Artikel im Blick
http://www.blick.ch/news/schweiz/die-an ... weg-134392
Fusion Orange-Sunrise
Die Antennen-Lüge: Nur 150 Masten kommen weg!
Kommt das grosse Abrüsten? Im Gegenteil: Die Strahlung wächst – weil wir das Handy immer öfter nutzen.
Von Daniel Meier | Aktualisiert um 10:15 | 27.11.2009
Strahlende Aussicht: Eine Mobilfunkantenne bei Bürchen VS. (Keystone)
Die gute Nachricht bei der Mega-Fusion von Orange und Sunrise: Künftig braucht es 30 Prozent weniger Handy-Masten, weil die zwei Firmen ihre Netze zusammenlegen (im BLICK).
Hoffnung für die vielen Antennen-Gegner im ganzen Land. Sie kämpfen gegen Masten in ihrer Nachbarschaft, weil sie sich vor dem Elektrosmog fürchten. Mit Einsprachen, mit Initiativen. Aber wie viele Sender verschwinden wirklich, wenn die Fusion zustande kommt?
Orange und Sunrise haben 5600 Masten ...
Landesweit gibt es heute über 10´000 Antennen-Masten, davon gehören 5300 der Swisscom und 5600 Orange und Sunrise. Und von diesen 5600 Masten würden nur gerade 150 abmontiert! Das bestätigt Orange gegenüber BLICK. Welche konkreten Standorte abgeschaltet werden, könne man noch nicht sagen.
150 Masten – weniger als drei Prozent. Dabei hatte Sunrise-Chef Christoph Brand noch vor Kurzem versprochen, dass «2000 Antennen im ganzen Land eingespart werden könnten», falls man das Netz mit Orange zusammenlegen würde.
... doch die Netze sind bald überlastet
Unsinn. Das würde nur dann stimmen, wenn die Handy-Nutzung auf dem heutigen Stand stehen bleiben würde. Aber: Wir telefonieren immer häufiger und vor allem laden wir unterwegs immer mehr Daten herunter – zum Beispiel Musik oder Videos aufs i P h o n e. Deshalb sind die Netze bald überlastet.
Also muss man ständig neue Antennen in Betrieb nehmen – unabhängig von der Fusion. Die Aufsichtsbehörde Comcom stellt klar: «Dass durch die Übernahme die Zahl der Antennen massiv zurückgeht, ist eine Illusion.»
Fusion erspart uns ein paar neue Antennen
Immerhin braucht es dank der Fusion weniger neue Masten. Bauen sie getrennt weiter, müssten Orange und Sunrise bis 2014 laut eigenen Angaben etwa 2200 Masten zusätzlich aufstellen. Legen sie das Netz zusammen, sind es deutlich weniger – eben die 30 Prozent, die jetzt gross angekündigt wurden.
Doch Antennen-Gegner glauben nicht einmal an den Mini-Abbau von 150 bestehenden Masten. Hans-U. Jakob von der IG Elektrosmog-Betroffener: «Das ist undenkbar, dass die auch nur eine einzige Antenne abschalten.» Und falls doch? «Dann würde ich Halleluja singen.»
Artikel im Blick http://www.blick.ch/news/schweiz/die-antennen-luege-nur-150-masten-kommen-weg-134392
Fusion Orange-Sunrise
Die Antennen-Lüge: Nur 150 Masten kommen weg!
Kommt das grosse Abrüsten? Im Gegenteil: Die Strahlung wächst – weil wir das Handy immer öfter nutzen.
Von Daniel Meier | Aktualisiert um 10:15 | 27.11.2009
Strahlende Aussicht: Eine Mobilfunkantenne bei Bürchen VS. (Keystone)
Die gute Nachricht bei der Mega-Fusion von Orange und Sunrise: Künftig braucht es 30 Prozent weniger Handy-Masten, weil die zwei Firmen ihre Netze zusammenlegen (im BLICK).
Hoffnung für die vielen Antennen-Gegner im ganzen Land. Sie kämpfen gegen Masten in ihrer Nachbarschaft, weil sie sich vor dem Elektrosmog fürchten. Mit Einsprachen, mit Initiativen. Aber wie viele Sender verschwinden wirklich, wenn die Fusion zustande kommt?
Orange und Sunrise haben 5600 Masten ...
Landesweit gibt es heute über 10´000 Antennen-Masten, davon gehören 5300 der Swisscom und 5600 Orange und Sunrise. Und von diesen 5600 Masten würden nur gerade 150 abmontiert! Das bestätigt Orange gegenüber BLICK. Welche konkreten Standorte abgeschaltet werden, könne man noch nicht sagen.
150 Masten – weniger als drei Prozent. Dabei hatte Sunrise-Chef Christoph Brand noch vor Kurzem versprochen, dass «2000 Antennen im ganzen Land eingespart werden könnten», falls man das Netz mit Orange zusammenlegen würde.
... doch die Netze sind bald überlastet
Unsinn. Das würde nur dann stimmen, wenn die Handy-Nutzung auf dem heutigen Stand stehen bleiben würde. Aber: Wir telefonieren immer häufiger und vor allem laden wir unterwegs immer mehr Daten herunter – zum Beispiel Musik oder Videos aufs i P h o n e. Deshalb sind die Netze bald überlastet.
Also muss man ständig neue Antennen in Betrieb nehmen – unabhängig von der Fusion. Die Aufsichtsbehörde Comcom stellt klar: «Dass durch die Übernahme die Zahl der Antennen massiv zurückgeht, ist eine Illusion.»
Fusion erspart uns ein paar neue Antennen
Immerhin braucht es dank der Fusion weniger neue Masten. Bauen sie getrennt weiter, müssten Orange und Sunrise bis 2014 laut eigenen Angaben etwa 2200 Masten zusätzlich aufstellen. Legen sie das Netz zusammen, sind es deutlich weniger – eben die 30 Prozent, die jetzt gross angekündigt wurden.
Doch Antennen-Gegner glauben nicht einmal an den Mini-Abbau von 150 bestehenden Masten. Hans-U. Jakob von der IG Elektrosmog-Betroffener: «Das ist undenkbar, dass die auch nur eine einzige Antenne abschalten.» Und falls doch? «Dann würde ich Halleluja singen.»