von Chris » 13. Januar 2005 13:15
Man möge mir verzeihen, wenn ich ein gewisses Misstrauen in diesen Versuch nicht ganz unterdrücken kann.
Prof. Norbert Leitgeb hat bisher nicht eben zu jenen Wissenschaftern gehört, die die elektromagnetische Strahlung als Ursache für die verschiedenen Gesundheitsbeschwerden vermuten oder gar anerkennen. Aber vielleicht hat er sich ja unterdessen vom Saulus zum Paulus gewandelt.
Dann wären da noch ein paar Fragen, deren wahrheitsgemässe Beantwortung erst meine Zweifel zerstreuen könnten.
1. Wer finanziert diese österreichweite Studie? Doch hoffentlich nicht die Mobilfunkindustrie, denn dann kennen wir ja schon im voraus das Resultat. Aber wer bezahlt das sonst, denn es ist in jedem Fall teuer?
2. Wie und durch wen wird sicher gestellt, dass an Mobilfunksendern während der Versuchsdauer nicht manipuliert wird? Wir wissen doch, dass diese sich von der Zentrale aus steuern lassen.
3. Ist sicher gestellt, dass die Probanden nach den richtigen Kriterien ausgewählt wurden? Es ist nicht egal, ob es sich um junge, gesunde Männer oder um den Durchschnittsbürger mittleren und höheren Alters handelt. Da auch Kinder vermehrt mit Schlafstörungen reagieren, sollte auch bei dieser Gruppe festgestellt werden, welches die Ursachen sind.
4. Zuguterletzt: Wem ist es nicht auch schon aufgefallen, dass noch nie über fast kein Thema in der Medizin in den letzten Monaten mehr geschrieben, diskutiert und Versuche der verschiedensten Arten angestellt wurden, als über Schlafstörungen? Kein Schaufenster einer Apotheke, das nicht ein wirksam sein sollendes Mittel gegen Schlafstörungen anpreist. Das kann doch nur daher kommen, dass es immer mehr Menschen gibt, die 2-3mal des nachts aufwachen und keinen erholsamen Schlaf mehr finden.
So vielversprechend sich die Ankündigung eines solch landesweiten Versuches anhört, meine Zweifel werden sich erst dann verflüchtigen, wenn ganz klar ist, wie und wo und mit welchen Mitteln diese Untersuchungen stattfinden. Wenn es dann am Ende etwa heisst: Der Mobilfunk ist in den meisten Fällen völlig unschuldig, dann wissen wir, was wir davon zu halten haben.
Ach ja, fast vergessen: Sollte sich der Mobilfunk als Verursacher der Schlafstörung entpuppen, was wird wohl dann geschehen? Werden dann alle Wohnungen abgeschirmt und wenn ja, auf wessen Kosten?
Oder ganz kühn gefragt: Müssen die Mobilfunkbetreiber dann am Ende gar ihre Antennen abbrechen?
Chris
Man möge mir verzeihen, wenn ich ein gewisses Misstrauen in diesen Versuch nicht ganz unterdrücken kann.
Prof. Norbert Leitgeb hat bisher nicht eben zu jenen Wissenschaftern gehört, die die elektromagnetische Strahlung als Ursache für die verschiedenen Gesundheitsbeschwerden vermuten oder gar anerkennen. Aber vielleicht hat er sich ja unterdessen vom Saulus zum Paulus gewandelt.
Dann wären da noch ein paar Fragen, deren wahrheitsgemässe Beantwortung erst meine Zweifel zerstreuen könnten.
1. Wer finanziert diese österreichweite Studie? Doch hoffentlich nicht die Mobilfunkindustrie, denn dann kennen wir ja schon im voraus das Resultat. Aber wer bezahlt das sonst, denn es ist in jedem Fall teuer?
2. Wie und durch wen wird sicher gestellt, dass an Mobilfunksendern während der Versuchsdauer nicht manipuliert wird? Wir wissen doch, dass diese sich von der Zentrale aus steuern lassen.
3. Ist sicher gestellt, dass die Probanden nach den richtigen Kriterien ausgewählt wurden? Es ist nicht egal, ob es sich um junge, gesunde Männer oder um den Durchschnittsbürger mittleren und höheren Alters handelt. Da auch Kinder vermehrt mit Schlafstörungen reagieren, sollte auch bei dieser Gruppe festgestellt werden, welches die Ursachen sind.
4. Zuguterletzt: Wem ist es nicht auch schon aufgefallen, dass noch nie über fast kein Thema in der Medizin in den letzten Monaten mehr geschrieben, diskutiert und Versuche der verschiedensten Arten angestellt wurden, als über Schlafstörungen? Kein Schaufenster einer Apotheke, das nicht ein wirksam sein sollendes Mittel gegen Schlafstörungen anpreist. Das kann doch nur daher kommen, dass es immer mehr Menschen gibt, die 2-3mal des nachts aufwachen und keinen erholsamen Schlaf mehr finden.
So vielversprechend sich die Ankündigung eines solch landesweiten Versuches anhört, meine Zweifel werden sich erst dann verflüchtigen, wenn ganz klar ist, wie und wo und mit welchen Mitteln diese Untersuchungen stattfinden. Wenn es dann am Ende etwa heisst: Der Mobilfunk ist in den meisten Fällen völlig unschuldig, dann wissen wir, was wir davon zu halten haben.
Ach ja, fast vergessen: Sollte sich der Mobilfunk als Verursacher der Schlafstörung entpuppen, was wird wohl dann geschehen? Werden dann alle Wohnungen abgeschirmt und wenn ja, auf wessen Kosten?
Oder ganz kühn gefragt: Müssen die Mobilfunkbetreiber dann am Ende gar ihre Antennen abbrechen?
Chris