Stopp UMTS - und man erwacht

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Stopp UMTS - und man erwacht

von The Future's Black » 22. November 2004 12:17

Stopp UMTS - und man erwacht

Leserbrief zur geplanten UMTS-Antenne in Wattwil

Mitte Oktober 2004 wurde Gemeindepräsident Markus Haag in Wattwil ein Antrag mit 514 Unterschriften (gesammelt innert nur vier Tagen) der «IG MFASW MobilFunk Antenne StoppWattwil» übergeben. Darüber wurde in der Tagespresse ausführlich informiert. Am 13. November habe ich eine Antwort aus dem Gemeindehaus Wattwil erhalten. Der Gemeinderat nimmt wie folgt Stellung: Zum Antrag eines nochmaligen Eröffnens des Baubewilligungsverfahrens: Das Baubewilligungsverfahren unterliegt den Vorschriften des Kantons und der Gemeinde und wurde dementsprechend in die Wege geleitet . Eine nochmalige «Eröffnung» entbehrt jeglicher Grundlage und ist nicht möglich.

Zur Forderung einer Informationsveranstaltung, Stellungnahme zu offenen Fragen: Die vorgesehene Informationsveranstaltung dient dazu, möglichst alle offenen Fragen anzusprechen. Vom Schreiben der St. Galler Regierung an den Bund vom 17. März 2003 hat der Gemeinderat im vollen Wortlaut Kenntnis genommen.

Zur Frage, warum Personen im OMEN-Bereich nicht im Voraus informiert wurden: Hier wird auf Punkt eins verwiesen . Eine Information weiterer Personen ist im Baubewilligungsverfahren nicht Pflicht. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Homepage der Gemeinde Wattwil werden Baugesuche inskünftig im Internet veröffentlicht, ebenso die erteilten Baubewilligungen (dies wie anhin).

Der Beschluss sieht wie folgt aus: 1. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von den unterbreiteten Unterlagen, ebenso von den eingereichten Unterschriftenlisten. Er möchte an dieser Stelle zum Ausdruck bringen, dass er Mühe mit dem im Brief vom 24. Oktober 2004 angeschlagenen Ton und den befehlerischen Forderungen bekundet. 2. Die öffentliche Orientierungsversammlung findet am Mittwoch, 8. Dezember, um 19.30 Uhr im Restaurant Thurpark statt. 3. Das Bausekretariat und die Ratskanzlei werden mit der Organisation der Versammlung beauftragt. 4. Die Anträge werden im Sinne der Erwägungen beantwortet. 5. Der Gemeinderat bedankt sich bei der IG MFASW für die Kostenbeteiligung von 50 Prozent der ungedeckten Kosten, höchstens aber 3000 Franken. 6. Die IG MFASW wird eingeladen , der Gemeinderatskanzlei den Namen des Referenten aus ihrer Mitte zu nennen.

An dieser Stelle möchte ich nun wie folgt einige Fragen in den Raum stellen? Warum blockten einige angefragte Personen (aus der deutschen Schweiz)sofort ab? Ich fragte Landwirte an, die über ihre Erfahrungen im Bereich Landwirtschaft, Viehwirtschaft und Ökoligie rund um den Bauernhof im Zusammenhang mit UMTS referieren könnten. Alle, mit denen ich Kontakt aufgenommen habe, erklärten mir unabhängig voneinander, dass sie aus Angst vor Repressionen nicht an einem öffentlichen Podium teilnehmen könnten. Sie alle wären aber sehr froh darüber, wenn endlich überall über UMTS und mögliche Folgen geredet würde. Ich habe sogar über offen ausgesprochene Drohungen gegenüber UMTS Kritikern, deren Familien und sogar gegenüber deren Kindern von Seiten von Behörden und Mobilfunkanbietern gehört (Direktbetroffene). Nein, nicht aus Russland, sondern hier in unserer demokratischen Schweiz! Eine Betroffene sagte mir am Telefon unter Tränen, dass ich bitte ihren Namen nicht erwähnen solle, da sie in den letzten Monaten durch die ganze Geschichte auch noch krank geworden sei ... Wollen wir hier in Wattwil solche Zustände auch noch hinnehmen?

Komme ich zum zweiten Punkt: Mir soll niemand ins Gesicht sagen, dass UMTS zum jetzigen Zeitpunkt nicht belastend ist. Da bis jetzt wissenschaftlich nicht erwiesen ist, welche Folgen diese neue Technologie im Bezug auf Gesundheit, Umwelt und Natur hat, kann man mit Gewissheit sagen, dass UMTS oder der Umstand, dass man damit zu tun hat (oder sich dagegen wehrt), der Gesundheit schaden kann (zu möglichen unerwünschten Wirkungen lesen sie unsere Gesetzgebung oder fragen sie ihren Arzt oder Apotheker).

Als dritten Punkt führe ich an, dass im Gesetz unserer Gemeinde unter dem Punkt Aufgaben Folgendes festgehalten ist: Art. 3 Die Gemeinde erfüllt die Aufgaben, die der Staat ihr durch Verfassung und Gesetz zuweist, und Aufgaben, die sie im öffentlichen Interesse selbst wählt. Ich frage mich, welche Schweizer Gemeinde den Mut hat und Aufgaben im öffentlichen Interesse selbst wählt. Könnte es wohl Wattwil sein? Als die Gemeinde, die sich als Vorläuferin in Sachen Mobilfunkabklärungen und evtl. sogar für eine Volksiniative gegen den weiteren Mobilfunkausbau der dritten Generation einsetzen würde (Vision)?

Die vierte Frage ist: Wie ist es möglich, dass sich mittlerweile über 700 Personen in den Unterschriftenlisten eingetragen haben und es immer noch Mitbürger gibt, die von dieser Aktion zu Gunsten der Gesundheit und eines lebenswerten Umfeldes nichts wissen? Ich bitte alle, die auf irgendeine Art und Weise daran denken, sich im Namen unserer Kinder zu besinnen, wie die Zukunft aussehen könnte, bezüglich der bereits arg in Mitleidenschaft gezogenen Natur und der Umwelt und auch bezüglich der zukünftigen technologischen Entwicklungen. Wir wollen nicht stehen bleiben, sondern vernünftige Entscheide fällen, die unsere Zukunft nicht belasten, sondern bereichern.

Geben Sie uns Ihre Stimme, denn zusammen sind wir stark! Die Unterschriftenaktion läuft noch bis zur Informationsveranstaltung vom 8. Dezember, es liegen in verschiedenen Läden, Restaurants und Arztpraxen Unterschriftenlisten auf. Alle Unterschriften werden laufend dem Gemeindepräsidenten übergeben - so hat auch die Behörde etwas in den Händen, das ihnen Rückhalt, Unterstützung aus der Bevölkerung gibt. Ich bedanke mich bei allen, die diese Aktion unterstützen.

Laut einem Artikel aus dem Tagblatt vom 15. November liegen die Mobilfunkanbieter Swisscom, Orange und Sunrise übrigens im Zeitplan beim Aufbau des UMTS-Netzes, freuen wir uns ...

D. V.B.

Anm. Name und Adresse des Leserbriefschreibers ist Gigaherz bekannt.

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