Fragwürdige Expertenmeinung

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Fragwürdige Expertenmeinung

von The Future's Black » 5. November 2004 12:02

© Der Bund; 05.11.2004; Seite 14

Leserbriefe

Der Bund

Fragwürdige Expertenmeinung

Elektrosmog, Leserbrief vom 25. Oktober

Befürchtungen über gesundheitliche Auswirkungen des Mobilfunks seien unangebracht, schreibt Reinhold Berz, ein für Swisscom arbeitender Experte. Er stellt unseren Mitarbeiter Dr. phil. Martin Röösli in Frage, weil dieser nicht Arzt, sondern «nur» Naturwissenschaftler sei. Diese antiquierte Auffassung steht im Gegensatz zu unserer täglichen Arbeit im Universitätsinstitut, wo Frauen und Männer mit Wurzeln in Medizin, Epidemiologie, Biologie, Soziologie, Statistik oder Psychologie produktiv zusammenarbeiten.

Rööslis Bericht über hochfrequente Strahlung und Gesundheit ist ein gutes Beispiel interdisziplinärer Arbeit, wurde er doch in Zusammenarbeit mit einer Ärztin verfasst. Entgegen den Aussagen im Leserbrief sind die Schlussfolgerungen dieses Berichts im Einklang mit Expertenberichten aus dem Ausland.

In mehreren Ländern wurden Sonderprogramme gestartet, um offene Fragen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks zu klären. Auch in der Schweiz ist ein Nationales Forschungsprogramm in Vorbereitung. Wenn die bisherigen Beobachtungen wirklich zu keinen Befürchtungen Anlass gäben, könnte darauf verzichtet werden. Doch das entspräche nicht dem heutigen Stand der Forschung.

Wie Berz hatten auch wir Gelegenheit zu einer Zusammenarbeit mit der Swisscom, die jedoch immer sachlich war.

Sein Leserbrief bestätigt den Eindruck, dass er mit seinem leichtfertigen Umgang mit den Tatsachen in der Tat die Industrie besser vertritt als die Industrie sich selbst. Schade, dass die Swisscom hier mit einem selbst ernannten Aktivisten zusammenarbeitet, der für uns kein kompetenter Gesprächspartner sein kann.

Die Professoren des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern

Prof. em. Dr. med. Theodor Abelin Prof. Dr. phil. Christoph Minder Prof. Dr. phil. PhD Thomas Abel Prof. Dr. med. Matthias Egger

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