Sendemasten ERP gross

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Re: effective oder equivalent?

von Hans-U. Jakob » 17. Mai 2005 10:26

Das ist sicher kein Pertpetuum Mobille. Sondern alles was sonst
kugelförmig in der Luft "verpufft" wird auf einen Punk fokussiert. An
diesem Punkt haben wir dann nicht die Wirkung einer 20 Watt-Antenne, sondern wegen dem Antennengewinn von 60, durch den Reflektor bedingt, diejenige einer 1200Watt Antenne die kugelförmig abstrahlen würde und für unseren kleinen Messpunkt auf der Kugeloberfläche nur gerade 20Watt übrig hätte.

Das braucht nicht länger diskutiert zu werden, weil es von sämtlichen
Behörden und Messtechnikern auf dem gesamten Globus so gemessen und weil es in allen Gesetzbüchern so festgehalten ist. Ich bin nicht der Erfinder dieser physikalischen Tatsachen, sondern nur derjenige der das wöchentlich 2 bis 3 mal misst und bestätigt erhält.

Denken Sie an den 20 Watt Laser, mit dessen auf den Punkt fokussierter Leistung die Aerzte Ihren Bauch aufschlitzen können. Mit einer 20Watt rundum strahlenden Glühlampe ginge das nicht.
Damit können wir ein für allemal die Diskussion um die ERP beenden.
Niemand kann an den messbaren Tatsachen was ändern.

Hans-U. Jakob

Re: Pitsch: Nimm die Wohnung! - Nein, lieber nicht!

von Gigaherz » 17. Mai 2005 09:44

Wieder so ein falscher Prophet, hier namens "Pitsch", der uns zum hundertelfundachtzigsten Mal vorbetet, die Schweiz habe 10mal strengere Grenzwerte als das restliche Europa. Diese Grenzwertlüge ist offenbar nur schwer auszurotten. Also wiederholen wir ebenso zum hundertelfundachtzigsten Mal, was wirklich Sache ist:

Diese angeblich so schönen tiefen Schweizer Grenzwerte gelten überhaupt nur an "Orten mit empfindlicher Nutzung" (OMEN), also in Schlaf-, Kinder-, Krankenzimmern. Und dies auch nur, wenn „es betrieblich und technisch machbar und finanziell tragbar ist“. Wenn nicht, dann darf auch höher gestrahlt werden. Daher ist diese Bestimmung von vornherein ein reiner Gummiparagraph.

Schon nicht mehr gelten diese Werte auf dem Balkon, auf der Terrasse, in Haus- und Dachgärten, auf dem Feld des Bauern. Dort gilt der Wert von 61 V/m, genau gleich wie im übrigen Europa. Handwerker, die im Freien arbeiten, wie Maurer, Gipser, Fassadenreiniger oder Maler, Gärtner, auch Landwirte dürfen gemäss NIS-Verordnung diesen Werten ausgesetzt sein.

Wer meint, er habe eine schöne Wohnung mit Dachterrasse oder Balkon, für die er auch eine angemessene Miete zahlt, muss wissen, dass diese unbenutzbar werden, wenn eine Antenne in der Nähe steht. Dafür haben wir sehr gute Beispiele aus der Praxis, z.B. in Basel.

Soviel zu dem Grenzwertschwindel, der immer und immer wieder präsentiert wird.

Diese "Schweizer Wunderwerte" werden in Innenräumen ausserdem ganz automatisch erreicht wegen der Abweichung zur Senderichtung und der Dämpfung der Baumaterialien. Genauso werden sie aber auch im übrigen europäischen Ausland in Innenräumen eingehalten, so dass die Mobilfunkbetreiber ganz begeistert zustimmen, wenn man von ihnen verlangt, die Schweizer Grenzwerte einzuführen. Sie müssen nämlich an ihren Anlagen überhaupt nichts ändern. Zahlreiche Messungen in den Nachbarländern, so in Deutschland (400 Messpunkte) haben dies ergeben.

Was richtig ist: Die Grenzwerte werden nicht in jedem Fall ausgereizt, in einzelnen Fällen gehen sie jedoch bis ans Limit, in wenigen Fällen überschreiten sie es sogar.

Zudem: „Wenn die Erfahrung in der Praxis gezeigt hat, dass die Grenzwerte zu keinem Zeitpunkt überschritten werden“, dann müssen wir uns fragen, was an diesen Werten nicht in Ordnung ist, wenn wir doch so viele Klagen über Gesundheitsbeschwerden auch bei diesen Werten zu hören bekommen. Solange diese auftreten, sind die Werte, ganz egal, ob eingehalten oder unterschritten nicht in Ordnung.

Noch eine andere Frage: Wieso hat sich denn sogar schon eine eigene Industrie entwickelt, die Abschirmprodukte herstellt (seriöse und leider auch sehr unseriöse), deren Geschäft recht gut floriert, wenn die Menschen doch von den phantastischen Schweizer Grenzwerten so gut geschützt sind????

Der menschliche (übrigens auch der tierische) Organismus richtet sich nicht nach Werten auf dem Papier, sondern folgt den Gesetzen der Natur. Und um diese kümmern sich weder die Politiker, die für die völlig wertlose NIS-Verordnung verantwortlich sind, noch die Mobilfunkbetreiber, denen die Gesundheit der Bevölkerung herzlich egal ist, weil sie nur ihren finanziellen Profit sehen.

Darum, der Rat an Alex: Überlegen Sie es sich gut, diese Wohnung zu nehmen und folgen Sie auf keinen Fall dem Rat eines falschen Propheten. Wir haben sein Posting hierher gesetzt, damit wir Gelegenheit haben, für alle, die es interessiert, die Wahrheit über die angeblich schützenden Grenzwerte zu vermitteln.

Gigaherz

Re: effective oder equivalent?

von Roland Steiger » 17. Mai 2005 09:08

Herr Jakob, sie haben Recht mit ihrer Darstelleung. Es gibt aber eine wichtige Randbedingung damit dies alles zutrifft: Man (oder das Messgerät) muss sich genau in der Hauptsenderichtung der Antenne aufhalten und zwar horizontal wie auch vertikal, so wie beim Autoscheinwerfer.

Wenn das nicht der Fall ist, dann nutzt einem weder die Leistung in ERP noch die effektive Leistung etwas. Hinter, über oder unter der Antenne ist die Feldstärke kleiner (wenn der Abstand der gleich ist).
Die Frage ist natürlich: Wie viel kleiner? Es darf niemand behaupten hinter der Antenne ist die Leistung gleich null aber sie ist weniger!

Gruss
Roland

Nimm die Wohnung!

von Pitsch » 17. Mai 2005 08:04

Hallo Alex

Nimm die Wohnung! ERP bedeutet folgendes: Bei der Betrachtung der abgestrahlten Leistung einer Antenne kommen die beiden Größen Effective Radiated Power (ERP) und Effective Isotropic Radiated Power (EIRP) mit ins Spiel. ERP gibt die effektiv abgestrahlte Leistung in der Hauptstrahlungsrichtung der Antenne an. In der Schweiz gelten 10x strengere Grenzwerte für Mobilfunkanlagen als im restlichen Europa. Weiter gilt zu beachten, wie die Antenne, die in deiner Nachbarschaft steht, ausgerichtet ist, d.h., wie die Sektoren aufgeteilt sind, und ob die Wohnung direkt, in der HAuptstrahlrichtung eines solchen Sektors liegt oder nicht. Grundstätzlich gilt: Die Antenne darf die festgelegten Grenzwerte in der neuen Wohnung zu keinem Zeitpunkt überschreiten, was sie mit Sicherheit auch nicht tut. Im Gegenteil: Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Mobilfunkanlagen in der Praxis viel tiefere Werte (V/m) ausweisen als bei der NIS-Berechnung ausgewiesen wurde. Ich kann dir nur raten, gefällt dir die Wohnung, Alex, nimm sie!

Re: effective oder equivalent?

von Alex » 16. Mai 2005 19:56

Hallo zusammen,

zuerst einmal Herzlichen Dank für eure ausführlichen Antworten, da lernt man ja so einiges. Tatsächlich hatte ich heute auch ein sehr eindrückliches Erlebnis. Ich stand unter einer Hochspannungsleitung mit einem Schirm (mit Holzgriff) bei Regen. Unglaublich als ich mit dem metallenem Schirmstab an mein Ohr kam fing es an zu surren. Als ich dann den Finger an den Stab hielt konnte man einen eindeutigen kontinuirlichen Lichtbogen entdecken. Da staunte ich nur noch.

Karl danke für die Angabe der Sendeleistung, somit gehe ich richtig der Annahme das vor meinem Fenster eine wirklich intesive Antenne steht.

Werde mich auf jedenfall für eine andere Wohnung umsehen.

Noch etwas zu Ihrem Beitrag
Herr Hans-U. Jakob
Eines ist mir nicht ganz klar, wenn ich Sie richtig verstanden habe, schreiben Sie das mit einer 20Watt-Antenne mittels bündelung (also wie beim Autoscheinwerfer) die gleiche intensität wie mit einer viel höheren z.B. 1200Watt Antenne an demselben Zielort erreichen.

Also bei der 20Watt Antenne erhält man durch die bündelung keine Verluste das heisst die ganze Leistung geht dorthin wo man sie haben möchte. Somit ist nach meiner Ansicht die Belastung nicht höher als 20 Watt.
Bei der 1200 Watt-Antenne welche die Strahlen nicht bündelt strahlt also alles in verschiedene Richtungen ab und an dem Ziel an welchen wir unsere Strahlen gerne haben würden erreichen wir nur 20Watt. Der Rest verpufft in der Umgebung.
Wie sollen wir jetzt plötzlich von einer 20Watt Antenne am Ziel 1200Watt haben? Das wäre ja sonst ein PerpetumMobile.

gruss alex

Re: effective oder equivalent?

von Karl » 15. Mai 2005 21:20

Hallo Frau Buchs, sie haben Recht.
http://www.com2b.ch/default.php?adresse ... ndorte.htm
Zitat von dort:

> Die Sendeleistung wird in folgenden Kategorien angegeben:
> - "sehr klein": Gesamtleistung ist weniger als 10 W
> - "klein": Die Gesamtleistung liegt im Bereich zwischen 10 und 100 W
> - "mittel": Die Gesamtleistung liegt im Bereich zwischen 100 und 1000 W
> - "gross": Die Gesamtleistung liegt im Bereich oberhalb 1 kW.
> Grössere Leistungen als einige 1000 W werden bei GSM- und
> UMTS-Basisstationen in der Regel nicht ausgesendet.

Karl

Re: effective oder equivalent?

von mips » 15. Mai 2005 12:43

In den Bakom- Seiten werden sie vergebens nach Wörten mit "ß" such - in der Schweiz wird das "ß" nicht verwendet!

Re: effective oder equivalent?

von Elisabeth Buchs » 15. Mai 2005 11:10

Hallo Karl

So ganz kann ich mich Ihrer Erklärung von "gross" nicht anschliessen und zwar weil die Bakom-Homepage noch Mobilfunkantennen mit der Bezeichnung "mittel" und "klein" führt.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: effective oder equivalent?

von Karl » 14. Mai 2005 17:16

Hallo Frau Buchs,

Sie fragten:
> Was meinen Sie mit (egl.) und Netto?
Das war zunächst mal ein Fehler, den ich richtiggestellt haben.

Das Wort "gross" in Alex' posting bedeutet nicht das deutsche "groß" mit Doppel-s geschrieben sondern das englische "gross" was auf Deutsch "brutto" heisst.

Das "E" bei ERP steht ebensooft für "effective" wie "equivalent". Das tut aber auch nichts zur Sache, denn was die Abkürzung bedeutet haben Sie ja ganz richtig erklärt.

Karl

Re: effective oder equivalent?

von Pegasus » 14. Mai 2005 11:47

Frage:

Ist nicht auch die Quelle eines Laser's relativ energiearm und durch die starke Bündelung der Strahlen der Lichtquelle kann man sogar Stahl zerschneiden?
Die Laserpointer waren ja auch mal in den Medien, da sie mit sehr kleiner Leistung sogar die Augen verletzen können....

Pegasus

Re: effective oder equivalent?

von Hans-U. Jakob » 14. Mai 2005 09:43

Textauszug aus http://www.gigaherz.ch/759

Swisscom-Gesundbeter hält Schweizer Aerzteschaft zun Narren:

Der Begriff "ERP" ist folgendermassen zu verstehen und am besten mit der Ausbreitung von Licht erklärbar.
Wäre der Sender ein Rundumstrahler mit kugelförmiger Abstrahlung, müsste, um am Zielpunkt A eine Lichtstärke von beispielsweise 400Lux zu erzeugen, mit einer Glühlampe von 2400Watt gestrahlt werden.
Nun kann man aber statt einer 2400Watt Glühlampe eine solche von 40Watt nehmen, diese mit einem ausgeklügelten, das heisst exzellent ausgespiegelten Reflektor versehen und erzielt damit am Zielpunkt A in der Hauptstrahlrichtung genau die gleiche Lichtstärke wie mit einer 2400Watt Lampe, die im freien Raum hängt und kugelförmig abstrahlt. In unserem Beispiel also wiederum 400Lux.

Das Prinzip ist vom Autoscheinwerfer her bestens bekannt. Hier wird mit einer 60Watt-Lampe mit Reflektor, vorne auf der Strasse dieselbe Lichtstärke erreicht, wie mit einer rundum strahlenden Glühbirne von 1200Watt auf dem Autodach. Ebenso interessiert uns beim Mobilfunk lediglich die Intensität, mit welcher der Zielpunkt A in der Hauptstrahlrichtung angestrahlt wird, und bei diesem herrscht in unseren Beispielen so oder so eine Lichtstärke von 400Lux.

Die Herren Professoren sollten sofort aufhören, von 20Watt Leistung zu sprechen. Die Intensität entspricht ganz klar derjenigen eines 1200Watt- resp 2400Watt- Senders, falls 2 Antennen übereinander montiert sind. Man spricht hier von Watt ERP oder equivalent radiated power. Das heisst zu Deutsch äquivalent abgestrahlte Leistung. Und abgestrahlt wird von einer Sektorantenne weg, weil sich dahinter ein ausgeklügelter Reflektor befindet, also kommen dort pro Antenne ganze 1200Watt ERP raus und nicht 20Watt.

Um die Strahlungsintensität zu berechnen oder auch zu messen, ist nur die äquivalent abgestrahlte Leistung massgebend. Was der Antenne zugeführt wird, ist uns und den Bestrahlten absolut egal. Denn für alle Auswirkungen am bestrahlten Ort, darunter fallen auch die Gesundheitsschäden, ist ausschliesslich die äquivalent abgestrahlte Leistung massgebend, sonst gar nix.

Das ist von der Physik und von den Gesetzgebern aller Länder dieser Erde so bestimmt und kann selbst von einem Professor der Thermographie nicht ausser Kraft gesetzt werden. Ebenso beweisen ausnahmslos alle Messresultate, vor gerichteten Antennen erfasst, die abgestrahlte und nie die zugeführte Leistung. Es handelt sich also nicht um einen Rechentrick, wie Professorinnen und Professoren in Ihrer völligen Inkompetenz behaupten, sondern um physikalisch absolut messbare und beweisbare Resultate.

Herr Professor Doktor Berz, hören Sie bitte auf, diesen Unsinn, zugeführte Leistung sei gleich abgestrahlter Leistung, zu verbreiten. Selbst wenn dieser Unfug von der Schweizer Ärztezeitung infolge mangelnder einschlägiger Fachkenntnis übernommen wurde, wird er nicht wahrer.

Textaus http://www.gigaherz.ch/759
von Hans-U. Jakob

Re: effective oder equivalent?

von Roland Steiger » 13. Mai 2005 15:19

Sehr geehrte Frau Buchs

Das ist richtig, ERP wird oft mit "Effective Radiated Power" verwechselt.

Ob es nun ein "rechnerischer Trick" ist, liegt wohl eher in der Betrachtungsweise. Ohne die Angabe von ERP müsste man einen Wert mehr haben um die Feldstärkt zu berechnen:
a) Abstand
b) Dämpfung (falls vorhanden)

c) Effektive Leistung
d) Antennengewinn
oder c) ERP

Aus diesen Zahlen kann die zu erwartende Feldstärke berechnet werden.

Freudliche Grüsse
Roland

effective oder equivalent?

von Elisabeth Buchs » 13. Mai 2005 08:45

So einfach ist das eben nicht. Soviel ich weiss bedeutet ERP Equivalent Radiated Power. Dies ist ein rechnerischer Trick um den Antennengewinn einzubeziehen. Wenn man von ERP spricht, nimmt man als Referenz eine Dipolantenne.

Von EIRP spricht man, wenn als Referenz eine isotropische Antenne (Kugelstrahler) genommen wird und das ist eigentlich ein theoretisches Gebilde.

Wenn man EIRP hat, teilt man durch 1,64 um ERP zu erhalten, bzw. mal 1.64 um von ERP EIRP zu bekommen.

Was meinen Sie mit (egl.) und Netto?

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Re: Sendemasten ERP gross

von Karl » 13. Mai 2005 07:36

Korrektur: "gross" muss natürtlich "brutto" heissen und nicht "netto".

Karl

Re: Sendemasten ERP gross

von Karl » 12. Mai 2005 20:10

Hallo Alex,

gross (egl.) Netto
ERP (engl.) effektive radiated power

so einfach ist das.

Karl

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