von Elisabeth Buchs » 26. Juli 2005 17:30
Im Migros-Magazin vom 26. Juli 2005 findet sich eine dreiseitige Reportage zu diesem Thema mit einigen interessanten Angaben:
Die Schlaflosigkeit einer jungen Frau wird beschrieben: Trotz bleierner Müdigkeit kam sie nicht zur Ruhe.
Der Soziologe Hans Wyler vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich befragte in zwei Untersuchungen 20-jährige Frauen und Männer zu ihrer Nachtruhe. Im Jahr 1993 klagten 14.8 Prozent über gelegentliche und 5,5 Prozent über häufige Schlafstörungen. Bei der zweiten Studie stellten wir eine deutliche Zunahme fest: 18,6 Prozent gelegentliche, 7,3 Prozent regelmässig Schlaflose.
Als mögliche Gründe werden von Jürg Schwander, ärztlicher Leiter der Schlafkliniken Luzern und Zurzach folgende Gründe genannt:
Verstärkter Leistungsdruck. Die Globalisierung mache die berufliche Zukunft weniger berechenbar, diese Unsicherheit wirke sich auf den Schlaf aus. Information und Unterhaltung rund um die Uhr verfügbar, werden auch nachts genutzt und bringen so die Schlafrhythmen durcheinander.
Herr Schwander geht davon aus, dass 11 Prozent der Menschen in der Schweiz unter Schlaflosigkeit leiden, das Durchschnittsalter der Patienten in den Kliniken liege unter 40 Jahren. Als mögliche Ursachen nennt er "Restless Legs", nächtliche Atemaussetzer. Psychische Gründe wie Depressionen, Angststörungen, Stress. Durch Schlaflosigkeit verringert sich das Reaktionsvermögen z.B. beim Autofahren massiv, ausserdem grössere Anfälligkeit auf Infektionen.
In der Schlafklinik wird versucht den Patienten zu helfen mit der Methode der progressiven Muskelrelaxation und Leben nach einem strengen Rhythmus.
Kommentar: Wovon weder im Migros-Magazin noch beim befragten aerztlichen Leiter der Schlafklinik nur das geringste erwähnt wurde, ist von den möglichen Auswirkungen des zunehmenden Elektrosmogs auf den Schlaf. Das Migros-Magazin veröffentlicht dafür Werbung für Bildhandys, Kinderhandys und brachte bis jetzt keinen der dagegen verfassten Leserbriefe. Es soll sogar durch die Mobilfunkbetreiber gesponserte Schlaflabors geben.
Wenn ein Arzt den Elektrosmog nicht als mögliche Ursache von Schlafproblemen erwähnt und zu diesbezüglichen Abklärungen rät, betrachte ich das als unterlassene Hilfeleistung.
Elisabeth Buchs
Im Migros-Magazin vom 26. Juli 2005 findet sich eine dreiseitige Reportage zu diesem Thema mit einigen interessanten Angaben:
Die Schlaflosigkeit einer jungen Frau wird beschrieben: Trotz bleierner Müdigkeit kam sie nicht zur Ruhe.
Der Soziologe Hans Wyler vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich befragte in zwei Untersuchungen 20-jährige Frauen und Männer zu ihrer Nachtruhe. Im Jahr 1993 klagten 14.8 Prozent über gelegentliche und 5,5 Prozent über häufige Schlafstörungen. Bei der zweiten Studie stellten wir eine deutliche Zunahme fest: 18,6 Prozent gelegentliche, 7,3 Prozent regelmässig Schlaflose.
Als mögliche Gründe werden von Jürg Schwander, ärztlicher Leiter der Schlafkliniken Luzern und Zurzach folgende Gründe genannt:
Verstärkter Leistungsdruck. Die Globalisierung mache die berufliche Zukunft weniger berechenbar, diese Unsicherheit wirke sich auf den Schlaf aus. Information und Unterhaltung rund um die Uhr verfügbar, werden auch nachts genutzt und bringen so die Schlafrhythmen durcheinander.
Herr Schwander geht davon aus, dass 11 Prozent der Menschen in der Schweiz unter Schlaflosigkeit leiden, das Durchschnittsalter der Patienten in den Kliniken liege unter 40 Jahren. Als mögliche Ursachen nennt er "Restless Legs", nächtliche Atemaussetzer. Psychische Gründe wie Depressionen, Angststörungen, Stress. Durch Schlaflosigkeit verringert sich das Reaktionsvermögen z.B. beim Autofahren massiv, ausserdem grössere Anfälligkeit auf Infektionen.
In der Schlafklinik wird versucht den Patienten zu helfen mit der Methode der progressiven Muskelrelaxation und Leben nach einem strengen Rhythmus.
Kommentar: Wovon weder im Migros-Magazin noch beim befragten aerztlichen Leiter der Schlafklinik nur das geringste erwähnt wurde, ist von den möglichen Auswirkungen des zunehmenden Elektrosmogs auf den Schlaf. Das Migros-Magazin veröffentlicht dafür Werbung für Bildhandys, Kinderhandys und brachte bis jetzt keinen der dagegen verfassten Leserbriefe. Es soll sogar durch die Mobilfunkbetreiber gesponserte Schlaflabors geben.
Wenn ein Arzt den Elektrosmog nicht als mögliche Ursache von Schlafproblemen erwähnt und zu diesbezüglichen Abklärungen rät, betrachte ich das als unterlassene Hilfeleistung.
Elisabeth Buchs