von The Future's black » 25. Juli 2005 12:34
© Basler Zeitung; 23.07.2005; Seite 17
wirtschaft
«Internet-Telefonie ist nächste Revolution»
ComCom-Präsident Marc Furrer über VoIP, neue Mobilfunkantennen und zu hohe Handy-Preise
Interview: Tobias Bossard
baz: Herr Furrer, wann haben Sie letztmals über das Internet telefoniert?
Marc Furrer: Vor vier Wochen, in Zermatt. Dort habe ich an einem Forum Skype-Gründer Niklas Zennström getroffen. Er hat mir das Internet-Telefonie-Produkt seiner Firma gezeigt. VoIP-Technologie kenne ich aber seit den 1990er Jahren. Damals war die Qualität noch lausig und unbrauchbar.
Wie beurteilen Sie die Qualität heute?
Wir nutzen VoIP heute im ComCom-Sekretariat. Die Technologie hat noch nicht die Qualität der Festnetztelefonie erreicht, ist aber auf dem Weg dazu. VoIP wird den Telekom-Markt gehörig auf den Kopf stellen.
Inwiefern?
Der Transport von Voice-Daten, also Gesprächen, wird künftig wohl quasi kostenlos erfolgen, zuerst beim Festnetz, später auch beim Mobilfunk. Geld wird dann mit dem Verkauf von Inhalten wie Musikstücken und Filmen oder dem Verkauf von Endgeräten gemacht. Skype etwa lebt in erster Linie vom Verkauf von Headsets (Kopfhörer-Mikrofon-Kombination), die man zum Telefonieren an den Computer anschliesst. Einnahmen generiert man zudem weiterhin mit dem breitbandigen Internet-Zugang, wobei dies eine Flatrate sein wird: eine Gebühr, zu der man ununterbrochen online ist und beliebig viele Daten transportieren kann.
Riesige Veränderungen also ...
Es entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. Denn VoIP läutet die nächste Revolution in der Telekommunikationsindustrie ein. Für Anbieter wie Swisscom, Sunrise oder Orange ist diese Technologie eine der grössten Herausforderungen für die nächsten fünf bis zehn Jahre.
Wo liegen die Probleme bei VoIP?
Etwa bei den Notfallnummern. Wenn jemand über das Internet telefoniert, kann er das von der ganzen Welt aus mit der gleichen Nummer, etwa einer 061er, tun. Will man nun in einem Notfall die Polizei sprechen und wählt die 117, dann weiss das System nicht, an welche Polizeizentrale der Anruf gehen soll: an jene in Basel, in Genf oder gar an eine irgendwo im Ausland? Die Nummer ist schon identifizierbar, nicht aber der Ort, von dem aus man telefoniert. Ein anderes riesiges Problem ist, dass man Telefongespräche nicht mehr abhören kann.
Warum «Problem»? Aus Konsumentensicht ist dies doch sehr erfreulich.
Das schon, aber jene Leute, die den Terror bekämpfen, sehen das anders. Diese wollen auch die Internet-Telefonate abhören können.
Ist dies technisch überhaupt machbar?
Technisch ist fast alles machbar. Es braucht einfach seine Zeit. Meist ist es auch eine Frage der Kosten. Wenn VoIP durch Regeln verteuert wird, verliert die Technologie an Nutzen.
Im 1. Halbjahr 2006 versteigert die ComCom mit Wimax drei neue Konzessionen, die den drahtlosen Internet-Zugang ermöglichen, und zwar auf deutlich grössere Distanzen als es derzeit mit der konzessionsfreien WLAN-Technologie möglich ist. Was bringt Wimax?
Möglicherweise ist Wimax günstiger für die Übertragung von Daten als das Mobilfunknetz UMTS. Wimax und UMTS konkurrenzieren sich so, können aber auch als Ergänzung zueinander gesehen werden.
Für ein Wimax-Netz müssen neue Antennen aufgestellt werden. Lässt das die Bevölkerung überhaupt noch zu?
Das ist ein grosses Problem, das Wimax-Konzessionäre einkalkulieren müssen. Für Wimax-Antennen gelten wie für Handy-Antennen die Grenzwerte der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NIS), die zehnmal strenger sind als im restlichen Europa. Aber eventuell ersetzt ein Mobilfunkanbieter, der eine Wimax-Konzession ersteigert hat, dann einen Teil des UMTS-Netzes durch das Wimax-Netz und stellt so weniger UMTS-Antennen auf.
Wie viele Antennen werden die drei Wimax-Konzessionäre aufstellen?
Die Nutzungsmöglichkeiten von Wimax sind vielfältig. Wir wissen nicht, ob ein Konzessionär etwa schlecht versorgte Randregionen oder Geschäftskunden in Städten per Funk mit Breitbandanschlüssen bedienen will oder ob er einfach nur WLANs zusammenhängen möchte. Darum ist eine Aussage zur Antennenzahl schwierig. Die prophezeiten grossen Reichweiten von Wimax werden leider nur im stationären Betrieb erreicht. Darum wird niemand ein flächendeckendes Wimax-Netz aufstellen. Für mobile Anwendungen ist Wimax zudem noch gar nicht standardisiert.
Trotzdem: Wie viele Wimax-Antennen sind in der Schweiz maximal möglich?
Es könnte mehrere Hundert neue Antennen geben, wenn alle drei Konzessionäre möglichst grosse Flächen abdecken wollen. Es könnten aber auch nur ganz wenige sein. Das hängt von den Konzessionären und deren Geschäftsmodellen ab.
Sind Ihrer Meinung nach solche Funkstrahlen generell schädlich?
Ich persönlich bin überzeugt, dass diese für Leib und Leben nicht schädlich sind. Aber es gibt Leute, die eine gewisse Sensibilität und eine Strahlenfühligkeit haben, vor allem, wenn sie sich oft in der Nähe von Antennen befinden. Ich nehme das sehr ernst und bin der Meinung, dass die Schweiz zu Recht so strenge Grenzwerte hat. Schlüssige Studien, welche die Schädlichkeit nachweisen, gibt es aber immer noch keine. Und von gewissen Kreisen wird allzu leichtfertig und ohne wissenschaftliche Basis behauptet, Mobilfunkstrahlen seien zum Beispiel krebserregend.
Besteht die Gefahr, dass die Auktion der Wimax-Lizenzen floppt, wie bei den WLL-und UMTS-Lizenzen im Jahr 2000?
Bei neuen Technologien besteht diese Gefahr am Anfang immer. Ob und wie stark sich Wimax am Ende durchsetzt, wird die Zukunft zeigen.
Hat sich die ComCom überlegt, die Swisscom von der Auktion auszuschliessen, da sie sonst womöglich auch diesen Bereich innert Kürze dominiert?
Solche Überlegungen gabs. Ziel der Regulierung kann es aber nicht sein, die Swisscom zu behindern, sondern zu verhindern, dass Swisscom ihre Konkurrenz «an die Wand drückt».
Aber die Gefahr der Marktbeherrschung durch die Swisscom besteht?
Ich vermute, die Swisscom ist nicht so sehr an Wimax interessiert, da sie sonst ihr gerade mit viel Geld erstelltes UMTS-Netz konkurrenzieren würde. Wimax ist vielmehr in erster Linie eine Ergänzung zum Fest- und allenfalls später zum UMTS-Netz. Darum ist die Verdrängungsgefahr hier gering.
Wie viel wird die Auktion der drei Wimax-Lizenzen dem Bund einbringen?
Der Mindestpreis pro Konzession mit einer Frequenzausstattung von 20 MHz liegt gemäss gesetzlichen Bestimmungen bei etwa 6 Mio. Fr. Ich rechne nicht damit, dass sich die Auktionsteilnehmer stark heraufbieten werden. Die UMTS-Versteigerungen, bei denen in Deutschland und England hohe Milliardenbeträge bezahlt wurden, in der Schweiz hingegen nur noch der Mindestpreis von 50 Mio. Fr. pro Lizenz, haben gezeigt, dass vieles möglich und nicht vorhersehbar ist.
Sie sagen, das Telefonieren mit dem Handy könnte dereinst gratis sein. Heute hingegen sind die Tarife immer noch sehr hoch. Zu hoch?
Im Geschäftsbereich sind die Preise bereits relativ stark gesunken, dort spielt der Wettbewerb. Im Privatkundenbereich kommt erst jetzt langsam Bewegung hinein, etwa weil die Swisscom den Druck der Wettbewerbskommission (Weko) spürt und ihre Terminierungsgebühren gesenkt hat. Aber die Terminierungsgebühren, die ein Operator für die Weiterleitung eines Gesprächs auf seinem Netz verlangt, sind meiner Ansicht nach immer noch zu hoch. Darum untersucht die Weko diesen Bereich. Ich denke, dass die Weko im Herbst das Resultat der Untersuchung präsentieren wird.
Wie stehen Sie dazu?
Unserer Meinung nach besitzt jeder Anbieter bei der Terminierung eine Monopolstellung, und zwar jeweils auf dem eigenen Netz. Die Konsumenten können keinen Druck auf die Anbieter ausüben, so dass diese gezwungen wären, die Terminierungsgebühren zu senken. Wenn ich einen Kollegen aufs Handy anrufe, bezahle ja ich die Terminierungskosten und nicht mein Kollege. Darum sind ihm die Terminierungspreise seines Handyanbieters egal und er wechselt nicht zur billigeren Konkurrenz. Somit herrscht bei der Terminierung kein echter Wettbewerb.
Wie würden Sie das Problem lösen?
Eine Möglichkeit wäre, dass nicht der Anrufer, sondern die angerufene Person die Terminierungsgebühr oder einen Teil davon bezahlt. In gewissen Ländern ausserhalb von Europa funktioniert das so.
«Mit Wimax könnte es in der Schweiz mehrere Hundert neue Antennen geben.»
© Basler Zeitung; 23.07.2005; Seite 17
wirtschaft
«Internet-Telefonie ist nächste Revolution»
ComCom-Präsident Marc Furrer über VoIP, neue Mobilfunkantennen und zu hohe Handy-Preise
Interview: Tobias Bossard
baz: Herr Furrer, wann haben Sie letztmals über das Internet telefoniert?
Marc Furrer: Vor vier Wochen, in Zermatt. Dort habe ich an einem Forum Skype-Gründer Niklas Zennström getroffen. Er hat mir das Internet-Telefonie-Produkt seiner Firma gezeigt. VoIP-Technologie kenne ich aber seit den 1990er Jahren. Damals war die Qualität noch lausig und unbrauchbar.
Wie beurteilen Sie die Qualität heute?
Wir nutzen VoIP heute im ComCom-Sekretariat. Die Technologie hat noch nicht die Qualität der Festnetztelefonie erreicht, ist aber auf dem Weg dazu. VoIP wird den Telekom-Markt gehörig auf den Kopf stellen.
Inwiefern?
Der Transport von Voice-Daten, also Gesprächen, wird künftig wohl quasi kostenlos erfolgen, zuerst beim Festnetz, später auch beim Mobilfunk. Geld wird dann mit dem Verkauf von Inhalten wie Musikstücken und Filmen oder dem Verkauf von Endgeräten gemacht. Skype etwa lebt in erster Linie vom Verkauf von Headsets (Kopfhörer-Mikrofon-Kombination), die man zum Telefonieren an den Computer anschliesst. Einnahmen generiert man zudem weiterhin mit dem breitbandigen Internet-Zugang, wobei dies eine Flatrate sein wird: eine Gebühr, zu der man ununterbrochen online ist und beliebig viele Daten transportieren kann.
Riesige Veränderungen also ...
Es entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. Denn VoIP läutet die nächste Revolution in der Telekommunikationsindustrie ein. Für Anbieter wie Swisscom, Sunrise oder Orange ist diese Technologie eine der grössten Herausforderungen für die nächsten fünf bis zehn Jahre.
Wo liegen die Probleme bei VoIP?
Etwa bei den Notfallnummern. Wenn jemand über das Internet telefoniert, kann er das von der ganzen Welt aus mit der gleichen Nummer, etwa einer 061er, tun. Will man nun in einem Notfall die Polizei sprechen und wählt die 117, dann weiss das System nicht, an welche Polizeizentrale der Anruf gehen soll: an jene in Basel, in Genf oder gar an eine irgendwo im Ausland? Die Nummer ist schon identifizierbar, nicht aber der Ort, von dem aus man telefoniert. Ein anderes riesiges Problem ist, dass man Telefongespräche nicht mehr abhören kann.
Warum «Problem»? Aus Konsumentensicht ist dies doch sehr erfreulich.
Das schon, aber jene Leute, die den Terror bekämpfen, sehen das anders. Diese wollen auch die Internet-Telefonate abhören können.
Ist dies technisch überhaupt machbar?
Technisch ist fast alles machbar. Es braucht einfach seine Zeit. Meist ist es auch eine Frage der Kosten. Wenn VoIP durch Regeln verteuert wird, verliert die Technologie an Nutzen.
Im 1. Halbjahr 2006 versteigert die ComCom mit Wimax drei neue Konzessionen, die den drahtlosen Internet-Zugang ermöglichen, und zwar auf deutlich grössere Distanzen als es derzeit mit der konzessionsfreien WLAN-Technologie möglich ist. Was bringt Wimax?
Möglicherweise ist Wimax günstiger für die Übertragung von Daten als das Mobilfunknetz UMTS. Wimax und UMTS konkurrenzieren sich so, können aber auch als Ergänzung zueinander gesehen werden.
Für ein Wimax-Netz müssen neue Antennen aufgestellt werden. Lässt das die Bevölkerung überhaupt noch zu?
Das ist ein grosses Problem, das Wimax-Konzessionäre einkalkulieren müssen. Für Wimax-Antennen gelten wie für Handy-Antennen die Grenzwerte der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NIS), die zehnmal strenger sind als im restlichen Europa. Aber eventuell ersetzt ein Mobilfunkanbieter, der eine Wimax-Konzession ersteigert hat, dann einen Teil des UMTS-Netzes durch das Wimax-Netz und stellt so weniger UMTS-Antennen auf.
Wie viele Antennen werden die drei Wimax-Konzessionäre aufstellen?
Die Nutzungsmöglichkeiten von Wimax sind vielfältig. Wir wissen nicht, ob ein Konzessionär etwa schlecht versorgte Randregionen oder Geschäftskunden in Städten per Funk mit Breitbandanschlüssen bedienen will oder ob er einfach nur WLANs zusammenhängen möchte. Darum ist eine Aussage zur Antennenzahl schwierig. Die prophezeiten grossen Reichweiten von Wimax werden leider nur im stationären Betrieb erreicht. Darum wird niemand ein flächendeckendes Wimax-Netz aufstellen. Für mobile Anwendungen ist Wimax zudem noch gar nicht standardisiert.
Trotzdem: Wie viele Wimax-Antennen sind in der Schweiz maximal möglich?
Es könnte mehrere Hundert neue Antennen geben, wenn alle drei Konzessionäre möglichst grosse Flächen abdecken wollen. Es könnten aber auch nur ganz wenige sein. Das hängt von den Konzessionären und deren Geschäftsmodellen ab.
Sind Ihrer Meinung nach solche Funkstrahlen generell schädlich?
Ich persönlich bin überzeugt, dass diese für Leib und Leben nicht schädlich sind. Aber es gibt Leute, die eine gewisse Sensibilität und eine Strahlenfühligkeit haben, vor allem, wenn sie sich oft in der Nähe von Antennen befinden. Ich nehme das sehr ernst und bin der Meinung, dass die Schweiz zu Recht so strenge Grenzwerte hat. Schlüssige Studien, welche die Schädlichkeit nachweisen, gibt es aber immer noch keine. Und von gewissen Kreisen wird allzu leichtfertig und ohne wissenschaftliche Basis behauptet, Mobilfunkstrahlen seien zum Beispiel krebserregend.
Besteht die Gefahr, dass die Auktion der Wimax-Lizenzen floppt, wie bei den WLL-und UMTS-Lizenzen im Jahr 2000?
Bei neuen Technologien besteht diese Gefahr am Anfang immer. Ob und wie stark sich Wimax am Ende durchsetzt, wird die Zukunft zeigen.
Hat sich die ComCom überlegt, die Swisscom von der Auktion auszuschliessen, da sie sonst womöglich auch diesen Bereich innert Kürze dominiert?
Solche Überlegungen gabs. Ziel der Regulierung kann es aber nicht sein, die Swisscom zu behindern, sondern zu verhindern, dass Swisscom ihre Konkurrenz «an die Wand drückt».
Aber die Gefahr der Marktbeherrschung durch die Swisscom besteht?
Ich vermute, die Swisscom ist nicht so sehr an Wimax interessiert, da sie sonst ihr gerade mit viel Geld erstelltes UMTS-Netz konkurrenzieren würde. Wimax ist vielmehr in erster Linie eine Ergänzung zum Fest- und allenfalls später zum UMTS-Netz. Darum ist die Verdrängungsgefahr hier gering.
Wie viel wird die Auktion der drei Wimax-Lizenzen dem Bund einbringen?
Der Mindestpreis pro Konzession mit einer Frequenzausstattung von 20 MHz liegt gemäss gesetzlichen Bestimmungen bei etwa 6 Mio. Fr. Ich rechne nicht damit, dass sich die Auktionsteilnehmer stark heraufbieten werden. Die UMTS-Versteigerungen, bei denen in Deutschland und England hohe Milliardenbeträge bezahlt wurden, in der Schweiz hingegen nur noch der Mindestpreis von 50 Mio. Fr. pro Lizenz, haben gezeigt, dass vieles möglich und nicht vorhersehbar ist.
Sie sagen, das Telefonieren mit dem Handy könnte dereinst gratis sein. Heute hingegen sind die Tarife immer noch sehr hoch. Zu hoch?
Im Geschäftsbereich sind die Preise bereits relativ stark gesunken, dort spielt der Wettbewerb. Im Privatkundenbereich kommt erst jetzt langsam Bewegung hinein, etwa weil die Swisscom den Druck der Wettbewerbskommission (Weko) spürt und ihre Terminierungsgebühren gesenkt hat. Aber die Terminierungsgebühren, die ein Operator für die Weiterleitung eines Gesprächs auf seinem Netz verlangt, sind meiner Ansicht nach immer noch zu hoch. Darum untersucht die Weko diesen Bereich. Ich denke, dass die Weko im Herbst das Resultat der Untersuchung präsentieren wird.
Wie stehen Sie dazu?
Unserer Meinung nach besitzt jeder Anbieter bei der Terminierung eine Monopolstellung, und zwar jeweils auf dem eigenen Netz. Die Konsumenten können keinen Druck auf die Anbieter ausüben, so dass diese gezwungen wären, die Terminierungsgebühren zu senken. Wenn ich einen Kollegen aufs Handy anrufe, bezahle ja ich die Terminierungskosten und nicht mein Kollege. Darum sind ihm die Terminierungspreise seines Handyanbieters egal und er wechselt nicht zur billigeren Konkurrenz. Somit herrscht bei der Terminierung kein echter Wettbewerb.
Wie würden Sie das Problem lösen?
Eine Möglichkeit wäre, dass nicht der Anrufer, sondern die angerufene Person die Terminierungsgebühr oder einen Teil davon bezahlt. In gewissen Ländern ausserhalb von Europa funktioniert das so.
«Mit Wimax könnte es in der Schweiz mehrere Hundert neue Antennen geben.»