ELEKTROSMOG
400 von 600 Anlagen müssen saniert werden
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Damit die Bevölkerung vor Elektrosmog geschützt ist, müssen in der Stadt Zürich 400 von 600 Anlagen saniert werden. Das ewz hat mit den Arbeiten schon begonnen, wie es am Montag mitteilte. In der Schweiz gelten die weltweit tiefsten Grenzwerte.
Bei den Anlagen handelt es sich laut Lukas Küng vom ewz um Transformatoren in den Stadtquartieren. Einige von ihnen sind im Besitz von privaten Grosskunden, die meisten aber gehören dem ewz. Viele davon sind in öffentlichen Gebäuden untergebracht, unter anderem in Schulhäusern und Kindergarten-Gebäuden.
Für die Überprüfung und Sanierung sei eine Prioritätenliste erstellt worden, sagte Küng. An erster Stelle standen die Anlagen in Schulhäusern und Kindergärten. Bis heute wurden rund 25 von 50 Anlagen saniert oder teilsaniert.
Als Massnahmen werden beispielsweise Leitungen von der Decke (direkt unter einem benutzten Raum) auf den Boden der Anlage verlegt oder Abschirmbleche eingebaut. Manchmal genügen auch geringfügige betriebliche Änderungen.
Sanierungsmassnahmen sind gemäss ewz in rund 400 der 600 Anlagen nötig. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 20 Millionen Franken. Sie werden laut Küng via Stromrechnungen bezahlt.
Die Auswirkungen von Elektrosmog auf die Gesundheit sind umstritten. Die einen versichern, es gebe gar keine negativen Folgen. Die anderen sind überzeugt, dass die Strahlung das Risiko schwerwiegender Krankheiten wie Leukämie erhöhe.
ewz leistet Pionierarbeit
Die Verordnung zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) - landläufig Elektrosmog - ist seit fünf Jahren in Kraft. Wie dafür zu sorgen ist, dass die Grenzwerte eingehalten werden, ist allerdings noch nicht festgelegt.
International gilt für das Magnetfeld ein Grenzwert von 100 Mikrotesla bei 50 Herz. In der Schweiz wurde der Grenzwert für Orte, wo sich regelmässig mehr als vier Stunden am Tag Menschen aufhalten, hundertmal tiefer bei 1 Mikrotesla angesetzt. Bei diesen tiefen Werten habe man mit Sanierungsarbeiten «relativ wenig Erfahrung», sagte Küng: Das ewz leiste Pionierarbeit- in enger Zusammenarbeit mit der ETH. (sda/cze)