von Britta » 22. August 2010 16:03
.....und setzt Verstärker in den Waggons ein. Sind jetzt das gute oder schlechte Nachrichten? Noch mehr E-Smog im Waggon oder weniger?
Gelesen in der SonntagsZeitung:
Die SBB fahren noch vier Jahre in Funklöcher
Ein 50 Millionen Franken teures Projekt soll bis 2015 für störungsfreies Telefonieren in Zügen sorgen
BERN Die drei Mobilfunkanbieter Orange, Sunrise und Swisscom sagen den Funklöchern im ZugFernverkehr den Kampf an: Gemeinsam wollen sie die 1200 SBBWagen mit Antennen ausstatten, um den UMTS-Signal-Empfang zu verbessern. «Für den Datentransfer ist die Netzqualität absolut entscheidend», sagte Swisscom-CEO Carsten Schloter.
Doch die gemurmelten «Hallo, hörst du mich noch?» werden noch bis 2015 zum Pendleralltag gehören. So lange brauchen die Telecomanbieter, die sich im Konsortium Intraincom zusammengetan haben, um das über 50 Millionen Franken teure Projekt zu realisieren.
Ursache für die nervigen Funklöcher sind hauptsächlich die beschichteten Fensterscheiben der SBB-Züge, welche die 3G-Wellen bis ins Wageninnere um Faktor 1000 abschwächen. Weil die Beschichtung für den Wärmehaushalt in den Wagen zwingend ist, müssen die drei Anbieter neue Wege gehen. Auf dem Waggondach wird eine 3G-Antenne installiert, die verbunden ist mit einem Verstärker im Zuginnern. An diesen angehängt werden Spezialkabel, die auf der ganzen Zuglänge eingezogen werden und das Signal so gleichmässig im Zug verteilen. Statt wie bisher maximal 40 Personen können so künftig 100 Passagiere pro Anbieter, also total 300, parallel aus einem Zug heraustelefonieren. Das geplante System ist auch auf die kommende 4G-Norm ausgerichtet, die eine vergleichbare Kapazität wie die in Häusern verwendeten Kupferkabel verspricht. Weltweit gibt es kein vergleichbar flächendeckendes Projekt.
Bereits im Herbst werden die ersten Pilotsysteme installiert. Nächsten Frühling soll mit der gross angelegten Installation begonnen werden, was bis 2015 dauert. Laut SBB müssen diese aufwendigen Arbeiten während der Routine-Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden.
Auf kurvigen Strecken mehrere Antennen pro Kilometer
Nebst den Zuginstallationen sind Antennen entlang den Zugstrecken geplant, um die Signale zu verstärken. Die Swisscom, welche über die meisten Mobilfunkantennen verfügt, plant, jeden Kilometer eine zu installieren, auf kurvigen Strecken sogar mehrere. Wegen der Kosten von 100 Millionen Franken dauert das ebenfalls noch einige Jahre.
.....und setzt Verstärker in den Waggons ein. Sind jetzt das gute oder schlechte Nachrichten? Noch mehr E-Smog im Waggon oder weniger?
Gelesen in der SonntagsZeitung:
Die SBB fahren noch vier Jahre in Funklöcher
Ein 50 Millionen Franken teures Projekt soll bis 2015 für störungsfreies Telefonieren in Zügen sorgen
BERN Die drei Mobilfunkanbieter Orange, Sunrise und Swisscom sagen den Funklöchern im ZugFernverkehr den Kampf an: Gemeinsam wollen sie die 1200 SBBWagen mit Antennen ausstatten, um den UMTS-Signal-Empfang zu verbessern. «Für den Datentransfer ist die Netzqualität absolut entscheidend», sagte Swisscom-CEO Carsten Schloter.
Doch die gemurmelten «Hallo, hörst du mich noch?» werden noch bis 2015 zum Pendleralltag gehören. So lange brauchen die Telecomanbieter, die sich im Konsortium Intraincom zusammengetan haben, um das über 50 Millionen Franken teure Projekt zu realisieren.
Ursache für die nervigen Funklöcher sind hauptsächlich die beschichteten Fensterscheiben der SBB-Züge, welche die 3G-Wellen bis ins Wageninnere um Faktor 1000 abschwächen. Weil die Beschichtung für den Wärmehaushalt in den Wagen zwingend ist, müssen die drei Anbieter neue Wege gehen. Auf dem Waggondach wird eine 3G-Antenne installiert, die verbunden ist mit einem Verstärker im Zuginnern. An diesen angehängt werden Spezialkabel, die auf der ganzen Zuglänge eingezogen werden und das Signal so gleichmässig im Zug verteilen. Statt wie bisher maximal 40 Personen können so künftig 100 Passagiere pro Anbieter, also total 300, parallel aus einem Zug heraustelefonieren. Das geplante System ist auch auf die kommende 4G-Norm ausgerichtet, die eine vergleichbare Kapazität wie die in Häusern verwendeten Kupferkabel verspricht. Weltweit gibt es kein vergleichbar flächendeckendes Projekt.
Bereits im Herbst werden die ersten Pilotsysteme installiert. Nächsten Frühling soll mit der gross angelegten Installation begonnen werden, was bis 2015 dauert. Laut SBB müssen diese aufwendigen Arbeiten während der Routine-Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden.
Auf kurvigen Strecken mehrere Antennen pro Kilometer
Nebst den Zuginstallationen sind Antennen entlang den Zugstrecken geplant, um die Signale zu verstärken. Die Swisscom, welche über die meisten Mobilfunkantennen verfügt, plant, jeden Kilometer eine zu installieren, auf kurvigen Strecken sogar mehrere. Wegen der Kosten von 100 Millionen Franken dauert das ebenfalls noch einige Jahre.