von Mahner » 12. August 2012 18:38
Wie die digitale Welt unser Familienleben verändert!
In der letzten Sternausgabe Stern Nr.- 33 vom 09.08.2012
findet man einen interessanten Bericht darüber, wie Laptop, Tablet, Smartphone das Zusammenleben der Familien beeinflussen und verändern können.
Der Autor Holger Witzel berichtet über seine Familie und schreibt u.a.:
Auszüge:
“Als wir noch eine richtige Familie waren, haben wir natürlich auch mal - wie man früher so sagte- etwas miteinander unternommen. (…) Damals hatten wir sogar noch gemeinsame Themen am Abendtisch.“
Er berichtet, wie der Online-Alltag und die digitale Mobilität sein Familienleben (zwei Erwachsene und zwei Kinder) beeinflusst haben:
“Jeder ist bis zum Einschlafen „on“ – jeder führt nebenbei noch eine Arte Doppelleben im Netz, mit schlechtem Gewissen, wenn kleine Computerprogramme selbst freie Tage strukturieren, das Wochenende, die Familie. Es hat sich so eingeschlichen.“
Die Thematisierung der Abhängigkeit, wirft u.a. auch Fragen durch Outsourcing des Denkens mit Gedächtnisverlust, fehlender Konzentration, Schlaflosigkeit, Aufmerksamkeitsstörung bis zum Übergewicht und Gewaltbereitschaft auf, was der renommierte Psychiater Manfred Spitzer in seiner „Digitale Demenz“ behandelt.
Interessant ist auch die Interpretation des Neurobiologen Gerald Hüter, der einerseits dem Fortschritt des Internets positiv gegenübersteht, sofern es sich dabei um reale Bezüge handelt (Shared Attention – Vernetzung und Pflege von persönlichen Kontakten usw.), der andererseits vor künstlichen Netzwerken und Computerspielen warnt, welche als Ersatz von fehlenden Realitäten herhalten sollen.
Hüter: “Werde die Aufmerksamkeit, Fähigkeit sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen, nur noch mit Maschinen geteilt, verkümmere die soziale Bindungsfähigkeit. Kein Kind braucht Facebook oder Ballerspiel, wenn es genug reale Erlebnisse hat.“
Darüber hinaus wird die amerikanische Soziologin Sherry Turkle, früher eine bekannte Pionierin der Onlinebewegung erwähnt, deren Befunde dahingehend beschrieben werden, dass die Nutzer durch die digitale Welt seelisch verkümmern würden.
Als Nachspann folgt noch ein weiterer ganzseitiger Bericht von Sabine Schattenfroh, Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Bielefeld.
Sie fordert: „Begleiten Sie Ihr Kind! Und setzen sie Grenzen!“
Die Sozial- und Medienpädagogin empfiehlt feste Regeln für die Computernutzung, und behandelt das schlechte Vorbild vieler Eltern und die Gefahren des Missbrauchs.
[size=150][b]Wie die digitale Welt unser Familienleben verändert![/b][/size]
In der letzten Sternausgabe Stern Nr.- 33 vom 09.08.2012
findet man einen interessanten Bericht darüber, wie Laptop, Tablet, Smartphone das Zusammenleben der Familien beeinflussen und verändern können.
Der Autor Holger Witzel berichtet über seine Familie und schreibt u.a.:
[b]Auszüge:[/b]
“Als wir noch eine richtige Familie waren, haben wir natürlich auch mal - wie man früher so sagte- etwas miteinander unternommen. (…) Damals hatten wir sogar noch gemeinsame Themen am Abendtisch.“
Er berichtet, wie der Online-Alltag und die digitale Mobilität sein Familienleben (zwei Erwachsene und zwei Kinder) beeinflusst haben:
“Jeder ist bis zum Einschlafen „on“ – jeder führt nebenbei noch eine Arte Doppelleben im Netz, mit schlechtem Gewissen, wenn kleine Computerprogramme selbst freie Tage strukturieren, das Wochenende, die Familie. Es hat sich so eingeschlichen.“
Die Thematisierung der Abhängigkeit, wirft u.a. auch Fragen durch Outsourcing des Denkens mit Gedächtnisverlust, fehlender Konzentration, Schlaflosigkeit, Aufmerksamkeitsstörung bis zum Übergewicht und Gewaltbereitschaft auf, was der renommierte Psychiater Manfred Spitzer in seiner „Digitale Demenz“ behandelt.
Interessant ist auch die Interpretation des Neurobiologen Gerald Hüter, der einerseits dem Fortschritt des Internets positiv gegenübersteht, sofern es sich dabei um reale Bezüge handelt (Shared Attention – Vernetzung und Pflege von persönlichen Kontakten usw.), der andererseits vor künstlichen Netzwerken und Computerspielen warnt, welche als Ersatz von fehlenden Realitäten herhalten sollen.
Hüter: “Werde die Aufmerksamkeit, Fähigkeit sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen, nur noch mit Maschinen geteilt, verkümmere die soziale Bindungsfähigkeit. Kein Kind braucht Facebook oder Ballerspiel, wenn es genug reale Erlebnisse hat.“
Darüber hinaus wird die amerikanische Soziologin Sherry Turkle, früher eine bekannte Pionierin der Onlinebewegung erwähnt, deren Befunde dahingehend beschrieben werden, dass die Nutzer durch die digitale Welt seelisch verkümmern würden.
Als Nachspann folgt noch ein weiterer ganzseitiger Bericht von Sabine Schattenfroh, Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Bielefeld.
Sie fordert: [b]„Begleiten Sie Ihr Kind! Und setzen sie Grenzen!“[/b]
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Die Sozial- und Medienpädagogin empfiehlt feste Regeln für die Computernutzung, und behandelt das schlechte Vorbild vieler Eltern und die Gefahren des Missbrauchs.[/b]