Die Schlacht von Wien- ein Krimi

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Aufgebrachte Verharmloser

von Gast x » 8. Februar 2011 18:31

Mit " Erol" und "Chefkoch" sind wiedereinmal zwei Freunde des mobilen Funks durch die engen Maschen dieses Forums geschlüpft, deren Heimat und Broterwerb ganz offenkundig das Münchner Forum gegen Mobilfunk-kritiker ist. Offensichtlich hat sie die Dokumentation zu den Skandalen am der Wiener Uni ziemlich aufgebracht. "Chefkoch" wird in seiner Darstellung ja richtig kreativ und " Erol" spielt wieder Maskerade. Seine Verhüllung als gemäßigter Bedenkenträger gegenüber Mobilfunk, prinzipieller Freund unserer Anliegen, ist aber langsam gähnend langweilig, schon lange durchschaut und kann nur als Mangel an Phantasie gedeutet werden. Wenn "Erol"vor Dramatisierung warnt, dann meint er, dass am besten alle Kritiker und Betroffenen die Klappe halten, den PC ausschalten und in der Versenkung verschwinden sollen. Natürlich kann ein renommierter Wissenschaftler wie Prof. Adlkofer eine so weitreichende Warnung wie die " für Leib und Leben" nicht ungeschützt geben. Wenn aber der moderne Mobilfunk, der uns inzwischen überall umgibt, in Miiliarden Handys, Decttelephonen, Wlan-Computern, drahtlosen " Bluetooth-" Geräteverbindungen, hunderttausenden Mobilfunkmasten, in "WiMax", "UMTS" ," Long-Term- Evolution", " Tetra", Funkmikros," Smartmeter" usw. usw. usw... genschädigendes Potenzial hat, dann geht es sehr wohl um Leib und Leben für alle Menschen. Und es kann keiner, der in dier Zivilisation bleiben will, sich diesen Dingen entziehen Mit " dramatisieren" hat das gar nichts zu tun. Es ist nur die konsequente Weiterführung des Gedanken, dass wir alle in einem Strahlennebel leben, der immer dichter wird und den immer mehr bedeutende Forscher für ungesund erachten.
Geradezu eine Zumutung ist es, wenn "Erol" als Korrektiv bzw. zur Einschätzung von " Reflex" auf das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz und seine Stellungnahme zu diesen Studien verweist und diese zur Lektüre empfiehlt. Unter Heranziehung der linientreuesten unter den wissenschaftlichen Entwarnern und unter Ausblendung weltweiter Studien, die" Reflex" bestätigen....

z.b.:
* Franzellitti et al. veröffentlichten im Oktober 2009 in Mutation Research eine Arbeit, in der sie nachweisen, dass in isolierten menschlichen Trophoblasten nach GSM-Exposition während 16 bzw. 24 Stunden die DNA-Strangbuchrate - genau so wie in Wien beobachtet - signifikant ansteigt. Eine Zunahme der DNA-Strangbruchrate wurde nicht gefunden, wenn die Zellen ausschließlich der Trägerfrequenz der Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren.
* Xu et al. folgten wenige Tage später mit einer Publikation in Brain Research, in der sie das genotoxische Potenzial der Mobilfunkstrahlung mit einer anderen Methode nachweisen. Sie berichten, dass die durch Sauerstoffradikale verursachte DNA-Adduktrate in den Mitochondrien von kultivierten Neuronen (Nervenzellen) nach einer 24-stündigen GSM-Exposition signifikant erhöht ist.
* In einer weiteren Anfang 2010 in den Neuroscience Letters erschienenen Arbeit berichten Campisi et al. über einen Anstieg von Sauerstoffradikalen und DNA-Strangbrüchen in primären Gliazellkulturen von Ratten nach der Exposition gegenüber einem Hochfrequenzfeld (900 MHz, GSM-ähnlich moduliert). Um diesen Effekt zu erzielen, reicht eine Exposition von lediglich 20 Minuten bei einer elektromagnetischen Feldstärke von 10 V/m (Grenzwert: 41 V/m) aus. Die genotoxische Wirkung blieb wiederum aus, wenn die Exposition gegenüber der unmodulierten Trägerfrequenz von 900 MHz erfolgte.
* Eine Anfang April 2010 im International Journal of Radiation Biology von Kesari et al. publizierte Arbeit belegt darüber hinaus, dass hochfrequente elektromagnetische Felder (2450 MHz, 50 Hz moduliert) ihre genotoxische Wirkung auch unter den Bedingungen des lebenden Organismus entfalten. In Hirnzellen von Ratten, die über 35 Tage je 2 Stunden bei einer Ganzkörper-SAR von ungefähr 0,11 W/kg bestrahlt wurden, war die DNA-Strangbruchrate hoch signifikant erhöht.
* Guler et al. haben in ihrer in General Physiology and Biophysics im März 2010 publizierten Arbeit ebenfalls Befunde vorgelegt, mit denen sie zeigen, dass auch weiße Neuseeland-Kaninchen auf die Exposition (15 Minuten pro Tag, 7 Tage lang) gegenüber GSM-ähnlichen 1800 MHz-Signalen (elektrische Feldstärke: 14 V/m, Grenzwert: 58 V/m) mit oxidativen Lipid- und Genschäden reagieren. Damit wird ein weiteres Mal der Nachweis dafür erbracht, dass modulierte hochfrequente elektromagnetische Felder weit unterhalb des geltenden Grenzwertes genotoxische Veränderungen im Gehirn von Ganzkörper-bestrahlten Versuchstieren verursachen können.
* Vorerst letzte Ergebnisse, die auf erbgutschädigende Wirkungen der GSM-1800 MHz-Signale hinweisen, sind im Juni 2010 anlässlich des Internationalen Meetings der Bioelectromagnetics Society (BEMS) in Seoul, Korea, von Xu et al. vorgestellt worden. In zwei von vier unterschiedlichen Zelllinien, in Lungenzellen des chinesischen Hamsters und in menschlichen Fibroblasten, wird wie in Wien nach einer 24-stündigen intermittierenden Strahlenexposition (5 Minuten an/10 Minuten aus) bei durchschnittlich 3 W/kg eine signifikante Erhöhung der DNA-Doppelstrangbruchrate beobachtet. Bei menschlichen Amnionzellen findet sich lediglich eine trendmäßige Erhöhung; und menschliche Linsenepithelzellen zeigten keinerlei Reaktion. Diese Ergebnisse sprechen demnach für eine zelltypspezifische Wirkung der GSM-Strahlung


...ist dieses BFS-Machwerk nichts als eine einzige Verharmlosung der brisanten Ergebnisse von Prof.Ruediger und Prof. Adlkofer.
Meinen Sie, wir erkennten nicht die Handschrift unseres obersten deutschen Strahlenschützers bzw. derjenigen, die das unsägliche deutsche Mobilfunkforschungsprogramm mit seiner mobilfunkindustriellen Finanzierung vollbracht haben?.

Was den literarischen Expressionismus anlangt, mit dem der "Chefkoch" uns die Kompromissformeln des Rates zur wissenschaft. Integrität in Austria schmackhaft machen will: Wie dieses Menue zustandekam, das können Sie in Prof. Richter und Prof Adlkofers Wiener Krimi auf den letzten Seiten genau nachlesen- wenig appetitlich!! Vielleicht ändert
sich Ihre Meinung, " Chefkoch" zu diesem Werk dann ja, wenn Sie die ganzen 25 Seiten wirklich auch gelesen haben. Eines aber bleibt;
Es gibt deutliche Hinweise auf gentoxische Wirkungen des Mobilfunks!:
Es gibt Hinweise auf krebsfördendes Potenzial im Mobilfunk!.

Dieses Salz bekommen Sie, Herr " Chefkoch" nicht wieder aus dem Essen heraus.

von Chefkoch » 8. Februar 2011 13:51

Gast x hat geschrieben: 3) Eine Bewertung der Ereignisse durch eine Kommission zur wissenschaftlichen Integrität in Österreich:
http://www.diagnose-funk.org/assets/oea ... 101126.pdf
Hintegrund: Anzeige gegen Prof. Dr.Schütz, Rektor -Uni Wien:
(Gegenspieler von Prof.Rüdiger und Prof. Adlkofer)
http://meduniwien.baywords.com/35/
Fazit: Trotz aller Relativierungsversuche durch diese Kommission bleibt das Forschungsergebnis von " Reflex" bestehen...
Sehr selektiv gelesen mag dies ja so sein. Ich sehe in dieser Veröffentlichung aber auch folgende Sätze:

Zu den Hinweisen betr. die Publikationen von Diem et al. 1999 und Ivancsits et al. 2002 hat Herr Prof. Rüdiger mündlich und schriftlich Stellung genommen und konnte die aufgeworfenen Fragen zum Teil klären. Es blieb allerdings unklar, wie aus den verfügbaren Originaldaten die publizierten Ergebnisse entstanden sind. Die Kommission konnte auf dieser Grundlage den von Herrn Lerchl erhobenen Fälschungsvorwurf weder bestätigen noch entkräften.

Sowie

Bei allen Publikationen entspricht die Dokumentation der Originaldaten und deren Darstellung nicht den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis und lassen somit die Sorgfalt vermissen, die notwendig ist, um die publizierten Ergebnisse nachvollziehen zu können.

und

Angesichts der Bedeutung der Ergebnisse für die breite Anwendung der Mobilfunktechnologie wäre es angebracht gewesen, vor der Publikation die Experimente von einer unabhängigen Arbeitsgruppe bestätigen zu lassen.

jetzt wird's interessant

Allerdings wurden die Experimente von Diem et al. 2005 von der Arbeitsgruppe um Herrn Prof. Speit im Jahr 2006, also nach der Veröffentlichung der Daten, wiederholt.

Nur um gleich wieder erüchternd zu werden

Dabei konnten die Ergebnisse der Wiener Arbeitsgruppe nicht reproduziert werden.

Typisch Ösiland die folgende Aussage

Der Umstand, dass Speit et al. die Ergebnisse nicht reproduzieren konnten, bedeutet nicht, dass damit der Fälschungsvorwurf bestätigt wäre.

Und was sie daraus schliessen

Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass die wissenschaftliche Gemeinschaft in diesem Feld noch zu keinem abschließenden Erkenntnisstand gelangt ist und insofern weitere sorgfältig geplante und durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen notwendig sind, um die eventuell bestehenden Zusammenhänge zwischen elektromagnetischer Strahlung und Zellschädigungen sowie deren Ursachen aufzuklären.

Krimi? Wenn ja, dann eher einer der schlechteren Sorte :-(

Die Schlacht von Wien - eine Inszenierung

von Erol » 8. Februar 2011 13:16

Gast x hat geschrieben:... und von seinem Ausgang unser aller Leben und Zukunft abhängt:
Nun, das ist wieder einmal maßlos übertrieben. Selbst wenn die Ergebnisse von REFLEX nicht gefälscht sind, sondern der Wahrheit entsprechen, geben sie lediglich einen HINWEIS darauf, dass da etwas sein könnte. Auch Prof. Adlkofer sieht dies so und verlangt deshalb, natürlich, weitere Forschung am lebenden Organismus. Davon, dass von REFLEX unser aller Leben und Zukunft abhängt, kann keine Rede sein.

Dramatisieren bringt uns nicht weiter, am besten lesen Sie sich einmal die Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz in Ruhe durch, die ist laienverständlich geschrieben und zeigt jedem klar und deutlich, was bei REFLEX Sache ist und ernst genommen werden muss - und was nicht.

http://www.bfs.de/elektro/papiere/reflex.pdf

Die Schlacht von Wien- ein Krimi

von Gast x » 7. Februar 2011 15:35

Die sog, " Reflexstudie", ein mit EU-Mitteln gefördertes Projekt zur Erkundung ,ob gepulste Mikrowellen schädlich für die Gene und möglicherweise krebserregend sind, war für sich genommen schon ein
spannendes und ertragreiches Unternehmen. Das was sich aber an die besorgniserregenden Resultate aus Wien anschloss, ist bis heute ein Krimi wie ihn kein Autor besser erfinden und schreiben könnte. Pikant, brisant daran ist nur, dass es nicht Fiktion, Phantasie ist, sondern dass dieses Kriminalstück in der Realität spielt und von seinem Ausgang unser aller Leben und Zukunft abhängt:

1) Eine Zusammenfassung der Ereignisse bis 2008:

http://www.profil.at/prod/560/handy/main.html

2) Eine kritische Bewertung der Ereignisse, ein chronologischer Kommentar:

http://www.profil.at/articles/0847/560/ ... ndystudien

3) Eine Bewertung der Ereignisse durch eine Kommission zur wissenschaftlichen Integrität in Österreich:

http://www.diagnose-funk.org/assets/oea ... 101126.pdf

Hintegrund: Anzeige gegen Prof. Dr.Schütz, Rektor -Uni Wien:
(Gegenspieler von Prof.Rüdiger und Prof. Adlkofer)
http://meduniwien.baywords.com/35/

Fazit: Trotz aller Relativierungsversuche durch diese Kommission bleibt das Forschungsergebnis von " Reflex" bestehen:

ES GIBT GENTOXISCHES POTENZIAL IM MOBILFUNK, d.h. ER KANN MITAUSLÖSEND SEIN FÜR KREBS.

4) Darstellung der Ereignisse durch Prof. Adlkofer und Prof. Richter: - der Krimi vollständig, lückenlos, detailiert, in druckreifem Gewand:

http://www.diagnose-funk.org/downloads/ ... -01-18.pdf

5) Der Versuch der Mobilfunklobbyisten, die klaren Ergebnisse zu negieren:

http://www.fmk.at/Medien/FMK-Presseauss ... udien-wurd

6) Eine sehr moderate, aber beeindruckende Darstellung der kontroversen Forschung zum Mobilfunk- mit klarer Tendenz, das mögliche Schädigungspotenzial sehr, sehr erntzunehmen:

http://www.youtube.com/watch?v=lHau0mAaG5c

Ein Stück, das die Wirklichkeit geschrieben hat-ein Stück, das für die Wirklichkeit von höchster Bedeutung ist.

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