von Eva Weber » 31. Oktober 2012 09:58
Zur in seinen Augen nicht nachvollziehbaren Begründung des italienischen Urteils zu Handy und Kopftumor führt Kuddel vom IZgegenMF folgendes an, ich zitiere vom 30. 10.2012:
"Ebenfalls ist die Begründung bemerkenswert, warum er das Mobiltelefon ausschließlich mit der linken Hand gehalten hat (Tumor war linksseitig):
Hier im Gerichtsurteil (PDF) nachzulesen.
...da er Rechtshänder sei, habe er das jeweilige Gerät immer an sein linkes Ohr gehalten, um mit der rechten Hand das auf dem Schreibtisch stehende Festnetz-Telefon abheben oder Notizen aufschreiben zu können ..
K"
Bei der Flugsicherung zwischen 1963 und 1977 war das so:
Telefonanalage war links an der oberen Ecke des Arbeitsplatzes eingebaut. Die beiden Buchsen für den Hörer waren links unten am schrägen Ende (etwas Unterbau) des Arbeitsplatzes angebracht. Weiters Buchsen unten rechts, nötig bei Training.
Telefoniert wurde ausschließlich links. Mit der rechten Hand wurden die Flugdaten der vorherigen Kontrollstelle aufgenommen. Während bereits die nächste Kontrollstelle mit einem Tastendruck kontaktiert wurde, wurden nebenbei schon die Flugzeiten ausgerechnet bis zur Übergabeposition des Fliegers und niedergeschrieben (vorausgesetzt es handelte es sich um ein gängiges Flugzeug und es lagen keine extremen Höhenwinde vor). Während die Übergabedaten durchtelefoniert wurden, wurde der ganze Vorgang fertig bearbeitet, also normalerweise mit Rechts geschrieben. Da Kontrollzentralen ein sehr großes Gebiet zu überwachen haben - die Leute sehen ja immer nur den Tower - war die Arbeitslast oft nicht unerheblich. Die äußerst seltenen Linkshänder hatten es bei der angeordneten Technik etwas schwerer.
Viel änderte sich als der Rechner kam und ein Teil der Koordination wegfiel, wobei die Kontrollstellen Zürich und Padua lange nicht angeschlossen waren und, mit normalerweise Links, telefoniert werden musste.
Hier hat Kuddel eine seltsame Argumentation. Mir völlig unverständlich, dass ein Rechtshänder sein Telefon rechts halten sollte oder ist er so gut, dass er sich alles merken kann, bzw. dass er sich die oft erforderliche Arbeitsweise anderer Menschen gar nicht vorstellen kann
.
Weiter Kuddel vom 30.10.12 Zitat:
"Ich welchsle bei längeren Telefonaten automatisch zwischen links und rechts, auch mit Festnetztelefon, weil mir das Ohr nach einer Weile zu warm wird oder weh tut."
Selbst bei extremstem Telefonieren mit einem Schnurtelefon kam keiner auf die Idee, das Ohr zu wechseln, weil es unangenehm warm geworden wäre oder gar weh tat.
Das Ohr wurde nämlich nicht so warm, dass es wegen Wärme irgendwann weh getan hätte!!
Da könnte dann ja auch niemand im Winter eine warme Mütze vertragen, weil ihm alsbald beide Ohren weh täten.
Es ist schlicht und einfach Funk, der sich auswirkt und die Leute dazu zwingt, die Telefonseite immer wieder zu wechseln. Ausnahme könnte sein, dass der Arm weh tut vom Halten des Hörers.
Die Menschen werden schon noch darauf kommen, was ihnen schadet. Gesagt wird es ihnen ja nicht aus wirtschaftlichen Gründen!
Eva Weber
Zur in seinen Augen nicht nachvollziehbaren Begründung des italienischen Urteils zu Handy und Kopftumor führt Kuddel vom IZgegenMF folgendes an, ich zitiere vom 30. 10.2012:
[i]"Ebenfalls ist die Begründung bemerkenswert, warum er das Mobiltelefon ausschließlich mit der linken Hand gehalten hat (Tumor war linksseitig):
Hier im Gerichtsurteil (PDF) nachzulesen.
...da er Rechtshänder sei, habe er das jeweilige Gerät immer an sein linkes Ohr gehalten, um mit der rechten Hand das auf dem Schreibtisch stehende Festnetz-Telefon abheben oder Notizen aufschreiben zu können ..
K"[/i]
Bei der Flugsicherung zwischen 1963 und 1977 war das so:
Telefonanalage war links an der oberen Ecke des Arbeitsplatzes eingebaut. Die beiden Buchsen für den Hörer waren links unten am schrägen Ende (etwas Unterbau) des Arbeitsplatzes angebracht. Weiters Buchsen unten rechts, nötig bei Training.
Telefoniert wurde ausschließlich links. Mit der rechten Hand wurden die Flugdaten der vorherigen Kontrollstelle aufgenommen. Während bereits die nächste Kontrollstelle mit einem Tastendruck kontaktiert wurde, wurden nebenbei schon die Flugzeiten ausgerechnet bis zur Übergabeposition des Fliegers und niedergeschrieben (vorausgesetzt es handelte es sich um ein gängiges Flugzeug und es lagen keine extremen Höhenwinde vor). Während die Übergabedaten durchtelefoniert wurden, wurde der ganze Vorgang fertig bearbeitet, also normalerweise mit Rechts geschrieben. Da Kontrollzentralen ein sehr großes Gebiet zu überwachen haben - die Leute sehen ja immer nur den Tower - war die Arbeitslast oft nicht unerheblich. Die äußerst seltenen Linkshänder hatten es bei der angeordneten Technik etwas schwerer.
Viel änderte sich als der Rechner kam und ein Teil der Koordination wegfiel, wobei die Kontrollstellen Zürich und Padua lange nicht angeschlossen waren und, mit normalerweise Links, telefoniert werden musste.
Hier hat Kuddel eine seltsame Argumentation. Mir völlig unverständlich, dass ein Rechtshänder sein Telefon rechts halten sollte oder ist er so gut, dass er sich alles merken kann, bzw. dass er sich die oft erforderliche Arbeitsweise anderer Menschen gar nicht vorstellen kann
.
Weiter Kuddel vom 30.10.12 Zitat:
[i]"Ich welchsle bei längeren Telefonaten automatisch zwischen links und rechts, auch mit Festnetztelefon, weil mir das Ohr nach einer Weile zu warm wird oder weh tut."[/i]
Selbst bei extremstem Telefonieren mit einem Schnurtelefon kam keiner auf die Idee, das Ohr zu wechseln, weil es unangenehm warm geworden wäre oder gar weh tat.
[b]Das Ohr wurde nämlich nicht so warm, dass es wegen Wärme irgendwann weh getan hätte!![/b]
Da könnte dann ja auch niemand im Winter eine warme Mütze vertragen, weil ihm alsbald beide Ohren weh täten.
[b]Es ist schlicht und einfach Funk, der sich auswirkt und die Leute dazu zwingt, die Telefonseite immer wieder zu wechseln. [/b] Ausnahme könnte sein, dass der Arm weh tut vom Halten des Hörers.
[b]Die Menschen werden schon noch darauf kommen, was ihnen schadet. Gesagt wird es ihnen ja nicht aus wirtschaftlichen Gründen![/b]
Eva Weber