Auffahrunfall durch Handy am Steuer

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Kulturgut

von Eva Weber » 13. Dezember 2013 19:49

Pegasus hat geschrieben: Ich verstehe nicht, dass die Leute das Risiko so klein einschätzen. Ich kann mir aber denken, dass es ähnlich wie mit andern Süchten ist: weder die Drögeler, noch die Raucher und die Alkoholiker schätzen ihr Risiko richtig ein.

Ich hoffe sehr, dass die Politik und die Ordnungshüter endlich Wege finden, dieses fahrlässige Verhalten zu stopen.
So schnell wird sich m.E. da nichts ändern! Das Handy ist mittlerweile unentbehrliches, nicht antastbares Kulturgut. Von ihm darf nur Sicherheit in allen Lebenslagen ausgehen. Und wer einen Unfall hat, kann ja auch gleich den Sanka rufen. Niemals darf dem Handy ein eventuelles Sicherheitsrisiko angeheftet werden. Schon gleich gar nicht durch Strahlung und nur ganz ungern durch Ablenkung. Ich denke auch, dass den meisten Unfällen, die vielleicht durch Handynutzung zustande kamen, gar nicht nachgegangen wird, d.h. es steht mMn nicht im Polizeibericht.

Man beobachte nur wie konzentriert auf's Handy schauend die Leute die Straßen überqueren.

Endlich hat man die Bürger so weit, dass sie völlig selbstvergessen laufend, gehend, stehend, fahrend, auf ein Display konzentriert sind, dann ist es ihnen auch wieder schlecht beizubringen, dass man es tunlichst nicht überall machen soll. Das geht doch gar nicht mehr. Soviel Polizisten hat man doch gar nicht.

Für's Auto wird man mehr Fahrassistenten schaffen, dass zum z.B. das Bremsen übernommen wird, wenn der Fahrer gerade anderweitig beschäftigt ist etc . Dazu muss die Strahlung wiederum erhöht werden, was den Fahrer immer noch "rammdösiger" (bairisch für benommen) macht.

Ein Bus, in dem ich saß, überholte langsam einen Brummifahrer auf der Autobahn. Ich fand den Fahrer schon sehr gelenkig. Das rechte Bein hatte er auf dem Armaturenbord, mit beiden Unterarmen lag er auf dem Lenkrad und bediente mit beiden Händen sein Handy. Vielleicht musste er auch seinen Standort oder sonstige Daten durchgeben. Da wir sehr langsam vorbeikamen, konnte ich das ausgiebig beobachten. Als wir vorbei waren, dachte ich mir, ein kleiner Ruck nach links und vielleicht wäre schon die ganze Plage, die ich mit dieser Technik habe, vorbei gewesen, Glück vorausgesetzt.

Eva Weber

Auffällig

von Pegasus » 12. Dezember 2013 21:16

Hallo,

auffällig Viele, denen ich entgegenfahre, schauen nach rechts unten oder aufs Lenkrad, sind also mit was beschäftigt. In dieser Jahreszeit kann es natürlich auch mit der Regulierung der Klimaanlage zusammenhängen - aber nur bei denen, die rechts runter schauen.
Es handelt sich um ca. jedes 3. Fahrzeug, in welchem sich Solches auf gerader Strecke abspielt. Habs zwar auch schon in Kurven und vor Ampeln gesehen. Und es findet vorallem bei Alleinfahrern aber in allen Fahrzeugkategorien statt wie PWs, Lieferwagen und LKWs.

Ich bin jedes Mal heilfroh, nicht abgeschossen worden zu sein, scheint mir das Risiko dafür doch relativ hoch.

Ich verstehe nicht, dass die Leute das Risiko so klein einschätzen. Ich kann mir aber denken, dass es ähnlich wie mit andern Süchten ist: weder die Drögeler, noch die Raucher und die Alkoholiker schätzen ihr Risiko richtig ein.

Ich hoffe sehr, dass die Politik und die Ordnungshüter endlich Wege finden, dieses fahrlässige Verhalten zu stopen.

Pegasus

Auffahrunfall durch Handy am Steuer

von Pirat » 12. Dezember 2013 14:38

11.12.2013

Dortmund: Auffahrunfall durch Handy am Steuer

Eine Dortmunderin ist gestern Nachmittag, den 10. Dezember 2013, gegen 17.00 U
Ostwall in Dortmund-Mitte auf einen vor ihr stehenden Lkw aufgefahren. Offensic
abgelenkt durch ihr Handy hatte sie zu spät mitbekommen, dass ihr “Vordermann”
wegen der roten Ampel gebremst hatte.

Ein 57-jähriger Dortmunder war zur Unfallzeit mit seinem Lkw auf dem Ostwall in
Schwanenwall unterwegs, als die Ampel auf Rot umsprang und er innerhalb der
Fahrzeugschlange abbremsen musste. Polizeibeamte der Fahrradstaffel überprüften
diesem Moment den Fahrzeugverkehr im Ampelbereich.

Plötzlich entdeckten sie eine Autofahrerin, die auf einen Gegenstand in ihrer Hand
und mit geringer Geschwindigkeit auf den vor stehenden Lkw auffuhr. Bei der
Unfallaufnahme räumte die 49-jährige Dortmunderin ein, sie habe eine SMS mit ih
geschrieben und sei dadurch abgelenkt gewesen.

Glücklicherweise verletzte sich bei dem Unfall niemand. Es entstand ein polizeilich
geschätzter Sachschaden von 4.000 Euro.

http://www.02elf.net/rechtswesen/dortmu ... am-steuer-

....

Kommentar:

Autofahrer werden durch Unachtsamkeit abgelenkt - lt. ADAC wird jeder 8. Unfall
Handy- und MP3-Player-Nutzung verursacht. Smartphones und Assistenzsysteme l
Autofahrer ab!

In einer Umfrage haben

30% der Autofahrer zugegeben, während der Fahrt SSM zu schreiben oder zu le
40% benutzen ihr Handy ohne Freisprechanlage und
55% stellen ihr Navi während der Fahrt ein


Dass dieser Missbrauch immer mehr auch zu schweren Unfällen mit Todesfolge fü
nicht mehr zu leugnende Tatsache.

Die jüngste österreichische VCÖ-Analyse zeigt, dass das Handy mittlerweile zur
Unfallursache Nr.1 geworden ist!
(siehe viewtopic.php?p=66388#66388
)


Nochmal: Die diesbezüglichen Strafen sind viel zu human, die Sanktionen müßten verschärft
werden: Temporärer Führerscheinentzug und Geldstrafe mit 1000 Euro können hier nur noch
zu einem Umdenkungsprozess mit Wandel führen!

Zum ernsten Hintergrund hier im Nachgang ein paar satirische Verse:


Handyrasers trauriges Ende

Wer rast da so spät durch Nacht und durch Wind
mit dem Handy am Ohr? Das ist einer, der spinnt.
Die linke Hand, die hält er am Steuer,
die rechte greift zum Rauchen nach Feuer.

Das Handy hat er sich ungehemmt
zwischen Schulter und Wange geklemmt.
So rast er durch Nacht, so rast er durch Wind,
jetzt weiß es ein jeder ganz sicher: der spinnt.

„Liebste, was machst du, du schläfst doch nicht schon?“
So flötet er zärtlich ins Telefon.
„Ich bin der glücklichste Mensch auf Erden,
wenn du nur willst die Meinige werden.

Ich will in allen Lebenslagen
dich jederzeit auf Händen tragen,.
zum Nordpol, zum Südpol, an jeden Ort.
Ich meine es Ernst, hier du hast mein Wort.“

„Warte auf mich“, so flüstert er ihr,
„einen Strauß roter Rosen bringe ich dir“.
So hat er der Liebsten in später Nacht
den Heiratsantrag per Handy gemacht.

Der Weg ist noch lang, der Weg ist noch weit,
drum säuselt er weiter die ganze Zeit:
„Ich lieb‘ dich, mich reizt deine schöne Gestalt“,
doch da ist er gegen den Baum geknallt.

„Mein Herzblatt“, seufzt er, mit Müh‘ noch und Not,
„ich hab‘ dich geliebt, doch jetzt bin ich tot“.
Dann hat sich im Auto nichts mehr bewegt,
die Rosen hat man aufs Grab ihm gelegt.

Drum merket euch gut die Moral der Geschicht‘,
am Steuer telefoniert man nicht,
sonst geht es euch wie dem Spinner soeben,
der bezahlte fürs Handy mit seinem Leben.


E. Gaigg (frei nach Goethe)


Quelle

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