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahr des Mobilfunks ignorieren und die Illusion verbreiten, dass es etwas mit Verantwortung zu tun hat, wenn stets auf weiteren Forschungsbedarf verwiesen wird und die gefährlichen Erkenntnisse unter den Teppich gekehrt werden.

Peter Hieronymi, Unterägeri, für den Info-Verein Elektrosmog Zug (IVES)

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