E-Smog: Beruhigen statt forschen

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Re: E-Smog: Beruhigen statt forschen

von mips » 24. Januar 2005 18:17

Wie Frau Buchs schon erwähne, der Vergleich, dass Stromsparlampen in 30 cm Abstand so stark strahlen wie ein aktiv sendendes Handy, hinkt.

1: Eine Stromsparlampe strahlt NF und gerade knapp im HF-Bereich h(ein paar kHz), ein Handy dagegegen im Mikrowellenbereich. Das Handi ist AM gepulst, das kann ich bei einer Lampe nicht feststellen.

2. Verglichen mit einem Handy welchen Typs, mit welcher Leistungsstufe und in welchem Abastand.

Für mich sind Stromsparlampen aus Energiespargründen vertretbar, aber nicht in Arbeits und Leselampen, aber auch nicht über dem Esstisch. Für Treppenhaus und Aussenbeleuchtungen, die nicht gleich nach kurzer Zeit wieder ausgehen sollten, sollte auf energiesparende Technologie nicht verzichtet werden.

Mit geerdeten Lampengehäusen kann die Strahlung wesendlich vermindert werden. Schade ist, dass die Hersteller die elektronischen Vorschaltgeräte dieser Leuchtmittel nicht schirmmen.

Kennt jemand die genauen Werte der Neosys- Messungen?

E-Smog: Beruhigen statt forschen

von Elisabeth Buchs » 20. Januar 2005 09:09

Unter diesem Titel ist in der Zeitschrift Saldo (inseratefrei und unabhängig) ein Beitrag über Energiesparlampen erschienen. Zwei Bundesämter behaupten, der Elektrosmog sei bei Energiesparlampen kein Problem. Die Hersteller zahlten an die Studie.

Geringe elektromagnetische Strahlung von Energiesparlampen. Unter diesem Titel fasst das Bundsamt für Energie (BFE) eine aktuelle Studie zusammen. Die Strahlung bewege sich im Rahmen anderer Haushaltgeräte und halte deren Grenzwerte deutlich ein. Fazit des Bundes: Energiesparlampen können ohne Bedenken eingesetzt werden.

Eine von Saldo in Auftrag gegebene Studie kam letzten Oktober zu andern Schlüssen. Ein unabhängiges Labor (Neosys AG in Gerlafingen SO) stellte fest, dass Stromsparlampen in 30 cm Abstand so stark strahlen wie ein aktiv sendendes Handy. (Mir scheint, dieser Vergleich hinkt etwas). Das kann bei elektrosensiblen Menschen zu Kopfweh führen, auch wenn die Grenzwerte nicht überschritten sind.

Fachleute bemängeln an der Bundesstudie, dass Messungen auf einer so grossen Skala präsentiert werden, dass kaum erkennbar ist, wie viel Elektrosmog tatsächlich abgestrahlt wird. Zudem gehe die Untersuchung nicht auf die Unterschiede verschiedener Lampen ein. Der E-Smog von Energiesparlampen wurde mit Haushaltgeräten verglichen, die nur kurz in Betrieb sind.

In Auftrag gegeben wurde die Studie des Bundes ausgerechnet von jener Fachstelle, die den Einsatz von Sparlampen propagiert. Zudem erstaunt, dass sich der Bund heikle Studien von der Industrie mitfinanzieren lässt. Dazu das BFE: Die Lampenhersteller Philips und Osram zahlten einen Drittel der Kosten. Das habe aber keinen Einfluss auf die Resultate.

Hier geht es einmal mehr um das Thema Unabhängigkeit von Studien. Bzw. um die Frage: wer ist interessiert an einer Studie? Wer ist bereit diese zu finanzieren und weshalb? Z.B. die Frage, wenn der Staat Studien z.B. über Mobilfunkstrahlung durchführen lässt und gleichzeitig Hauptaktionär ist bei der Swisscom und an den UMTS-Lizenzen verdient. Wenn die Betreiber eine Studie finanzieren, wollen diese ihr Geld in eine Studie investieren, welche für sie unbequeme Tatsachen bringt?

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

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