SBB stopft Funklöcher

Antwort erstellen


Um automatische Eingaben zu unterbinden, müssen Sie die nachfolgende Aufgabe lösen.
Smilies
:D :) :( :o :shock: :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[flash] ist ausgeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smilies sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: SBB stopft Funklöcher

von Eva Weber » 3. September 2010 18:56

Hallo Rosalia,

ich persönlich finde die Luft in Zügen nicht so schlecht. Wenn Sie nur zuweilen in der Bahn Kopfschmerzen haben, in Bussen und Straßenbahnen wenn telefoniert wird nicht, so nehme ich an, haben Sie mit dieser Technik offensichtlich keine direkten Probleme.

Da immer mehr Menschen Schlafschwierigkeiten haben, Erscheinungen in Richtung Burnout etc. und dies mit mittlerweile verzehnfachter elektromagnetischer Strahlung in nur 2 Jahrzehnten absolut zusammenhängen könnte, ist nach Anweisung der WHO, "nur die Symptome behandeln, nicht die Strahlung verringern", eine Umsatzsteigerung bei Arzneimitteln dadurch durchaus im Bereich der Realität. Tatsächlich gehen die Klagen der Krankenkassen in den letzten Jahren auch in diese Richtung.

Eva Weber

Kopfschmerzen in der Bahn

von Rosalia » 3. September 2010 07:28

Eva Weber hat geschrieben:Weil es relativ wenige Leute sind, die die Belastung merken und somit worauf ihre Beschwerden zurückzuführen sind

Vielleicht hat man nicht nur an die Mobilfunkindustrie gedacht, sondern zugleich an die Arzneimittelkonzerne, deren sowieso jährlich steigender
Umsatz durch zunehmende Schlaflosigkeit, Kopfschmerz und die durch Funk entstehenden Krankheiten in ungeahnte Höhen getrieben werden kann?
Sehr geehrte Frau Weber,

Wenn ich mit der Bahn unterwegs bin habe ich zuweilen auch Kopfschmerzen, meine aber es liegt an der schlechten Luft.
Die Handy standen für mich noch nie damit in Verbindung. Woran erkenne ich, Handy sind die Ursache für meine Kopfscherzen?

Das mit der Industrie verstehe ich nicht. Wo sehen sie da einen Zusammenhang?

von Eva Weber » 30. August 2010 09:49

Die rundum "funkmäßige" Zufriedenheit Ihrer Pendler lässt sich die Bahn schon etwas kosten. 50 Millionen Franken! Man stelle sich vor, dann können 300 Reisende zugleich telefonieren!

Doch in einem Zug können doch mehr als 300 Fahrgäste sein. Und es könnten ausgepfiffen z.B. 180 Fahrgäste sein, die ein und denselben Anbieter haben. Da reicht es doch schon wieder nicht! So eine Stümperei!

Wer jetzt schon Schwierigkeiten hat in öffentlichen Verkehrsmitteln durch Handys etc., der kann bei diesen Aussichten wirklich nur noch zynisch antworten.

Am besten eignet sich hierzu m. E. Fact Sheet 296 der WHO mit seiner Anweisung an die Ärzte in etwa: "...Nur die Symptome behandeln, nicht die Strahlung verringern, wie der Patient es für nötig hält, weder am Arbeitplatz noch im persönlichen Umfeld."

Weil es relativ wenige Leute sind, die die Belastung merken und somit worauf ihre Beschwerden zurückzuführen sind, ist auch folgendes Szenario vorstellbar:

Vielleicht hat man nicht nur an die Mobilfunkindustrie gedacht, sondern zugleich an die Arzneimittelkonzerne, deren sowieso jährlich steigender
Umsatz durch zunehmende Schlaflosigkeit, Kopfschmerz und die durch Funk entstehenden Krankheiten in ungeahnte Höhen getrieben werden kann?

Wie man so etwas macht, hat man uns ja im Kleinen mit der Schweinegrippe gezeigt. Ein bisschen Industrieeinfluss, und die Pandemiekriterien werden geändert, und das Geschäft läuft. Nur, im Gegensatz zum Mobilfunk haben es hier doch die meisten Leute gemerkt!

Eva Weber

von paul » 29. August 2010 12:36

Der Kluge reist im ... Auto!
Ich war zwar bisher nicht dieser Ansicht. Aber je länger je mehr überzeugt mich die SBB davon.

Es muss nicht immer alles online sein.
Es gibt viele Spielereien auf heutigen Elektronikspielzeugen, die nicht online statfinden. Sie sind grösstenteils auch sinnlos, aber verstrahlen dabei nicht noch die Gegend.
Man kann sich durchaus während Bahnfahrten aufs Musik hören, Foto und Filme schauen, E-Book lesen, offline spielen, kurz: Verwenden von lokalen Daten beschränken. Der überwiegende Teil der übermittelten Daten und Gespräche sind ohnehin Müll, und würden bei angemessen hohen Tarifen nicht übermittelt.

«Für den Datentransfer ist die Netzqualität absolut entscheidend», sagte Swisscom-CEO Carsten Schloter.

Das mag ja technisch und wirtschaftlich stimmen, aber gesundheitlich ist es eine Katastrophe.
Da fahre ich halt mit meinem stinkenden Auto, das Smog und etwas Elektrosmog produziert, herum. Der Smog ist minim, und den Elektrosmog vom Auto hab ich bisher einigermassen ertragen...

Das Theater um die Wichtigkeit des mobilen Daten(müll)-Transfers wird in iPhone4-Zeiten noch grösser. Lustige Online-Applikationen en masse, ohne wirklich von Bedeutung zu sein...auf Kosten der Gesundheit aller!


...aber bestimmt wird schon bald ein Repeater für jedes Auto zur Pflicht; denn es könnte ja sein, dass der Empfang in einem Unfall-Auto zu schlecht ist, um die Ambulanz anzurufen... :roll:

SBB stopft Funklöcher

von Britta » 22. August 2010 16:03

.....und setzt Verstärker in den Waggons ein. Sind jetzt das gute oder schlechte Nachrichten? Noch mehr E-Smog im Waggon oder weniger?

Gelesen in der SonntagsZeitung:

Die SBB fahren noch vier Jahre in Funklöcher
Ein 50 Millionen Franken teures Projekt soll bis 2015 für störungsfreies Telefonieren in Zügen sorgen

BERN Die drei Mobilfunkanbieter Orange, Sunrise und Swisscom sagen den Funklöchern im ZugFernverkehr den Kampf an: Gemeinsam wollen sie die 1200 SBBWagen mit Antennen ausstatten, um den UMTS-Signal-Empfang zu verbessern. «Für den Datentransfer ist die Netzqualität absolut entscheidend», sagte Swisscom-CEO Carsten Schloter.

Doch die gemurmelten «Hallo, hörst du mich noch?» werden noch bis 2015 zum Pendleralltag gehören. So lange brauchen die Telecomanbieter, die sich im Konsortium Intraincom zusammengetan haben, um das über 50 Millionen Franken teure Projekt zu realisieren.

Ursache für die nervigen Funklöcher sind hauptsächlich die beschichteten Fensterscheiben der SBB-Züge, welche die 3G-Wellen bis ins Wageninnere um Faktor 1000 abschwächen. Weil die Beschichtung für den Wärmehaushalt in den Wagen zwingend ist, müssen die drei Anbieter neue Wege gehen. Auf dem Waggondach wird eine 3G-Antenne installiert, die verbunden ist mit einem Verstärker im Zuginnern. An diesen angehängt werden Spezialkabel, die auf der ganzen Zuglänge eingezogen werden und das Signal so gleichmässig im Zug verteilen. Statt wie bisher maximal 40 Personen können so künftig 100 Passagiere pro Anbieter, also total 300, parallel aus einem Zug heraustelefonieren. Das geplante System ist auch auf die kommende 4G-Norm ausgerichtet, die eine vergleichbare Kapazität wie die in Häusern verwendeten Kupferkabel verspricht. Weltweit gibt es kein vergleichbar flächendeckendes Projekt.

Bereits im Herbst werden die ersten Pilotsysteme installiert. Nächsten Frühling soll mit der gross angelegten Installation begonnen werden, was bis 2015 dauert. Laut SBB müssen diese aufwendigen Arbeiten während der Routine-Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden.

Auf kurvigen Strecken mehrere Antennen pro Kilometer

Nebst den Zuginstallationen sind Antennen entlang den Zugstrecken geplant, um die Signale zu verstärken. Die Swisscom, welche über die meisten Mobilfunkantennen verfügt, plant, jeden Kilometer eine zu installieren, auf kurvigen Strecken sogar mehrere. Wegen der Kosten von 100 Millionen Franken dauert das ebenfalls noch einige Jahre.

Nach oben