von unsereiner » 18. April 2012 18:06
http://www.kompetenzinitiative.net/asse ... -6_web.pdf
Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks
Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V.
Zu den Folgen der Langzeiteinwirkungen von Elektrosmog
von
Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht
7.5 Das Hilflosigkeitssyndrom, die zweite Noxe für Elektrohypersensible
Unter Hilflosigkeit versteht man den Zustand eines Menschen, in dem er nicht mehr willentlich handeln kann, sondern sich völlig wehrlos einer Situation ausgesetzt sieht, die er nicht ändern kann und die außerhalb seiner Kontrolle steht. Daraus ergeben sich bei längerer Dauer Depressionen, psychosomatische Krankheitsbilder, Dysstress und schließlich auch onkologische Erkrankungen, im Extremfall sogar der Tod.
Schubert und Schüssler [2003] vertreten immunneuropsychologisch gesehen die Auffassung, dass z. B. subjektive Gefühle von Hilf- und Hoffnungslosigkeit konditioniert werden und nicht nur Tumorzellentste-hung und Tumorprogression fördern, sondern auch sekundär durch die neuronervalen Effekte peripher freigesetzter Botenstoffe Tumorwachstum auslösen und verstärken können [Schmale und Iker 1966, 1971; Dantzer und Kelley 1989; Murr et al. 2000].
Halberstadt et al. [1984] sowie Bovi und Reinhard [1988] beschreiben Zusammenhänge zwischen Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression. Schwarzer und Walschburger [1985] berichten über Beziehungen zwischen Hilflosigkeit, Stress und Angst.
Ein Elektrosensibler, der unter Leidensdruck steht und mit seinem Leiden kein Gehör findet, ist im Sinne der Erkenntnisse von Seligman [1992] schweren Belastungen ausgesetzt. Ein Arzt oder ein Richter, der das Lei-den eines Elektrosensiblen nicht anerkennt, handelt daher fahrlässig und schadet der Gesundheit und dem Leben dieses Patienten. Er trägt dazu bei, dass sich für den elektrohypersensiblen Patienten ein Teufelskreis herausbildet, der ihn immer weiter in den gesundheitlichen Abgrund zieht: EMF-Wirkung → Hilflosigkeit → EMF-Wirkung → Hilflosigkeit usw.
Hilflosigkeit, d. h. die mangelnde Aussicht aus einer Situation, der man wehrlos ausgeliefert ist, je wieder herauszukommen, und entsprechende Verzweiflung führen zur Ausbildung des ,Hilflosigkeitssyndroms’. Vor allem in der Psychoneuroendokrinologie sind seine gesundheitlichen Folgen immer wieder beschrieben worden: ,Hilflosigkeitshormone’ werden gebildet; das Immunsystem wird in vielfältiger Weise negativ beeinflusst [Schubert und Schüssler 2003, Birbaumer und Schmidt 1996; Dantzer und Kelley 1989; Murr et al. 2000; Schavit und Martin 1987].
Analoge Beobachtungen hat auch die Lärmforschung gemacht.3
Nach Seligman [1975] sowie Birbaumer und Schmidt [1996] ist das Hilflosigkeitssyndrom einer der stärksten Stressoren (Stimuli) für die funktionelle Achse: limbisches System – Hypothalamus – Hypophyse – Nebenniere.
Bei älteren Menschen, die als hilflos charakterisiert werden, waren psychosomatische Erkrankungen, Gedächtnis- und Immunschwäche zu verzeichnen, die durch ,Hilflosigkeitshormone’ verursacht worden sind.
Im Zentrum der ,Hilflosigkeitshormone’ stehen die Endorphine, die so genannten Opioidpeptide, die die Opiatrezeptoren besetzen und den Prozess der Konditionierung bewirken bzw. beschleunigen. [Ader und Cohen 1985]
Durch eine übermäßige Freisetzung von Wachstumshormonen, ACTH, Beta-Endorphin, Prolaktin, Corticosteroide, Katecholamine und Enkephaline können sie sich negativ auf das Immunsystem auswirken und sogar Tumoren bilden [Shavit et al. 1985].
Birbaumer und Schmidt [1996] unterscheiden einen Opioidstress und einen Nichtopioidstress. Letzterer tritt auf, wenn kurzzeitig Stressorenwirkung erfolgt. Ersterer ist die Folge von dauerhafter oder längere Zeit bestehender Stressoreneinwirkung. Während nicht opioider Stress im Experiment Tumorenwachstum und Metastasenbildung verzögert oder verhindert, beschleunigt der Opioidstress diese Prozesse und hemmt dabei die Aktivität natürlicher Killerzellen (NK) und zytotoxischer Lymphozyten. Opiatverbindungen (exogene und endogene) scheinen in Konditionierungsprozessen offensichtlich eine besondere Rolle zu spielen, wodurch die Erkrankung gefestigt wird.
http://www.kompetenzinitiative.net/assets/ki_heft-6_web.pdf
Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks
Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V.
[b]Zu den Folgen der Langzeiteinwirkungen von Elektrosmog[/b]
von [b]Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht[/b]
[i][u][b]7.5 Das Hilflosigkeitssyndrom, die zweite Noxe für Elektrohypersensible[/b][/u]
Unter Hilflosigkeit versteht man den Zustand eines Menschen, in dem er nicht mehr willentlich handeln kann, sondern sich völlig wehrlos einer Situation ausgesetzt sieht, die er nicht ändern kann und die außerhalb seiner Kontrolle steht. Daraus ergeben sich bei längerer Dauer Depressionen, psychosomatische Krankheitsbilder, Dysstress und schließlich auch onkologische Erkrankungen, im Extremfall sogar der Tod.
Schubert und Schüssler [2003] vertreten immunneuropsychologisch gesehen die Auffassung, dass z. B. subjektive Gefühle von Hilf- und Hoffnungslosigkeit konditioniert werden und nicht nur Tumorzellentste-hung und Tumorprogression fördern, sondern auch sekundär durch die neuronervalen Effekte peripher freigesetzter Botenstoffe Tumorwachstum auslösen und verstärken können [Schmale und Iker 1966, 1971; Dantzer und Kelley 1989; Murr et al. 2000].
Halberstadt et al. [1984] sowie Bovi und Reinhard [1988] beschreiben Zusammenhänge zwischen Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression. Schwarzer und Walschburger [1985] berichten über Beziehungen zwischen Hilflosigkeit, Stress und Angst.
Ein Elektrosensibler, der unter Leidensdruck steht und mit seinem Leiden kein Gehör findet, ist im Sinne der Erkenntnisse von Seligman [1992] schweren Belastungen ausgesetzt. Ein Arzt oder ein Richter, der das Lei-den eines Elektrosensiblen nicht anerkennt, handelt daher fahrlässig und schadet der Gesundheit und dem Leben dieses Patienten. Er trägt dazu bei, dass sich für den elektrohypersensiblen Patienten ein Teufelskreis herausbildet, der ihn immer weiter in den gesundheitlichen Abgrund zieht: EMF-Wirkung → Hilflosigkeit → EMF-Wirkung → Hilflosigkeit usw.
Hilflosigkeit, d. h. die mangelnde Aussicht aus einer Situation, der man wehrlos ausgeliefert ist, je wieder herauszukommen, und entsprechende Verzweiflung führen zur Ausbildung des ,Hilflosigkeitssyndroms’. Vor allem in der Psychoneuroendokrinologie sind seine gesundheitlichen Folgen immer wieder beschrieben worden: ,Hilflosigkeitshormone’ werden gebildet; das Immunsystem wird in vielfältiger Weise negativ beeinflusst [Schubert und Schüssler 2003, Birbaumer und Schmidt 1996; Dantzer und Kelley 1989; Murr et al. 2000; Schavit und Martin 1987].
Analoge Beobachtungen hat auch die Lärmforschung gemacht.3
Nach Seligman [1975] sowie Birbaumer und Schmidt [1996] ist das Hilflosigkeitssyndrom einer der stärksten Stressoren (Stimuli) für die funktionelle Achse: limbisches System – Hypothalamus – Hypophyse – Nebenniere.
Bei älteren Menschen, die als hilflos charakterisiert werden, waren psychosomatische Erkrankungen, Gedächtnis- und Immunschwäche zu verzeichnen, die durch ,Hilflosigkeitshormone’ verursacht worden sind.
Im Zentrum der ,Hilflosigkeitshormone’ stehen die Endorphine, die so genannten Opioidpeptide, die die Opiatrezeptoren besetzen und den Prozess der Konditionierung bewirken bzw. beschleunigen. [Ader und Cohen 1985]
Durch eine übermäßige Freisetzung von Wachstumshormonen, ACTH, Beta-Endorphin, Prolaktin, Corticosteroide, Katecholamine und Enkephaline können sie sich negativ auf das Immunsystem auswirken und sogar Tumoren bilden [Shavit et al. 1985].
Birbaumer und Schmidt [1996] unterscheiden einen Opioidstress und einen Nichtopioidstress. Letzterer tritt auf, wenn kurzzeitig Stressorenwirkung erfolgt. Ersterer ist die Folge von dauerhafter oder längere Zeit bestehender Stressoreneinwirkung. Während nicht opioider Stress im Experiment Tumorenwachstum und Metastasenbildung verzögert oder verhindert, beschleunigt der Opioidstress diese Prozesse und hemmt dabei die Aktivität natürlicher Killerzellen (NK) und zytotoxischer Lymphozyten. Opiatverbindungen (exogene und endogene) scheinen in Konditionierungsprozessen offensichtlich eine besondere Rolle zu spielen, wodurch die Erkrankung gefestigt wird.[/i]