Wil: Gegen Ausbau auf Vorrat

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Wil: Gegen Ausbau auf Vorrat

von The Future's Black » 20. Januar 2005 12:52

© St. Galler Tagblatt; 19.01.2005

Wil

Wiler Zeitung / Volksfreund

Leserbrief

Gegen Ausbau auf Vorrat

Am 15. November dieses Jahres hat die Baukommission der Stadt Wil das Bauprojekt einer UMTS Sendeanlage an der Bronschhoferstrasse in Wil bewilligt. Sie beruft sich auf die gesetzlichen Grundlagen, nach denen die Bauvorschriften und die Strahlengrenzwerte eingehalten werden. Die über 700 Einsprachen, zu denen auch jene der Kantonalen psychiatrischen Dienste und der Oberstufe Sonnenhof zählen, lehnt die Baukommission ab. Für alle Betroffenen in diesem dichten Wohngebiet ist dies eine bittere Enttäuschung, denn die gesundheitlichen Bedenken dieser Menschen sind ehrlich.

Die Erfahrungen Betroffener und die neuen, medizinischen Untersuchungen bestätigen die negativen Auswirkungen. Lässt es der Stadtrat wirklich zu, dass eine Sekundarschule, ein Altersheim, eine Klinik und sogar die Kinder des Kindergartens Letten, 64,5 Meter entfernt, diesem Risiko ausgesetzt werden? In einem Zeitungs-Interview zum Ablauf der letzten Legislaturperiode äusserte Stadtpräsident Bruno Gähwiler im Zusammenhang mit Strahlenbelastungen und bevorstehendem Fluglärm: «Alle wollen die Annehmlichkeiten, den Komfort, aber niemand will die Schattenseiten hinnehmen.»

Diese einfache Pauschalformel kann verletzend sein. Hat Bruno Gähwiler an die vielen Menschen gedacht, die gar keine UMTS-Leistungen mit Übertragungen von Erotikfotos, Videos, oder PC-Dateien wollen, hingegen voll den Strahlenbelastungen ausgesetzt sind? Wir bekämpfen nicht grundsätzlich die neuen Technologien, sind aber gegen einen rücksichtslosen Ausbau auf Vorrat und gegen Sendeanlagen mitten in dichten und homogen gewachsenen Wohngebieten. Es geht auch anders: Wir erfahren zunehmend von Verantwortlichen benachbarter Städte und Gemeinden, die sich öffentlich gegen Mobilfunk-Sendeanlagen in Schul- und Wohnbereichen äussern; im Wissen, dass sie im Falle von Baugesuchen in eine ähnlich schwierige Bewilligungssituation geraten würden wie die Stadt Wil. Weil aber die Betreiber nicht lange prozessieren, sondern rasch bauen wollen, meiden sie heikle Zonen zum Vornherein.

Unsere Aktionsgruppe vertritt 700 «offizielle» Einsprecher. Das sind vorwiegend Haushaltungen. Die Anzahl der betroffenen Personen beträgt somit ein Mehrfaches. Die Bewohner von Altersheim, Klinik, Schulen und Kindergärten dazugerechnet, ergäbe eine Menschenkette vom Bahnhof Wil bis ins Ortszentrum von Bronschhofen! Wir ersuchen den Stadtpräsidenten sowie die Damen und Herren Stadträte, die Ängste dieser vielen Menschen wirklich ernst zu nehmen! Wir hoffen im neuen Jahr auf einen offenen und ehrlichen Dialog und ersuchen den Stadtrat, uns künftig zu unterstützen und alles zu unternehmen für eine allseits verträgliche Lösung.

Guido Bundi

Namens der Aktionsgruppe «Keine Mobilfunkantenne neben dem Kindergarten Letten»

Lettenstrasse 76, 9500 Wil

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