von Elisabeth Buchs » 2. März 2009 17:34
Aus aktuellem Anlass, weil beim izgmf die Gründe für das Lächerlichmachen vor allem bei den Betroffenen und nicht beim Spiegel gesehen werden.
Zuerst einmal, Lächerlichmachen lassen sich fast alle und fast alles, wenn man es darauf anlegt. Z.B. fand ich es lächerlich, wie an der Krebstagung manche Teilnehmer/innen in jeder Pause wie Junkies zu den Handys gegriffen haben, um zu telefonieren, simsen, Mails abrufen. Unbegreiflich sind auch die zwei Personen, welche freiwillig am Wochenende von einem Gleitschirm aus mit einem Fallschirm den freien Fall proben wollten und dies mit dem Tod bezahlten.
Zur Frage, ob es sinnvoll ist, sich als Betroffener bei einer TV-Sendung zu zeigen bzw. ob es sich um Selbstdarstellerei handle. Grundsätzlich sehe ich dies als sinnvoll an, Elektrosensible zeigen Präsenz, können weniger abgestritten werden, vielleicht reicht es doch einmal für bessere Forschung, Schutzgebiete ua., Aufmerksam machen auf mögliche Elektrosmog-Ursache von Beschwerden bei andern Personen und ein grundsätzliches Risiko beim weiteren masslosen Ausbau dieser Technologien, bessere Vorsorge.
Jedoch: Trau, schau, wem und vertraglich absichern z.B. dass die Sendung einem vor der endgültigen Einwilligung gezeigt werden müsse, allenfalls einklagen. Nicht übertreiben, jedoch auch nicht untertreiben, Elektrosmog-Beschwerden können sich in schweren Krankheitssymptomen äussern, welche zu Arbeitsunfähigkeit, Umzügen, finanzieller Belastung durch z.B. Abschirmungen, Organismusstärkungsmassnahmen und auswärts übernachten führen. Sich in die Lage unbedarfter Zuschauer versetzen, welche bis jetzt wenig mit der Thematik konfrontiert worden sind. Wenn man untertreibt, wird eingewendet, es handle sich nur um geringe Beschwerden, die jeder mal habe und die z.B. Berufsunfähigkeit und Rente nicht rechtfertigen würden. Uebertreibt man, kann man leichter in die Spinner-Ecke gestellt werden. Ohne das Zeigen von Messgeräten, Abschirmungen und auswärts übernachten wird es bei der Problematik der Elektrosmog-Erkrankten kaum gehen, sowenig wie bei den MCS-Erkrankten ohne das Zeigen von Schutzmasken. Wie mans macht ists falsch und gewisse Leute z.B. vom izgmf werden immer etwas zu nörgeln haben. Die von Spatenpauli erwähnte Kontaktbörse von Betroffenen zu Wissenschaftlern tönt zwar von der Idee her gut, jedoch nutzen Betroffene oft kaum den Computer, die Betroffenen-Forschung soll ja eingestellt werden und schon vorher wurden aufgrund der Finanzierung durch die Industrie praktisch nur die "Lampen-Studien, Feld ein, Feld aus, spüren sie was in mehreren Durchgängen" durchgeführt samt "Psychoschiene" wie entsprechende Fragebogen. Ich versucht ja, bei der Mainzer-Studie noch anzudocken und bekam nicht mal mehr eine Antwort. Die Meldestelle für Elektrosmog-Erkrankte der Aerzte für Umweltschutz funktioniert übrigens bestens und diese Aerzte setzen sich auch auf Veranstaltungen für Betroffene ein, jedoch sind auch ihre Möglichkeiten begrenzt, denn ohne Deexposition sind Betroffene nicht gesund.
Sind Messgeräte für Betroffene sinnvoll? Ja, zu Beginn als Information, was einen überhaupt belastet, zum Nachmessen bei Verschlechterung des Zustandes, zum Suchen von Wohnungen, zum Messen an Ferienorten.
Laute Messgeräte: bei Breitbandgeräten muss man die Verursacher akustisch identifizieren, ausserdem scheint es Modulationen zu geben, welche sich biologisch besonders negativ auswirken z.B. W-Lan.
Unglaubwürdigkeit, weil der Betroffene nur wenn es nicht zu kalt ist im Wald übernachtet. War Spatenpauli schon einmal im Winter gezwungen im Wald zu übernachten und zwar nicht nur eine Nacht, sondern Nacht für Nacht bei jedem Wetter? Ziemlich sicher nicht, zeigt wieder einmal mangelndes Einfühlungsvermögen. Zumindest in der Nacht mit einem grossen Auto, Kastenwagen oder Wohnmobil in den Wald fahren ist grundsätzlich keine schlechte Notlösung für Betroffene, wenn sie das Metall vertragen, in grösseren Fahrzeugen lassen sich auch z.B. Gas-Heizungen einbauen. Es ist jedoch himmeltraurig, dass es in einem Rechtsstaat Menschen gibt, welche in Friedenszeiten so leben müssen.
Sind Abschirmungen sinnvoll? Metallische Abschimungen, aber auch Kohlenstoffabschirmungen können die Strahlung ein gewisses Mass reduzieren und helfen, dass Betroffene wenn die Belastung nicht allzu stark ist, noch in ihren Häusern wohnen können, ebenso das Uebernachten im Untergeschoss, Keller, Luftschutzkeller. Jedoch gilt das gleiche wie oben, es stimmt etwas nicht, wenn in einem Rechtsstaat zu Friedenszeiten Menschen so leben müssen.
Elisabeth Buchs
Aus aktuellem Anlass, weil beim izgmf die Gründe für das Lächerlichmachen vor allem bei den Betroffenen und nicht beim Spiegel gesehen werden.
Zuerst einmal, Lächerlichmachen lassen sich fast alle und fast alles, wenn man es darauf anlegt. Z.B. fand ich es lächerlich, wie an der Krebstagung manche Teilnehmer/innen in jeder Pause wie Junkies zu den Handys gegriffen haben, um zu telefonieren, simsen, Mails abrufen. Unbegreiflich sind auch die zwei Personen, welche freiwillig am Wochenende von einem Gleitschirm aus mit einem Fallschirm den freien Fall proben wollten und dies mit dem Tod bezahlten.
Zur Frage, ob es sinnvoll ist, sich als Betroffener bei einer TV-Sendung zu zeigen bzw. ob es sich um Selbstdarstellerei handle. Grundsätzlich sehe ich dies als sinnvoll an, Elektrosensible zeigen Präsenz, können weniger abgestritten werden, vielleicht reicht es doch einmal für bessere Forschung, Schutzgebiete ua., Aufmerksam machen auf mögliche Elektrosmog-Ursache von Beschwerden bei andern Personen und ein grundsätzliches Risiko beim weiteren masslosen Ausbau dieser Technologien, bessere Vorsorge.
Jedoch: Trau, schau, wem und vertraglich absichern z.B. dass die Sendung einem vor der endgültigen Einwilligung gezeigt werden müsse, allenfalls einklagen. Nicht übertreiben, jedoch auch nicht untertreiben, Elektrosmog-Beschwerden können sich in schweren Krankheitssymptomen äussern, welche zu Arbeitsunfähigkeit, Umzügen, finanzieller Belastung durch z.B. Abschirmungen, Organismusstärkungsmassnahmen und auswärts übernachten führen. Sich in die Lage unbedarfter Zuschauer versetzen, welche bis jetzt wenig mit der Thematik konfrontiert worden sind. Wenn man untertreibt, wird eingewendet, es handle sich nur um geringe Beschwerden, die jeder mal habe und die z.B. Berufsunfähigkeit und Rente nicht rechtfertigen würden. Uebertreibt man, kann man leichter in die Spinner-Ecke gestellt werden. Ohne das Zeigen von Messgeräten, Abschirmungen und auswärts übernachten wird es bei der Problematik der Elektrosmog-Erkrankten kaum gehen, sowenig wie bei den MCS-Erkrankten ohne das Zeigen von Schutzmasken. Wie mans macht ists falsch und gewisse Leute z.B. vom izgmf werden immer etwas zu nörgeln haben. Die von Spatenpauli erwähnte Kontaktbörse von Betroffenen zu Wissenschaftlern tönt zwar von der Idee her gut, jedoch nutzen Betroffene oft kaum den Computer, die Betroffenen-Forschung soll ja eingestellt werden und schon vorher wurden aufgrund der Finanzierung durch die Industrie praktisch nur die "Lampen-Studien, Feld ein, Feld aus, spüren sie was in mehreren Durchgängen" durchgeführt samt "Psychoschiene" wie entsprechende Fragebogen. Ich versucht ja, bei der Mainzer-Studie noch anzudocken und bekam nicht mal mehr eine Antwort. Die Meldestelle für Elektrosmog-Erkrankte der Aerzte für Umweltschutz funktioniert übrigens bestens und diese Aerzte setzen sich auch auf Veranstaltungen für Betroffene ein, jedoch sind auch ihre Möglichkeiten begrenzt, denn ohne Deexposition sind Betroffene nicht gesund.
Sind Messgeräte für Betroffene sinnvoll? Ja, zu Beginn als Information, was einen überhaupt belastet, zum Nachmessen bei Verschlechterung des Zustandes, zum Suchen von Wohnungen, zum Messen an Ferienorten.
Laute Messgeräte: bei Breitbandgeräten muss man die Verursacher akustisch identifizieren, ausserdem scheint es Modulationen zu geben, welche sich biologisch besonders negativ auswirken z.B. W-Lan.
Unglaubwürdigkeit, weil der Betroffene nur wenn es nicht zu kalt ist im Wald übernachtet. War Spatenpauli schon einmal im Winter gezwungen im Wald zu übernachten und zwar nicht nur eine Nacht, sondern Nacht für Nacht bei jedem Wetter? Ziemlich sicher nicht, zeigt wieder einmal mangelndes Einfühlungsvermögen. Zumindest in der Nacht mit einem grossen Auto, Kastenwagen oder Wohnmobil in den Wald fahren ist grundsätzlich keine schlechte Notlösung für Betroffene, wenn sie das Metall vertragen, in grösseren Fahrzeugen lassen sich auch z.B. Gas-Heizungen einbauen. Es ist jedoch himmeltraurig, dass es in einem Rechtsstaat Menschen gibt, welche in Friedenszeiten so leben müssen.
Sind Abschirmungen sinnvoll? Metallische Abschimungen, aber auch Kohlenstoffabschirmungen können die Strahlung ein gewisses Mass reduzieren und helfen, dass Betroffene wenn die Belastung nicht allzu stark ist, noch in ihren Häusern wohnen können, ebenso das Uebernachten im Untergeschoss, Keller, Luftschutzkeller. Jedoch gilt das gleiche wie oben, es stimmt etwas nicht, wenn in einem Rechtsstaat zu Friedenszeiten Menschen so leben müssen.
Elisabeth Buchs