Die stillen Opfer von Handy und WLAN

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Die stillen Opfer von Handy und WLAN

von Mahner » 15. September 2014 17:19


Die stillen Opfer von Handy und WLAN


Elektrosensible Menschen leben auf der Schattenseite des Fortschritts. Die Flucht vor Handystrahlung ist unmöglich, dazu kommt Stigmatisierung.

Handys, Sendemasten, WLAN. Dieses Triumvirat macht, neben Hochspannungsleitungen, Menschen wie Josef Neuschitzer das Leben oftmals zur Hölle, weil man diesen Störquellen im Alltag kaum jemals entkommt. Neuschitzer steht der Selbsthilfegruppe Elektrosmog/Elektrosensibilität vor, wo Betroffene einmal im Monat in einem Klagenfurter Gasthaus im Kreis von Leidensgenossen offen ihre Probleme ausbreiten können. Dann hört man von Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Tinnitus oder falscher Kälte- und Wärmewahrnehmung. Oder vom "Mobilfunkkater", den elektrosensible Menschen durchleiden, wenn sie in ein starkes Kraftfeld gekommen sind. Neuschitzer: "Das dauert dann circa zwei Stunden, da muss man sich hinlegen."

Leidenswege

Maria F.* war geradezu auf der Flucht vor Strahlung, wechselte zwei Mal die Wohnung und konnte letztendlich auch im dritten Quartier ihre Probleme nur lindern. Sie leidet unter WLAN-Sensibilität, die bei ihr "künstliche Kälte" auslöst. "Ich fühle mich dann, als würde ich in einem Kühlschrank sitzen." Diese Diagnose hat Frau F. gleich zweifach schwarz auf weiß: einmal vom Arzt, einmal vom Baubiologen. In ihrem nunmehrigen Heim ließ sie einen Schutzanstrich anbringen, beim Schlafen helfen Tücher mit Spezialfaden.

Andrea W.* interessierte sich nicht sonderlich dafür, als auf einem Hochspannungsmast in der Nähe ihres Hauses ein Handysender installiert wurde. Sie wurde krank, ihr Herz begann zu "stolpern". Eineinhalb Jahre war sie wegen Herzrhythmusstörungen in Behandlung, als sie ein Arzt zufällig auf die richtige Spur brachte: "Haben sie vielleicht irgendeinen Sender in der Nähe ihres Hauses?" Mag sein, dass Frau W. besonders sensibel reagiert, weil es nach einem Unfall Metallteile in ihrem Körper gibt. Das ändert nichts an ihrem Martyrium, das man nach zahlreichen Messungen mit einem Schutzanstrich des Hauses und einem Spezialgitter lindern konnte.

Mehr...Kleine Zeitung 08.09.2014

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