von Eva Weber » 23. Juni 2013 11:01
Ute hat geschrieben: Sie scheinen keine Kinder zu haben. Die benötigen keine Anregung. In vielen Fällen können Eltern von ihren Kindern lernen. Hinweise auf gut gemachte Broschüren ist hilfreich.
Ich habe keine Kinder, was ich mittlerweile keineswegs mehr bedaure. Ich leide unter Funk und ich würde mich richtig darüber grämen, wenn meine Enkelkinder - so ich denn hätte - gezwungen wären, ständig diese größtenteils unnützen elektronischen Teile zu benutzen. Wie funkfreundlich und realitätsfremd muss man eigentlich sein, um das Machwerk "Taschenfunk" nicht als das zu erkennen, was es ist. Massivste Werbung in der Schule!
http://medienundbildung.com/fileadmin/i ... ternet.pdf
Ich zitiere hieraus teilweise die Seite 8:
"
In vielen Schulen herrscht Handyverbot, weil potenziellen Störungen (Klingeln, Telefonieren, Musikhören, Ansehen und Aufnehmen von Videos und Fotos) zu vielfältig sind und man sich anders nicht zu helfen weiß."
"Es ist jedoch durchaus möglich, das Handy kontruktiv im Schulunterricht einzusetzen. Im folgenden Kapitel möchten wir Ihnen einige Ideen und Anregungen liefern, mit denen Sie das Handy aus seiner Verbannung zurückholen können und gewinnbringend in der Schule einsetzen können."
"Die Projektideen reichen von einem Wettbewerb für schnelle Tipper über Handyinterviews bis zu Videoreportagen mit dem Mobiltelefon; Text, Foto, Audio, Video und Geocoaching. Während die letzte Kategorie ein wenig Expertenwissen erfordert, sind die anderen Ideen sehr niederschwellig angelegt, sodass sie relativ simpel im Unterricht umgesetzt werden können."
"Auf Unterscheidung nach Unterrichtsfächern haben wir bewusst verzichtet, da dies den Rahmen dieser Broschüre gesprengt hätte. Die Projektideen sind jedoch universell gehalten. Daher können sie auf verschiedene Fächer adaptiert werden und sind im Unterricht vielfältig einsetzbar."
"Handy ist nicht gleich Handy: Eine Hürde bei der Arbeit mit Handys stellt leider stets die Technik dar: Die meisten Schulen verfügen noch nicht über ein Handy-Klassenset, sodass Sie in Ihrer Arbeit auf die Privatgeräte der Schüler/innen zurückgreifen müssen."
Eine einzige Sauerei ist das!
Das Kind muss also ein Handy besitzen, um in der Schule überhaupt mitmachen zu können. Daran würde auch ein vom Steuerzahler zur Verfügung gestelltes "Handy-Klassenset" nichts ändern. Wahrscheinlich würde dies aber m.E. ein Betreiber übernehmen, denn die Kosten bringen ihm sicheren Umsatz. Das Kind muss ja auch bei den verschiedensten Wettbewerben mitmachen können und das geht nur mit Übung. Ein Kind will niemals der Letzte sein, wenn es z. B. darum geht "Wer hat den schnellsten Daumen".
Der Lehrer, der da nicht voll mitmacht, wird, falls noch Referendar, eine der wenigen festen Anstellungen mMn nicht erhalten. Da das Suchtpotential sehr hoch ist, macht man die Kinder möglichst früh zu Süchtigen. Es sind die Kinder, die ohne Handy in der Hand sich weder aus dem Haus trauen noch auf der Straße laufen können, noch in einem öffentlichen Verkehrsmittel ohne zu wischen oder tippen oder zu telefonieren sein können.
Der erste Absatz beginnt so:
"In vielen Schulen herrscht Handyverbot....weil man sich nicht anders zu helfen weiß." Wenn man jedes Verbot auf Hilflosigkeit zurückführt, ist das doch eine höchst eigenartige Einstellung. Ich nenne nur das Verbotsschild "Baden verboten!" Oder "Vorsicht Hochspannung, Lebensgefahr!"
Das Kapitel "gesundheitliche Auswirkungen" wird wie immer ausgespart. Ich leide unter dieser Technik und weiß, was auf manche dieser Kinder zukommen kann. Aber man wird sie schon mit entsprechenden Medikamenten versorgen! Nur, das gibt das Leben nicht zurück!
Ein klein wenig ist vom BfS die Rede. Man druckt es rot. Zur Kenntnis nimmt man es nicht, sonst hätte dieses Pamphlet "Taschenfunk" nicht entstehen können.
Es ist zwar sehr lange her, dass Präsident König vom BfS sagte in etwa: "Kinder möglichst von dieser Technik fernhalten!" Was hat sich denn so Großes ereignet in all den Jahren, dass man völlig unbedenklich die Technik für Schulen anpreist? Ist es das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm mit seinem Ergebnis 2008, "über Kinder weiß man wenig?"
Das IZMF breitet seine Macht aus und niemand findet sich, diese auch nur ein wenig zu beschneiden!
Eva Weber
[quote="Ute"] Sie scheinen keine Kinder zu haben. Die benötigen keine Anregung. In vielen Fällen können Eltern von ihren Kindern lernen. Hinweise auf gut gemachte Broschüren ist hilfreich.[/quote]
Ich habe keine Kinder, was ich mittlerweile keineswegs mehr bedaure. Ich leide unter Funk und ich würde mich richtig darüber grämen, wenn meine Enkelkinder - so ich denn hätte - gezwungen wären, ständig diese größtenteils unnützen elektronischen Teile zu benutzen. Wie funkfreundlich und realitätsfremd muss man eigentlich sein, um das Machwerk "Taschenfunk" nicht als das zu erkennen, was es ist. Massivste Werbung in der Schule!
http://medienundbildung.com/fileadmin/images/PDF/PDF%20Taschenfunk%20Internet.pdf
Ich zitiere hieraus teilweise die Seite 8:
"[i] In vielen Schulen herrscht Handyverbot, weil potenziellen Störungen (Klingeln, Telefonieren, Musikhören, Ansehen und Aufnehmen von Videos und Fotos) zu vielfältig sind und man sich anders nicht zu helfen weiß."
"Es ist jedoch durchaus möglich, das Handy kontruktiv im Schulunterricht einzusetzen. Im folgenden Kapitel möchten wir Ihnen einige Ideen und Anregungen liefern, mit denen Sie das Handy aus seiner Verbannung zurückholen können und gewinnbringend in der Schule einsetzen können."
"Die Projektideen reichen von einem Wettbewerb für schnelle Tipper über Handyinterviews bis zu Videoreportagen mit dem Mobiltelefon; Text, Foto, Audio, Video und Geocoaching. Während die letzte Kategorie ein wenig Expertenwissen erfordert, sind die anderen Ideen sehr niederschwellig angelegt, sodass sie relativ simpel im Unterricht umgesetzt werden können."
"Auf Unterscheidung nach Unterrichtsfächern haben wir bewusst verzichtet, da dies den Rahmen dieser Broschüre gesprengt hätte. Die Projektideen sind jedoch universell gehalten. Daher können sie auf verschiedene Fächer adaptiert werden und sind im Unterricht vielfältig einsetzbar."
"[b]Handy ist nicht gleich Handy:[/b] Eine Hürde bei der Arbeit mit Handys stellt leider stets die Technik dar: Die meisten Schulen verfügen noch nicht über ein Handy-Klassenset, sodass Sie in Ihrer Arbeit auf die Privatgeräte der Schüler/innen zurückgreifen müssen."[/i]
[b]Eine einzige Sauerei ist das![/b]
Das Kind muss also ein Handy besitzen, um in der Schule überhaupt mitmachen zu können. Daran würde auch ein vom Steuerzahler zur Verfügung gestelltes "Handy-Klassenset" nichts ändern. Wahrscheinlich würde dies aber m.E. ein Betreiber übernehmen, denn die Kosten bringen ihm sicheren Umsatz. Das Kind muss ja auch bei den verschiedensten Wettbewerben mitmachen können und das geht nur mit Übung. Ein Kind will niemals der Letzte sein, wenn es z. B. darum geht "Wer hat den schnellsten Daumen".
Der Lehrer, der da nicht voll mitmacht, wird, falls noch Referendar, eine der wenigen festen Anstellungen mMn nicht erhalten. Da das Suchtpotential sehr hoch ist, macht man die Kinder möglichst früh zu Süchtigen. Es sind die Kinder, die ohne Handy in der Hand sich weder aus dem Haus trauen noch auf der Straße laufen können, noch in einem öffentlichen Verkehrsmittel ohne zu wischen oder tippen oder zu telefonieren sein können.
Der erste Absatz beginnt so:[b] [i]"In vielen Schulen herrscht Handyverbot....weil man sich nicht anders zu helfen weiß." [/i][/b]Wenn man jedes Verbot auf Hilflosigkeit zurückführt, ist das doch eine höchst eigenartige Einstellung. Ich nenne nur das Verbotsschild "Baden verboten!" Oder "Vorsicht Hochspannung, Lebensgefahr!"
Das Kapitel "gesundheitliche Auswirkungen" wird wie immer ausgespart. Ich leide unter dieser Technik und weiß, was auf manche dieser Kinder zukommen kann. Aber man wird sie schon mit entsprechenden Medikamenten versorgen! Nur, das gibt das Leben nicht zurück!
Ein klein wenig ist vom BfS die Rede. Man druckt es rot. Zur Kenntnis nimmt man es nicht, sonst hätte dieses Pamphlet "Taschenfunk" nicht entstehen können.
Es ist zwar sehr lange her, dass Präsident König vom BfS sagte in etwa: "Kinder möglichst von dieser Technik fernhalten!" Was hat sich denn so Großes ereignet in all den Jahren, dass man völlig unbedenklich die Technik für Schulen anpreist? Ist es das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm mit seinem Ergebnis 2008, "über Kinder weiß man wenig?"
Das IZMF breitet seine Macht aus und niemand findet sich, diese auch nur ein wenig zu beschneiden!
Eva Weber